Malaria

Wir wollen hier zwar eine wirkliche medizinische Beratung nicht ersetzen, aber hier kann man sich zu gesundheitlichen Problem äussern

Malaria

Beitragvon Alex » Sonntag 23. April 2006, 00:14

Englischsprachiges Informationsblatt der WHO;

http://whqlibdoc.who.int/publications/2005/9241580364_chap7.pdf

Zitat hieraus (übersetzt):
"Jedes Jahr erkranken viele internationale Reisende an Malaria während des Besuchs von Ländern, in denen diese Krankheit vorkommt, und über 10.000 erkranken erwiesenermaßen nach ihrer Heimkehr. Aufgrund zu niedrig angesetzter Schätzungen könnte die wahre Zahl bei bis zu 30.000 liegen. Internationale Reisende sind einem hohen Malaria-Risiko ausgesetzt, da sie nicht immun sind und oft später oder flascher Malaria-Diagnose ausgesetzt sind, wenn sie in ihr Heimatland zurückkehren. Ein Fieber, das bei einem Reisenden innerhalb von drei Monaten nach Verlassen eines Malaria-Verbreitungsgebietes auftritt, ist ein medizinischer Notfall und sollte unverzüglich untersucht werden."

Informationsblatt des Gesundheitsdienstes des AA:
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender/Gesundheitsdienst/download/malariaMerkblatt.pdf
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Beitragvon sandsturm » Samstag 6. Mai 2006, 05:22

Mal eine praktische Frage: Wenn ich mit jemanden Reise, der Malaria hat, kann ich dann mit dem gefahrlos ein Zimmer teilen, oder muessen wir uns per Moskitonetz trennen? Ich denke die Chance ist dann ja gross, dass eine Muecke zuerst ihn sticht und dann mich?
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Beitragvon Alex » Samstag 6. Mai 2006, 07:46

Jemand, der Malaria hat, liegt eher im Krankenhaus als dass er mit Dir ein Zimmer teilt.
Aber ansonsten würde ich einen malariakranken Zimmergenossen vermeiden.

Der Mensch wird von weiblichen Mosquitos der Gattung Anopheles infiziert, die bei einer früheren Blutmahlzeit die Parasiten aufgenommen haben und diese nun mit ihrem Speichel in die Stichwunde (eigentlich: Bisswunde) abgeben.

Ich denke, dass kurz nach der Blutmahlzeit des Moskitos das Plasmodium noch nicht in den Speichel der Mücke gelangt ist. Aber innerhalb einer Nacht kann man sich dann wohl immer noch über einem Zimmergenossen infizieren, wenn das dann letztendlich nach ein paar Stunden geschehen ist.
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Beitragvon Pantitlan » Samstag 6. Mai 2006, 13:41

Jemand, der Malaria hat, liegt eher im Krankenhaus als dass er mit Dir ein Zimmer teilt.


Kann ja sein zum Beispiel sein, dass jemand in einer abgelegenen Gegend erkrankt und man dann schon mal mit der Notmedikation beginnt, oder dass der Betroffene eine chronische Malaria hat. Ich glaube, Penguin hier im Forum hat mal geschrieben, dass er so ein Fall sei. Bin aber nicht mehr ganz sicher und moechte ihm da natuerlich nicht zu nahe treten.

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Beitragvon Penguin » Samstag 6. Mai 2006, 15:47

Pantitlan hat geschrieben:
Jemand, der Malaria hat, liegt eher im Krankenhaus als dass er mit Dir ein Zimmer teilt.


Kann ja sein zum Beispiel sein, dass jemand in einer abgelegenen Gegend erkrankt und man dann schon mal mit der Notmedikation beginnt, oder dass der Betroffene eine chronische Malaria hat. Ich glaube, Penguin hier im Forum hat mal geschrieben, dass er so ein Fall sei. Bin aber nicht mehr ganz sicher und moechte ihm da natuerlich nicht zu nahe treten.


Um Gerüchten diverser Art vorzubeugen:

Ich bin so ein "Malaria-Fall" Und ansteckend bin ich NUR, wenn eine Anopheles Mücke mich WÄHREND meines "Fieber-Schubes" (bei mir z.Glück nur alle fünf Monate und dauert acht Stunden) :cry: sticht, und dann jemand anderes sticht. Die restliche Zeit sind die Viecher in meinem Blut inaktiv. Ich muss deshalb aber nicht ins Krankenhaus, nur während der Akutbehandlung, und die habe ich hinter mir.
Es laufen also in den entsprechenden Ländern Malariakranke rum, denen man es nicht mehr anmerkt. Und DESHALB ist es ja so schwer, die Krankheit auszurotten. Das gelingt nur, wenn die Anopheles Mücke ausgerottet wird, oder / und der "Zwischenwirt". Dann fällt nach einiger Zeit der "Nachschub" an Erregern weg.

So hat man es mir erklärt, und ein entsprechendes Merkblatt ausgehändigt. Da ja schon Arbeitskollegen von mir befürchteten, ich könnte sie mit Malaria anstecken ! :(

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Beitragvon Alex » Samstag 6. Mai 2006, 22:45

@Penguin:
Hast die tropica-Variante? Wo hast Du die denn bekommen?
Malaria ist echt eine üble Sache. Habe mich mal mit einem Hamburger Tropenmediziner unterhalten und der hat mir da einiges erzählt.
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Beitragvon Penguin » Sonntag 7. Mai 2006, 00:15

Alex hat geschrieben:@Penguin:
Wo hast Du die denn bekommen?


In Kenya ! Trotz Lariam Prophylaxe ! Aber OHNE hätte ichs nicht überlebt !
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Beitragvon emu5000 » Sonntag 3. September 2006, 13:06

leute, lariam ist keine prophylaxe! lariam nimmt man im akutfall!
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Beitragvon sandsturm » Sonntag 3. September 2006, 13:53

lariam IST Prophylaxe UND Notfallmedikament! Ausserdem ist dies auch nicht der Ort, um alte Tabletten zu verkaufen.
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Beitragvon vada » Samstag 20. Januar 2007, 10:03

hi!

na ich hoffe mal ich kriege in madagaskar keine malaria.bei mir war es so der tropenmediziner hat mir lariam verschrieben für 2 monate.dies habe ich dann eine woche vor der abreise genommen.nach ein paar tagen fühlte ich mich so müde, keinen appetit und die reise machte für mich gar keinen richtigen sinn mehr.nehme nun lariam nicht mehr und bekam dafür als notfallmedikament malarone verschrieben trotz hohen risio.der arzt meinte da mann malarone nicht für 2monate verschreiben kann gebe man es nur als montfallmedikament mit. mich hat es einbisschen überrascht, das ein arzt so etwas empfiehlt!!
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Beitragvon Alex » Samstag 20. Januar 2007, 11:24

bei mir war es so der tropenmediziner hat mir lariam verschrieben für 2 monate.dies habe ich dann eine woche vor der abreise genommen.nach ein paar tagen fühlte ich mich so müde, keinen appetit und die reise machte für mich gar keinen richtigen sinn mehr.nehme nun lariam nicht mehr und bekam dafür als notfallmedikament malarone verschrieben trotz hohen risio.

War das eine andere Reise? Oder bist Du schon vor Ort?


mich hat es einbisschen überrascht, das ein arzt so etwas empfiehlt!!

Was soll er auch sonst machen?
Heutzutage ist Malarone das einzige in Europa zugelassene Chemotherapeutikum gegen Malaria neben Lariam. Und die Packungsbeilage sagt eindeutig: "Die Prophylaxe soll (...) während der Dauer des Aufenthalts, der 28 Tage nicht überschreiten soll, fortgesetzt werden (...).". Wenn Du nun Lariam nicht nehmen willst und zudem länger als 28 Tage in einem Endemiegebiet unterwegs sein musst, dann bleibt die einzige Alternative, Malarone als Stand-by-Medikation bereitzuhalten. Vor Ort musst Du natürlich jedem Fieber eine besondere Bedeutung beimessen bzw. nicht zögern, die Medikation auch zu nehmen.

Macht Dich aber jetzt mit sowas nicht verrückt. Schöne Reise!

Gruß,
Alex
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Beitragvon vada » Samstag 20. Januar 2007, 18:34

nein fliege in ein paar stunden, und es ist die gleiche reise, habe das medi vor einer woche einmal genommen.lass es mal auf mich zu kommen und bin ja schliesslich krankenschwester :?
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Malariaprophylaxe

Beitragvon zipolite66 » Freitag 2. Februar 2007, 23:27

Also,das mit den Malariamedikamenten ist eh so ´ne Sache. Ich hab´s einmal in meinem Leben genommen, das war Lariam. Bin da richtig krank drauf geworden. Einerseits belastet man den eigenen Körper dermaßen mit dieser Medizin, andererseit, kriegt man dann wirklich Malaria, kann man froh sein, wenn man einigermaßen wieder "heil" rauskommt. Hast Du das jetzt für immer, das mit den Fieberschüben?

Gruß Christiane
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Beitragvon Penguin » Samstag 3. Februar 2007, 05:37

emu5000 hat geschrieben:leute, lariam ist keine prophylaxe! lariam nimmt man im akutfall!


Es gibt die Lariam als Prophylaxe: Einmal pro Woche einnehmen.
Ich hab noch eine Packung: Kann Dir den Beibackzettel vorlesen !
Das - wirksamere - Akutmittel ist eher "Halfan"

@zipolitee
Höchstwahrscheinlich ja: immerhin schon seit 1990 - zum Glück nur alle 5 Monate

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Beitragvon cora » Samstag 3. März 2007, 16:16

Ich kenne Leute die in Afrika leben und die haben mir dringendst von Lariam abgeraten.Dass viele Leute davon Alpträume haben und depressiv werden, ganz zu anderen Menschen "mutieren".
Ich nehme entweder Malarone oder kaufe mir ein Medikament vor Ort.

Kein Ereignis ist vollkommen, erst die Erinnerung macht es dazu.
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Beitragvon Alex » Samstag 3. März 2007, 16:35

Ich nehme entweder Malarone oder kaufe mir ein Medikament vor Ort.

Die Alternativen heißen LARIAM und MALARONE.
Wie schon gesagt wurde Lariam bereits von Millionen von Menschen genommen, die keine oder kaum Probleme damit hatten (mich eingeschlossen). Leider beginnen sich in einigen Regionen (Thailand und generell Südostasien) bereits Resistenzen gegen den Wirkstoff von Lariam auszubilden.

Medikamente vor Ort zu kaufen bedeutet Blindflug. Davon ist ganz klar abzuraten!!!

Gruß,
Alex

EDIT: Eventuell Doxycyclin. Siehe http://www.traveltalk.weltreiseforum.com/ftopic4577.html
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Malaria-Prophylaxe

Beitragvon Paprikafeuer » Montag 2. April 2007, 22:46

Hallo,

Statt Malarone kann man ja auch das Antibiotikum Doxycyclin nehmen. Dies ist zwar in Dtschl. keine zugelassene Malariaprophylaxe, das liegt aber nur daran, dass es der Chemiefirma zu teuer ist, dies auch in Deutschland freigeben zu lassen. Die Kosten für die Erlaubnis werden wohl nicht durch den Verkauf als Malariaprophylaxe gedeckt. Der Tropenmediziner hat mir dieses Mittel jedoch ohne Probleme verschrieben.
In anderen Ländern ist es ja ein ganz gängiges Malariamittelchen.
Nebenwirkungen: evtll. Sonnenreaktionen (wenn man aber im Regenwald ist, ist das ja eh egal), evtl. Vaginalpilze bei Frauen.

Es ist aber deutlich preisgünstiger als Malarone.

Noch ein Tipp zu Malarone: Bestellt Euch das Zeug per Internet in Holland. Bei uns hat es super funktioniert und wir haben so 50% der Kosten gespart.
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Beitragvon Penguin » Montag 2. April 2007, 22:49

cora hat geschrieben:Ich kenne Leute die in Afrika leben und die haben mir dringendst von Lariam abgeraten.Dass viele Leute davon Alpträume haben und depressiv werden, ganz zu anderen Menschen "mutieren".


Jep ! Bestätigung ! :(

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Beitragvon Alex » Montag 2. April 2007, 22:51

wenn man aber im Regenwald ist, ist das ja eh egal

Mmhh... naja. Da müsste es sich aber schon um eine Survival-Dschungel-Tour handeln, damit man vor der Sonne verschont bleibt...

Ich würde Malarone bevorzugen.

siehe auch
http://www.traveltalk.weltreiseforum.com/ftopic4577.html

Gruß,
Alex
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Beitragvon Michiagi » Freitag 16. Mai 2008, 11:33

Hallo Zusammen,

Ich kenne eine Person (nur flüchtig), welche durch die profilaxische Einnahme des Malaria Medikaments (weiss nicht genau welches) eine Depression bekommen hat.... hört sich jetzt ev. für manche nicht so schlimm an, jedoch diese Person konnte durch diese Depression als erstes mal die Reise vergessen... und leidet immer noch (Jahre später) an der Depression, so dass sie immer noch Anti Depressivum nehmen muss.

habe zwar gehört, dass nur sehr wenig % von dieser Nebenwirkung des Medis betroffen sind. Trotzdem habe ich mal mit dem Arzt über dieses Thema gesprochen, und er meinte, dass man solche Medis möglichst nicht als Profilaxe nehmen soll, sondern nur als Notfall Medikament einsetzt.

Gruss Michiagi

Musik und Natur verkörpern für mich die Freude pur!
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Beitragvon Alex » Freitag 16. Mai 2008, 13:47

Trotzdem habe ich mal mit dem Arzt über dieses Thema gesprochen, und er meinte, dass man solche Medis möglichst nicht als Profilaxe nehmen soll, sondern nur als Notfall Medikament einsetzt.
Du hast den Arzt sicher missverstanden.

Für manche Regionen ist Prophylaxe empfohlen, für manche Stand-By-Medikation. Nur in solchen Fällen, in denen jemand ein bestimmtes Medikament nicht verträgt (z.B. Depressionen bekommt, übrigens hat es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Lariam gehandelt), kann man trotz anderslautender Empfehlungen Stand-By-Medikation statt Prohylaxe anwenden.

Malarone hat im Gegensatz zu Lariam deutlich weniger bzw. kaum Nebenwirkungen
Die schweren Nebenwirkungen von Lariam treten aber sowieso in den meist nur dann auf, wenn das Medikament als Stand-By-Medikation in hoher Dosis genommen wird. Ansonsten nimmt man als Prophylaxe nur eine Tablette pro Woche.

Gruß,
Alex
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Beitragvon Elfi » Montag 28. Juli 2008, 18:35

hallo,

war heute bei einer gelbfieberimpfstelle und hab die ärztin wegen malarone gefragt und auch generel wegen malaria tabletten.

jetzt sagt die mir, die tabletten sind nicht als prohylaxe bei einem 2 monatigem aufenthalt sondern nur als notfall tabletten mirzunehmen. das haben ja auch einige schon so hier geschrieben.

aber irgendwie versteh ichs immer noch nicht.
hab einige bekannte die jetzt auch ein praktikum in zb indien, und anderen malaria gebieten machen und deren ärzte haben gesagt die bekommen tabletten für 2 monate. die eine bekannte die nach indien geht hat das rezept leider noch nicht und weis auch nicht was der arzt ihr geben will.

also die ärztin bei der ich war, war sehr überzeugt davon das malarine nur bei kürzeren aufenthalten als vorsorge wirkt.

was meint ihr dazu?
soll ich mir die tabletten trotzdem hollen und 2 monate nehmen? aber die hat echt gemeint das würde nach einer bestimmten zeit gar nicht mehr wirken, so hab ich sie verstanden.
aber was machen leute die 6 monate oder 1 jahr in malariagebieten sind.

könnte mir vieleicht einer der die tabletten hat ungefähr sagen was so im beipackzettel steht.

ich meine wenn die ärztin recht hat und die dinger nach ner weile nicht mehr schützen und ich dann doch malaria bekomme, was ist dann meine notfallmedizin????

also bin jetzt bisschen durcheinander wie man an meinem text merkt. wäre schon wenn mir jemand hilft alles wieder zu ordnen :roll: :?:

lg
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Beitragvon Alex » Montag 28. Juli 2008, 18:57

jetzt sagt die mir, die tabletten sind nicht als prohylaxe bei einem 2 monatigem aufenthalt sondern nur als notfall tabletten mirzunehmen. das haben ja auch einige schon so hier geschrieben.
Ja. Malarone ist in Europa nur als Prophylaxe für bis zu einen Monat (28 Tagen) zugelassen. Daher hast Du defacto keine andere Wahl, als das Medikament als Standby-Medikation mitzunehmen.

Beipackzettel:
http://www.gsk-arzneimittel.de/search.xm?action=docsearch&searchfield=arzneimittel&arzneimittel=Malarone&selArznei=Malarone&selDarreichung=Filmtabletten&arrange=2#


Atovaquon/Proguanil

Die fixe Kombination Atovaquon/Proguanil (Malarone®) kann zur Prophylaxe und Therapie einschließlich der notfallmäßigen Selbstbehandlung von unkomplizierten Infektionen durch P. falciparum eingesetzt werden. Nebenwirkungen wie Übelkeit, Verdauungsstörungen und Kopfschmerzen sind leicht und temporär. Da es bereits auf die Leberschizonten wirkt, beginnt die Einnahme 1-2 Tage vor Betreten und endet 7 Tage nach Verlassen des Malariagebietes. Es ist besonders geeignet bei Last-Minute- und Kurzzeitreisen in Gebiete mit einem Malaria tropica-Risiko. Die europäische Zulassung für die Prophylaxe mit Atovaquon/Proguanil ist derzeit auf einen Aufenthalt von 28 Tagen begrenzt. In anderen Ländern (z.B. USA, Australien, Kanada) besteht diese Anwendungsbefristung nicht. Infromationen zur Anwendung bei besonderen Personengruppen erhalten Sie hier. Weitere Angaben zu Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen sind der Gebrauchsinformation bzw. Packungsbeilage zu entnehmen.
http://www.dtg.org/7.html#8


soll ich mir die tabletten trotzdem hollen und 2 monate nehmen?
Nein.


Andere Malariamedikamente (Lariam, Doxycyclin) können länger als 28 Tage als Prophylaxe genommen werden. Doxycyclin wird meines Wissens in Europa nicht gegen Malaria verschrieben und kann NUR zur Prophylaxe eingenommen werden. Lariam (Wirkstoff Mefloquin) kann sowohl zur Prophylaxe als auch zur Stand-By-Medikation (Notfall-Medikation) genommen werden, wird aber von manchen Menschen schlecht vertragen.
Zu beachten sind zudem regionale Resistenzen gegen bestimmte Malariamittel.


Verlasse Dich auf den Rat Deines Tropen-Arztes!


Gruß,
Alex

Zuletzt geändert von Alex am Dienstag 29. Juli 2008, 15:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Elfi » Montag 28. Juli 2008, 20:54

Danke für die Info.

klar hast recht auf den rat der ärzte verlassen, nur das problem ist, das jeder was anderes/abweichendes sagt.



Andere Malariamedikamente (Lariam, Doxycyclin) können länger als 28 Tage als Prophylaxe genommen werden. Doxycyclin wird meines Wissens in Europa nicht gegen Malaria verschrieben und kann NUR zur Prophylaxe eingenommen werden. Lariam (Wirkstoff Mefloquin) kann sowohl zur Prophylaxe als auch zur Stand-By-Medikation (Notfall-Medikation) genommen werden, wird aber von manchen Menschen schlecht vertragen.
Zu beachten sind zudem regionale Resistenzen gegen bestimmte Malariamittel.



also soweist ich weis keine resistens, hab nichts gehört oder gefunden.

also eigentlich wäre, jetzt so gesehen man will die bestmögliche absicherung, man holt sich lariam oder doxycyclin und nimmt die als prophylaxe und hat dann noch malarone dabei falls es dann doch zur infektion kommt.
wäre das zu viel für den körper.

wenn ich jetzt nur mlarone moitnehme, wieviele packungen soll ich mitnehmen.
also die ärzting hat gemeint wenn ich die packung mit 12 tabletten als behandlung bei verdacht einnehme, wären das 4 stück am tag und das würde dann reichen bis cih wieder daheim bin, falls eine nachbehandlung nötig ist. oder ist immer eine nachbehandlung nötig???

lg [/quote]
Elfi
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