Kuba, Reisebericht, Fotos und viele aktuelle Infos

Hier kann man Tipps und Fragen zur Inselwelt der Karibik und zur amerikanischen Landbrücke posten.

Kuba, Reisebericht, Fotos und viele aktuelle Infos

Beitragvon Indrid Cold » Sonntag 25. Mai 2014, 16:58

Zum ersten Mal flog ich von zu Hause gegen den Westen. Mein Ziel war eine Insel.
Während zweier Wochen – leider eine viel zu kurze Zeit – konnte ich einige wenige Städte besuchen und viele freundliche Menschen treffen. Touristen wie auch Einheimische. Bei Temperaturen von teils weit aus mehr als 30 Grad. Es war ein schöner Urlaub, man konnte viel sehen, vom Traumstrand bis zu alten geschichtsträchtigen Orten war alles dabei. Ich interessierte mich weniger für Strände.
Das Reisen war einfach und unkompliziert, lärmende Städte wechselten sich ab mit kleinen ruhigen Orten, mit Tälern, Stränden, interessanten Museen, schicke Kolonialhotels, Denkmälern und und und. Überall konnte man etwas Interessantes entdecken. Auch das Nachtleben tobt.
Der Alltag der Menschen ist oft simpler. Man ist z. B. gesetzlich verpflichtet Anhalter mitzunehmen. Während den Fahrten auf den nur spärlich befahrenen Autobahnen kann man – neben Kutschen – auch viele wartende Leute am Strassenrand erkennen. Dem Touristen gegenüber sind die Leute sehr nett, freundlich. Die armen Menschen betteln oder versuchen auf anderen Wegen an Geld zu kommen. Man gewöhnt sich an ständige Anmache. Ich habe mir das viel schlimmer vorgestellt.
Man kann sehr viele Gegensätze entdecken. Hier die schön restaurierten von Touristen flankierten Stadtzentren, einige Schritte entfernt zerfallene Häuser und authentisches Alltagsleben. Was mich als Hobby-Fotograf interessiert.
Musik, Theater, Spiel und Spass begegnet man oft, die Menschen scheinen fast permanent gute Laune zu haben. Niemand mag Stille, man ist laut, es wird gefeiert, man ist offen. Man hilft einander.

So gesehen an vielen Strassenecken, wenn sich vor Geschäften lange Schlangen bilden. Stundenlanges Anstehen. Jeder bringt auch für Freunde, Nachbarn was mit. Man wechselt sich ab mit Anstehen. Auch vor öffentlichen Telefonen bildeten sich jeden Morgen viele Menschengruppen. Einige Meter weiter können Touristen an einem ATM Geld abheben und im Supermarkt so manches einkaufen. Der Clou: die Währung wird dort nicht akzeptiert. Man zahlt mit der Touristenwährung, die an den US-Dollar gekoppelt ist. Auch viele Einheimische kommen an die begehrte Touristenwährung. Sei es, wenn sie mit Touristen zu tun haben oder Familienangehörige im Ausland. Oder man kommt illegal zu dem schönen Geld. Das Kapital ist auch hier begehrt. Denn mit dem wertlosen einheimischen Peso kommt man nicht weit.

Handy und Internet sind eine Mangelerscheinung, langsam und teuer. Für den Touristen hat der temporäre Entzug auch etwas Schönes. Es tut gut eine Gesellschaft zu erleben, die nicht permanent ins Handy blickt. Sei es im Cafe, im Bus oder draussen. Stattdessen wird diskutiert, gespielt, gelebt.

Die Jugendlichen haben es nicht trotzdem nicht einfach. Sie haben die Zeit vor der Revolution nicht gekannt. Für sie ist eine gute Schulbildung, das Gesundheitssystem und Arbeit selbstverständlich.

Aber was nützt das, wenn man keine Perspektiven hat? Die beste Ausbildung nützt nichts, wenn man als studierter Arzt nur 15 Dollar im Monat verdient. Im Gegensatz zu jemandem der mit Lizenz Zimmer an Touristen vermietet und in drei Tagen 100 Dollar macht. Wer Elektronikgeräte repariert macht 40 Dollar am Tag, ein Tierarzt verdient so viel in einem Monat.

Dazu kommt, das man nicht reisen kann. Im Internet surfen, einen Computer nutzen, sich informieren können. Schwierig. Zugriff zu Fachliteratur. Begrenzt. Speicherkarten: begehrt. Eignen sich daher wie Schulmaterial und Hygieneartikel gut als Geschenk.

Nicht nur viele der alten Gebäude müssen saniert werden, sondern auch Teile des Systems. Wie und in welche Richtung, das ist schwierig vorauszusagen.

Ich kann jedoch jedem eine Kubareise empfehlen.


Fotos/Infos:
http://iljajenzer.ch/permanent/2014,Kuba/2014_Cuba.html
http://iljajenzer.ch/permanent/PIXMIX_Vol_67/pixmix_vol_67.html




Reiseinformationen:

Einreise/Ausreise:
Man benötigt eine Touristenkarte. Diese kann man sich z. B. selber bei der kubanischen Botschaft besorgen (nie über Visa-Dienste da das teurer ist). Leider handelt es sich dabei eben um eine Karte und nicht um ein Visum das in den Pass geklebt wird (habe sogar nachgefragt). Die Einreise verlief ohne Probleme. Nach einer Auslandkrankenversicherung hat mich niemand gefragt (hatte auch keine, man müsste in dem Fall einfach eine kubanische Krankenversicherung abschliessen), ein Foto wurde gemacht und fertig. Auf meine Bitte, den Pass auch zu stempeln (normalerweise werden Einreise- und Ausreise-Stempel auf die Touristenkarte gestempelt), wird zwar eingegangen, aber so schwach, das man praktisch nichts erkennt. Das im Hinflug auszufüllende Einreiseformular (wie viel Geld man dabei hat, welche Wertsachen usw.) hat am Flughafen niemand angeschaut, sondern es wurde unangeschaut in eine Box geworfen. Ich bin in Varadero angekommen, ca. zweieinhalb Stunden östlich von Havanna. Ich habe zwei Möglichkeiten: Ein Taxi für 50 bis 60 CUC zu nehmen und versuchen andere Reisende zu finden um die Kosten zu teilen. Oder auf den Viazul-Bus zu warten. Mit dem Risiko, das kein Platz mehr frei sein wird. Ich habe Glück und kann mit einem Paar, welches einen Transfer zu einem Hotel in Havanna gebucht hatte, mitfahren für nur 10 CUC. Geld wechseln wir erst im Hotel (schlechter Kurs, daher wechsle ich nur wenig).
Bei der Ausreise muss eine Flughafengebühr von 25 CUC bezahlt werden, vorher darf man die Passkontrolle nicht durchqueren. Geldwechsel ist im Flughafen von Varadero möglich, jedoch nicht in Schweizer Franken sondern nur in Euro. Bei der Ausreise gab es auch keine Fragen/Probleme. Wieder ein Foto, wieder eine Bitte den Pass zu stempeln. Dies wurde etwas besser gemacht als bei der Einreise, aber immer noch undeutlich.

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Geld/Geldwechsel:
Bei der kubanischen Währung handelt es sich um Pesos. Der Pesos convertibles (kurz CUC) ist für die Touristen von Bedeutung. Der CUC hat den identischen Wert wie der US-Dollar, was mühsame Umrechnungen unnötig macht. Auf den Banknoten steht das auch auf einer Seite gross drauf und auf der anderen klein unter der Zahl in der Ecke. Warum ist das wichtig? Es gibt in Kuba noch die reale einheimische Währung. Die normalen Pesos für die Kubaner, kurz CUP. Auf diesen Banknoten steht nur „Pesos“, sie sehen anders aus, weniger farbenfroh, weniger moderne Schrift. 1 CUC = 24 CUP. Praktisch wertlos. Wer in den CADECA Geld wechselt (oder bei einer Bank), und das ist zu empfehlen, der wird nicht betrogen. Man erhält eine Quittung, man erhält CUC. Zu besseren Raten als in den Hotels. Hier kann man ausserdem CUC in CUP wechseln. 10 CUC reichen dafür aus. Beim Geldwechsel sollte man darauf achten, vor allem kleinere Scheine (20 CUC, 10 CUC) zu erhalten und nicht 50 oder 100. Aber das ist praktisch der Normalfall. Wenn man CUC in CUP wechselt bekommt man in der Regel 20-CUP-Scheine (20 CUP = ca. 90 Cent). Einige CADECA in Havanna (z. B. in der Altstadt) wechseln CUP nicht zurück in CUC sondern verweisen auf ein grösseres CADECA in Vedado (westlicher Stadtteil vom Zentrum, an der Strasse 23 in der Nähe des Hotel Havana Libre). Als Tourist benötigt man für Tickets, organisierte Touren, bestellte Taxis, Hotels, Shows, Casa Particulares (Privatunterkünfte mit Lizenz), für Restaurants und modernere Geschäfte/Supermärkte nur den CUC. Man kann ohne CUP auskommen. Wer mal ins Kino, sich die Haare schneiden lassen, auf der Strasse oder auf einem Markt Bananen kaufen, in einem Laden für Einheimische etwas kaufen möchte benötigt dafür CUP. Es gibt natürlich auch Restaurants für die Einheimischen in denen mit CUP bezahlt werden kann (meistens erkennt man diese an den langen Schlangen vor dem Eingang).
20-CUP-Scheine kann man oft auch gut als Trinkgeld nutzen anstatt einen CUC zu geben.
Mit der Visa-Karte konnte ich ohne Probleme bei Geldautomaten (in den grösseren Städten vorhanden) Geld abheben (Währung CUC). Mit der EC-Karte hat das erwartungsgemäss nicht funktioniert. Auch in grossen Hotels oder offiziellen Zigarrenverkaufshäusern kann man mit Visa-Karte zahlen. Beim Geldwechseln muss man immer den Pass und die Touristenkarte zeigen, in Varadero musste ich sogar das Hotel angeben (auch beim Kauf der Zigarren via Visa-Karte).

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Unterkünfte:
Abgesehen von Hotels existiert auch die Möglichkeit, in Casa Particulares zu übernachten. Dies empfiehlt sich sogar. Denn diese sind a) viel preiswerter, b) bieten besseres/umfangreicheres Essen an und c) bieten viel. Bei diesen Privatunterkünften handelt es sich um Zimmer, die von Kubanern an Touristen vermietet werden. Die Besitzer benötigten dafür vom Staat eine teure Lizenz. Man muss sich in einem Buch einschreiben (lassen), mit Visum- und Passnummer. Dies ist Pflicht. Gezahlt wird bevor man weiter reist. Nicht im Voraus, nicht pro Nacht. Für einige CUC kann man auch frühstücken und dort zu Abend essen. Dabei lernt man die Familie der Gastgeber kennen. Oft erhält man so Einblicke in den kubanischen Alltag. Meistens bekommt man ein eigenes Zimmer inkl. privates Bad/Dusche. Die Besitzer können einem auch helfen ein Taxi zu organisieren, etwas zu übersetzen, Wäsche zu waschen usw. Die Besitzer und ihre Familien haben auch immer Freude, wenn man ihnen einige Geschenke mitbringt. Gute Casa Particulares – also jene mit Lizenz, englisch sprechenden Vermietern und jahrelanger Erfahrung mit Touristen (die meistens in den Reisebüchern empfohlen werden) – sollten bis zu zwei, zweieinhalb Monate vorher kontaktiert werden um die Zimmer zu reservieren. Viele haben bereits E-Mail-Adressen. Man braucht keine teureren Vermittlungsseiten. Wer vor Ort nach einem solchen Zimmer sucht wird zwar meistens etwas finden, aber ev. gibt es dann kein Frühstück, die Besitzer können kein Englisch, oder bieten weniger als die anderen. Casa Particulares sind mit einem blauen Symbol gekennzeichnet, welches einem auf dem Kopf stehenden Anker gleicht. Ich habe mich für Casa Particulares entschieden und würde auch bei einer nächsten Reise auf Hotels verzichten.

Hotels sind meist teuer, das Personal gelangweilt oder ineffizient. Die Küche oft schlechter als in den Casa Particulares. Es hat jedoch Charme, immerhin eine oder zwei Nächte in einem alten legendären Kolonialhotel zu übernachten. In Varadero hatte ich ein Billighotel, zwei Nächte für 35 Euro im Voraus gebucht. In Vedado, im Westen von Havanna, nächtigte ich eine Nacht im stolzen Hotel Nacional. 133 CUC für eine Nacht (Meerblick), langer Check-in-Prozess aber Luxus und Ruhe. Ein solch grosses Frühstücksbuffet hatte ich noch nie gehabt. Alles was der Tourist möchtet findet man im Hotel. Für eine oder zwei Nächte in Havanna ganz nett.

Couchsurfing: Da ich mit der Idee – von wildfremden Leuten in anderen Länder gratis eine Couch angeboten zu bekommen – vor einem Jahr vertraut wurde und schon mehrere Male in fremden Wohnzimmern übernachtete dachte ich mir, das könnte man doch auch in Kuba ausprobieren. Gesagt getan. Ich übernachtete bei einer Familie im Westen von Vedado und konnte so einen kubanischen realen Alltag hautnah miterleben. Auch wenn das Zimmer mit privatem Klo/Dusche/Ventilator etwas kostete und nicht gratis war. Die Kubaner müssen irgendwie an Geld kommen und daher war das für mich kein Problem etwas zu zahlen. Eigentlich war dies wie in einem Casa Particulares mit dem einzigen Unterschied, das vielleicht nicht alle kubanischen Couchsurfer eine offizielle Lizenz besitzen und ihre Zimmer daher illegal vermieten. Ich würde auf Couchsurfing oder ähnlichen Seiten nur Kubaner anschreiben die schon viele Gäste bei sich hatten und entsprechende Bewertungen vorweisen können.

Die von mir genutzten Unterkünfte:

Havanna, Zentralhavanna:
Carlos, Calle Neptuno No. 404 (2. Stock) e/San Nicolas y Manrique, 07-867 9842, dianalobaina@infomed .sld.cu

Diese Casa Particulares bietet drei Zimmer an. Zwei direkt in der Wohnung und eines oben im Gebäude. Ich war im Zimmer ganz oben, welches ich unabhängig der Wohnung durch das Treppenhaus erreichen konnte (Schlüssel erhalten). Das Zimmer war sehr gross, sauber, zwei Betten, möbliert. Kühlschrank mit Snacks und Getränken vorhanden. Seife, Handtücher, WC-Papier usw. war auch vorhanden. Klo/Bad absolut in Ordnung. Mit Fenster. Ruhig. Konnte gut schlafen. Carlos und seine Familie sind sehr nett und wohnen ein einer lang gestreckten Wohnung. Ganz hinten die Küche/Aufenthaltsraum. Dann zuerst die Zimmer der Familie und vorne die zwei Zimmer die vermietet werden (auch mit privaten Bädern). Vorne der Aufenthaltsraum und Kühlschrank für die Touristen und ein kleiner Balkon. Carlos spricht als einziger Englisch. Jedoch sehr gut. Er ist freundlich und hat viele Ratschläge parat und vermietet die Zimmer seit Jahren. Unten und gegenüber der Wohnung befinden sich kleine Supermärkte und ein ATM. Der Malecon ist schnell erreicht. Wenn man der Calle Neptuno entlang Richtung Altstadt läuft ist man in ca. zehn Minuten beim Parque Central und beim Prado. Ich habe drei Nächte dort übernachtet. Frühstück gibt es in der Wohnung von Carlos. Wenn zu viele Touristen da sind kann man auch oben auf der Terrasse essen (neben dem oberen Zimmer). Man kann auch Carlos’ Telefon brauchen und als ich ihn kurz besucht habe hat er mir noch eine 3 CUP-Münze (mit der Abbildung von Che) geschenkt.

Trinidad:
Casa Amigos del Mundo, Calle Ciro Redondo No. 269 e/R. M. Villena y Juan Marquez. 0141-994780 und 01-5338 5281 (mobil), mariaelenatrinidad@ yahoo.com

Auch diese Privatunterkunft habe ich wie die anderen fast zwei Monate vor der Reise per E-Mail angeschrieben. Ich habe im Reiseführer die Privatunterkünfte verglichen und geschaut, wer vor allem Englisch spricht und auch eine E-Mail-Adresse hat. So kann man die Besitzer direkt anschreiben und kann auch Vermittler-Seiten im Internet verzichten. Dieses Casa ist ca. fünf Minuten vom Plaza Mayor (Hauptplatz der Altstadt) entfernt. Das Zimmer mit einem grossen Bett war sehr schön, auch hier Minibar. AC vorhanden da sonst sehr warm. Das schöne Bad ist ausgestattet mit allem was man sich wünscht, auch wenn es nicht extrem geräumig ist. Oben eine Terrasse wo man jeden Tag ein Frühstück erhält und weiter oben eine kleine Terrasse mit einer schönen Aussicht. Hier konnte ich auch meine Wäsche abgeben. Einmal ass ich auch mit anderen Gästen zusammen Abendessen, welches sehr fein und viel zu umfangreich war. Die alte Besitzerin, Maria Elena, war nur am Morgen oder spät abends da, da sie ihre Mutter pflegen musste. Ihre erwachsene Tochter war in Havanna, daher war ihr Ex-Mann Nelson anwesend, ein sympathischer Herr der, wie Maria Elena, ursprünglich in Russland studiert hatte. Er schaute nicht nur zu den Gästen, sondern auch zu Maria Elena’s kleiner Enkeltochter. Sein Englisch ist nicht perfekt, aber man kann trotzdem diskutieren. Ein sympathischer Herr. Er kann auch einige Brocken Russisch und Deutsch. Die Haushälterin selber konnte leider kein Englisch, aber irgendwie haben wir uns trotzdem verstanden. Maria Elena kann auch eine Abholung von der Busstation organisieren.

Santa Clara:
Casa Mercy, Calle Eduardo Machado No. 4 e/Cuba y Colon, 0142-216941, isel@ uclv.edu.cu und omeliomoreno@yahoo. com

Die Lage ist perfekt. Eine Seitenstrasse vom Hauptplatz entfernt. Omelio kümmert sich um alles und spricht Englisch und weitere Fremdsprachen. In seinem grossen Anwesen hat er die ganze obere Etage für Touristen eingerichtet. Zwei Zimmer mit je zwei Bädern (die jedoch ausserhalb der Zimmer sind). Jedem Zimmer ist ein Bad zugeordnet. Mein Zimmer hatte viele Möbel, war sehr gross, ruhig, zwei grosse Betten, AC und eine Minibar. Sogar einen TV. Das Bad hatte auch alles was man braucht. Wichtig auch hier ein Abfallkübel für das WC-Papier (nicht ins Klo werfen sondern in den Müll da sonst die Rohre irgendwann verstopfen, war überall so). Es hat im Aussenbereich der Zimmer Sofas, eine Cocktail-Karte und ein Guestbook. Aussen einen Tisch und Stühle zum Ausruhen. Weiter oben eine weitere Terrasse. Omelio hat sich gut organisiert wie in einem Hotel mit Info-Texten und er nimmt auch immer die Bestellung für das Frühstück auf, was man wann haben möchte. Das Abendessen ist ebenfalls sehr gut. Und wer es braucht hat mehrere Stunden pro Tag WiFi zur Verfügung oder kann an Omelios PC kurz ins Internet (sehr sehr langsam). Omelios Frau Mercy spricht kein Englisch, der erwachsene Sohn etwas. Es ist immer jemand da und man kann einfach klingeln. Abholtaxi (Herr Oswaldo) von der Busstation wurde durch Omelio organisiert.

Havanna, Vedado, Couchsurfing:
Im Westen von Vedado habe ich zwei Nächte Couchsurfing gemacht. Normalerweise erhält man eine Couch oder ein Zimmer gratis, in Kuba zahlt man meistens etwas.

Die letzte Nacht verbrachte ich im Hotel Nacional, Calle O esq. 21, 07-836 3564, 838 0294, hotelnacionaldecuba. com

Ich ging hin und fragte an der Rezeption für ein Zimmer, die schickten mich ins Reservierungsbüro. Dort dauerte es lange, die Frau sagte mir, dass das ganze Computersystem sehr langsam sei. Sie sagte, dass am übernächsten Tag ein Doppelzimmer mit Meerblick für 133 CUC reserviert würde. Frühstück sei inklusive. Ich musste mir eine Reservierungsnotiz aufschreiben, eine andere Bestätigung gab es nicht. Das Check-in dauerte lange. Aber es lohnte sich, das Hotel (Infrastruktur wie auch das Zimmer) war super. Aussen wie innen bietet es alles, was man sich wünscht. Das Frühstücksbuffet ist gigantisch und sehr gut.

Varadero:
Hotel Dos Mares, Av. 1ra esq. 53, islazul. cu

Zimmer in diesem Billighotel kann man auf der Internetseite mit Kreditkarte reservieren/zahlen. Für zwei Nächte 35 Euro, da kann man an einem Touristenort wie Varadero, wo Zimmerpreise von 140 CUC und mehr Standard sind, nicht allzu viel erwarten. Das Check-in dauerte ewig bzw. das Zimmer war wahrscheinlich noch gar nicht bereit aber das sagten sie nicht. Sie sagten einfach „noch zehn Minuten“. Das Zimmer selber war muffig aber ok. Etwas lüften. Die Holzmöbel sahen nicht mehr so sauber aus. Die Klospülung funktionierte nicht und wurde erst nach mehrmaligem Reklamieren repariert. Das Bett war sauber, die Handtücher auch, Seife und solches Zeug gab es alles. Man konnte gut schlafen, es hatte einen AC und Frühstück war inklusive. Es hat eine Bar und ein Restaurant sowie viele Sitzmöglichkeiten. Man ist in fünf Minuten am Strand und das Hotel ist direkt an der Hauptstrasse. Da kann man für 35 Euro nicht meckern.

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Sicherheit:
Ich habe mich in Kuba immer sehr sicher gefühlt. Nachts können einige Strassen nur spärlich oder gar nicht beleuchtet sein, daher auf den Hauptstrassen bleiben. So lange sich jedoch sehr viele Menschen draussen befinden kann man auch weniger helle Orte entlang gehen. Die Kamera packt man dann aber vielleicht doch ein und nimmt sie nur hervor, wenn man auch etwas fotografieren möchte. Tagsüber hatte ich die Kamera oft über der Schulter, kein Problem. Meine Gastgeber haben mich vor folgendem gewarnt: Wenn sich Leute zu nett benehmen würden. Meistens wollen die nur an Geld kommen. Sich daher nicht einladen lassen und dann teure Rechnungen zahlen, keine Zigarren auf den Strassen kaufen, kein Geldwechsel auf der Strasse, nicht mit Huren mitgehen. Vor allem bei touristischen Orten wird man oft angequatscht (z. B. in der Altstadt von Havanna), was aber rapide abnimmt wenn man sich etwas von diesen Orten entfernt. Leute, die einen auf der Strasse ansprechen kann man einfach ignorieren. Die Kubaner sind eigentlich sehr freundliche Menschen und trotzdem versucht jeder Kubaner irgendwie neben der offiziellen Arbeit noch schwarz Geld zu verdienen. Viele, die am Tourismus nicht verdienen, versuchen daher durch Betteln, „Freundschaft“ oder was auch immer an etwas Geld zu kommen. Viele denken sich etwas aus und wollen zum Beispiel auch fotografiert werden für einen CUC. Man darf nicht vergessen, dass die Menschen es sehr schwierig haben und auch etwas Verständnis zeigen.

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Sprache:
Ich spreche kein Spanisch. Wer aber von Stadt zu Stadt reist und nicht per Fahrrad oder eigenem Auto auch Mal unterwegs auf dem Lande Kubaner trifft, hat selten Kommunikationsprobleme. In Havanna, Trinidad, Santa Clara und Varadero finden sich viele die Englisch sprechen. Ausserhalb der Städte soll das anders sein. Wenn ich nicht mit Leuten sprechen konnte habe ich ihnen mitgebrachte Fotos gezeigt/geschenkt, das ist immer gut angekommen. Ich denke jedoch, dass wenn man Spanisch spricht noch viel mehr in den Genuss und die Freundschaft der Kubaner eintauchen kann.

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Verkehrsmittel:
Hier existiert fast alles. Kutschen und Tuk Tuk-ähnliche Fahrzeuge transportieren Einheimische wie Touristen. Es gibt offizielle Taxis in modernen Fahrzeugen, ebenso wie Oldtimer.

Man kann in kleinen offenen Coco-Taxis transportiert werden.

In den Städten habe ich nie Taxis oder Transportmittel gebraucht, zumindest am Anfang. Einmal ein altes Taxi um von Ost-Havanna den Tunnel zu durchqueren (zu zweit 1 CUC), einmal ein Coco-Taxi mit jemandem geteilt um zur Viazul-Busstation zu gelangen (vom Revolutionsplatz aus und zurück, total 6 CUC).

Als ich das zweite mal in Havanna war habe ich dann auch die Sammeltaxis gebraucht. An die Strasse stellen, mit der horizontalen Handfläche etwas nach unten und oben wippen und schon hält ein wirklich alter Oldtimer. Lange warten muss man nie sofern man an einer der Hauptstrassen steht. Man gibt Zielort an (z. B. Hotel Nacional, Prado, Capitolio) und dann wird einem gesagt ob dieser dort hin fährt oder nicht (meistens mit einem „si“). Dann gab ich immer 50 Cent und konnte einsteigen (ich fragte nicht nach dem Preis, sondern übergab die vorbereiteten 50 Cent die immer akzeptiert wurden). Klar, das Taxi hält ab und zu weil andere Gäste aussteigen oder am Strassenrand stehen und es heranwinken. Es kann eng werden. Der Chauffeur fährt vielleicht einen Zig-Zag-Kurs durch die Stadt. Und es kann sein, dass man einen Block entfernt vom Ziel raus gelassen wird aber im grossen und ganzen: Schnell und sehr preiswert. Ausserdem macht man es so wie die Einheimischen und das macht immer mehr Spass.

In Havanna bieten offene Oldtimer einen speziellen Service an und sind etwas teurer (z. B. vom Prado am Malecon entlang bis zum Havana Libre-Hotel 5 CUC, haben wir zu dritt gemacht): Eine einstündige Fahrt durch die Stadt mit Erklärungen, offenes Dach. 25 CUC. Hat auch seinen Reiz.

In Havanna existiert auch ein Doppeldeckerbus, der vom Parque Central aus seine Runde durch Havanna fährt (zum Revolutionsplatz und zurück). Es gibt sehr viele Haltestellen wo man ein- und aussteigen kann. Hat man dort nach einigen Stunden die Gegend erkundet, kann man bei der Haltestelle auf den nächsten Bus warten und mit dem selben Ticket wieder einsteigen. So kann man einen Tag lang für nur 5 CUC die ganze Stadt erleben. Vor allem wenn man nur kurz in Havanna ist erhält man so einen schnellen Überblick. Ein weiterer solcher Bus fährt gegen Osten raus aus der Stadt zu einem Strand.

Um von einer Stadt zur nächsten zu gelangen nahm ich nie ein Taxi, da zu teuer. Selber mit dem Auto wollte ich nicht durch die Gegend fahren. Dies ist sehr teuer, und wenn man sich unterwegs verfährt oder von Leuten reingelegt wird und kein Spanisch versteht hat man viel Stress. Ich nahm immer den Bus. Dabei hat sich in den letzten Jahren der Bus der Viazul-Gruppe positiv hervorgetan. Viele Kubaner, die es sich bereits leisten können, nehmen auch diesen Bus. Es handelt sich demnach nicht um einen reinen Touristenbus. Fahrzeiten und Anzahl Verbindungen sind online abrufbar und Reservationen können ebenfalls online gemacht werden. Sonst vor Ort bei den Viazul-Bushaltestellen reservieren. Am besten einen oder zwei Tage vorher vorbei und sich auf die Liste setzen lassen um Überraschungen zu vermeiden.

In der Zwischenzeit gibt es auch schon andere Bus-Gesellschaften bzw. man kann auch im Hotel buchen. Denn die Viazul-Busstation ist nicht immer sehr zentral gelegen (in Trinidad sehr lokal, in Santa Clara etwas weiter weg, in Havanna sehr weit weg). Wie man es anders machen kann, z. B. in Havanna: Beim Parque Central in das Hotel Inglaterra, gleich links und bei den Internet-PCs wieder rechts. Dort befindet sich ein Tisch von Cubanacan. Dort kann man zum selben Preis wie der Viazul-Bus Tickets für beispielsweise nach Trinidad kaufen. Nicht nur die Preise sind identisch mit Viazul, sogar die Abfahrtszeiten. Vorteil: Man kann hier zentral ein Ticket kaufen und wird bei diesem Hotel abgeholt. Ausserdem werden Pausen eingelegt und man hat entweder noch Unterhaltung oder ein Guide erzählt Infos während der Fahrt (Bus von Cubatour, nicht schlechter als Viazul). Nachteil: Die Gefahr von Verspätungen ist etwas grösser als bei Viazul da der Bus ab und zu in der Stadt mehrere Hotels ansteuert um die Leute einzusammeln. Busverbindung Havanna nach Varadero jedoch bietet Cubanacan nur eine Verbindung pro Tag früh am Morgen und Viazul jedoch mehrere. Dafür wird man bei Cubanacan direkt bei seinem Hotel raus gelassen. Beides hat Vor- und Nachteile.

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Essen:
Auch hier gibt es viele Optionen. Am besten/preiswertesten isst man in den Privatunterkünften. In den Hotels ist das Essen meist minderer Qualität oder das Menü nicht komplett. Dasselbe gilt auch für staatliche Restaurants. Diese sind oft ineffizient oder nur ein, zwei Menüs von der ganzen Speisekarten sind an Lager. Da Kubaner jetzt aber auch Privatrestaurants eröffnen dürfen hat sich eine neue qualitativ bessere Wahl zum Essen etabliert. Aber auch hier hatte ich ab und zu das Problem, das vieles nicht zu haben war. In den Privat- wie auch in den staatlichen Restaurants und in den Hotelrestaurants kann nur in CUC gezahlt werden. Es gibt aber auch Pesos-Restaurants, wo man mit dem CUP zahlen kann. Diese erkennt man oft an den langen Schlangen.

Meistens gibt es Reis mit Bohnen und Hühnchen in irgend einer Art. Schweinefleisch hatte ich ein oder zwei mal. Rind ist selten. Aber im Concha (Santa Clara) gibt es ausgezeichnetes Rind. Ansonsten ist die Küche etwas eintönig, nicht schlecht, aber auch nicht aussergewöhnlich.

In Kuba gibt es ein kubanisches Fanta Orange und ein selber entwickeltes Cola, das wirklich wie Cola schmeckt. Angetan hat es mir aber vor allem das einheimische Fanta Orange. Drinks: Mojito, na ja. Canchanchara, ganz nett. Daiquiri, sehr gut.

Restaurants:

Havanna:

Casa de la Pava (Altstadt)
Wir waren zwar die einzigen dort, aber es gab Musik und ein feines Essen.

El Floridita (Altstadt)
Gut für einen Daiquiri. Sehr touristisch.

Hotel Inglaterra (Parque Central)
Hier kann man gute Snacks essen und etwas dem Treiben der Strasse zuschauen.

Dona Blanquita (am Prado)
Sehr gutes Restaurant. Ich war einmal dort, eine deutsche die ich mehrmals getroffen habe während der Kuba-Reise war zwei oder dreimal dort. Gemütlich, ruhig, sehr gutes Essen und vor allem auch ein sauberes und vollständiges Klo. Unten beim Prado, wo die Treppe zum Restaurant hoch geht, steht nur „Restaurant“ und kein weiterer Name.

Paladares Torreson (am Malecon, in der Nähe des Prado)
Gut gegessen habe ich auch im Paladares Torreson am Malecon. Man hat von der Terrasse einen schönen Ausblick auf die Promenade.

Hotel Nacional (im Osten von Vedado in der Nähe des Malecon)
Hier kann man auch als Nichtgast an den zahlreichen Bars etwas trinken und essen (Snacks usw.).

Monseigneur
Gegenüber dem Hotel Nacional etwas im Untergeschoss. Wenn man früh dort ist, ist es leer. Abends hat es etwas mehr Gäste und ein Pianist unterhält. Gutes Essen.

Monguito (gegenüber dem Hotel Havana Librea an der Strasse L)
Solides Hühnchen, sehr gut. An der Strasse gibt es auch andere gute Essensmöglichkeiten, jedoch teurer.

Las Mercedes (Vedado, im Westen)
Vieles auf der Karte war zwar nicht bestellbar, das Essen war aber gut und man hat seine Ruhe.

Trinidad:

Paladar Liz
War zweimal dort, zweimal sehr gutes Essen. Obschon nie jemand anders im Restaurant war.

Sabor a Mi
Ein feines Restaurant (auch mit italienischen Speisen) befindet sich an der fernando Hermandez Echerri Strasse (frührer Cristo), Nummer 62 (zwischen Ciro Redondo (San Jose) und Piro Guinart (Boca). Vor dem Museo de la Lunch Contra Bandidos auf dem kleinen Platz am Rand. Egal was man bestellt, man erhält auch immer noch Brot/Butter, eine Creme-Suppe und ein Dessert mit dazu. Freundliches Personal, man hat seine Ruhe, nicht teuer, ein gutes/sauberes WC, was will man mehr im Herzen von Trinidad? Ich war dreimal dort und auch andere Reisende haben mir von ihren positiven Erfahrungen dort berichtet. Es hat auch eine Bar.

Adresse:
Restaurant Sabor a Mi
Fernando Hernandez Echerri (Cristo) #62 / e Ciro Redondo (San Jose) y Piro Guinart (Boca)
Tel. +53 (41) 992351 / +53 (01) 53419239 und +53 (01) 53419415 E-Mail saboramitrinidad@yahoo. es , Internet facebook.com/saboramitrinidad

La Canchanchara
Abends kurioserweise nicht viel los, am Nachmittag viele Gäste, Musik. Nett um mal einen Canchanchara zu probieren.

Santa Clara:

El nuevo Castillito
Auf dem Weg zum Paladar Bodeguita del Centro habe ich ein neu eröffnetes Restaurant entdeckt, welches sehr gut war und auch von Kubanern besucht wurde (der Kellner, welcher vorher in einem Resort gearbeitet hat, konnte sehr schönes Englisch sprechen):
Restaurant El nuevo Castillito
San Miguel No. 9 e/Cuba y Villuendas
Tel. +53 52976238 und +5352565577 (es liegt zwischen Casa Mercy und dem Paladar Bodeguita del Centro).

La Concha
So viel habe ich für so wenig Geld im Kuba selten gehabt. Sehr gut geschmeckt hat es auch. Sehr praktisch wenn man vom Zentrum zum Che-Grab läuft für eine Pause. Für 5.40 CUC hatte ich: Rindgeschnetzeltes (sehr sehr gut) mit weissem Reis, ein kubanisches Fanta Orange, Wasser mit Kohlensäure, Wasser ohne Kohlensäure und ein Kaffee. Einer der Kellner konnte sehr gutes Englisch und möchte deutsch lernen (wegen der Rammstein-Musik!).

Adresse: Carretera Central esq. Danielito

Varadero:

Dante
Ein Italiener, teuer, dafür auch sehr gut und nett gelegen an einem kleinen See im Parque Josone.

Dona Neli
Bäckerei, Av. 1ra esq. 43.

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Sehenswürdigkeiten:
Ich war sieben Nächte in Havanna, zuerst vier Nächte in Zentralhavanna und am Ende meiner Reise nochmals drei Nächte in Vedado. Man kann in Havanna viel Zeit verbringen und auch mal ohne Ziel durch die Strassen schlendern. In Trinidad verbrachte ich drei Nächte, in Santa Clara nur eine (reicht aus, könnte man sogar als Tagesauflug von Trinidad aus besuchen).

Havanna:
- Altstadt anschauen, genug Zeit (am besten mehrere Tage) einplanen: Plätze Plaza de la Catedral (man kann den Kirchenturm empor), Plaza de Armas (jeden Tag Büchermarkt, Castillo de la Real Fuerza, Palacio de los Capitanes Generales), Plaza de San Francisco (man kann den hohen Kirchenturm empor), Casa del Chocolate, Plaza Vieja (Camera Oscura). An der renovierten Touristenstrasse Obispo findet man einen Geldwechsel.
- Wer wirklich viel Zeit hat, sollte in den Süden der Altstadt zum Bahnhof und dann die nicht touristischen zerfallenen Häuser anschauen und sich einfach gehen lassen durch authentische Szenarien
- Dem Canal de Entrada entlang

- Parque Central und die gigantische Strasse, der Prado bis zum Malecon
- El Floridita Bar
- Bus Habana Tour, welcher am Parque Central startet und einen Rundkurs abfährt
- Malecon, Meerespromenade, Tag und Nacht interessant (bis nach Vedado)

- Südlich vom Parque Central das Capitolio Nacional
- Das Tor, welches zu China Town führt und China Town

- Zentralhavanna, authentische Strassenszenen, weniger touristisch

Östlich des Prado, nördlich der Altstadt:
- Präsidentenpalast/Museo de la Revolucion
- Memorial Gramma
- Palacio de Bellas Artes (Arte Cubano)

- Mit der Fähre für 50 Cent nach Casablanca (Osthavanna, dort Che-Museum, Militärmuseum und Festung mit den Kanonen), ruhiger und entspannter, schöne Aussicht auf den Malecon/Altstadt

Vedado:
- Hotel Nacional als Besucher anschauen gehen, etwas entspannen, es gibt zweimal täglich Führungen (Höhlensystem usw.)

Am Malecon von Ost nach West vom Hotel Nacional aus:
- Monumento a las Victimas del Maine (Kleines Denkmal)
- Tribuna Anti-Imperialista (ein Platz mit vielen Fahnenstangen und einer Statue)
- US-Interessenvertreung (wer zu nahe geht oder Fotos macht wird weggescheucht)
- wer dem Malecon weiter westlich folgt kommt an einem Stadion vorbei und danach sieht man ein grosses Betongebäude

- Calle 23, die Hauptstrasse die vom Malecon in den Westen von Vedado führt, im Osten hat es viele Hotels, Restaurants, Kinos, Geldwechsel usw.
- Hotel Havana Libre
- Das grosse Gebäude Edificio FOCSA
- Universität von Havanna

- weiter westlich der Calle 23: Parque John Lennon
- der grosse Friedhof Cementerio Cristobal Colon
- südwestlich davon ein kleiner chinesischer Friedhof

- Östlich des grossen Friedhofes/Südlich der Universität der Revolutionsplatz mit dem Turm und dem Innenministerium

Trinidad:
- die Altstadt anschauen, aber auch im Norden die nicht restaurierten authentischen Gebiete anschauen (von Santa Ana ausgehend nördlich und dann westlich)
- an einem Vormittag kann man in der Umgebung des Plaza Mayor alle Museen anschauen: Museo de la Luncha Contra Bandidos (mit einem Turm wo man empor steigen kann), Museo Romantico (vom Balkon aus hat man eine schöne Sicht auf den Plaza Mayor), das kleine Museo de Arquitectura, Museo de Historia Municipal (hoher Turm, schöne Aussicht)
- den moderneren Teil anschauen um den Platz Parque Cespedes und unbedingt die Lobby des schicken Hotels Gran Hotel Trinidad
- Ausflug an den Strand (Taxi falls Bus noch vorhanden)
- Im Norden die Ruine Ermita de la Popa
- Casa de la Musica (abends)
- es gibt auch noch eine Disco in einer Höhle nördlich der Stadt
- Tagesausflug ins Valle de los Ingenios
- Im Casa Munoz kann man angeblich Fotoworkshops buchen
- mit einem Fahrer kann man während eines Tages auch die Städte Santa Clara und Cienfuegos besuchen

Santa Clara:
- ein Tag reicht völlig aus: Che-Guevarra-Museum und Gedenkstätte
- Monumento Nacional del Tren Blindado
- nördlicher vom Zug-Denkmal vor der Parteizentrale eine kleine Che-Statue (Estatua Che y Nino)
- Parque Vidal und Umgebung
- Hotel Santa Clara Libre
- Antiamerikanische Wandkarikaturen beim regionalen Busbahnhof

Varadero:
- Strand
- Hauptstrasse, Parque Josone
- Bus Tour

Bei einem nächsten Mal werde ich nicht mehr nach Varadero gehen. Bin kein Strand-Mensch und sonst gibt es dort nicht viel. Varadero ist nicht Kuba. Für ein, zwei Tage am Ende einer Reise nicht schlecht. Wer aber zehn Tage oder zwei Wochen dort in einem All-inclusive-Tempel rumhängen will kann genau so gut auch nach Spanien oder Südfrankreich.

Das Vinales-Tal soll sehr sehr schön sein und gut zum Entspannen. Vor allem wenn man einige Tage Havanna hinter sich hat. Cienfuegos muss auch interessant sein.

Theater, Shows, Ballet usw. sind auch zu empfehlen.
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Re: Kuba, Reisebericht, Fotos und viele aktuelle Infos

Beitragvon Mattes » Sonntag 25. Mai 2014, 18:54

Wow, Indrid, ganz toller bericht!

Ich hab zwar die angehaengten Infos noch nicht ganz zu Ende gelesen, kann aber schon jetzt sagen, dass viel dabei ist, das selbst fuer mich neu ist, obwohl ich in Havanna sogar mal eine Weile gelebt habe.

Bei allem, was du schreibst, kommt grosse Reiseerfahrung zum Vorschein! Du hast ganz offenbar ein grosses Talent entwickelt, a) schnell an b) exzellente Informationen zu kommen.

Uebrigens: meine in einem anderen Faden gestellte frage, ob du ein Mann bist, hat sich natuerlich erledigt. aus deinen Links ergibt sich die - bejahende - Antwort :D

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Re: Kuba, Reisebericht, Fotos und viele aktuelle Infos

Beitragvon Mattes » Sonntag 25. Mai 2014, 23:02

Indrid Cold hat geschrieben:...dann die nicht touristischen zerfallenen Häuser anschauen...


ja! Da aber Profifotografen wie du (leider) die Neigung haben, nur die "schoenen" Seiten eines Landes/einer Stadt zu zeigen, bringe ich mal anhaengend ein Foto (hab ich Ende 2012 in Havanna Vieja gemacht; Urheberecht liegt also bei mir), auf dem man sehen kann, wie es um den "wahren" Zustand der Altstadt bestellt ist.

Es hatte uebrigens nicht geregnet. Das Nasse auf der Strasse ruehrt daher, dass die Wasserrohre in Havanna Vieja zu 90% marode sind. Das ist Leitungswasser!

Bild

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Re: Kuba, Reisebericht, Fotos und viele aktuelle Infos

Beitragvon naddelma » Montag 26. Mai 2014, 10:34

Habe auch schon gelesen, dass man sich in Kuba auch auf unschöne Seiten einstellen muss. Aber ich denke schon das die Insel eine Reise wert ist.

Was würdest du empfehlen, wenn man keine Rundreise machen will, sondern an einem Ort bleiben möchte?
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Re: Kuba, Reisebericht, Fotos und viele aktuelle Infos

Beitragvon Mattes » Montag 26. Mai 2014, 10:48

naddelma hat geschrieben:Was würdest du empfehlen, wenn man keine Rundreise machen will, sondern an einem Ort bleiben möchte?


@Naddelma: da muss ich keine Sekunde nachdenken - in Havanna.

In Havanna hatte ich ein Fahrrad und hab viel, viel gesehen, was ein Tourist sonst nicht sieht, weil er da einfach nicht hinkommt. Daneben bin ich aber auch viel gelaufen. Ich behaupte ganz frech, dass ich jede Strasse der Altstadt kenne; hab allerdings da auch eine Zeit lang gelebt.

Aber: wenn man in eine Stadt wie Havanna so richtig eintauchen will, dann sollte man schon Spanisch koennen...

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Re: Kuba, Reisebericht, Fotos und viele aktuelle Infos

Beitragvon Pantitlan » Montag 26. Mai 2014, 13:28

Aber: wenn man in eine Stadt wie Havanna so richtig eintauchen will, dann sollte man schon Spanisch koennen...


Das kann ich nur unterstreichen, auch wenn ich noch nie in Havanna war. Aber die Sprache ist immer ein ganz wichtiger Schlüssel zum Verständnis der Kultur. Nur schade, dass man nicht jede Sprache auf die schnelle lernt...

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Re: Kuba, Reisebericht, Fotos und viele aktuelle Infos

Beitragvon Indrid Cold » Dienstag 27. Mai 2014, 19:32

Also wenn man nur wenig Zeit hat, würde ich mich auch nur auf Havanna beschränken. Darum habe ich z. B. keine eintägige Tour mehr zum Vinales-Tal gemacht. Erstens wäre das in einem Tag zwar machbar aber viel zu stressig. Zweitens wird man dem Tal dann nicht gerecht, denn auch dort sollte man mehrere Tage bleiben.

Ich habe schon auch viele zerstörte Häuser gesehen die noch so mühsam zusammen gehalten werden, oder wo es eben nicht gehalten hat (abgesperrte Lücken zwischen den Gebäuden). Einige habe ich ev. auch fotografiert aber ich habe jetzt eben nicht jedes davon hoch geladen. Das von dir angehängte Foto sieht schon krass aus.

Einige unrestaurierte Gebäude-Fotos von Trinidad habe ich hoch geladen, weil ich eben auch zeigen möchte, wie es nur einige Strasse entfernt aussehen kann.

Kuba werde ich irgendwann sicher mal wieder besuchen, hat mir sehr gefallen.
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Re: Kuba, Reisebericht, Fotos und viele aktuelle Infos

Beitragvon wassermine » Samstag 28. Januar 2017, 11:15

Vielen Dank für deinen fantastischen Reisebericht! Bei mir geht es am Montag los - jetzt bin ich umso mehr gespannt auf Kuba!

Eine Frage geistert mir jedoch noch im Kopf herum: da ich etwas vorgeprägt bin, was Diebstahl im Urlaub angeht: Ich werde nur in Airbnb-Unterkünften übernachten (sorgfältig nach bester Bewertung und Besucherzahl ausgesucht). Kamera und Handy etc werde ich stets bei mir tragen (auch auf Wanderungen). Wie schätzt du (ihr) die Situation mit Laptops ein? Ich müsste eigentlich ein Macbook mitnehmen für die Fotografie, kann aber nicht einschätzen, ob es ausreicht, so ein Gerät per Kensington Schloss in der Wohnung an eine Heizung zu ketten o.ä.?

Vielen Dank ;-)
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Re: Kuba, Reisebericht, Fotos und viele aktuelle Infos

Beitragvon vts-hh » Dienstag 31. Januar 2017, 17:19

Kuba zählt zu den Ländern mit einer sehr niedrigen Kriminalitätsrate. Insofern denke ich, mach was du in Deutschland auch (oder auch nicht) machen würdest. Aber wie mit allem im Leben: Garantien kann dir niemand geben. Man kann Pech haben und den einen kriminellen unter 1000 treffen oder das Glück den einen Ehrlichen unter 1000 Kriminellen.......

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Re: Kuba, Reisebericht, Fotos und viele aktuelle Infos

Beitragvon marsan » Dienstag 27. Juni 2017, 20:34

Meine Freundin und ich reisen vom 11.08.-28.08. nach Kuba und freuen uns schon wie Schneekönige darauf. Aus diesem Grund natürlich ein recht herzliches Danke, für diese tollen hilfreichen Worte. Wir haben kein festes Hotel, da wir eine Rundreise durch Kuba machen wollen - auch wenn und bewusst ist, dass wir in den paar Tagen nicht alles sehen werden. Trotzdem fragen wir uns die ganze Zeit, was es wohl in Kuba gibt, was wir definitiv nicht verpassen dürfen? Habt ihr da grundsätzlich ein paar Informationen parat?

Die im Konsulat meinten am Telefon, dass wir eine Buchungsbestätigung von unserem Hotel benötigen, damit wir ein Visum ausgehändigt bekommen. Nun haben wir überhaupt noch kein Hotel, auch wollen wir natürlich nicht stets am selben Ort nächtigen. Hat damit jemand Erfahrungen gesammelt?

LG marsan

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