Kuba nach Castro

Hier kann man Tipps und Fragen zur Inselwelt der Karibik und zur amerikanischen Landbrücke posten.

Kuba nach Castro

Beitragvon Pantitlan » Mittwoch 15. September 2004, 12:25

Der gute Fidel Castro ist ja auch nicht mehr der jüngste, ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Was wird mit Kuba wenn Castro stirbt? Was glaubt ihr?
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Re: Kuba nach Castro

Beitragvon Mattes » Dienstag 22. Oktober 2013, 01:24

2000-2001 hatte ich in Havanna gelebt. Wir waren da eine ganze Clique Deutscher vor Ort.

und wir waren eigentlich alle der Meinung: Wenn Castro stirbt, werden die notwendigen Morde begangen, danach wird sein Tod bekanntgegeben - und dann bricht innerhalb von 3 Monaten der Kapitalismus aus.

Nun bin ich zwar aus Kuba weg (zum letzten Mal zu Besuch dort 2012), aber meine Meinung hat sich nach wie vor nicht geaendert.

Zwar gibt es ja den Nachfolger Raúl; aber der ist der Erste, der nach Bekanntgabe des Todes von Fidel weggepustet werden wird.

Bin gespannt, ob ich recht behalte...

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Re: Kuba nach Castro

Beitragvon Pantitlan » Dienstag 22. Oktober 2013, 01:45

Das Problem mit Raul ist, dass er ohnehin keine wirklich langfristige Lösung ist. Selbst wenn du nicht recht hat, dauert es voraussichtlich nicht lange, bis sich bei Raul die gleiche Frage stellt. Ich hab kurz bei Wikipedia nachgeschaut: Fidel ist nun 87 Jahre alt und Raul ist selbst schon 82.

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Re: Kuba nach Castro

Beitragvon Indrid Cold » Sonntag 25. Mai 2014, 17:09

Wenn nur noch Castros Tod einen eventuellen Putsch hindert wäre es für diese Gruppierungen meiner Meinung nach auch ein leichtes, jetzt einen Putsch zu machen und die alten Herren wegzufegen.

Aber ich denke, dass sich Kuba nicht so schnell ändern wird wenn Castro mal stirbt. Raul und viele Gefolgsleute sind dem System verbunden. Und dieses müsste ja geändert werden.

Dazu kann man auch sagen, dass das Kapital schon längst in Kuba angekommen ist. Auch wenn das offizielle System das noch nicht exakt so zulässt wie hier, ist jeder in Kuba an Kohle interessiert und auch bereit, illegales zu tun um irgendwie schwarz an mehr Geld zu kommen, allen voran an den CUC. Von daher ist der Kommunismus auch auf dieser Insel gescheitert wie überall sonst auf der Welt auch.
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Re: Kuba nach Castro

Beitragvon Mattes » Sonntag 25. Mai 2014, 17:26

Indrid Cold hat geschrieben:Wenn nur noch Castros Tod einen eventuellen Putsch hindert wäre es für diese Gruppierungen meiner Meinung nach auch ein leichtes, jetzt einen Putsch zu machen


Die Tatsache hindert die, dass Fidel aktuell eben noch lebt - und mit ihm SEIN, FIDELS, Geheimdienst. @Ingrid: du glaubst gar nicht, welche Macht Fidel noch ueber seinen Geheimdienst hat; das sind alles treu treu treu Ergebene. Und die haben ihre Augen und Ohren ueberall. Und die werfen auch jeden ins Gefaengnis, bei dem auch nur der Schatten eines Verdachts sichtbar wird. @Ingrid: Kuba ist eine Diktatur.

Indrid Cold hat geschrieben:
Dazu kann man auch sagen, dass das Kapital schon längst in Kuba angekommen ist


Man kann doch nun wirklich die paar Touristen-Euro nicht als "Kapital" bezeichen. klar war mein Maedel froh, wenn sie von mir mal 50 oder 100 Euro bekommen hat, das war naemlich ein "Vermoegen".

Aber Kapital, das sind die Dollar-Milliarden, die die Exil-Kubaner in Miami fuer Investments bereitliegen haben - und diese Milliarden sind eben noch nicht da..

Indrid Cold hat geschrieben:Von daher ist der Kommunismus auch auf dieser Insel gescheitert wie überall sonst auf der Welt auch.


da hast du recht! Kommunismus widerspricht eben zutiefst dem gesunden Menschenverstand und -Erwerbstrieb...

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Re: Kuba nach Castro

Beitragvon Mattes » Sonntag 25. Mai 2014, 17:35

Ich muss mich ja doch mal entschuldigen bei InDrid - diesmal richtig geschrieben, @Indrid, ich glaube, ich habe dich nun schon mehrfach als Ingrid angesprochen, statt richtig als INDRID.

Und nun hab ich auch mal gegoogelt unmd festgestellt, dass Indrid ein MAENNLICHER Vorname ist.

@Indrid, du bist also ein Mann? Darf ich das kuenftig unterstellen? :D

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Re: Kuba nach Castro

Beitragvon Indrid Cold » Dienstag 27. Mai 2014, 19:38

Mit meinem männlichen Benutzernamen hast du Recht, bin das schon von früher gewohnt als ich sehr häufig in Foren unterwegs war.

Das Kuba eine Diktatur ist, ein Geheimdienst und Polizei Leute wegsperren und die noch auf Castro hören (bzw. auf das System um Castro, da sind immer auch andere Leute dabei) ist mir klar. Und gerade deswegen denke ich eben, dass sobald er stirbt, kein Putsch passiert. Denn sein Geheimdienst, die Polizei, seine Helfer, seine Untergebenen, die sind ja immer noch da. Und gehen dann immer noch gegen Andersdenkende vor.

Klar, eine symbolische Schranke, sich für Änderungen einzusetzen, wäre weg. Das stelle ich nicht in Frage. Und früher und später wird es Änderungen geben, das gibt es immer. Bei jedem Wechsel an der Spitze.

Aber das dann in ein, zwei Jahren um 180 Grad dreht denke ich nicht.
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