Erlebnisse aus aller Welt.

Wie der Name schon sagt...

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Beitragvon Wildwater » Dienstag 29. April 2014, 19:46

Oder warum ich in Frankfurt an Tanger erinnert wurde.

Herbst 2008: Wir sind auf der Rückreise aus Jamaica. Geflogen sind wir von Montego Bay nach Friedrichshafen über Frankfurt. In Frankfurt eine Stunde Zeit zum Umsteigen. Das sollte reichen wie uns versichert wurde.

In Montego Bay haben wir ganz normal eingecheckt. Das Gepäck wurde gleich bis Friedrichshafen durchgecheckt. aber mit uns Passagieren war das aus mir unbekannten Gründen nicht möglich. Ich weiss nicht mehr mit wem wir geflogen sind, aber es hatte scheinbar etwas mit Verträgen der beiden Fluglinien, die es nicht gab zu tun. Soweit so gut. Ankunft in Frankfurt. Direkt nach dem Aussteigen die erste Passkontrolle schon bevor wir im Terminal sind. Ich weiss nicht, was das soll, aber es scheint immer weiter Kreise zu ziehen in Europa.

Wir fragen eine der überall herumstehenden Informationspersonen wo wir hinmüssen. Die Flugnummer weiss ich auswendig. Wir werden in eine bestimmte Richtung geschickt und bekommen die Auskunft, dass wir die Bordkarten am Eingang zum Gate erhalten. Klingt seltsam, aber gut. Als wir dann dort ankommen erweist sich diese Auskunft jedenfalls als falsch. Stattdessen sollen wir uns die Bordkarte bei einem jener vier Schattet um die Ecke holen. Auch gut, allerdings ist nur ein Schalter geöffnet. Scheinbar ist an einem Freitag um 13 Uhr nicht mehr nötig.

Als wir endlich am Schalter ankommen ist jedenfalls unser Gate wieder geschlossen. Wir werden nun auf einen späteren Flieger umgebucht. Den letzten des Tages. Dies geschieht nicht auf unsere Kosen, da wir ja nicht Schuld tragen an der ganzen Geschichte. Nach ein paar Stunden herumsitzen gehen wir nun zum Gate, aber weiter sollten wir nicht mehr kommen. Wir müssen die Tickets vorweisen. Die Bordkarte alleine genügt, wie sonst üblich, nicht. Leider finden wir in der nun entstehenden Hektik eines der Tickets nicht.

Ich bin mittlerweile geladen ob all dieser Sachen, aber es nutzt nichts. Wir müssen in Frankfurt übernachten. Wir werden gefragt, ob wir unser aufgegebenes Gepäck haben wollen. Dies benötigen wir jedoch nicht, da die wichtigsten Sachen im Handgepäck sind. So machen wir uns auf die Suche nach einem Hotel.

Am nächsten Morgen kommen wir recht früh am Flughafen an. Ich frage nach einem Flug nach Friedrichshafen. Gibt es, aber er kostet ich weiss nicht mehr wie viel. Hallo! Ich wollte zwei Tickets, nicht den ganzen Flieger. Wir bekommen den Tip, wir sollen uns mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzen. Dieser unterhält am Flughafen einen Schalter. Also laufen wir wieder los. Dort angekommen heisst es, man können uns mit Flügen nicht aushelfen, aber da eine Zug zum Flug Ticket auch dabei ist wird dieses einfach auf das neue Datum umgestempelt und wir können mit der Bahn nach Hause fahren. Generell muss ich sagen, dass man an diesem Schalter sehr hilfsbereit war.

Nächster Punkt ist nun das aufgegeben Gepäck, welches ja immer noch irgendwo im Flughafen sein sollte. Die Dame am Schalter telefoniert kurz und kommt mit der Auskunft, dass unser Gepäck weg ist. Irgend jemand hat es in die erste Maschine nach Friedrichshafen verladen. So ist nun geschehen, was eigentlich unmöglich ist: Gepäck ohne Passagier an Bord eines Fliegers. Wir werden zum Lost and Fond Schalter geschickt um den Papierkram dort zu erledigen.

Gesucht muss ja nicht mehr werden, aber sie benötigen unsere Adresse, da das Gepäck dann mittels Taxi zugestellt wird. Der Herr am Lost and Fond versteht die Welt auch grad nicht mehr. Er weiss zwar wie es geht, aber das warum ist auch ihm ein Rätsel. Das Angenehme dabei: Wir haben in der Bahn nur leichtes Gepäck. Einen Tag später als geplant sind wir dann auch zuhause, und das Gepäck trifft drei Tage später auch ein.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Wildwater » Dienstag 29. April 2014, 19:48

Rückblende:

Sommer 1986: Wir wollen nach einer dreiwöchigen Rundreise durch Marokko wieder nach Hause. Alles war individuell geplant. Wir sind mit Bahn und Fähre unterwegs und stehen nun im Hafenterminal. Die Tickets sind bereits bezahlt, es fehlt nur noch die Bordkarte - oder was auch immer es da am Schalter abzuholen galt.

Die Schlange ist fast so lang wie ein Schnellzug, aber immerhin wir sind unter Dach und es ist angehen temperiert. Irgendwann ist die Fähre voll und der Schalter wird geschlossen. Sonst passiert nichts. Keine Information oder sonst irgendwas. Wir versuchen nun ohne Bordkarte auf Schiff zu kommen - schliesslich ist die Passage ja bereits bezahlt. Vergeblich.

Uns wird jedoch gesagt, dass noch eine Fähre fährt und wir diese nehmen können. Diese war in unseren Fahrplan nicht aufgeführt. Wir habe uns dann erkundigt wo wir die Bordkarten bekommen. Es gibt dort mehrere Reedereien und daher auch entsprechende Schalter. Da es dazu keine verlässliche Auskunft gab haben wir uns aufgeteilt. Einer hier, einer da, einer dort. Allerdings war es dann doch noch ein anderer Schalter, aber wir kamen dennoch an unsere Bordkarten.

So einmal nachrechnen: Wir legen um 22 Uhr in Tanger ab. Die Überfahrt dauert 90 Minuten und es gibt noch Zeitverschiebung. Das alles sorgt dafür, dass wir 30 Minuten nach Abfahrt unseres Zuges in Spanien ankommen. Mit der eigentlich gebuchten Fähre hätten wir zwei Stunden Zeit gehabt um vom Hafen zum Bahnhof zu kommen.

Also kurz vor Mitternacht in Algeciras vor dem Bahnhof ein Biwak aufgebaut und noch ein paar Stunden geschlafen. Am Morgen haben wir dann erfahren, dass dieser Zug täglich fährt und die Fahrkarten waren eh noch gültig. Wir hatten also eine ungeplanten Tag Aufenthalt in Algeciras und sind mit einem Tag Verspätung wieder nach Hause gekommen.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Pantitlan » Mittwoch 30. April 2014, 02:26

Haha... Ja, so was kann passieren. Wenn du am nächsten Tag keinen wichtigen Termin hast, ist das ja nicht so schlimm. Aber nerven tut so was schon.

Aber das mit dem Ticket finde ich nun doch ein bisschen seltsam. Wenn du eine Boarding-Karte hast, dann beweist das doch, dass du befugt bist, ins Flugzeug einzusteigen. Dazu kommt, dass die Ticketnummer ja in der Regel auf dem Boardingpass draufsteht und es in Zeiten von E-Tickets ohnehin keine Tickets mehr gibt... So was würde mich rasend machen.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Mattes » Mittwoch 30. April 2014, 10:28

Wildwater hat geschrieben:Direkt nach dem Aussteigen die erste Passkontrolle schon bevor wir im Terminal sind. Ich weiss nicht, was das soll....


@Wildwater: du bist aus dem "falschen" Land gekommen. Ich bin frueher mal haeufig mit dem Flieger São Paulo - Frankfurt unterwegs gewesen. Da war dann in Frankfurt immer so was. Ausserdem war da grundsaetzlich auch noch eine Verengung der Schlange der Passagiere, so dass diese EINZELN am Rauschgifthund vorbeimussten. Von dem scheinst du ja immerhin verschont geblieben zu sein.

Wildwater hat geschrieben:In Frankfurt eine Stunde Zeit zum Umsteigen. Das sollte reichen wie uns versichert wurde


Reicht ja auch - WENN du auf die Minute puenktlich nach Plan ankommst - zum Beispiel, wenn das Flugzeug Rueckenwind hatte...(ja, ja, ironisch...)

Wildwater hat geschrieben: So ist nun geschehen, was eigentlich unmöglich ist: Gepäck ohne Passagier an Bord eines Fliegers.


Sowas kommt immer wieder vor. Und du hast noch Glueck gehabt, dass dir das Gepaeck bereits drei Tage spaeter zugestellt wurde.

Bei mir ging mal ein Koffer ohne mich nach Havanna. Das dauerte dann sieben Tage, bis sie den rausrueckten. Man merkte deutlich, dass der kubanische Zoll jedes - jedes - Teil dreimal rumgedreht hatte. Aber es fehlte nichts, nicht mal mein Traenengas-Spray, und das fand ich schon erstaunlich...

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Wildwater » Mittwoch 30. April 2014, 18:49

Wir sind pünktlich gelandet.

Es hätte gereicht, wenn die zusätzliche Passkontrolle nicht gewesen wäre

Es hätte gereicht, wenn mehrere Schalter offen gewesen wären.

Dies beiden Sachen zusammen waren zu viel. Eines davon wäre gegangen.

Aber egal, flieg ich halt nicht mehr über Frankfurt. Es gibt ja genug andere Möglichkeiten.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Pantitlan » Mittwoch 30. April 2014, 20:20

Ich finde diese Pass und Sicherheitschecks im Transitbereich auch recht mühsam. Frankfurt geht ja noch, finde ich. Aber in London Heathrow, wo ich neulich war, muss jeder der umsteigt, noch einmal einen kompleten Security Check machen. Ich hab ganz einfach keine Lust, meine Schuhe nun auch noch zwei Mal wegen irgendwelchen Sicherheitswichtigtuern ausziehen. Das macht mich jedes Mal wütend.

Und nein: Es ist nicht "zu meiner eigenen Sicherheit", denn ich will und brauch eine solche Sicherheit nicht.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Wildwater » Donnerstag 1. Mai 2014, 12:38

Pantitlan hat geschrieben:… muss jeder der umsteigt, noch einmal einen kompleten Security Check machen. …


Das hatten wir im Dezember in Paris am Charles de Gaulle auch so.

Die Passkontrolle habe ich da ja noch verstanden, weil wir in die EU eingereist sind. Aber Security Check wenn ich aus einer AF Maschine komme und in eine AF Maschine einsteige???

Das Beste an dieser Sache ist ja, dass es scheinbar vom Flughafen oder gar vom Mitarbeiter abhängt was gefährlich ist und was nicht.

Wir sind in Rio de Janeiro mit einer halb vollen 1,5 l Wasserflasche in der Hand durch die Metalldetektoren gelaufen - keiner sagt was.

In Friedrichshafen wurde mir ein beinahe leerer Tiegel Handcreme aus dem Handgepäck abgenommen, weil er zu viel Volumen hatte (400 ml). Der selbe Tiegel komplett leer auf meinem Handgepäck liegend war bei den folgenden 25 Flügen ab unterschiedlichsten Flughäfen nie mehr ein Problem.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Mattes » Donnerstag 1. Mai 2014, 13:51

Wildwater hat geschrieben:Aber egal, flieg ich halt nicht mehr über Frankfurt.


Pantitlan hat geschrieben:Ich hab ganz einfach keine Lust, meine Schuhe nun auch noch zwei Mal wegen irgendwelchen Sicherheitswichtigtuern ausziehen. Das macht mich jedes Mal wütend..


an beide: wie waers damit, das Reisen einfach bleiben zu lassen?

...und sich zuhause darueber aufzuregen, wenn da das Klo mal verstopft ist? Soll ja auch vorkommen...

Aber im Ernst: sagt mal, seid ihr noch ganz bei Trost...

Flieger mal verpasst - schon wird bis ans Lebensende der ganze Flughafen geschnitten...

Schuhe ausziehen muessen - schon unfaehig sein, den Gleichmut zu wahren...

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Wildwater » Donnerstag 1. Mai 2014, 14:18

Du hast für das selbe Reiseziel folgende Möglichkeiten: Ein Flughafen bei dem einiges schief ging oder mehrere andere die problemlos waren. Was nimmst du wenn du frei Wahl hast?

Ausserdem brauche ich für Frankfurt ja eh einen Zubringer. Meine nächsten Flughäfen sind Zürich oder Friedrichshafen. Altenrhein lass ich weg wegen Bedeutungslosigkeit.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Mattes » Donnerstag 1. Mai 2014, 14:51

Wildwater hat geschrieben:Du hast für das selbe Reiseziel folgende Möglichkeiten: Ein Flughafen bei dem einiges schief ging oder mehrere andere die problemlos waren. Was nimmst du wenn du frei Wahl hast?


Wildwater: dann nimmt man beim naechsten Mal natuerlich den, bei dem gerade erst was schief gegangen war.

denn nach der statistischen Wahrscheinlichkeit ist nun ein anderer dran...

Das war mein Wort zum Feiertag. Jetzt setze ich mich in den Parque Bolivar und trinke ein paar Taesschen Kaffee :D

https://www.google.com.co/search?q=parq ... 320%3B3240

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Wildwater » Donnerstag 1. Mai 2014, 15:07

Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. 8)

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Pantitlan » Donnerstag 1. Mai 2014, 18:20

Wildwater hat geschrieben:Die Passkontrolle habe ich da ja noch verstanden, weil wir in die EU eingereist sind. Aber Security Check wenn ich aus einer AF Maschine komme und in eine AF Maschine einsteige???


Finde ich auch etwas bizarr. Das sieht so ein bisschen aus, als würden sie ihren eigenen Kontrollen nicht trauen. Aber ich glaube das hat einen anderen Grund und der erklärt auch den zweiten Punkt:

Das Beste an dieser Sache ist ja, dass es scheinbar vom Flughafen oder gar vom Mitarbeiter abhängt was gefährlich ist und was nicht.

Wir sind in Rio de Janeiro mit einer halb vollen 1,5 l Wasserflasche in der Hand durch die Metalldetektoren gelaufen - keiner sagt was.


Der ganze Sicherheitsunsinn wird durch die Gesetze der Länder bestimmt, wo das Flugzeug abhebt und in einigen Fällen auch von denen, wo es dann landet. Deswegen gibts auf einem Flug in die USA oft nochmals einen zusätzliichen Sicherheitscheck...

Flüssigkeiten sind nicht überall verboten. Ist ja auch klar, denn wieso sollte es jedem Gesetzgeber gleichermassen einleuchten, dass eine 500 ml Flasche Cola gefährlicher sein soll als fünf 100ml Shampoo-Fläschen in einem durchsichtigen Plastiksack?

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Mattes » Donnerstag 1. Mai 2014, 19:25

Wildwater hat geschrieben:Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. 8)


Richtig @WW: und deshalb koennte es natuerlich schon sein, dass du, wenn du doch wieder mal den Airport Frankfurt nehmen wuerdest, statt Zuerich, wie du es ja nun vorhast, dass also dann ausgerechnet wieder in Frankfurt sich was verspaeten wuerde (statt in Zuerich) und wieder mal in Franfurt der Sicherheitscheck strenger waere (statt in Zuerich).

Gewiss ist doch nur eines: auch an den Flughaefen arbeiten Menschen, die Fehler machen koennen (statistisch gesehen: ab und zu sogar mal machen MUESSEN). Und auch an den Flughaefen gibt es Maschinen, die mal ausfallen koennen (statistisch gesehen: ab und zu sogar mal ausfuellen MUESSEN)

Bleibst du aber deshalb nun kuenftig lieber zuhause (jetzt beginne ich, mich im Kreise zu drehen), dann, owei, kommt es mit statistischer Wahrscheinlichkeit dann halt da zu einer Verstopfung (s.o) oder sonstwas.

Ich mach es deshalb ganz anders als ihr Zwei: ich bleib gelassen und erspare mir jede Wut.

Nur eines mache ich (das hab ich in Kolumbien gelernt) : wenn ich einem Problem aus dem Weg gehen kann, dann mache ich das. Aber wenn nicht, dann sitze oder stehe ich es halt aus.

@Panti: du hast doch jahrelang in China gelebt: jedes mal da ein Wutanfall...

Pantitlan hat geschrieben:Das macht mich jedes Mal wütend.


wenn was auf "chinesisch" :shock: gemacht wurde statt "ordentlich" auf deutsch oder schweizerisch? :lol:

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Wildwater » Donnerstag 1. Mai 2014, 19:54

Mattes hat geschrieben:
Nur eines mache ich (das hab ich in Kolumbien gelernt) : wenn ich einem Problem aus dem Weg gehen kann, dann mache ich das. …


Nichts anders mache ich mit dem Meiden von Frankfurt. Dafür muss ich nicht erst nach Kolumbien. 8)

Zürich oder Friedrichshafen sind meine Startflughäfen. Frankfurt, London, Paris oder was auch immer ist nur Zwischenstation, wenn ich keine Direktflüge für Zürich bekomme.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Pantitlan » Donnerstag 1. Mai 2014, 20:04

Mit Deutschtum oder Schweiztum hat das überhaupt nichts zu tun. Deswegen finde ich auch deine Replik hochgradig absurd. Ich hab keine Probleme mit Menschlichem. Ich habe aber etwas dagegen, dass ich mit dem Verweis auf die angebliche Sicherheit bei irgendwelchen Sicherheitsleuten den Hampelmann spielen muss.

In Indonesien kann jeder so viel Flüssigkeit in den Flieger nehmen wie er will. Trotzdem wurde noch nie ein Flugzeug in die Luft gesprengt, zumindest nicht in den letzten Jahren und ganz sicherlich nicht mit dem Inhalt einer Cola-Flasche. Und das, obwohl in Indonesien das Land mit den weltweit meisten Muslimen ist, also genau den Leuten, die unter Generalverdacht stehen, dass sie in ihren Cola-Flaschen etwas anderes haben als das braune Getränk.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Wildwater » Donnerstag 1. Mai 2014, 21:47

Noch was. 2008 ist ja schon etwas her. Ich habe seither einige Reisen unternommen. Da war eine around the world und Südamerika sowie Südafrika dabei. Aber ich habe in der Zeit nichts erlebt das dem am Frankfurter Flughafen ähnelt.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Mattes » Freitag 2. Mai 2014, 01:35

Pantitlan hat geschrieben:Ich habe aber etwas dagegen, dass ich mit dem Verweis auf die angebliche Sicherheit bei irgendwelchen Sicherheitsleuten den Hampelmann spielen muss.


@Panti, ich mach jetzt mal einen Riesensprung und frag dich mal was ganz anderes, das mich aber sehr interessiert:

in deiner Zeit in China, als du da gelebt hast und ja auch abhaengig gearbeitet hast - wurdest du da nie so behandelt, dass man das als "Hampelmann" bezeichnen koennte?

Hintergrund meiner - wie ich dazu sage, sehr voreingenommenen - Frage, denn ich kenne ja China nicht: Wenn ich so von diesen Bevormundungen lese, denen die Bevoelkerung da ausgesetzt ist, den Internetsperren, der Unterdrueckung unerwuenschter Meinungsaeusserungen und, und und - wird man da nicht auch mit hineingezogen, wenn man Auslaender ist, zumindest dann, wenn man da auch noch abhaengig arbeitet?

Also, ich stell mir einfach vor, dass man da mit dir als Verlagsmitarbeiter vielleicht oefter den "Hampelmann" gemacht hat, als an irgendeinem Flughafen mal zwei oder drei Minuten lang irgendwelche Wachleute...

Und drum frag ich dich... :roll:

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Pantitlan » Freitag 2. Mai 2014, 15:26

Ich finde, dass du die Frage falsch gestellt hast. Bevormundungen, Überwachung und unnötige Schikanen gibt es überall. Sowohl bei uns in Mitteleuropa, wie auch in China. Die Frage ist eigentlich, wo es schlimmer ist. Und nach meiner Einschätzung schneidet China da besser ab.

Und weil du das Thema Zensur ansprichst: In China gibt es staatliche Vorgaben und Eingriffe, keine Frage. Aber auch im Westen gibt einen sehr starken Einfluss durch die Verleger und die Wirtschaft. Nach meiner Erfahrung wird die Zensur in Chna auch stark überschätzt. Unter meinen Bekannten in China weiss praktisch jeder, wie er die Internetsperren umgehen kann.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Wildwater » Samstag 3. Mai 2014, 16:57

Dezember 2013

Wir sind in Südamerika unterwegs und es steht ein Flug von Buenos Aires zu den Iguazú-Wasserfällen an. Das Reisebüro hat diesen Flug bei LAN aus Chile gebucht. Wir checken also ein. Stimmt ja gar nicht, das macht der Reiseleiter der uns in BA betreut hat für uns. :)

Als wir dann an Bord sind, kommt eine Stewardess auf mich zu. Sie bietet uns an die freien Plätze beim Notausgang zu nehmen, da dort mehr Beinfreiheit ist (Ich bin fast 1,9 m gross).

Wir nehmen dieses Angebot an und ich bedanke mich extra dafür.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Mattes » Samstag 3. Mai 2014, 19:06

Ja, ja, Wildwater, das mit den Plaetzen am Notausgang, das kann ich gut nachempfinden; ich bin nur 1 cm kleiner als du.

Nur duerfen/koennen die Stewardessen heute solche Angebote wahrscheinlich kaum noch machen.

Von der Condor etwa weiss ich, dass diese die Notausgang-Plaetze seit laengerem gegen Aufpreis vermarktet. Sollte es da also so sein, dass die Plaetze nicht bereits beim Einchecken weggegangen sind, dann waere die stewardess zumindest verpflichtet, Geld zu verlangen fuer das "Upgrade".

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Wildwater » Samstag 3. Mai 2014, 21:01

Mir ging es auch darum etwas positives zu schreiben - deshalb auch der Titel.

Gerade Südamerika hat in unserer Gegend einen eher zweifelhaften Ruf, den ich nach meinen beiden Reisen dorthin (Rio de Janeiro und Argentinien) nicht nachvollziehen kann. Es ist ein sehr interessanter Kontinent mit vielen Facetten.

Einziger Nachteil: Alles ist weit auseinander weil Südamerika - für unsere Begriffe - sehr gross und in weiten Teilen sehr dünn besiedelt ist.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Mattes » Samstag 3. Mai 2014, 23:08

Ist ja schoen, @Wildwater, dass du mal ein bisschen von "meiner" Gegend, "meinem" Kontinent, berichtest. Denn das Forum hier ist ja doch in weiten Teilen Asien-lastig.

In Rio de Janeiro warst du also? Ich hab da drei Jahre gelebt. wie in allen Staedten kommt es halt immer drauf an, im "richtigen" Stadtteil unterzukommen. Dann geht es. In meinem Fall war es Copacabana, da war es weitestgehend sicher. Nur einmal hielt mir einer die Pistole vor den Bauch. das war aber mein Fehler; ich wusste, dass i8ch da die falsche Strassenseite benutzte, denn ich ging da jeden Tag. Aber abends um 19:00 dachte ich, da kann man es noch riskieren. Und das war ein Irrtum. Naja, hat mich ein paar Reais gekostet - und gut wars...

Argentinien kenne ich nicht; ich war bloss mal in Buenos Aires, da fand ich es eigentlich ueberall sicher, so richtig "europaeisch" eigentlich, und auch im "Vorort" Montevideo, wohin man ja schnell mit dem Schnellboot kommt (daher der Name, hua), da fand ich es ebenso sicher.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Wildwater » Sonntag 4. Mai 2014, 19:29

In Rio waren wir 2007 für ca. 2 Wochen im August. Eine faszinierende Stadt mit all den Gegensätzen. Gewohnt haben wir in einem Hotel in Copacabana und sind von dort aus zu Fuss und mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die anderen Bereiche der Stadt gekommen. Sehr beeindruckt hat mich der Corcovado. Ich fand die Aussicht von dort schöner als vom Zuckerhut.

Argentinien war eine etwas grösser Reise im Dezember 2013. Wir sind nach Buenos Aires geflogen, hatten dort aber nur zwei Tage Zeit bis zum Auslaufen des Schiffes. Es folgten zwei Wochen Kreuzfahrt nach Feuerland und um Cap Hoorn. Die einzelnen Häfen waren: Puerto Madryn, Punta Arenas (Chile), Ushuaia und Montevideo. Wir hatten in Puerto Madryn Pech. Dort war ein Anlegen wegen des Windes nicht möglich. Der Wind hat uns dann bis zur Einfahrt der Magellanstrasse begleitet (bis zu Windstärke 9). Nach unsere Rückkehr nach Buenos Aires haben wir noch die Iguazú-Wasserfälle besucht.

Wenn alles nach Plan läuft komme ich heuer noch nach Cartagena.

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Re: Erlebnisse aus aller Welt.

Beitragvon Mattes » Sonntag 4. Mai 2014, 19:46

Wildwater hat geschrieben:Wenn alles nach Plan läuft komme ich heuer noch nach Cartagena.


Wildwater: zu Cartagena, merk dir mal vor: Mai regnet es viel, November regnet es noch mehr, vom Mitte Dezember bis Ende April NIE Regen.

Eigentlich muessten wir also jetzt seit ein paar Tagen Regenzeit haben; aber noch weigert sich der Regen zu kommen.

Der NOvember hat noch etwas Unguenstiges, je nach Sichtweise: da finden die sog Fiestas Novembrinas statt

https://www.google.com.co/search?q=cart ... B700%3B468

Man kann sie ja schoen finden, dann sollte man kommen. Man kann sie aber auch ekelkhaft finden. Ich finde sie ekelhaft. denn die "Ausgelassenheit" der kolumbianischen Besucher geht sehr oft einher mit Belaestigungen. Sehr gern wird etwa Farbe gespritzt. Es werden (obwohl illegal) auch Spraydosen verkauft mit so einer Art Schaum. Und da ist das Hoechste fuer so manchen, voellig Unbeteiligte ein- und zuzuspritzen.

Ich hab schon mal vor, waehrend dieser Tage (knapp eine Woche), Richtung Havanna zu verschwinden.

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