Als Deutschlehrer nach China?

China, das Reich der Mitte: nicht nur politische Diskussionen zur Unabhängigkeit Tibets und Taiwans, sondern auch Reisetipps und Anekdoten zu der kommenden Weltmacht in Asien...

Als Deutschlehrer nach China?

Beitragvon abumarvinda » Sonntag 19. Juni 2016, 15:28

Hallo Leute,


ich habe ein cooles Programm über eine Organisation in Hamburg gebucht. Die Organisation http://www.get-life-experience.com vermittelt Englisch und Deutschlehrer nach China.

Ich fange dieses Jahr an meine BA zu schreiben, bevor ich mit meiner BA anfange möchte ich gerne nach China.

Was haltet ihr davon, ich fliege für 4 Monate nach China und arbeite als Deutschlehrer an einer Uni?

LG

Jule
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Re: Als Deutschlehrer nach China?

Beitragvon LauraReisen » Montag 22. August 2016, 14:05

Hallo Abumarvinda,

nach meinen Bachelor war ich auch für 2 Monate als Deutschlehrer an der Qingdao University tätig. War eher Zufall als gewollt. Habe dort 6 Monate einen Chinesische Sprachschule besucht. Und bekam dann von den Lehrern mit, das die Uni Leute sucht, die Lust hätten Deutsch zu unterrichten. Bezahlung war auch ganz gut, kannst mit 3000 bis 5000 Yuan rechnen;)

Ein guter Artikel dazu:
http://www.vice.com/alps/read/in-china- ... -vermoegen

Viele Grüße,
Laura

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Re: Als Deutschlehrer nach China?

Beitragvon Hooli » Montag 22. August 2016, 16:15

LauraReisen hat geschrieben:Bezahlung war auch ganz gut, kannst mit 3000 bis 5000 Yuan rechnen;)


also so um die 500 Euro, ich nehme an, nicht in der Woche, sondern im Monat?

Aber andere Frage, wenn da einer von diesen illegal ohne Visum arbeitenden Auslaendern erwischt wird, was droht ihm dann? Gefaengnis? Ausweisung? Oder erst das eine und dann das andere?
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Re: Als Deutschlehrer nach China?

Beitragvon LauraReisen » Montag 22. August 2016, 16:57

@Hooli:

Genau, ungefähr 500 euro.

Als Nebenjob-Teacher-Assistant bekommt man auf jeden Fall einen Job, und zwar nahezu überall in China. Das zwar eigentlich nicht wirklich "legal", aber wohl weitgehend auch von der Bürokratie akzeptiert, denn die wissen selbstverständlich, dass ein Haufen ausländischer Studenten hier in China noch nebenbei irgendwo als Lehrer arbeitet, ohne die notwendige Quali geschweige denn Arbeitserlaubnis zu haben, aber man lässt sei trotzdem einfach gewähren.

Das ist meine Erfahrung, natürlich auf eigenen Risko;)

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Re: Als Deutschlehrer nach China?

Beitragvon Hooli » Montag 22. August 2016, 17:15

LauraReisen hat geschrieben:..denn die wissen selbstverständlich.... man lässt sei trotzdem einfach gewähren.


Ich weiss ja nicht, ob die "Buerokratie" weiss, wo welcher Student illegal arbeitet.

Meine Frage war halt nur, was passiert, wenn mal in China konkret einer erwischt wird. Es gibt Laender, wahrscheinlich die meisten, da wird in einem solchen Fall der Student einfach nur ausgewiesen und vielleicht noch mit einem Wiedereinreiseverbot belegt.

Aber von China liest man ja, dass die mit den Menschenrechten nicht zimperlich sind. Deshalb war ja meine Frage, ob man da nicht sogar erstmal ins Gefaengnis kommt.

Aber offenbar bist du ja bisher nicht ins Gefaengnis gekommen. :wink:

Der Forumschef, Pantitlan, kennt sich ja in China aus und hat da auch - legal - gearbeitet. Vielleicht weiss er ja, wie das mit der illegalen Arbeiterei ist.
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Re: Als Deutschlehrer nach China?

Beitragvon Pantitlan » Dienstag 30. August 2016, 02:21

Die meisten Unis stellen Leute mit einem Ein-Jahres-Vertrag an und organisieren einem die nötigen Papiere. Da die Unis staatlich sind, klappt das alles recht gut und effizient.

In China gibt es viele Leute, die illegal als Englischlehrer arbeiten und mir sind keine Fälle bekannt, wo jemals was passiert ist. Angesichts der immensen Defizite bei den Fremdsprachen wäre China allerdings auch nicht sehr klug, gegen all die kleinen Sprachlehrer vorzugehen.

Ich weiss nicht, wie das Gesetz Schwarzarbeit ahndet. Aber die chinesische Polizei ist generell sehr ausländerfreundlich und stellt sich bei Konflikten eher auf die Seite der ausländischen Gäste. Ich habe immer mal wieder Sachen falsch gemacht (zum Beispiel Wohnort nicht registriert und ausversehen ins Militärsperrgebiet eingereist) und wurde immer nur freundlich auf den Fehler hingewiesen. Probleme bekam ich nie. Deswegen würde ich niemandem von so einer Stelle abraten.

Zum Geld: 500 Euro sind ausserhalb von Peking und Shanghai eine Menge Geld. Hinzukommt, dass die Sprachlehrer in der Regel eine kostenlose Wohnung auf dem Campus und oft auch noch Mensa-Karten gestellt bekommen. Da reichen dann 500 Euro pro Monat locker.

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