Das Ryugyong Hotel in Pyöngyang

Korea ist das letzte Reiseziel, wo man den Kalten Krieg noch so richtig spürt. Gut für die besondere Art von Erlebnisreisen.

Das Ryugyong Hotel in Pyöngyang

Beitragvon Pantitlan » Donnerstag 17. Mai 2007, 00:25

Bild[img]

Das finde ich schon noch krass: In Nordkorea hätte einmal das höchste Hotel der Welt entstehen sollen, doch nach dem Rohbau wurde der Weiterbau abgebrochen. Das Resultat ist eine 300 Meter hohe Bauruine ohne Fassade. Siehe Bild oben.

Ich frage mich einfach, wie einsturzgefährdet das ist. Der Betonklotz ist ja schon zwanzig Jahre alt und ist seither ungeschützt der Witterung ausgeliefert. Ich frage mich wie lange das geht, bis der Turm einfach einstürzt. Das wäre sicherlich eine ziemliche Katastrophe, je nach dem, wie die Betonteile dann fallen. Und vor allem ist es ja auch ein städtebaulich extrem armseliger Anblick. Oder was meinen die, welche das schon gesehen haben?[/img]

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Beitragvon Aremonus » Donnerstag 17. Mai 2007, 19:20

naja, Nordkorea hat ganz andere Probleme als die Sicherheit von Gebäuden... Einstürzen dürfte das Teil in den nächsten 30 Jahren nicht, die haben ziemlich hohen Zementanteil verwenden müssen, um überhaupt diese Höhe zu erreichen....
Schön ist es aber trotzdem nicht wirklich; obwohl irgendwas hat's schon, finde ich :lol:

Warum wurde der Bau eigentlich abgebrochen? Ein Luxustourismuszentrum hätte dem Staat doch auch ganz schön was eingebracht....

Warst du schonmal vor Ort, Panti?


Ich frag' mich nur, warum der geliebte Führer so eine Niete in VWL ist... so schlecht wie der kann man ein Land ja kaum führen...

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Beitragvon Pantitlan » Freitag 18. Mai 2007, 01:36

Die meisten hardcore-Kommunisten haben nicht so ein vertieftes Verständnis von den funktionsweisen der Wirtschaft. Eigentlich schade...

Warst du schonmal vor Ort, Panti?


Nein, ich würde gerne mal, aber habe das noch nie geschaft, resp. mir leisten können. Swissgabe aus dem Forum war mal dort. Aber er schaut kaum mehr hier ins Forum... :(

Warum wurde der Bau eigentlich abgebrochen?


Auf der Wikipedia stehen ein paar Antworten:

Über die wirklichen Gründe für den Baustopp und über die Zukunft der Bauruine kann nur spekuliert werden, da die nordkoreanischen Behörden die von weitem sichtbare Bauruine totschweigen. Es ist unklar, ob die finanzielle Lage des nordkoreanischen Staates oder Konstruktionsfehler (mangelhafter Beton) verantwortlich sind. Gerüchten zu folge sucht man westliche Investoren für eine Vollendung. Ein Grund, dass der Wolkenkratzer nie fertiggestellt wurde, könnte dem nachgebenden Boden zu verantworten sein; mittlerweile wird geprüft, ob der Turm abgerissen werden soll.

Ein weiterer Grund ist, dass es kein Ingenieur schaffte, einen Aufzug zu konstruieren, der bis ganz nach oben fährt.


Tragisch finde ich vor allem die Version mit dem mangelhaften Beton. Denn wenn das wirklich so ist, könnte der schon irgendwann einmal zusammenbrechen.

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Beitragvon Aremonus » Freitag 18. Mai 2007, 09:05

naja, ich glaube nicht, dass es aus finanziellen Gründen war; wenn Kim Jong-Il etwas will, dann tut er es auch, finanzielle Gründe hin oder her.

Ich bin ja kein Bauingineur, aber die Version mit dem Mangelhaften Beton finde ich auch nicht ganz befriedigend; die haben ja das Grundgerüst bis ganz nach oben gebaut (oder nahezu)

Der Fahrstuhl ist da schon plausibler, aber DER Grund wird es wohl kaum gewesen sein.

Die Version mit dem Boden tönt für mich am plausibelsten; das ist ein Problem, welches man nur mit genauen Untersuchungen im Voraus lösen kann, welche wohl kaum gemacht wurden.

Wenn du dann mal 'rüber gehst, frag bitte Kim Jong-Il; vielleicht verrät er es dir :lol:

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Beitragvon Pantitlan » Freitag 18. Mai 2007, 13:22

Wieso findest du das mit dem Fahrstuhl oder dem Boden besonders plausibel? Ich denke gerade solche Sachen wie Fahrstühle muss man ja konstruieren, bevor man sie baut. Sonst weiss ja keiner wie gross der Schacht aussehen muss. Darüberhinaus: Ich denke es ist immer noch besser einen Fahrstuhl zu bauen, bei dem man nach 150 Metern umsteigen muss, als den Bau einfach nicht fertigzustellen.

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Beitragvon robin » Dienstag 22. Mai 2007, 22:42

Ich habe gerade vor ein paar Wochen zufällig mit einem Architekten über das Problem geredet, weil wir hier in der Nähe auch eine solche Bauruine haben. Der meinte, dass Beton am Wetter eher härter würde. Nur wenn es einfriert, gibt es längerfristig schäden. Aber wegen der Armierung sollte ein gut gebautes Haus auch dann nicht einstürzen... Aber eben, obs dort mit der Armierung hinhaut?
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Beitragvon gabe » Freitag 27. Juli 2007, 15:54

Pantitlan hat geschrieben:
Das finde ich schon noch krass: In Nordkorea hätte einmal das höchste Hotel der Welt entstehen sollen, doch nach dem Rohbau wurde der Weiterbau abgebrochen. Das Resultat ist eine 300 Meter hohe Bauruine ohne Fassade. Siehe Bild oben.

Ich frage mich einfach, wie einsturzgefährdet das ist. Der Betonklotz ist ja schon zwanzig Jahre alt und ist seither ungeschützt der Witterung ausgeliefert. Ich frage mich wie lange das geht, bis der Turm einfach einstürzt. Das wäre sicherlich eine ziemliche Katastrophe, je nach dem, wie die Betonteile dann fallen. Und vor allem ist es ja auch ein städtebaulich extrem armseliger Anblick. Oder was meinen die, welche das schon gesehen haben?


Der ganze Bau ist schon recht eindrücklich. Interessanterweise steht das Gebäude nicht auf der Besichtigungsliste einer Stadtführung.

Aremonus hat geschrieben:Warum wurde der Bau eigentlich abgebrochen? Ein Luxustourismuszentrum hätte dem Staat doch auch ganz schön was eingebracht....
Gemäss Führer in Pyongyang gab es finanzielle Probleme beim Bau. Wenn man jedoch bedenkt, für was alles sonst Geld ausgegeben wird scheint mir das schon etwas fraglich.

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Beitragvon sandsturm » Freitag 27. Juli 2007, 16:13

swissgabe hat geschrieben:Der ganze Bau ist schon recht eindrücklich. Interessanterweise steht das Gebäude nicht auf der Besichtigungsliste einer Stadtführung..


Wieso ist das interessant? Dir werden ja auch nicht die vielen anderen Aspekte gezeigt, in denen die nordkoreanische Fuehrung versagt hat.

Swissgabe hat geschrieben:Gemäss Führer in Pyongyang gab es finanzielle Probleme beim Bau. Wenn man jedoch bedenkt, für was alles sonst Geld ausgegeben wird scheint mir das schon etwas fraglich.


Nunja, irgendwann geht einfach das Geld aus. Egal wofuer man den Rest ausgibt.

Aber ich denke, dass das Hotel ohnehin ein Flopp gewesen waere. Das Land hat ja in einem Jahr nicht genuegend Touristen, um das auch nur fuer einen Tag annaehrend zu fuellen. Aber wirtschaftsstrategische Ueberlegungen duerften da wohl kaum ausschlaggebend gewesen sein...

Zuletzt geändert von sandsturm am Freitag 27. Juli 2007, 16:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon gabe » Freitag 27. Juli 2007, 16:21

sandsturm hat geschrieben:
swissgabe]
Der ganze Bau ist schon recht eindrücklich. Interessanterweise steht das Gebäude nicht auf der Besichtigungsliste einer Stadtführung..[/quote]

Wieso ist das interessant? Dir werden ja auch nicht die vielen anderen Aspekte gezeigt, in denen die nordkoreanische Fuehrung versagt hat.

[quote="Swissgabe hat geschrieben:
Gemäss Führer in Pyongyang gab es finanzielle Probleme beim Bau. Wenn man jedoch bedenkt, für was alles sonst Geld ausgegeben wird scheint mir das schon etwas fraglich.


Nunja, irgendwann geht einfach das Geld aus. Egal wofuer man den Rest ausgibt.

Aber ich denke, dass das Hotel ohnehin ein Flopp gewesen waere. Das Land hat ja in einem Jahr nicht genuegend Touristen, um das auch nur fuer einen Tag annaehrend zu fuellen. Aber wirtschaftsstrategische Ueberlegungen duerften da wohl kaum ausschlaggebend gewesen sein...

Dass das Geld irgendwann mal ausgeht stimmt schon, besonders dann, wenn mans zB lieber für Rüstungszwecke oder sonstiges ausgibt.

Bereits andere Hotels in Pyongyang übersteigen in sachen Grösse die Nachfrage bei weitem! Schon lustig wenn man in einem ca 30 Stockwerkgebäude beim Frühstück noch einen einzig anderen Touristen zählt.

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Beitragvon sandsturm » Freitag 27. Juli 2007, 16:33

swissgabe hat geschrieben:Dass das Geld irgendwann mal ausgeht stimmt schon, besonders dann, wenn mans zB lieber für Rüstungszwecke oder sonstiges ausgibt.

Bereits andere Hotels in Pyongyang übersteigen in sachen Grösse die Nachfrage bei weitem! Schon lustig wenn man in einem ca 30 Stockwerkgebäude beim Frühstück noch einen einzig anderen Touristen zählt.


Ist ja nicht das einzige Land, das Ruestung sehr hochschaetzt...

Hast du eigentlich eine Ahnung, wie hoch das Bettenangebot und die Uebernachtungszahlen sind? Es wir ja wohl mehr als ein Hotel sonst geben...

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Beitragvon gabe » Freitag 27. Juli 2007, 16:45

sandsturm hat geschrieben:
swissgabe hat geschrieben:Dass das Geld irgendwann mal ausgeht stimmt schon, besonders dann, wenn mans zB lieber für Rüstungszwecke oder sonstiges ausgibt.

Bereits andere Hotels in Pyongyang übersteigen in sachen Grösse die Nachfrage bei weitem! Schon lustig wenn man in einem ca 30 Stockwerkgebäude beim Frühstück noch einen einzig anderen Touristen zählt.


Ist ja nicht das einzige Land, das Ruestung sehr hochschaetzt...

Hast du eigentlich eine Ahnung, wie hoch das Bettenangebot und die Uebernachtungszahlen sind? Es wir ja wohl mehr als ein Hotel sonst geben...


Soviel ich weiss gibt es zwei Hotels in welchen ausländische Touristen untergebracht werden:
1. Yanggakdo International Hotel, über 1000 Zimmer gemäss einer anderen Website.
Bild
2. Koryo Hotel, gemäss Wikipedia 400 Zimmer
Bild

Ich glaube kaum, dass sich im Schnitt pro Tag mehr als 50 ausländische Touristen aufhalten, und das wären schon viele. Im Winter dürften es praktisch keine sein, im Sommer vielleicht etwas mehr. Die Anzahl Geschäftsreisender liegt bestimmt etwas höher.

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Beitragvon sandsturm » Mittwoch 29. August 2007, 13:52

Geschaeftsreisende? Wer macht den mit NK Geschaefte? Die werden doch von allen ausser vielleicht den Chinesen koykotiert...?

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Beitragvon gabe » Sonntag 9. September 2007, 22:43

sandsturm hat geschrieben:Geschaeftsreisende? Wer macht den mit NK Geschaefte? Die werden doch von allen ausser vielleicht den Chinesen koykotiert...?


Neben den Chinesen gibts auch öfters Russen in Nordkorea. Oft kommen die aus Vladivostok oder Khabarovsk, vermutlich aber auch nicht mehr so oft wie auch schon.

Daneben gibts noch verschiedene NGOs aus dem Westen. Als wir in Pyongyang waren, da war ne Gruppe Amerikaner in unserem Hotel, die waren auch auf den selben Flug von Pyongyang nach Beijing. Dort habe ich mich mit dem einen unterhalten und der hart mir erzählt, dass die in Nordkorea nach Resten vor vermissten US Soldaten aus dem Koreakrieg gesucht haben, das warm übrigens im 2001. Die haben UN Fahrzeuge mit grünen oder gelben Flaggen benutzt.

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Beitragvon sandsturm » Samstag 15. September 2007, 22:23

Hab gerade auch gelesen, dass viele Suedkoreaner gehen, weil die in gewissen Gebieten Billiglohnfabriken aufgebaut haben. Weiss allerdings nicht, ob die dann den Umweg ueber die Hauptstadt machen...

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Beitragvon gabe » Sonntag 23. September 2007, 12:03

sandsturm hat geschrieben:Hab gerade auch gelesen, dass viele Suedkoreaner gehen, weil die in gewissen Gebieten Billiglohnfabriken aufgebaut haben. Weiss allerdings nicht, ob die dann den Umweg ueber die Hauptstadt machen...


Ich habe auch im aktuellen Time Mag oder Newsweek einen Artikel gesehen, dass viele Güter durch den Süden im Norden hergestellt werden und dann in die ganze Welt (auch USA) exportiert werden. Diese Fabriken sind jedoch meistens in Freihandelszonen im südlichen Teil von Nordkorea. Ich glaube nicht, dass viele Südkoreaner nach Pyongyang reisen und dort übernachten, aber welche gibt es bestimmt.

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Beitragvon Pantitlan » Dienstag 9. September 2008, 04:28

Bin gerade auf einen Artikel im Baunetz gestossen. Scheinbar soll nun das Hotel doch noch fertig gebaut werden. Mit Hilfe eines Aegyptischen Investors. Ich frage mich, was er sich davon verhofft...

http://www.baunetz.de/meldungen/Meldung ... 52193.html

Ehrlich gesagt, fand ich das Hotel aus Bauruine irgendwie fast interessanter...

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Beitragvon Alex » Dienstag 9. September 2008, 11:42

"Schätzungen südkoreanischer Medien zufolge würde eine den heutigen Ansprüchen an Technik und Sicherheit entsprechende Sanierung und Fertigstellung bis zu zwei Milliarden US-Dollar kosten." Wow. Das entspricht fast dem BIP Nordkoreas. Naja... ob das etwas wird...
Man vergleiche, dass für den Neubau des symbolträchigen Freedom-Tower in New York etwa 3 Milliarden US-Dollar angesetzt sind. Und der steht nicht mitten im Kommunismus. :lol:


Gruß,
Alex

EDIT: Ich meinte natürlich das BIP...

Zuletzt geändert von Alex am Mittwoch 10. September 2008, 15:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon gabe » Dienstag 9. September 2008, 11:52

2 Milliarden ist tatsächlich ne menge Geld für Nordkorea. Aber das Ding sollte ja sowieso schon lange fertig sein und da kann es ja noch Jahre dauern bis man sich wirklich entschieden hat das Hotel nun fertig zu bauen oder so zu belassen wie es gerade ist.

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Beitragvon Aremonus » Dienstag 9. September 2008, 18:25

2 Milliarden? Wie muss man sich das vorstellen?
Das Baumaterial? Oder auch die Mannstunden einberechnet?

Wahrscheinlich ist es wichtig zu wissen, dass die ja de facto gratis arbeiter haben...

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Beitragvon Alex » Dienstag 9. September 2008, 18:29

2 Milliarden? Wie muss man sich das vorstellen?
Das Baumaterial? Oder auch die Mannstunden einberechnet?
Stimmt... eigentlich sind die Arbeitskräfte dort ja sehr "kostengünstig". Allerdings könnten für die Fertigstellung des Gebäudes ausgebildete Kräfte benötigt werden, die Nordkorea so vielleicht nicht in dem Maße hat. Denn den arbeitsintensiven "Pyramidenbau" haben sie ja schon hinter sich. :lol:

Gruß,
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Beitragvon gabe » Mittwoch 10. September 2008, 11:14

Der ganze Bau müsste ja sowieso saniert werden was ja unter Umständen genau so intensiv sein könnte wie ein Neubau. Es verwunderte mich bis jetzt, dass Nordkorea das Prestigeobjekt so lange unberührt liess.

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Beitragvon Pantitlan » Mittwoch 10. September 2008, 15:15

Zwei Milliarden ist schon recht teuer. Ich frage mich, wie zuverlässig diese Schätzung der "südkoreanischen Medien" sind. Ich frage mal den Autor, vielleicht weiss der dazu mehr.

Zum Preis: Wenn wirklich ausländische Experten angestellt werden, dann dürfte das sogar noch teuer kommen. Die Leute müssen ja nicht nur eingeflogen werden, sondern auch pro Person von 4 Aufpassern bewacht werden. Das könnte bei den Massen doch auch noch ins Geld gehen.

Woher hast du eigentlich das Staatsetat von Nordkorea, Alex? Ist das die tatsächliche Zahl? Oder war das eher ein etwas provokativer Spruch?

Es verwunderte mich bis jetzt, dass Nordkorea das Prestigeobjekt so lange unberührt liess.


Wieso? Wenn es das Geld nicht zulässt und wenn man keinen Investor findet, kann man so was eben nicht bauen. Nun scheint, dass Nordkorea (das übrigens heute seinen 60. Geburtstag feiert), eben wieder ein bischen so aussieht, als könnte es sich ein bisschen öffnen. Da war ja diese Offenlegung des Atomprogramms, oder? Ich habe das nicht so genau verfolgt...

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Beitragvon Leftwing » Mittwoch 10. September 2008, 15:31

Mein neuer Allmanach sagt ein BIP von 25 Milliarden US$ im Jahr 2006 (Schätzung). Das ist natürlich nicht der Staatsetat, aber wenn zeigt doch dass der Etat nicht besonders hoch sein kann.
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Beitragvon Alex » Mittwoch 10. September 2008, 15:46

Mein neuer Allmanach sagt ein BIP von 25 Milliarden US$ im Jahr 2006 (Schätzung). Das ist natürlich nicht der Staatsetat, aber wenn zeigt doch dass der Etat nicht besonders hoch sein kann.
Ich hatte übrigens nicht das Haushaltsbudget gemeint, sondern natürlich das BIP (=GDP). :oops:

BIP laut CIA World Factbook:
$40 billion GDP (PPP) [Schätzung 2007]
$2.22 billion GDP (official exchange rate) [Schätzung 2006]

Gruß,
Alex
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