Einreisebestimmungen

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und sein freundlicher Nachbar. Willkommen in der nordamerikanischen Achterbahn zwischen Rockies und Great Plains, New York und Las Vegas, Spring Break und Indian Summer.

Re: Einreisebestimmungen

Beitragvon Mattes » Freitag 30. Mai 2014, 14:22

Pantitlan hat geschrieben:....Die Begründung lautet dann folgendermassen:....


Gute Begruendung, sehr gute, denn es stimmt ja wirklich, dass bei manchen Botschaften ein Pass wochenlang rumliegt, bis die das Visum einkleben...


Pantitlan hat geschrieben:Denn meines Wissens müsste mal den Zweitpass wieder abgeben, sobald der Grund nicht mehr da ist.


also in Deutschland musst du den Zweitpass nicht mehr zurueckgeben. Ich habe immer eine Zweitpass und werde auch kuenftig gleich einen Zweitpass mitbeantragen. Wie es in der Schweiz ist, weiss ich allerdings nicht.

Pantitlan hat geschrieben:Ansonsten wäre das ja praktisch, wenn man beispielsweise in einem Land illegal wohnt und/oder arbeitet. Die Behörden merken es bestimmt nicht, dass da nun schon wieder der gleiche einreist, wenn er nicht so viele Stempel im Pass hat...


Naja, @Panti, unterschaetze da mal nicht die computer: wenn der Pass eingelesen wird, dann geht das primaer nach Name und erst ganz sekundaer nach Passnummer, wenn ueberhaupt...

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Re: Einreisebestimmungen

Beitragvon Pantitlan » Freitag 30. Mai 2014, 15:26

Naja, @Panti, unterschaetze da mal nicht die computer: wenn der Pass eingelesen wird, dann geht das primaer nach Name und erst ganz sekundaer nach Passnummer, wenn ueberhaupt...


Ich denke, es geht primär nach Passnummer. Alles andere ist doch nicht wirklich aussagekräftig. Alleine in der Schweiz gibt es mindestens 1288 unterschiedliche "Peter Müller" (gefunden über tel.search.ch) und das wird in Deutschland nicht anders sein. Oder überlege dir einmal wie unglaublich viele Menschen in China genau den gleichen Namen haben...?

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Re: Einreisebestimmungen

Beitragvon Mattes » Freitag 30. Mai 2014, 15:46

ok, ich werde das erfragen, wenn ich mal auf einen gut gelaunten Grenzbeamten treffe.

Aber bedenke, dass deine Peter Müller sich bereits dann ganz erheblich reduzieren, wenn du das geburtsdatum dazugibst. und gibst du zu der Kombination Name/ Geburtsdatum dann noch den Geburtsort (steht ja ebenfalls im pass) dann koennte es schon sein, dass es nach Namen geht.

Ich bin deshalb der Annahme, dass es nach Name geht, weil es ja ansonsten wirklich hoellisch einfach waere, die Visaregeln komplett ausser Kraft zu setzen.

Beispiel: ich habe, wie gesagt 2 Paesse, beide mit identischer Nummer bis auf die letzte Ziffer; die ist bei dem einen eine 0, bei dem andern eine 1.

In Kolumbien darfst du als Tourist 6 Monate im Kalenderjahr bleiben; dann musst du raus.

Wuerde ich jetzt mit Pass -0 bis 30.6. bleiben, ausreisen und am 1.7. mit Pass -1 einreisen, wohlgemerkt mit absolut demselben Namen, Geburtsdatum und so weiter, dann koennte ich ja auf allereinfachste Weise einen permanenten Aufenthalt haben....(weil es ja eine andere Passnummer ist)

Vor allem waere diese halbjaehrliche Aus- und Wiedereinreise (auch mit dem Bus moeglich) ganz erheblich billiger, als das ganze Drum und Dran der Langzeit-Visa-Beschaffungen...

Aber, wie gesagt, ich werde gelegentlich mal fragen...

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Re: Einreisebestimmungen

Beitragvon Mattes » Freitag 30. Mai 2014, 16:19

Immer mehr Paesse haben ja Chips. Aber bereits fuer die alten Paesse ohne Chip galt, dass die Lesegeraete auch Namen, Geburtsdatum und so weiter erfassten.

Zitat:
Bereits der herkömmliche Reisepass enthält natürlich personenbezogene Daten – neben dem Namen, dem Geburtstag und dem Geschlecht des Inhabers auch das Gesichtsbild in Form eines Fotos. Die Datenseite des Reisepasses enthält mit Ausnahme des Gesichtsbilds alle diese Daten bereits jetzt in maschinenlesbarer Form in der so genannten „Machine Readable Zone (MRZ)“.
http://www.datenschutz-praxis.de/lexiko ... _pass.html

Und diese Daten werden beim Einlesen des Passes halt blitzschnell mit der Datenbank der Grenzpolizei abgeglichen - sogar in vermeintlich rueckstaendigen Laendern wie etwa Kuba.

Und dann sehen die sofort, wie oft du wie lange schon im Land warst, selbst wenn das viele Jahre her ist...

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Re: Einreisebestimmungen

Beitragvon Pantitlan » Freitag 30. Mai 2014, 18:58

Stimmt, an das Geburtsdatum habe ich nicht gedacht. Das würde die Treffsicherheit natürlich erheblich erhöhen.

Die Frage ist halt, wie die Systeme programmiert sind. Wenn es nur bei einer eindeutigen Übereinstimmung (einschliesslich Passnummer) einen Alarm gibt, fällt es garaniert keinem Grenzbeamten auf, dass jemand mit den gleichen Daten schon einmal im Land war und die Aufenthaltsdauer überschritten hat.

Du kannst das gleiche ja auch tun, wenn du doppelter Staatsbürger bist und bei der Einreise zwischen den beiden Nationalitäten hin und her switcht. Vor ein paar Jahren hörte ich die Geschichte von einem Italiener (der Freund einer Bekannten, also relativ direkte Quelle), der wegen illegalen Arbeitens aus Japan ausgewiesen wurde und eine mehrjährige Sperre bekam. Schon eine Woche später reiste er mit dem spanischen Pass wieder ein.

Und ich wage einmal zu behaupten, dass die illegale Immigration mit einem Zweitpass ein sehr kleines Problem ist, das vielleicht den Behörden noch gar nicht aufgefallen ist. Also gut möglich, dass diese Lücke noch nicht geschlossen wurde. Denn wer hat schon zwei Pässe?

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Re: Einreisebestimmungen

Beitragvon Indrid Cold » Freitag 7. November 2014, 21:31

Mit meinem im Jahr 2005 gemachten Pass konnte ich ohne Probleme in die USA einreisen. Ohne Visum nur mit ESTA.

Ich buchte den Flug bei einer US-Fluggesellschaft und danach machte ich das ESTA. Die positive Antwort erhielt ich sehr schnell.

Statt zwei erreichte ich den Flughafen drei Stunden vor Abflug. Aus den Zeitungen hatte ich gelesen, dass man leere Akkus nicht mehr mitnehmen dürfe. Alle Akkus müssen geladen sein um die Geräte einzuschalten, falls das verlangt würde. Bei Direktflügen ab Zürich in die USA.

Beim Check-in war interessant, dass alle, die zum Check-in anstanden, zuerst einige Standardfragen a la „haben Sie selber gepackt?“, „war das Gepäck unbeaufsichtigt?“, „haben Sie ein elektronisches Gerät vor kurzem reparieren lassen?“ oder „kehren Sie nach Hause zurück?“ beantworten mussten. Danach wurde ein kleiner Security-Kleber mit einer Nummer hinten auf den Pass geklebt.

Check-in war normal.

Sicherheitskontrolle am Flughafen auch. Entgegen Erzählungen von anderen Leuten wurde man beim Gate nicht noch mal geprüft.

Ausreise Schweiz: Der Typ fragte mich, wo ich hinwolle. Als ich New York sagte, schaute er sich den Pass nochmals an und sagte, dass ich nicht mehr so aussehen würde wie im Pass (klar, der Pass ist über neuneinhalb Jahre alt) und das ich viel gereist wäre. Er hoffe, dass man mich in New York reinlasse.

Vor dem Einsteigen war ich einer derjenigen, die diskret aber höflich zu einer weiteren Überprüfung eingeladen wurde. Alle elektronischen Geräte demonstrieren (Handy, Tablet, Kamera, aber den zweiten Akku wollten sie nicht sehen obschon ich sie fragte) und Sprengstoffüberprüfung mittels MMTD. Die Angestellten waren sehr höflich und es war schnell gemacht (in New York traf ich eine Deutsche, die übrigens auf die exakt selbe Art geprüft wurde).

Im Flugzeug kein Problem, ein Zollformular.

Einreise in den USA: zuerst das Foto, dann die zehn Fingerabdrücke. Er wollte wissen, was ich in den USA mache und was ich beruflich mache. Als ich ihm danach sagte, dass ich jede freie Zeit mit Reisen verbringe an verschiedene Orte, wie er es sehen könne, fragte er was für Orte das seien.

Ich zählte ihm auf Iran, Kuba, Kambodscha, Thailand, Vietnam usw. Bei Kambodscha wollte er wissen, wie es dort war. Er sagte dann, dass seine Schwiegermutter nach Thailand und Vietnam gehen würde dieses Jahr und wie es mir dort gefallen habe. Ich habe ihm dann auch noch den schlecht gestempelten Kuba-Stempel gezeigt und er wollte mit interessiertem Blick wissen, wie mir Kuba gefallen habe und er hörte total begeistert zu.

Danach bekam ich den Stempel (direkt neben den Checkpoint-Charlie-Touristenstemplen aus Berlin, die „US Sector“ zeigen) und das war’s. Kein Problem.

Bei der Ausreise wurde ich einfach daran erinnert, einen neuen Pass zu machen, weil dieser bald ablaufe. Sonst keine Extra-Geräte-Demo oder so. ALLE Passagiere wurden beim Verlassen der USA von einem Sprengstoff-Spürhund beschnüffelt (mit auf dem Rücken installierter Kamera).

Man muss also schon Pech haben oder sich blöd benehmen meiner Meinung nach, wenn man bei der Einreise schlecht behandelt wird oder abgewiesen wird. Im Internet las ich, dass die Einreise in die USA z. T. vier Stunden dauern würde, bei mir war es in einer Stunde gemacht. So wie bei allen anderen Reisen der fast letzten zehn Jahre auch. Kein Unterschied. Ausser vielleicht die zehn digitalen Fingerabdrücke (fotografiert wird man fast überall schon).

Es hat sich gelohnt, New York ist super. Werde später noch etwas dazu schreiben in einem anderen Beitrag.

Ach, nächste Woche gibt es den neuen Pass. Für Malaysia, Singapur und Brunei muss man einen Pass haben, der noch mindestens sechs Monate gültig ist :)
Den alten kann man behalten.
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Re: Einreisebestimmungen

Beitragvon Mattes » Freitag 7. November 2014, 23:13

Danke fuer deinen Bericht, Indrid. ist ja beruhigend zu lesen. Ich sag auch immer, wenn man "normal" aussieht und sich "normal" benimmt, dann kann es kein Problem sein mit der Einreise in die USA.

Auf deinen New York Bericht freue ich mich schon jetzt. Insbesondere bin ich gespannt auf deine Hotel-Erfahrung (Preis?)...

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Re: Einreisebestimmungen

Beitragvon Wildwater » Samstag 8. November 2014, 11:44

Ich bin dieses Jahr drei mal in die USA eingereist. Immer mit gültigem EU Pass und ESTA. ESTA ist auch kein Hexenwerk. Es wird jedoch vor dem Check in vom Automaten abgefragt. Geflogen bin ich mit SWISS.

Zuerst mit dem Flieger in San Francisco und dann zwei mal mit dem Schiff in Miami. Es gab nie irgendwelche Probleme. Erwähnenswert ist höchstens, dass es in Miami sehr unterschiedlich dauerte. Das Erste mal kamen wir aus Südamerika und beim Zweiten mal von en Bahamas.

ww

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Re: Einreisebestimmungen

Beitragvon winsel » Freitag 17. Juli 2015, 13:28

Als ich vor einiger Zeit als au-pair drüben war musste ich mich um fast nichts kümmern :)

Vernunft ist innere Freiheit. - Stanislaw Lem, Der futurologische Kongress, S. 81, Suhrkamp 1979, nach der Übersetzung von I. Zimmermann-Göllheim
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