Tipps zum Besteigen des Kilimandscharo

Eis auf dem Kilimandscharo, Wein in Kapstadt und Löwen in der Serengeti. Ist das Afrika?

Tipps zum Besteigen des Kilimandscharo

Beitragvon oculus4 » Freitag 28. April 2017, 14:59

Servus,

ich plane im kommenden Jahr einen Trip nach Afrika - natürlich darf da auch ein Ausflug zum Kilimandscharo nicht fehlen. Diesbezüglich würde mich als "Laien-Kletterer" natürlich interessieren, wie schwer das Besteigen dieses Berges ist, und worauf man achten sollte?

Ich bin um jeden Tipp bzw. Hinweis sehr dankbar.

Viele Grüße

Fang nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen. – Marcus Tullius Cicero
oculus4
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Re: Tipps zum Besteigen des Kilimandscharo

Beitragvon heabsti » Montag 4. September 2017, 10:35

Servus auch,

das Besteigen des Kilimanjaro ist eigentlich nicht schwierig. Die Bergführer sind gut geschult und als "Schrittmacher" sehr bemüht, eine Wandergeschwindigkeit vorzugeben, die - falls nicht anderweitige Probleme auftreten - den Gipfelsieg ermöglichen.
Technisch ist dieser Berg bis auf einige Kletterpassagen (Barranco Wall, ca. 200 Höhenmeter) bei der Machame Route für Menschen mit Berg- bzw. Klettererfahrung keine große Herausforderung.

Die Probleme, die auftreten können, ist vor allem die Höhenkrankheit. Diese sollte nicht unterschätzt werden, da der Berg doch fast 6000 Meter hoch ist. Wer noch nie in "dünner Luft" unterwegs war, sollte auf auftretende Anzeichen achten. Das sind z.B.: Appetitlosigkeit, Kopfweh, Schwindelgefühl, Übelkeit. Wenn zu viele dieser Beschwerden zusammenkommen, sollte ein Abbruch, bzw. eine Umkehr in Betracht gezogen werden. Bei der Machame Route ist der "Gipfeltag", der mit dem Abmarsch um Mitternacht vom Barafu Camp auf ca. 4700 m beginnt, nicht ganz harmlos. Wandern/Bergsteigen in Finsternis, bei (Eises)Kälte, dünner Luft und (schon beschriebene) Beschwerden können ganz schön zu schaffen machen.

Aber jetzt höre ich auf mit den düsteren Ausführungen. Wenn dann um 6 Uhr morgens sich die Wolkendecke erhellt, über dem Mawenzi der Feuerball die seit Stunden ersehnte Wärme spendet und der Weg bis zum Stella Point in helles Licht getaucht wird, können schon ungeahnte Kraft- und Willensreserven verfügbar werden und die letzten Höhenmeter zum Gipfel leicht werden lassen, wo man dann aus einer Mischung von Hochgefühl und Siegestaumel das Glücksgefühl bis zum Ende aller Tage genießen möchte.

Alles Gute für die Reise und liebe Grüße
heabsti
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