12 Tage im Winter in Japan

Japan das Land der aufgehenden Sonne: hier kann man zu den unterschiedlichen Themen im asiatischen Reiseland posten.

12 Tage im Winter in Japan

Beitragvon steve at » Mittwoch 19. August 2015, 22:41

Hallo Zusammen,

Meine Freundin und ich sind bei unserer anstehenden Weltreise 12 Tage in Japan. Natürlich, wie soll es den auch anders sein, hätte ich ein paar Fragen und würde mich freuen wenn Ihr mir Tipps geben könntet.

Wir werden vom 8. bis zum 19. Jänner in Japan sein. (leider viel zu kurz) Ankommen werden wir in Tokio wo wir bereits ein Zimmer (aktuell für fünf Nächte) in Shibuya reserviert haben.
wir hätten vor, dass wir zwischen vier oder fünf Nächte in Tokio verbringen und dann weiter nach Shirikawa Fahren, dort hätten wir eine Nacht verbracht und wären dann Richtung Osaka aufgebrochen. Von Osaka aus hätten wir Tagestouren nach Nara und Kyoto gemacht. Von Osaka aus werden wir dann am 20. Jänner weiter fliegen.

Das ist im Grunde der Plan. Jetzt zu den Fragen :)

Wir wollen innerhalb von Japan alle Strecken per Zug oder U-Bahn fahren. Wir hätten an den JRPass gedacht, der ist für mehr als sieben Tage allerdings doch recht teuer. Macht es sinn in Tokio selber und am Ende der Reise in Osaka mit normalen Tickets die Stadt zu besichtigen und nur die langen Strecken mittels des JRPasses anzutreten?
Neben den besagten Zielen, welche weiteren Orte würden in der kurzen Zeit sinn machen? Ich würde gerne ein paar Nächte in einem traditionellen Ryokan in einer kleineren Ortschaft reizen? Hättet ihr hierzu Ideen? Weil wir in der kalten Jahreszeit in Japan sind, will ich auch unbedingt die Eine oder Andere heiße Quelle besuchen.

Ich hoffe Ihr habt ein paar coole Ideen.

Freue mich und bedanke mich schon jetzt auf eure Antworten,

Danke,
Stefan
steve at
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Re: 12 Tage im Winter in Japan

Beitragvon Wanderweib » Sonntag 23. August 2015, 07:33

Hallo Stefan,

Nimm auf jeden Fall den Pass! Die Strecke Tokio - Kyoto kostet allein schon 120 Euro pro Nase. ;)
Hin und zurück ist das der Rail-Pass Preis für eine Woche.

Meine Tipps für dich:
- die roten Tore in Kyoto besuchen: http://wanderweib.de/berg-inari/
- Ryokan in dem Ort Arima Onsen besuchen: http://wanderweib.de/arima-onsen/ (Dort gibt es schöne heiße Quellen.)
- Großer Buddha in Kamakura: http://wanderweib.de/kamakura/
- Oder wenn ihr mehr Zeit in Tokio habt, fahrt nach Chiba: http://wanderweib.de/berg-nokogiri/

Viele Grüße aus Tokio,
Tessa

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Re: 12 Tage im Winter in Japan

Beitragvon gabe » Freitag 25. September 2015, 08:08

steve at hat geschrieben:Hallo Zusammen,

Meine Freundin und ich sind bei unserer anstehenden Weltreise 12 Tage in Japan. Natürlich, wie soll es den auch anders sein, hätte ich ein paar Fragen und würde mich freuen wenn Ihr mir Tipps geben könntet.

Wir werden vom 8. bis zum 19. Jänner in Japan sein. (leider viel zu kurz) Ankommen werden wir in Tokio wo wir bereits ein Zimmer (aktuell für fünf Nächte) in Shibuya reserviert haben.
wir hätten vor, dass wir zwischen vier oder fünf Nächte in Tokio verbringen und dann weiter nach Shirikawa Fahren, dort hätten wir eine Nacht verbracht und wären dann Richtung Osaka aufgebrochen. Von Osaka aus hätten wir Tagestouren nach Nara und Kyoto gemacht. Von Osaka aus werden wir dann am 20. Jänner weiter fliegen.

Das ist im Grunde der Plan. Jetzt zu den Fragen :)

Wir wollen innerhalb von Japan alle Strecken per Zug oder U-Bahn fahren. Wir hätten an den JRPass gedacht, der ist für mehr als sieben Tage allerdings doch recht teuer. Macht es sinn in Tokio selber und am Ende der Reise in Osaka mit normalen Tickets die Stadt zu besichtigen und nur die langen Strecken mittels des JRPasses anzutreten?
Neben den besagten Zielen, welche weiteren Orte würden in der kurzen Zeit sinn machen? Ich würde gerne ein paar Nächte in einem traditionellen Ryokan in einer kleineren Ortschaft reizen? Hättet ihr hierzu Ideen? Weil wir in der kalten Jahreszeit in Japan sind, will ich auch unbedingt die Eine oder Andere heiße Quelle besuchen.

Ich hoffe Ihr habt ein paar coole Ideen.

Freue mich und bedanke mich schon jetzt auf eure Antworten,

Danke,
Stefan


Ein Japan Rail Pass ist nicht wirklich teuer, aber ob sich das für eure Fahrt lohnt weiss ich nicht weil ihr ja von Osaka nicht mehr nach Tokyo zurück reisen werdet. Am besten ausrechnen was die einzelnen Zugstrecken kosten und dann vergleichen. Wir sich aber vermutlich schon lohnen.

Japan im Winter finde ich toll. Der Reiz liegt dabei aber nicht in den Städten sondern auf den Land oder noch besser eben in den Bergen. Ab Tokyo könnte man noch einen Tagesausflug nach Nikko machen (wäre auch im Rail Pass drin mit Shinkansen bis Utsonomyia und dort umsteigen). Das finde ich im Winter besonders schön. Oder nach Yudanaka zu den Schnee Affen (bis Nagano auch mit Rail Pass abgedeckt).

gabe @ http://www.gotoasia.ch - Reisen nach Korea, Japan und Taiwan

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Re: 12 Tage im Winter in Japan

Beitragvon Pantitlan » Samstag 26. September 2015, 19:59

Ich kann mich Gabe nur anschliessen: Um zu sehen, ob sich der Railpass lohnt, solltet ihr mal alle einzelnen Zugtickets zusammenrechnen und schauen, was teurer ist. Meiner Erfahrung lohnt sich der Pass frühestens dann, wenn ihr von Osaka wieder zurückfährt. Eine einfache Fahrt nach Osaka kostet im Shinkansen um die 80 bis 100 Euro.

Was du bei dieser Frage wissen solltest:

1. Der JR-Pass beschränkt sich auf die Angebote von JapanRail. Das heisst, dass er für einen beträchtlichen Teil der Metrolinien in Tokyo nicht gilt. In der Regel kannst du zwar auch eine JR-Station in der Nähe finden, aber mit dem Pass musst du dann unter Umständen weiter laufen, häufiger umsteigen und längere Reisezeiten in Kauf nehmen. Für die Zeit in Tokyo würde ich mir keinen Railpass nehmen.

2. Rund um die Metropolen gibt es jede Menge Privatbahnen, die in der Regel günstiger als JR sind. Du solltest also die Preis nicht nur von JR vergleichen, sondern sie auch mit der Konkurrenz abgleichen.

3. Wenn du sparen willst, dir aber die Zeit nicht so wichtig ist, kannst du auf langen Strecken günstig mit Regionalbahnen fahren. Dazu brauchst du etwa drei Mal länger, bezahlst aber nur die Hälfte. Bei so einem kurzen Trip lohnt sich das nicht.

4. Eine weitere Art zu sparen sind Nachtbusse. Die Preise bewegen sich in der Regel auf dem Niveau der Regionalbahnen (also etwa 50% vom Shinkansen). Zusätzlich sparst du noch eine Hotelübernachtung. Wenn du nicht gerade einen extrem empfindlichen Schlaf hast, kann ich die Fahrt in diesem super bequemen Reisebussen nur empfehlen.

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Re: 12 Tage im Winter in Japan

Beitragvon steve at » Sonntag 27. September 2015, 19:06

Danke für die Antworten :)

bin leider selber zu nichts gekommen...

Das mit den Railpass haben wir uns bereits genauer angesehen. Meine Begleiterin hatte bedenken, dass wenn wir innerhalb von nur 12 Tagen mehr als drei Hotels nehmen, dass es zu stressig wird. Weshalb wir dann nur Tokio, Kyoto und Osaka geplant hätten. In diesem Fall wäre der JR-Pass teurer als normale Tickets gewesen. Nach reichlicher Recherche sind wir allerdings wieder der Meinung, dass wir unbedingt auch aufs Land müssen. Also entweder Richtung Shirakawa oder Kiso oder Yamanouchi. In dem Fall wird sich vermutlich nicht mehr viel Unterschied bei den Preisen sein.
Das mit Nikko sieht mal sehr vielversprechend aus. Reicht da ein Tagesausflug?

Das Busse billiger sein werden ist mir zwar bewusst, aber aus irgendeinen Grund bin ich der Meinung, dass man in Japan Zug Fahren muss. Weis nicht warum ich der Meinung bin :)

Danke nochmal für die Tipps!
steve at
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Re: 12 Tage im Winter in Japan

Beitragvon Pantitlan » Sonntag 27. September 2015, 21:16

Wieso du dieser Meinung bist, weiss ich nicht. Aber ich finde es eigentlich auch, dass Zugfahren in Japan dazu gehören. Wieso? Erstens hat Japan als erstes Land Hochgeschwindigkeitszüge errichtet. Ich glaube, der erste Shinkansen fuhr schon 1964. Zweitens ist die japanische Eisenbahn schlicht die beste der Welt. Nach JR wirst du die DB noch mehr hassen... :) Drittens hat in Japan jede Linie anderes gestaltete Züge. Manchmal sind das einfach andere Farben, teilweise aber auch Loks mit einem einzigartigen Design. Meitetsu bei Nagoya finde ich beispielsweise recht cool. Die sehen wie die historischen TEE-Züge in Europa aus. Sprich: Wenn du auch nur eine Spur Eisenbahnfreak bist, kommst du in Japan voll auf deine Kosten - leider im doppelten Sinne. Deswegen mein Tipp zu den Bussen.

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