Gewaltwelle in Trinidad und Tobago

Tobago Spezial: auf Grund der hohen Quote von Tobagoanfragen, habe wir dafür hier ein eigenes Forum eingerichtet.

Gewaltwelle in Trinidad und Tobago

Beitragvon gabe » Mittwoch 13. Februar 2008, 18:40

Ich habe diesen Bericht in der Schweizer Touristik gefunden. Ich weiss, dass es auf verschiedenen Karibik Inseln solche Probleme gibt aber ist das auf Trinidad und Tobago wirklich so schlimm?

Die Zahl der Überfälle auf Touristen hat laut «fvw-Online» auf den beiden Inseln enorm zugenommen. Selbst vor brutaler Gewalt werde nicht zurückgeschreckt.

Das Deutsche Auswärtige Amt warnt inzwischen vor einem starken Anstieg der Gewaltverbrechen in Trinidad und Tobago. Die Bandenkriminalität, bei der es vor allem um Anteile am Drogenhandel und Drogenschmuggel geht, habe daran grossen Anteil.

Auf Trinidad und dort besonders in Port of Spain, aber auch in den übrigen grösseren Städten haben Raubüberfälle laut «fvw-Online» stark zugenommen. Vor Anwendung von Gewalt – auch mit Schusswaffen – wird dabei nicht zurückgeschreckt. Von Besuchen der Stadtteile Laventille und Morvant rät das Deutsche Auswärtige Amt dringend ab, im Stadtteil Belmont ist ebenfalls Vorsicht geboten.

Aber auch in anderen Wohngebieten, in Einkaufszentren sowie am Ausflugsziel Fort George haben sich Überfälle auf Touristen ereignet. Passagiere von Kreuzfahrtschiffen sollten sich organisierten Landausflügen anschließen und nicht einzeln die Gegend erkunden, wird ausgeführt.

Auch auf Tobago hat die Bereitschaft zur Gewalt zugenommen. Insbesondere Raubüberfälle und Vergewaltigungen häufen sich.

Das Schweizerische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat seine Reisehinweise für Trinidad und Tobago bisher nicht verschärft. Allerdings wird ebenfalls auf die wachsende Bandenkriminalität hingewiesen.

gabe @ http://www.gotoasia.ch - Reisen nach China, Korea, Japan und Taiwan

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Beitragvon mike » Mittwoch 13. Februar 2008, 22:23

Hallo Swissgabe

Laventille und Morvant sind altbekannte Orte. Dort sollte man sich Nachts wirklich nicht umbedingt aufhalten.

Auch allgemein stimmen diese Aussagen ziemlich gut. Die Gewalt hat sich wirklich verschärft. LEIDER....


:cry: :cry: :cry: :cry:

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Beitragvon Alexa29 » Freitag 15. Februar 2008, 21:51

Hallo!

Wir waren Karnevalsdienstag in Port of Spain und haben so nicht viel mitbekommen von Übergriffen. Allerdings waren wir auch vor dem dunkel werden wieder raus dort und auf dem Weg zurück nach Tobago. Aber etwas mulmig war mir trotzdem in den Gassen, denn man hört ja doch sehr viel von der gestiegenen Gewaltbereitschaft der Menschen.

Auf Tobago selber haben wir davon garnichts bemerkt obwohl wir sehr viel alleine unternommen haben. Im Gegenteil die Menschen waren super freundlich und wenn man sich verfahren hatte halfen sie immer gerne.
Aber auch unsere Bekannten auf der Insel haben erzählt das die Gewaltbereitschaft zugenommen hat, vorallem wenn es um Drogen geht.
Uns hat man gleich am zweiten Tag etwas Ganja angeboten oder auf Wunsch auch etwas anderes.Auch die Prostitution scheint im Kommen zu sein.Einige unserer Herren im Hotel wurden am Strand angesprochen ob Sie nicht Lust auf eine nette Einheimische hätten.
Ich hoffe, das diese Dinge nicht noch mehr zunehmen denn sonst kann diese Insel ihren Ruf als "Paradies" schnell verlieren.
:cry:
Gruß Alexandra!
Alexa29
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Beitragvon yeke1000 » Samstag 16. Februar 2008, 00:40

kriminalität in trinidad: da will ich mich raushalten, da ich dort nicht leb nur bin sehr viel tagsüber in trinidad (süden, san fernando, port of spain) unterwegs und hatte nie ein problem. ein österreichischer freund von mir wohnte sogar länger in laventille und sagte:"wenn du dich raushältst, iss ok" naja wills ned herausfordern


kriminalität in tobago: als normaler tourist gibts eigentlich nur zu sagen: finger weg von jeglichen krummen sachen. die locals sind clever, die insel klein und man rutscht tiefer rein als einem lieb ist UND officers sind zur zeit verstärkt zivil auf suche nach kiffeneden touris, die wollen sie nicht.

überfälle auf touris: kommen wirklich ganz ganz selten vor da die regierung : 1) die ganzen spots (sunday school, marketplace parties in scarborough, clubs) werden des nachts seit ca. 1 jahr verstärkt durch police kontrolliert, 2) es gibt höhere strafen des court auf übergriffe auf touristen.

als nicht tourist: ist leider zu sagen, das im gegensatz zu der vergangenheit doch die kriminalität ansteigt, da es zur zeit nach amerikanischen und jamaicanischen vorbild ziemlich cool ist ein "gangsta for live" zu sein.
doch regierung greift hier im gegensatz zu trinidad hart durch.

wo ich echt angst hab iss der autoverkehr, freitags und samstags nachts iss echt die hölle los, da herrscht links, rechts oder mittelverkehr, je nach konsum der verschiedenen berauschenden mittel. noch dazu potholes, die jeden reifen zerbröseln. lieber zu fuss nach haus und nicht zu wiet weg vom hotel oder guesthouse.

ladies: tobago iss leider wie jamaica hauptsächlich durch die weiblichen touristen als sextourismusinsel bekannt und somit ists für normale touristeniinen hart sich durchzusetzten. die beste art aufdringliche boys abzuhalten ist, nett aber strict hart zu sein. wenn ihr unsicher seit, dann geht die anmache immer weiter, ein guter ausweg: ihr habt eure tage! :P

lasst euch nicht verunsichern, ihr könnt tobago voll und ganz geniessen, von sonnenaufgang bis zu den heissen :D nächten, seit ganz normal vorsichtig und selbstbewusst aber nicht provozierend und alles iss gut.

bless, yeke

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Beitragvon Andrea » Samstag 23. Februar 2008, 22:26

Na Yeke ,
spiel es nicht so runter ,
Ich bin sehr betrübt über die " Gewaltwelle ",
Hoffe , das da bald was passiert ,
gerade komme ich aus St. Lucia zurück und hab darüber dort schon gehört ... das geht in der ganzen Karibik grad rum ....
Hier ein Link zum Karibik Forum
http://www.lalasreisen.de/gbuch/html/ka ... forum.html
Die Gewaltwelle ist sogar schon zu den Bajan Fans gekommen ...

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Beitragvon yeke1000 » Donnerstag 28. Februar 2008, 21:28

@andrea
will nix runterspielen, hab ja nix davon, leb halt da und das sind meine persönlichen eindrücke von mir und localfiends.

welche gewaltwelle meinst du? die in tnt oder in der ganzen karibik?
es steigt leider die hemmschwelle zu gewalttaten (auch brutalen) in der ganzen karibik (besser gesagt ganzen welt) schon seit jahren und da sind halt die schlimmsten inseln jamaica, domrep/haiti und trinidad.
die zeiten sind leider vorbei, wo man als tourist mit all den wertgegenständen umherzog, die hotel und autotüren nicht versperrte, usw.

man muss aber auf trinidad und tobago zwischen den beiden inseln strikt unterscheiden. leider werden beide inseln in den ganzen berichten und warnungen in den selben topf geschmissen. 98% der kriminalität passiert in trinidad.

selbst in tobago musst du zwischen dem norden und süden unterscheiden, im norden passiert zur zeit gar nix. waren früher paar mal überfälle auf der nicht vorhandenen strasse zwischen bloodybay und charlotteville auf touristen, die sich zu fuss durch die buschroad gewagt haben.
im süden ist halt hauptsächlich der ganze tourismus und damit das ganze geld. und wo geld ist, wird versucht zu klauen, zu betrügen und einem alle möglichen sachen einzureden, abzuschwatzen und zu verkaufen und es gibt halt leider auch drogen und prostitution.
fakt ist: es ist harmlos und ich hoffe das es auch so bleibt. normal vorsichtig sein und es passiert einem nichts. es ist halt so wie in einer deutschen grossstadt, da geht man ja auch nicht des nachts mit grösseren sichtbaren wertgegenständen in dunklen gassen spazieren.

und es wird was getan:
es gibt verstärkte polizeipräsenz, härtere strafen und härtere einsätze der polizei. ich hab noch nie soviel polizei hier auf tobago patrollieren gesehen wie jetzt, beim carnival dieses jahr gab es die wenigsten zwischenfälle seit jahren, vor paar tagen wurde auf trinidad der täter, der einen überfall auf einen touristen begangen hat mit der fast doppelten haftstrafe als normal verurteilt, auf tobago wurde der täter der einen besitzer eines restaurants überfallen hat, eiskalt erschossen.
ich hoff das das ganze genug abschreckung ist, und es hier wieder seelenruhig wird, wie vor vielen jahren.
das könnte vielleicht für tobago reichen aber leider niemals für trinidad, denn da ist der ganze sumpf von drogen, gewalt und korruption schon viel zu tief.

inselgerede: das lustige an der karibik ist, es wird immer gegen andere inseln gehetzt, hier auf tobago ist trinidad das allergrösste übel und der sitz des teufels, dann folgt jamaica, sogar über barbados hetzten sie dass alle schlechten einflüsse aus den usa (z.B deren Gangstastyle) direkt über barbados die anderen inseln erreichen.
ist natürlich klar das für die anderen nachbarinseln trinidad das rote tuch ist. das ist nicht neu, das ist schon seit jahren so, kaum hören sie was negatives über eine nachbarinsel in den nachrichten wird das hochgeschaukelt bis sie was negatives über eine andere insel hören.
als dieser mord vor kurzer zeit auf aruba passiert ist, war auf tnt die hölle los, sie habens ja schon immer gewusst das auf aruba der teufel ist und sie diese insel niemals besuchen werden. ich kannte aruba nicht und hab den erzählungen nach wirklich geglaubt das dort die ganzen drogendealer und gewalt venezuelas, südamerikas und der usa zu hause sind, was natürlich blödsinn ist.
st. lucia ist in den augen der tobagonier übrigens die faulste aller inseln :lol: und die leute dort werdens nie zu was bringen.

ich finde es eine gute idee, wenn hier im forum opfer von verbrechen auf tnt berichten würden, wie, was oder warum ihnen das passiert ist.

bless, yeke

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Beitragvon mike » Donnerstag 28. Februar 2008, 22:24

Hallo yeke

Ich war bis zum Überfall gesamthaft 8 (in 8 Jahren) mal an jeweils drei Wochen in Tobago und ich muss sagen, dass die letzten Jahre die Kriminalität massiv zugenommen hat. Ich lese auch regelmässig die Zeitung von dort und manchmal ist es ziemlich erschreckend zu was für einer Gewaltbereitschaft Tobago es geschaft hat.
Ich weiss auch wie die Polizei arbeitet nach einem Raub. Ok nichts gegen die Polizei dort unten, denn mit dieser Ausrüstung könnte ich auch nicht mehr machen. Das Büro vom Kriminaltechnischen Dienst in Scarborough hat gerad zwei Holztische eine Microwelle einen alten Computer und ein paar Gesetzesbücher.

Wie kam es zum ganzen. Wir waren wie jedes Jahr im Haus von Freunden aus der Schweiz (er kommt von Tobago). Das Haus liegt in der nähe von Scarborough ein bisschen Abseits inmitten einiger Häuser von Locals (Bereich Idlewild) wenn dir das etwas sagt. Nun ja, das Haus war abgesperrt und wir waren am schlafen. In der Nacht sind sie dann durch das Küchenfenster (Die Landestypischen Fenster) eingestiegen und haben so ziemlich alles mitgehen lassen was so an elektronischem Gerät herumgeliegen ist. Im unteren Stock diese Hauses schliefen zur gleichen Zeit auch noch ein Deutscher mit seiner Einheimischen Frau.

Nach der Anzeige erfuhren wir, dass sich auch noch zwei weitere Einbrüche ereignet haben und noch zwei Touristinen mit einem Messer bedroht wurden und dies in der gleichen Nacht.
Wenn man mit den Locals spricht, sagen die einem auch, dass die Gewalt ziemlich stark zugenommen hat.

Ok, ich sage jetzt nicht, dass es Schlimmer ist als anderswo (denn am gleichen Wochenende haben sie auch Zuhause in der Schweiz versucht einzubrechen) , aber man muss Tobago doch mit Vorsicht geniessen.

Gruss
Mike

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Beitragvon Andrea » Freitag 29. Februar 2008, 16:33

Hi Yeke,
zu Deinen Fragen :
Ich meine "die " Gewaltwelle " , auf Tobago - nicht Trinidad - ( das habe ich schon immer unterschieden). Ich lese hier und im Karibik Forum von Geschichten....
http://www.thetobagonews.com/index.pl/a ... d=11356595
http://www.traveltalk.weltreiseforum.co ... c8500.html
Mittlerweile ( seit November ) warnt das Auswärtige amt vor Reise nach T n T .
Mir ist auf Tobago nach 2 x Urlaub nichts passiert. Aber nach allem , was ich grad so mitbekommme , .... hatten wir Glück. Gerade im Bereich Black Rock , wo unsere Fe Wo liegt , soll es ganz schön zugehen.
In den 2 Jahren , seit ich Tobago kenne , haben die Locals sich total zum Nachteil verändert.
Hab auch gehört , das die Polizei nichts macht ??...Das es vermehrt Gewalt gegen weisse gibt usw.
Ich finde das ganze mehr als schade. Ich war ja kürzlich auf St. Lucia ( by the way , von deren "Arbeitseifer" und Kreuzfahrernepp könnten die Tobegonies noch viel lernen , - faul sind die nicht . Auch nicht arm.--Das siehste schon an deren Autos und den Häusern. Was ich da Einheimische mit BMW X 5 rumfahren hab sehen...
St. Lucia hat zwei schöne Vulkankegel. Das wars dann aber auch schon. Die Insel ist viel zu touristisch. Ne Kreuzfahrerinsel , halt. Schlimmer als Grenada.
Pluspunkt auf St. Lucia : Wir fühlten uns absolut save. Das Gefühl hatten wir auf Tobago nur bedingt.
Da träumten wir uns in den leztzen Tagen oft an die Englishmanns zurück....Und gerade deshalb , weil wir ohne Angst wiederkommen wollen , sollte da was passieren
Gruss Andrea

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Beitragvon Alex » Mittwoch 12. März 2008, 12:35

Die Gewalt schwappt von Trinidad nach Tobago über. Ich habe letztlich mit einem (älteren) Local aus Speyside gesprochen, der über die Leute aus Trinidad geschimpft hat. Er meinte, diese Gewaltbereiten sollen doch auf Trinidad bleiben. Diese Leuten seien völlig "crazy", "they kill people for no reason". Aber viele dieser Leute sind auch aus Tobago und kehren irgendwann aus Trinidad nach Tobago zurück.

Meiner Ansicht nach existiert auf Tobago auch ein hoher Grad an "reverse racism". Das dürfte wiederum auf Trinidad weniger sein, weil dort die Bevölkerung eher gemischt ist als auf dem fast völlig schwarzen Tobago. Mein Vater wurde einmal mit einer lebensgefährlichen Vergiftung (Pflanzenschutzmittel Lennaid) im Eingang des Hospital Tobago stehengelassen und niemand wollte seinen Fall aufnehmen. Keine Ahnung wie das genau abgelaufen ist. Seiner Aussage nach lag das daran, dass er "nicht ganz gesellschaftsfähig" gekleidet war und dass er Weißer ist. Er hat sich dann wohl selbst Medikamente besorgt und hatte Bekannte (Alm.), bei denen er übernachten und viel Wasser trinken konnte.

Aber dieser "reverse racism" ist eigentlich nicht ungewöhnlich. Menschen neigen wohl zu soetwas. An einem ugandischen Grenzübergang wurden wir auch schon einmal böse angeschaut und beschimft, weil jemand meinte, wir würden bevorzugt (dabei standen wir schon viel länger in der "Schlange"). Aber im Zweifel sind es immer die bösen Weißen, die die armen Schwarzen unterdrücken. Der äußere, unbekannte Feind ist eben immer noch der beste Feind. Er kann zwar nicht besiegt werden, aber man kann von ihm auch nicht besiegt werden und sich selbst somit als unbeugsamer Widerstandskämpfer stilisieren. Übliches Mittel propagandistischer Innenpolitik.

Gruß,
Alex
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Beitragvon supergrover » Freitag 27. Juni 2008, 11:13

ich war jetzt drei monate auf trinidad und das letzte mal vor 4-5 jahren da gewesen - ich war schockiert.
als ich vor 5 jahren da war konnte man sich frei bewegen. ich wohnte in einem kleinen dorf wo wirklich keinerlei gewalt oder verbrechen war. außerdem zum thema verkehr: da gabs mit sicherheit noch nicht so viele autos wie jetzt. man kam in einer viertel stunde nach port of spain als so wie jetzt morgens oder abends ne stunde.
zum thema gewalt und verbrechen: ich las jeden tag zeitung und dort wimmelt es nur von artikeln die die schlimme situation gerade in laventille darstellen und wo schon wieder irgendein schuljunge oder sonst wer getötet wurde...ganz genau "for no reason".
mir wurde gesagt dass das früher nicht so war in laventille oder eben morvant. die ursprünglich wohnenden sind auch nicht so. die zugezogenen drogendealer bringen die ganze schande mit sich. da liegt wohl das problem.
wie hier schon gesagt wurde dieses mentalität von wegen gangsta sind cool.
so etwas schwappt auch auf die schulen über wo dann irgendwelche kinder für ein paar dollar umgebracht werden.
ganz ehrlich: wo soll das noch hinführen?
und meiner meinung macht die regierung gar nichts. die sind doch nur damit beschäftigt ihre macht auszuweitern (von wegen ethnik und so) und irgendwelche unsinnigen hochhäuser zu bauen. trinidad hat geld - aber leider stecken sie das in nonsense dinge und in die zumeist korrupte polizei. traurig!
ich als weiße habe zumindest immer auch von den einheimischen gesagt bekommen wo ich mich aufhalten darf und wo nicht. oft wurde mir gesagt "mach das lieber nicht, das is zu gefährlich". und nicht nur für mich als weiße gefährlich.
mit meiner arbeit dort hatte ich glück: sie war sicher.
ansonsten würde ich so schnell nicht wieder nach trinidad wollen. einfach zu gefährlich und man kann die wirklich schöne insel nicht genießen weil man immer in angst leben muss (ich hab sogar einige mal gunshots aus meiner wohnung gehört).
zu tobago kann ich nich viel sagen. außer dem obligatorischen ein paar tage urlaub den ich schon einige male jetzt gemacht hab fand ich tobago außer den touri stränden nicht wirklich spannend und im prinzip einfach nur ganz nett. was ich aber hörte war von einem jungen mann der erzählt hat dass er jeden sommer nach tobago fliegt um dort die ganzen touristinnen aufzugabeln....bei mir hat ers auch versucht wurde aber ganz klar abgewiesen. aber stumpf und aufdringlich war er trotzdem. genauso wie viele andere männer. auf den straßen wurde man ständig angesprochen aus den autos war echt irgendwann nervig war.
ebenso hat mir eine frau mal gesagt dass die weißen frauen sehr beliebt sind weil "I never eat white meat yet"
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Beitragvon Tom2906 » Dienstag 2. September 2008, 03:01

Sind seit gestern wieder zurück aus TOB.. haben zum Glück weder an den einsameren Bays noch bei der Sunday School o.ä. etwas von der Gewaltwelle mitbekommen. Im Gegenteil, die meinsten Locals sind nett u. hilfsbereit und fahren einen auch schon mal für umme im Privattaxi ;)
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Beitragvon tob » Donnerstag 16. Oktober 2008, 12:37

Ich habe gerade in einem anderen Forum diesen Link entdeckt.

http://www.welt.de/english-news/article2563053/Swedish-couple-hacked-to-death-in-Tobago.html

Einfach schrecklich

EDIT: Link repariert. Gruß, Alex
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Beitragvon Alex » Donnerstag 16. Oktober 2008, 12:43

Das war wohl in Bon Accord. Die Lowlands sind in der Gegend (Nähe Flughafen) meines Wissens sowieso am ehesten bekannt für Überfälle (ich meine, relativ zum Rest von Tobago).

Gruß,
Alex
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