Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Eis auf dem Kilimandscharo, Wein in Kapstadt und Löwen in der Serengeti. Ist das Afrika?

Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon Willmaldo » Sonntag 18. Mai 2014, 23:51

Viele Urlaubsorte haben in der Nebensaison bessere Preise. Wie ist es mit der Safari Tansania Sansibar und ist es dann genauso schön mit Wetter, Natur, Tieren und Einheimischen?
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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon Mattes » Montag 19. Mai 2014, 01:47

Willmaldo hat geschrieben:Viele Urlaubsorte haben in der Nebensaison bessere Preise. Wie ist es mit der Safari Tansania Sansibar


Willmaldo, in Tansania ist es genau umgekehrt. :cry:

gut, dass du vorher gefragt hast. :lol:

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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon joschi0846 » Dienstag 20. Mai 2014, 05:49

Mattes hat geschrieben:Willmaldo, in Tansania ist es genau umgekehrt. :cry:
gut, dass du vorher gefragt hast. :lol:


Also das ist natürlich vollkommen falsch. Selbstverständlich gibt es auch in Tansania eine Nebensaison, in der die Preise günstiger sind. Vom 1. April bis 31. Mai gibt es Sonderpreise, zB. Serena Serengeti Safari Lodge bis zu 50% billiger, auch die Flüge sind viel günstiger. Allerdings war es heuer sehr verregnet.
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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon markus_ma » Montag 26. Mai 2014, 15:35

Also ich finde ja persönlich Kenia ein schöneres Land, von der Landschaft und der Kultur her. Ich liebe kenianisches Essen. :D In Kenia gibt es fünf Saisons, aber das Land ist von Mai bis Oktober gut bereisbar, wie hier zu sehen für Kenia-Reisen mit Safari: http://www.kenia-safari-reisen.de/kenia ... -und-baden
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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon joschi0846 » Donnerstag 29. Mai 2014, 10:06

Ja genau, und weil es so wunderschön ist, wurden gerade hunderte Touristen wegen Terrorwarnungen von Diani evakuiert und ausgeflogen, und die amerikanische Botschaft erwägt, die Botschaft u schließen und nur noch von Tansania aus zu arbeiten. Bumbum-Kenia.
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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon Pantitlan » Donnerstag 29. Mai 2014, 12:24

@Joshi:

Naja, schön und gefährlich ist ja an sich kein Widerspruch. Afghanistan muss auch ein unglaublich schönes Land sein. Und dass das nicht der sicherste Ort für eine ausgedehnte Backpackerreise ist, dürfte sich ja inzwischen herumgesprochen haben. :)

Apropos Kenia: Ich habe vor ein paar Tagen einen Schweizer Fotograf interviewt, der bis vor etwa einem Jahr in Kenia lebte und nun wieder in die Schweiz zurückkehrte. Siehe hier: http://weltreiseforum.com/blog/junge-re ... te-schwer/

Was ich dabei etwas erstaunlich fand: Er ist der Meinung, dass Afrika heute nicht mehr wirklich besuchenswert sei. Vor allem wegen den hohen Preisen. Wie siehst du das?

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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon Mattes » Donnerstag 29. Mai 2014, 13:48

Pantitlan hat geschrieben:Er ist der Meinung, dass Afrika heute nicht mehr wirklich besuchenswert sei. .....


Na, da passt ja dann besonders gut diese Meldung dazu, die gerade bei Spiegel Online hereingeflattert ist:


Unicef hat für Zentralafrika die höchste Notfallstufe ausgerufen: Millionen Kinder seien in Gefahr. Sie werden gezielt getötet oder verstümmelt, sexuell missbraucht und von Milizen als Kindersoldaten rekrutiert.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/z ... 72370.html

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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon joschi0846 » Freitag 30. Mai 2014, 06:13

Ja, das sind so die Meldungen. Afrika ist nicht gleich Afrika. Ich kenne keine Kindersoldaten in Tansania, und die FGM ist auf dem Rückgang und verboten. Das ist nicht Afrika. Daß es ein teurer Kontinent ist, läßt sich auch nicht pauschalieren. Wenn man Südafrika nimmt, dann ist das ein ziemlich preiswerte Reiseziel, Ostafika ist aber nicht so preiswert. Wenn man als Europäer europäisch leben will, ist es sogar sehr teuer. Aber man wird entschädigt durch eine unglaubliche Natur und speziell Tierwelt, und eine relative Ungezwungenheit.
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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon Mattes » Freitag 30. Mai 2014, 10:44

joschi0846 hat geschrieben:...Ich kenne keine Kindersoldaten in Tansania....


Nicht dass du mich jetzt falsch verstehst, @Johannes: ich kenne auch keine Kindersoldaten, weder in Tansania noch sonstwo. Denn in Gebiete mit Kindersoldaten reise ich gar nicht erst, und du offenbar ja auch nicht.

@Johannes: ich hab doch nur aus einem SPIEGEL Artikel zitiert, der sich wiederum auf Feststellungen des UNICEF beruft. Der war es, der diese Feststellungen getroffen hat, dass in Zentralafrika Millionen von Kindern in Gefahr sind...

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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon Pantitlan » Freitag 30. Mai 2014, 14:00

Daß es ein teurer Kontinent ist, läßt sich auch nicht pauschalieren. Wenn man Südafrika nimmt, dann ist das ein ziemlich preiswerte Reiseziel, Ostafika ist aber nicht so preiswert. Wenn man als Europäer europäisch leben will, ist es sogar sehr teuer.


Klar, lässt sich das nicht so pauschalisieren. Auch Ostafrika ist ja nicht überall gleich teuer. Äthiopien soll, wie ich gelesen habe, noch relativ preiswert zu bereisen sein. Das gleiche gilt für Madagaskar. Aber mir scheint, dass das dann jeweils nicht die Ziele sind, die im Fokus des internationalen Tourismus stehen. Wenn ich mir Ferienprospekte anschaue, geht es eben doch meistens nach Kenia und Tansania oder nach Südafrika einschliesslich Namibia und Botswana.

Aber wie stehst du zur Aussage, dass der Grossteil der Leute einfach nur schnell Geld verdienen will?

EDIT: Hier noch einmal die Quelle, auf die ich mich bezog: http://weltreiseforum.com/blog/junge-re ... te-schwer/

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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon joschi0846 » Samstag 31. Mai 2014, 05:36

Ich weiß nicht wo geschrieben steht, daß der Großteil der Leute nur schnell Geld verdienen will, habe hier nicht gelesen (oder überlesen?). Da? Afrika nicht besuchenswert ist, das bezeichne ich als eine mehr als kühne Behauptung. Hier in Tansania schwillt der Touristenstrom von Jahr zu Jahr an, 1,5 Millionen sind für heuer angepeilt. Man kann hochpreisig inLodges übernachten oder backpackermäßig im Zelt, die Bandbreite lüßt nicht zu wünschen übrig. Und Südafrika geht noch billiger. Ich bin auch nach einem Dezennium hier begeistert von der Freundlichkeit der Menschen, der Natur und der Beobachtung, wie rasant sich ein Land entwickeln kann. Und das trotz aller negativen Einflüsse wir Korruption und Wilderei, Ausplünderung der Ressourcen durch Chinesen. Für mich ist dieser Teil Afrikas noch immer lebenswert.

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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon Mattes » Samstag 31. Mai 2014, 11:45

joschi0846 hat geschrieben:Hier in Tansania schwillt der Touristenstrom von Jahr zu Jahr an, 1,5 Millionen sind für heuer angepeilt


Die letzte, auf die Schnelle auffindbare Zahl war die fuer das Jahr 2010. in jenem Jahr gab es rund 780.000 Touristen.

Die Zahl der Touristen stieg zwischen 2000 und 2010 von 501.669 auf 782.669.
http://www.tansania-information.de/inde ... _-_11/2011

Joschi, da du ja nun sogar schon eine Schaetzung fuer 2014 auf 1,5 Mio hast, liegt dir ja sicher die Zahl fuer 2013 vor. Sei doch bitte mal so nett, da einen Link zu geben.

Es ist ja geradezu unglaublich, ja direkt fantastisch, dass sich in einem Land wie Tansania in nur 4 Jahren der Tourismus VERDOPPELT, wie du hier in deinem Beitrag berichtest.

Ich bin da sehr gespannt, von dir Naeheres zu erfahren, da mir weltweit kein Land bekannt war bisher, in dem sich in bloss 4 Jahren der Tourismus verdoppelt - zumal man ja gerade ueber Afrika auch immer wieder schlechte Nachrichten hoert (siehe meinen Link hier im Faden).

1,5 Mio sollen es gemaess deiner Mitteilung also fuer 2014 werden, @Joschi. Ich kann diese Zahl immer noch nicht fassen, so unglaublich fantastisch ist sie...

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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon joschi0846 » Samstag 31. Mai 2014, 16:07

Also zunächst einmal, ich habe gesagt, man peilt es an, nicht, daß die dann auch kommen. Da ich allerdings ein wenig involviert bin, kann ich einmal den Unterschied von 2010 zu 2013 herausstellen. Waren es 2010 Ethiopian, KLM und Condor (neben den wenigen, die mit Kenya über Nairobi kamen), die für Touristen verantwortlich waren (ich spreche da nur von Kilimanjaro International), so sind letztes Jahr dazugekommen: Quatar Airways, Turkish Airlines, Ethiopian mit zwei Flügen täglich, Edelweiß (Tochter von Swiss Air). Die kommen natürlich nicht mit leeren Maschinen. Und da meine Frau für einen deutschen Veranstalter als Reiseleiterin arbeitet weiß ich, daß sie letztes Jahr von Anfang Juli bis heuer Mitte März im Zweiwochenturnus mit den Gruppen unterwegs war mit 3 Wochen Pause im Dezember vor Weihnachten. Und für heuer sieht es nicht anders aus, bis Mitte November sind schon die Buchungen da, sowie Januar und Februar 2015. Im Internet fand ich folgende Meldung:

Debating the annual budget for his ministry in the ongoing parliamentary session, the Tanzanian Tourism Minister Mr. Khamis Kagasheki said number of tourists that visited Tanzania in 2011 increased from 867,994 the same year to 1,077, 058 last year (2012), a significant rise of 24 percent.

So, ob die 1,5 Millionen kommen oder nicht, das erfahren wir dann nächstes Jahr. Allerdings mit den Problemen, die Kenia im Moment hat, wird die Zahl wahrscheinlich nicht viel darunter liegen.
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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon Pantitlan » Sonntag 1. Juni 2014, 15:08

Ich bin da sehr gespannt, von dir Naeheres zu erfahren, da mir weltweit kein Land bekannt war bisher, in dem sich in bloss 4 Jahren der Tourismus verdoppelt - zumal man ja gerade ueber Afrika auch immer wieder schlechte Nachrichten hoert (siehe meinen Link hier im Faden).


Ist jetzt zwar ein bisschen offtopic, aber solche Länder gibt es schon. In Myanmar zum Beispiel hat sich die Zahl der Besucher innerhalb eines Jahres fast verdoppelt. Als ich dort war, las ich die Zahlen in einer Zeitung, hab also keine Onlinequelle. Allerdings ist dort natürlich auch eine andere Situation, da sich dort ja politisch einiges geändert hat.

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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon WeDe » Montag 2. Juni 2014, 20:03

markus_ma hat geschrieben: Ich liebe kenianisches Essen. :D In Kenia gibt es fünf Saisons, aber das Land ist von Mai bis Oktober gut bereisbar,


Na, und was verstehst du unter "kenianischem Essen"? Ugali, Kitheri, Sukuma Wicki? Pilaw? Nyama choma oder kuku choma? Dann wünsche ich guten Appetit. Und wie kommst du darauf, dass es in Kenia fünf Saisons gibt? Ich lebe - mit Unterbrüchen - seit 1966 in Kenia, aber dass das Land fünf Saisons hat, ist mir völlig neu...
Dezember bis Ende März = Trockenzeit, Ende März bis Ende Mai/Anfang Juni = Grosse Regenzeit,
Anfang Juni bis Ende September/Anfang Oktober = Trockenzeit und Anfang/Mitte Oktober bis Ende November = Kleine Regenzeit. Insbesondere die Regenzeiten können kurz sein oder ganz ausfallen. Andererseits kann es passieren, dass es in manchen Gegenden das ganze Jahr über mehr oder weniger ausgiebig regnet.
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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon WeDe » Montag 2. Juni 2014, 21:02

joschi0846 hat geschrieben:Ja, das sind so die Meldungen. Afrika ist nicht gleich Afrika. Daß es ein teurer Kontinent ist, läßt sich auch nicht pauschalieren. Wenn man Südafrika nimmt, dann ist das ein ziemlich preiswerte Reiseziel, Ostafika ist aber nicht so preiswert. Wenn man als Europäer europäisch leben will, ist es sogar sehr teuer. Aber man wird entschädigt durch eine unglaubliche Natur und speziell Tierwelt, und eine relative Ungezwungenheit.
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Südafrika ist preiswert? Das ist mir ganz neu. Ich bin eben zwei Monate lang in Südafrika, Namibia und Botswana gewesen. Die drei Länder sind mindestens so teuer, wie z.B. Kenia - die Nahrungsmittel in den Supermärkten sind teurer als im auch nicht billigen Nakumatt in Kenia. Günstiger sind in Südafrika und Namibia die Eintritte in die Nationalparks. In Botswana sind sie teurer (bis zu 100 US$ pro Person und Tag). Automiete: kleine PWs, z.B, CitiGolf, sind in SA sehr günstig, in Namibia mittel, in Botswana teuer. 4x4 - LandCruiser, LandRover, Hilux usw. - sind überall sackteuer. Usw. usf.
Unterkünfte: Südafrika relativ teuer, Nam und Botswana sauteuer (ab 70, 80 EU für DZ - in den Parks 200, 300, bis 800 EU). Also preiswert ist gar nichts im südlichen Afrika. Das gilt auch für Malawi und Sambia.
Aehnliches gilt für Ostafrika. Parkeintritte bis zu 90 US$ (Kenia) oder bis zu 80 US$ (Tansania).
Uganda, Ruanda, Kongo: Gorillasafari 1 1/2 Stunden - je nach Land 500 bis 1000 US$.
Und für was soll die "unglaubliche Natur und speziell Tierwelt, und eine relative Ungezwungenheit" entschädigen? Was ist eine "relative Ungezwungenheit"? Wenn mich die Polizei stoppt und Bakschisch für irgend einen Unsinn verlangt und ich den Betrag herunter handeln kann? Wenn mich jeder x-beliebige Strassenhändler über's Ohr hauen will? Wenn das Government für ein Resident Permit jedes Jahr 50 bis 100% mehr verlangt - zwischen 1000 und 2000 EU? Oder wenn ich abends mein Hotel oder Guesthouse nicht mehr verlassen kann, weil ich nicht riskieren will, einen Prügel auf den Kopf zu kassieren. Und das gilt nicht nur für Nairobi und Mombasa. Dar, Arusha, Lusaka, Livingstone, Harare, selbst Windhoek und erst Recht Jo'burg und Kapstadt - die Kriminalität ist afrikaweit überall dort, wo es Arme gibt - also so gut wie überall.
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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon Mattes » Montag 2. Juni 2014, 21:08

WeDe hat geschrieben:Und wie kommst du darauf, dass es in Kenia fünf Saisons gibt?


Naja, @Wede - gruess dich uebrigens hier im Forum! - da hat sich Markus wohl um eins verzaehlt. Ich hatte mich auch schon gewundert, dass es irgendwo auf der Welt 5 Jahreszeiten geben soll...

Uebrigens @Wede: bin gespannt auf deine naechsten Beitraege, um zu sehen, ob wir uns kennen. Dass ich "der" aus Cartagena bin, hast du ja vielleicht schon gesehen :lol:

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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon joschi0846 » Dienstag 3. Juni 2014, 07:15

Ja @webde, jeder, wie er es sieht. Ein Nationalparkbesuch in SA ist billiger als in Ostafrika, das steht doch außer Frage. Ich kann günstig ein Auto mieten, kann mit meiner Campingausrüstung in billigere Nationalparks fahren, und zahle auch im Supermarkt weniger als in TZ (mag sein, daß Kenia da billiger ist). Das ist hier alles teurer, deshalb Südafrika ist billiger. Und wenn Du in Kenia nur abgezockt worden bist, ist das Dein perönliches Erlebnis. Daß auf dem Markt versucht wird, einen speziellen mzungu-Preis zu verlangen, heißt doch nicht, daß man den auch bezahlt. Man muß halt wissen, was der richtige Preis ist. Und dann löste es sich oft in Lachen auf. Und einen Polizisten muß man nicht bestechen, aber es ist ja bekannt, daß in Kenia manches anders ist. Deshalb sind im Moment auch so viele wazungu mit ihren Autos hier in der Arusha-Gegend unterwegs. Und die Kriminalität ist in Tanzania (Ausnahme Dar) für mich ganz sicher geringer als in Kenia.
Mit allen Nachteilen stehe ich dazu, daß es kein Fehler ist, hier zu leben (mag sein im Gegensatz zu Kenia).
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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon WeDe » Dienstag 3. Juni 2014, 12:02

Pantitlan hat geschrieben:


Ist jetzt zwar ein bisschen offtopic, aber solche Länder gibt es schon. In Myanmar zum Beispiel hat sich die Zahl der Besucher innerhalb eines Jahres fast verdoppelt. Als ich dort war, las ich die Zahlen in einer Zeitung, hab also keine Onlinequelle. Allerdings ist dort natürlich auch eine andere Situation, da sich dort ja politisch einiges geändert hat.


Myanmar ist sicher kein ideales Beispiel, war das Land doch Jahrzehnte lang mehr oder weniger "verschlossen" und die Touristenzahlen pro Jahr bewegten sich in vierstelliger Höhe. Oder mit anderen Worten: wenn im Jahr XY 1000 Besucher kamen und im Jahr XYZ 2000, dann ist das zwar eine Verdoppelung, also 100% mehr - aber trotzdem eine sehr geringe Zahl.

Das, was afrikanische Länder als "Touristenzahlen" veröffentlichen, ist nur mit grosser Vorsicht und mit Vorbehalten zu geniessen. Die Serengeti, die das mit Abstand grösste Besucheraufkommen in Tansania hat, zählt angeblich pro Jahr 100 000 Besucher, der Kilimandscharo Nationalpark 20 000.
Auch Lake Manyara liegt im unteren fünfstelligen Bereich. Man kann davon ausgehen, dass die meisten Besucher in mehrere Parks fahren, also z.B. Serengeti, Ngorongoro Krater und Lake Manyara und oft auch noch Arusha Nationalpark. Werden die Besucherzahlen oder gar die Übernachtungen zusammen gezählt, kommt man möglicherweise auf eine Million. Aber selbst die halte ich für unwahrscheinlich. Tansania ist - anders als Kenia - keine Badedestination und hat ausser den Wildparks auch sonst so gut wie keine andere Besucherziele. Kenia hatte in seinen besten Jahren 1,5 Millionen Besucher und geschätzte 30 000 Betten in Küstenhotels und den Lodges in und um die Wildreservate. Da kann Tansania nicht annähernd mithalten. Ich halte die angepeilten 1,4 Million des Touristikministeriums deshalb für reines Wunschdenken...
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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon Pantitlan » Dienstag 3. Juni 2014, 14:13

@Wede

Natürlich ist Myanmar überhaupt kein ideales Beispiel. Das ist mir schon bewusst. Trotzdem zeigt es, dass sich bei günstigen Vorzeichen die Zahl der Besucher sehr rasch vervielfachen kann. Und vor allem: Es IST ein Beispiel, weil Mattes ja meinte, dass es keine Beispiele gebe.

Zum Thema Preise kann ich als jemand, der nur einmal in Afrika (Marokko) und nie in Schwarzafrika war, nicht so wirklich mitreden. Aber ich habe einen etwa fünf Jahre alten Lonely Planet zu ganz Afrika, der zumindest für Malawi ganz andere Preise nennt. Darin wurden Hostels genannt, wo man für etwa 3 - 5 Dollar übernachten kann. Ebenfalls recht preiswert soll Äthiopien sein, wo die Reiseführerbibel zumindest für Backpacker ein Tagesbudget von 20 bis 30 Euro veranschlagt.

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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon Mattes » Dienstag 3. Juni 2014, 14:53

Pantitlan hat geschrieben:Es IST ein Beispiel, weil Mattes ja meinte, dass es keine Beispiele gebe..


Ja, ja, @Panti!

wenn ich also die Behauptung lese, Lungenkrebs hat sich innerhalb von 4 Jahren verdoppelt (von, sagen wir mal, 150.000 auf 300.000 Faelle), und ich dann sage, ich kann mir nicht vorstellen, dass sich innerhalb von 4 Jahren die Erkrankungen an einem bestimmten Krebs verdoppelt..

...dann kommt Panti und sagt, doch, doch, das gibt es auch beim MOrbusXYZ-Krebs, der hat sich auch verdoppelt.

Und wenn User WeDe dann nachschaut und feststellt, vorher gab es einen einzigen - und jetzt gibt es 2 Faelle, und das dann als Antwort schreibt, dann bin ich schon froh - weeil er mir und allen die Augen oeffnet.

Also eines hab ich gelernt: wenn Leute mit Statistiken in Prozentzahlen kommen, dann ist immer allerhoechste Vorsicht geboten. Neulich gab es eine Veroeffentlichung, 60 % der Nutzer faenden Facebook schlecht. Facebook hat einige Milliarden ( also Tausende von Millionen) Nutzer. Befragt wurden (in absoluten Zahlen) 60 Studenten einer bestimmten Universitaet in Deutschland. Und von denen hatten 33 gesagt, ihnen gefiele Facebook nicht.

Also, @Panti, lass es auf dir sitzen, dein Myanmar-Beispiel mag ja rechnerisch stimmen, aber es war grooooottenschlecht....

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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon joschi0846 » Mittwoch 4. Juni 2014, 12:40

Also ursprünglich war die Frage, ob es niedrigere Preise in der Nebensaison gibt. Die Antwort war: Im Gegenteil, gut daß Du gefragt hast.
Darauf habe ich geantwortet.
On Tansania 10,000, 100,000 oder 1,5 Millionen Gäste hat, ist mir eigentlich Furzegal, solange wir totgebucht sind.
Und ob das jemand in Timbuktu, in Nordsibirien oder auf den Weihnachtsinseln glaubt oder nicht, ist mir genauso siehe oben.
Damit schließe ich für mich die Diskussion und überlasse es den Tourismusinsidern, Fachgebiet Tansania, die Diskussion weiter zu führen.

Liebe Grüße
Johannes

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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon sandsturm » Mittwoch 4. Juni 2014, 22:45

Damit schließe ich für mich die Diskussion und überlasse es den Tourismusinsidern, Fachgebiet Tansania, die Diskussion weiter zu führen.


Ich finde schade, dass hier schon wieder eine Diskussion entgleist ist und dazu geführt hat, dass sie jemand im Forum nicht mehr wohlfühlt.

Ich habe mir deswegen ein paar Gedenken zu den Umgangsformen hier gemacht und wollte das mal zur Diskussion stellen: topic14787.html

(Das Thema Umgangston bitte nur dort besprechen. Danke, Pantitlan)

Bitte keine PN. Ich beantworte gerne jede Frage. Aber nur solche, die im Forum gepostet sind, sonsts bringt das ja nicht allesn etwas.
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Re: Safari Tansania Sansibar: Gibt es eine Nebensaison?

Beitragvon Surfy » Dienstag 17. Juni 2014, 08:31

WeDe hat geschrieben:
joschi0846 hat geschrieben:Ja, das sind so die Meldungen. Afrika ist nicht gleich Afrika. Daß es ein teurer Kontinent ist, läßt sich auch nicht pauschalieren. Wenn man Südafrika nimmt, dann ist das ein ziemlich preiswerte Reiseziel, Ostafika ist aber nicht so preiswert. Wenn man als Europäer europäisch leben will, ist es sogar sehr teuer. Aber man wird entschädigt durch eine unglaubliche Natur und speziell Tierwelt, und eine relative Ungezwungenheit.
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Südafrika ist preiswert? Das ist mir ganz neu. Ich bin eben zwei Monate lang in Südafrika, Namibia und Botswana gewesen. Die drei Länder sind mindestens so teuer, wie z.B. Kenia - die Nahrungsmittel in den Supermärkten sind teurer als im auch nicht billigen Nakumatt in Kenia. Günstiger sind in Südafrika und Namibia die Eintritte in die Nationalparks. In Botswana sind sie teurer (bis zu 100 US$ pro Person und Tag). Automiete: kleine PWs, z.B, CitiGolf, sind in SA sehr günstig, in Namibia mittel, in Botswana teuer. 4x4 - LandCruiser, LandRover, Hilux usw. - sind überall sackteuer. Usw. usf.
Unterkünfte: Südafrika relativ teuer, Nam und Botswana sauteuer (ab 70, 80 EU für DZ - in den Parks 200, 300, bis 800 EU). Also preiswert ist gar nichts im südlichen Afrika. Das gilt auch für Malawi und Sambia.
Aehnliches gilt für Ostafrika. Parkeintritte bis zu 90 US$ (Kenia) oder bis zu 80 US$ (Tansania).
Uganda, Ruanda, Kongo: Gorillasafari 1 1/2 Stunden - je nach Land 500 bis 1000 US$.
Und für was soll die "unglaubliche Natur und speziell Tierwelt, und eine relative Ungezwungenheit" entschädigen? Was ist eine "relative Ungezwungenheit"? Wenn mich die Polizei stoppt und Bakschisch für irgend einen Unsinn verlangt und ich den Betrag herunter handeln kann? Wenn mich jeder x-beliebige Strassenhändler über's Ohr hauen will? Wenn das Government für ein Resident Permit jedes Jahr 50 bis 100% mehr verlangt - zwischen 1000 und 2000 EU? Oder wenn ich abends mein Hotel oder Guesthouse nicht mehr verlassen kann, weil ich nicht riskieren will, einen Prügel auf den Kopf zu kassieren. Und das gilt nicht nur für Nairobi und Mombasa. Dar, Arusha, Lusaka, Livingstone, Harare, selbst Windhoek und erst Recht Jo'burg und Kapstadt - die Kriminalität ist afrikaweit überall dort, wo es Arme gibt - also so gut wie überall.
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Zwei Wochen Afrika mag noch erträglich sein - wenn auch für teures Geld. Aber für dieses teure Geld bekomme ich kaum einen adäquaten Gegenwert.


Auf unserer Transafrika haben wir das Preisniveau ganz anders erlebt.

Bild

Natürlich waren wir hauptsächlich Selbstversorger und haben oft wild campiert, aber Nationalpark Eintritte, ab und an eine Campsite, Lodge oder mal ein Hotel gab es auch bei uns.

Wir hatten in den Foren auch von den recht "teuren" Nationalpark Eintritten gelesen, waren dann regelmässig verblüfft dass uns für die Eintritte so wenig abgeknöpft wurden. Nur die Stellplätze zum Übernachten in den Nationalparks haben Geld gekostet - wobei ein europäischer Tourist auch 50 USD/tag verkraftet. Nur wurde einem dabei oft nicht viel geboten als eben ein Stellplatz und WC & eine kalte Dusche morgens..

Beim Thema Gorilla-Tracking - zugegeben - das sind Mondpreise. Aber die 500-1000 USD muss man ja auch nicht ausgeben, wenn es einem das Geld nicht wert ist. Chobe und Moremi waren jedenfalls günstiger im 2012 als von Dir genannt - aber vielleicht sind die Preise da auch schon wieder etwas höher geworden?! Aber auch 100 USD pro Tag/Person scheinen mir aber für das gebotene jetzt nicht überrissen zu sein. Ein Zoobesuch in der Schweiz kostet um die 20 pro Person, da scheinen mir 100 für das gebotene - annehmbar zu sein :?: :wink:

Wenn man mit dem Fahrzeug unterwegs ist, hat man immer die Möglichkeit erstmal die Preislage in einem Supermarkt in einer Stadt zu verinnerlichen, wo die Preise angeschrieben sind - bevor man auf den Markt geht und die ausgerufenen Preise nicht einschätzen kann. Wer etwas Reiseerfahren ist kann aber mit gelassenem Verhandeln auch gut ausloten, wie weit die Marktdamen zu gehen bereit sind.

Ein Glas Nutella für 10 Euro in Benin, oder für 13 Euro in Kongo. Ob das teuer ist kann jeder selber entscheiden, man muss auch keine Produkte kaufen die nur für Diplomaten und die reiche Oberschicht im Sortiment ist. In Namibia, Botswana und Südafrika erschienen uns die Lebensmittelpreise jedenfalls als recht annehmbar.

Etwas mehr mühe kann man mit den unterschiedlichen Eintrittspreisen für Sehenswürdigkeiten und Nationalparks für Locals und Touristen haben im südlichen Afrika, aber das kennen wir ja auch aus anderen Ländern, was nicht heisst das einem das ganze gefallen muss...

Polizei und Schmiergeld / Bussen sind ein Thema für sich. In Marokko wurden wir (zurecht) zur Kasse gebeten, nach unserem insistieren gab es dann auch eine normale Busse & Quittung. Auf dem ganzen Rest unserer Route haben wir bei der Polizei kein Geld abgedrückt, was bisweilen etwas längere Diskussionen mit sich brachte. Aber das weiss man ja vorher, und stellt sich vor so einer Reise darauf ein.

Wichtig ist hier - nichts falsch zu machen und die Formalitäten und Papiere in ordnung zu halten. Wer keine Angriffsfläche bietet, dem kann man so leicht auch nichts abknöpfen.

Das Reisen im südlichen Afrika ist aus europäischer Sicht recht preiswert, wäre da unser etwas konträres Fazit :wink:

Surfy

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