Wie komme ich am günstigsten in die Antarktis

Der neue Kontinent von seiner Sonnenseite

Wie komme ich am günstigsten in die Antarktis

Beitragvon Mathias Josi » Freitag 24. Februar 2006, 12:00

Ich plane im nä. Jahr eine Reise nach Südamerika. Nun mich würde eigentlich die Antarktis sehr interessieren. Leider ist aber ist mein Geldbeutel nicht so dick das ich eine dieser Kreuzfahren von Ushaia einfach so bezahlen kann. ( Preise gehen von 3000 - 10000 Euro für 10-20) Tage.

Weiss jemand wie das ev. günstiger zu machen wäre ??? Gibt es auch Flüge in die Antarktis ? Wer kann mir da weiterhelfen ? :?:
Mathias Josi
 

Beitragvon Alex » Freitag 24. Februar 2006, 13:22

Flüge in die Antarktis? :roll:
Wenn Du in Biologie/Geologie mit summa cum laude promovierst, darfst Du vielleicht im Sommer mal mit einem Versorgungsflugzeug in eine der Forschungsstationen "hoppen" (allerdings müsstest Du da auch etwas arbeiten)... :wink:

Nein, im Ernst. Das gibbet net. Und wenn, dann wäre das nochmal mindestens dreimal so teuer wie eine Schiffsreise.
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Beitragvon Pantitlan » Freitag 24. Februar 2006, 13:47

Die Preise sind künstlich hoch, weil es ein kontingent gibt, wieviele Leute den Südpol besuchen dürfen. Das sind recht wenige. Ein paar tausend, wenn ich mich richtig erinnere. Da ist es klar, dass die Reiseunternehmen versuchen, nur die zahlungskräfigsten Kunden zu gewinnen. Alles andere macht betriebswirtschaftlich auch keinen Sinn.

Daher: pay it or forget it! :)

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Beitragvon Alex » Freitag 24. Februar 2006, 14:01

In der Wikipedia gibt es auch dazu ein paar ungesicherte Informationen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Antarktis#Tourismus


EDIT:
Sehr interessante Verhaltensrichtlinien sind zu finden unter:

http://www.umweltbundesamt.de/antarktis/

Gesetz zum Umweltschutzprotokoll vom 4. Oktober 1991 zum Antarktis-Vertrag
vom 22. September 1994
Tourismus durchgeführte Tätigkeiten und alle sonstigen staatlichen oder nichtstaatlichen Tätigkeiten im Gebiet des Antarktis-Vertrags, für die nach Artikel VII Absatz 5 des Antarktis-Vertrags eine Vorankündigung
erforderlich ist, einschließlich der dazugehörigen logistischen Unterstützung
.

a) werden in einer Weise durchgeführt, die mit den Grundsätzen in diesem Artikel vereinbar ist;

b) werden geändert, unterbrochen oder eingestellt, wenn sie zu Auswirkungen auf die antarktische Umwelt oder die abhängigen oder verbundenen Ökosysteme führen oder zu führen drohen, die mit diesen Grundsätzen unvereinbar sind.

Anlage I
des Umweltschutzprotokolls zum Antarktis-Vertrag
Umweltverträglichkeitsprüfung
Artikel 1
Vorbereitungsphase
(1) Die Umweltauswirkungen beabsichtigter Tätigkeiten, auf die sich Artikel 8 des Protokolls bezieht, werden vor Aufnahme der Tätigkeiten nach geeigneten innerstaatlichen Verfahren geprüft.

Fazit: Jeder Anbieter von Antarktisreisen muss nachprüfen, dass die Reise den Ansprüchen einer Umweltverträglichkeitsprüfung genügen kann. Das ist sicher nicht einfach. Wahrscheinlich muss auch wissenschaftlich geschultes Personal die Touristen "beaufsichtigen".

Allerdings gibt es offenbar keine Touristenkontingente, von denen ich bis jetzt auch ausgegangen bin.
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Beitragvon Pantitlan » Freitag 24. Februar 2006, 14:39

Ich habe von diesen Kontingenten gelesen. Das heisst, es muss sie geben, gegeben haben oder mindestens einmal jemand gegeben haben, der glaubte, dass es sie gegeben habe. :)

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Beitragvon Penguin » Freitag 24. Februar 2006, 15:11

Alex hat geschrieben:Allerdings gibt es offenbar keine Touristenkontingente, von denen ich bis jetzt auch ausgegangen bin.


Du hast richtige "Detektivarbeit" geleistet, Alex.

Ich hab schon Antarktis-Reisen organisiert:
Es gibt eine - vertragsmässig abgesicherte "Besucherquote"
die jedes Jahr neu zwischen den beteiligten Ländern "ausgeprügelt" wird.
Zuerst werden die "Politisch/wissenschaftlichen" Antarktis-Besucher zugeteilt. Dann Presse, Öffendlichkeit.
Und dann teilen die entsprechenden Länder den übriggebliebenen Rest
auf ein paar Reiseunternehmer auf, die alleine DAFÜR schon eine Tagesrate pro Besucher zahlen müssen. Wobei das MEISTE davon eine Art "Depot-Garantie" ist. Jede Person, die unter solchen Umständen am Leben erhalten werden muss, kostet einfach ziemlich viel pro Tag
Und zusätzlich sind Begleitkosten und Risiko enorm !
Die Preise werden also nicht "künstlich hochgehalten" sondern die SIND hoch !

Die Zahlen sind nicht öffendlich. Man weiss nur, dass Argentinien die höchste Quote hat. Die Engländer die zweithöchste !
(DAS war ja auch EINER der Streitpunkte um den Malvinen Krieg)

In Ushuaihia gibts zwei Firmen, die im staatlichen Auftrag unterwegs sind:
Man kann sich da auf eine Art Warteliste (Stelle Dich auf bis zu VIER WOCHEN "Aussitzen" ein !) setzen lassen, für Fahrten zu den nördlichsten Punkten der Antarktis: Das sind Fahrten von vier bis 14 Tagen, die ein paar Inseln anlaufen, und je nach Grösse des Schiffes und Auslastung bis zu zehn "Zahlende Paxe" mitnehmen: Das sind aber auch mindestens 120 Dollar p.Tag und man kriegt kaum was zu sehen, da man die meiste Zeit im Schiff eingesperrt ist, und nur bei sehr guten Wetterbedingungen an wenigen Stellen an Land kann (Anlandung meist mit Zodiaks) Eine Helikopter-Tour kostet mindestens 600 Dollar.
Die meisten flüchten auch nach 20 Minuten freiwillig zurück zum Schiff !

Ich war zwei mal mit Touristengruppen auch auf dem Festland-Eis:
Zum Glück musste NICHT ICH dafür zahlen: ich hab kaum was gesehen !
Die anderen Male als Journalist: Na ja: Pinguin-Kolonien, Seelöwen, Ein paar Schluck Wodka in einer Stationsbar (Ich hasse Wodka: aber es gab nix anderes !) Ein Schneesturm, der uns vier Tage in einer Wellblechhütte einsperrte ! Die Sonne ging nicht unter, war aber dennoch nicht zu sehen ! Dieses EWIGE WEISS ! Wie weisse flüssige Luft ! Das schafft fast jeden innerhalb von Tagen.

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Beitragvon Alex » Freitag 24. Februar 2006, 16:06

Wahnsinn... :D
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Beitragvon Penguin » Freitag 24. Februar 2006, 19:06

Alex hat geschrieben:Wahnsinn... :D


Ääähhh ? Wie ? (Kopfkratz)

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Beitragvon yvikiwipeach » Montag 22. Januar 2007, 13:43

Hallo Mathias,

Dein Beitrag ist schon fast ein Jahr her, aber evtl. siehst Du ja meine Antwort doch noch, würde mich Wunder nehmen, ob Du nun gegangen bist, oder nicht und wie und wo Du gebucht hast, ich habe hier nämlich von der website www.monique-sascha.ch folgende Erfahrung reinzukopieren vom Januar 04(schau auch Reisebericht Nr. 29 von ihnen an und die Fotos, Hammer!!!), ich möchte in 2-3 Jahren auch gehen, nur hoffe ich, dass es diese Lastminutepreise noch immer gibt:

Am 27. Dezember kommt beim Abendessen irgendwie das Thema Antarktis zur Sprache… Irgendwie würde jeder gerne dahin, aber "Viel zu Teuer", "5000 USD und mehr", doch nachdem folgender Satz ausgesprochen wurde "Haben gesehen, dass es last Minute für 2200 USD noch Plätze gibt (sonst 3500 USD)" werden alle hellhörig und eine Minute später haben acht Leute beschlossen, dass man jetzt natürlich in die Antarktis fährt.


Am nächsten Morgen wollen wir ins Reisebüro und buchen, aber es ist Sonntag und natürlich ist alles geschlossen. Glücklicherweise gibt’s da ein kleines feines Informationsbüro für die Antarktis und die Leute organisieren eine Agentin namens Alicia, welche heute Geld verdienen will. Alicia taucht nach 15 Minuten auf und verspricht, alles in die Hand zu nehmen. Am nächsten Morgen stehen wir dann auch schon im Reisebüro und mehrere Kreditkarten werden durch den Leser gezogen. Gebucht, bezahlt und bestätigt: 10 Tage Antarktis, am 2. Januar soll’s losgehen.

Fragen zu Kroatien, Nordfrankreich, Südfrankreich, franz. Alpen, Costa Brava, Pyrenäen, Andorra, Slowenien, Polen, Island, Südafrika, Honolulu, Kauai, Molokai etc. können gern an mich gestellt werden, war dort schon.
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Beitragvon Alex » Montag 22. Januar 2007, 14:29

Das klingt für mich aber auch gewaltig nach Gruppenrabatt (für 8 Leute)...
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Re: Wie komme ich am günstigsten in die Antarktis

Beitragvon kaariin » Sonntag 10. Januar 2016, 23:52

Hallo! Mich würde interessieren, was eine Reise in die Antarktis kostet? Und wie man das am besten veranstaltet?
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