Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Japan das Land der aufgehenden Sonne: hier kann man zu den unterschiedlichen Themen im asiatischen Reiseland posten.

Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Pantitlan » Samstag 15. Februar 2014, 16:51

Ich bin vorhin beim Surfen, über einen Artikel gestossen, den ich als Schweizer und Japanfan natürlich sehr interessant fand. Hintergrund ist das fremdenfeindliche Votum der Schweizer Stimmbürger vom vergangenen Wochenende. Der Text trägt den Gedanken vor, dass die Schweizer Volkspartei SVP eine sehr ähnliche Rhetorik an den Tag legt wie die japanischen Nationalisten - also diese, die mit dem Lautsprecher durch die Stadt fahren und die Überlegenheit der Japan postulieren.

Auch wenn ich den Text selber etwas oberflächlich fand (zum Beispiel hinsicherlich der Autoritätsgläubigkeit), gefiel mir doch der Grundgedanke: Er zeigt auf, dass es mit einem Land, das sich isoliert und fremdenfeindlich zeigt, nicht vorwärte gehen kann. Die anhaltende Misere der japansischen Wirtschaft wäre also ein Mahnmal für uns.

Hier der Text: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asi ... y/27469411

Was meint ihr dazu?

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon sandsturm » Samstag 15. Februar 2014, 17:46

Lustig, ich bin gerade vorhin auf eine japanische Webseite gestossen. Da steht doch tatsächlich unter "Resident Requests of Westerners":

*Be aware of your voice. Westerners are loud and are often not aware of it. Please be careful not to shout through residential areas.


Siehe hier: http://www.zamamienglishguide.com/otherinformation.html

Dieser Blogger wendet sich ja ganz klar an ausländische Besucher und versucht sie auch anzulocken. Offenbar sitzt ihm seine rassistische Haltung so tief im Hirn, dass ihm nicht einmal auffällt, dass diese Wortwahl wohl nicht unbedingt geeignet ist, einen guten Eindruck auf Ausländer zu machen. Armer, dummer Englischlehrer, der mal in eine Marketingschule gehen sollte... :)

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Mattes » Sonntag 16. Februar 2014, 09:57

sandsturm hat geschrieben:. Offenbar sitzt ihm seine rassistische Haltung so tief im Hirn.......... Armer, dummer Englischlehrer.....


Wie bitte? Was? Rassistische Haltung?

@Sandsturm, du bezeichnet folgende Aussage/einen Teil folgender Aussage als RASSISTISCH:

"*Be aware of your voice. Westerners are loud and are often not aware of it. Please be careful not to shout through residential areas."

Ja, was ist denn an der Aussage rassistisch? Wo hat denn dieser Autor "Diskriminierung, Ausgrenzung, Unterdrückung, Verfolgung oder Vernichtung von Individuen und Gruppen" im Sinn?

zu den zitierten Woertern: http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus

@Sandsturm, also wenn es dir nicht noch gelingt, die oben zitierte Aussage geradezuruecken/zu erlaeutern, dann kann ich sie nicht ernst nehmen. Rassismus *kopfschuettel* :shock:

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Mattes » Sonntag 16. Februar 2014, 10:32

Pantitlan hat geschrieben:....gefiel mir doch der Grundgedanke: Er zeigt auf, dass es mit einem Land, das sich isoliert und fremdenfeindlich zeigt, nicht vorwärte gehen kann. ..


@Pantitlan, ich vermute, du beziehst dich auf folgenden Satz:

"Die Xenophobie, die Unfähigkeit, oder die fehlende Bereitschaft, Neues zu denken und sich einer Entwicklung anzupassen – all das lässt Japans Wirtschaft seit über zwei Jahrzehnten stagnieren."

Vorab: ich weiss nicht, ob Japans Wirtschaft seit 1994 stagniert. Aber nehmen wir mal an, es ist so. Dann ist die Aussage in diesem satz dennoch falsch - und damit auch das, was du als "Grundgedanken" bezeichnest. Dies aus folgenden simplen Gruenden:

1) Selbst wenn die Japaner "fehlende Bereitschaft, Neues zu denken und sich einer Entwicklung anzupassen" haetten, dann haetten sie diese "fehlende Bereitschaft" ja auch in all den Jahren vor 1994 gehabt. Richtig? So, und in den jahren vor 1994 da gab es doch gewaltige wirtschaftliche Erfolge in Japan! Gewaltige! Trotz (falls es so gewesen sein sollte) "fehlender Bereitschaft". Also ist doch die zitierte Aussage falsch.

2) die Japaner hatten vor 1994 gewaltige wirtschaftliche Erfolge. Wie kann man zu gewaltigen wirtschaftlichen Erfolgen kommen? Panti, ich sage es dir: indem man "Neues denkt", indem man sich an Entwicklungen anpasst". Also ist doch die zitierte Aussage erneut und ein zweites Mal falsch.

Warum haben die Japaner den Weltmarkt mit ihren Autos ueberschwemmen koennen? Weil sie sich an die entsprechend Nachfrage angepasst haben "Neues gedacht" haben.

Ich hab zwar nie ein japanisches Auto gehabt, aber ich erinnere mich an Digitaluhren, Digitalrechner, all so was, das hab ich sehr gern gemocht und sehr gern gekauft - weil die Japaner ganz ersichtlich "Neues" gedacht - und umgesetzt - hatten und haben.

Also: der zitierte Satz aus der Zeitung ist grob unlogisch und damit grob falsch.

Aber nochmals: Ist es denn so, dass die japanische Wirtschaft seit 1994 stagniert? Panti, du als Japankenner (auch Sandsturm): wo kann man das nachlesen, Link?

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Pantitlan » Sonntag 16. Februar 2014, 21:04

Es liegt nicht an mir, die Texte anderer Journalisten, die ich sogar selber als etwas oberflächlich bezeichne, mit Quellen zu untermauern. Wenn du wissen willst, auf was sich der Autor genau bezog, dann musst du dich schon direkt an ihn wenden.

Ich denke, die Offenheit, sich an neue Begebenheiten anzupassen, ist für die Wirtschaft immens wichtig. Das gilt für die Innovation selber wie bei den von dir genannten Digitaluhren, wie auch in der Politik. Stillstadt führt zum Untergang. Das wirst du wohl nicht ernsthaft in Frage stellen wollen, oder?

Deine Logik, dass wenn Japan heute an seiner geringen Offenheit leidet, es dies zwangsläufig auch vor 1996 hätte tun müssen, halte ich für falsch. Seither hat sich die Weltwirtschaft grundlegend geändert wie auch das Machtverhältnis zwischen den einzelnen Ländern. Man denke nur an den Aufstieg Chinas und an den weltweiten Abbau von Schutzzöllen im Rahmen der Globalisierung. Methoden, die in einer eher abgeschotteten Wirtschaft vor 50 Jahren Erfolg verhiessen, müssen dies heute nicht mehr tun.

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Mattes » Sonntag 16. Februar 2014, 21:39

Pantitlan hat geschrieben:I..... Die anhaltende Misere der japansischen Wirtschaft ....


Pantitlan, hab nun doch mal selbst kurz gegoogelt, da mich das interessierte mit der angeblichen Misere der japanischen Wirtschaft:

Zitat: "Japans Wirtschaft ist 2013 gewachsen wie keine andere entwickelte Volkswirtschaft. Für das erste Quartal 2014 erwarten Analysten abermals ein kräftiges Wachstum."
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/j ... 35055.html

und zur FAZ:

Zitat: "Die FAZ verfügt mit 41 Auslandskorrespondenten über eines der größten Korrespondentennetzwerke der Welt"
http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurte ... ne_Zeitung

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Pantitlan » Sonntag 16. Februar 2014, 23:32

Dass die Wirtschaft seit einem Jahr wieder anzieht, hängt damit zusammen, dass der Yenkurs eingebrochen ist. Dadurch werden die Unternehmen wettbewerbsfähiger. Das ändert aber nichts daran, dass die japanische Wirtschaft seit der Asienkrise 1996 zum grossen Teil stagnierte - natürlich nicht in jedem Einzelfall, aber über das Ganze betrachtet.

Da du ja gerne Wikipedia liest, kann ich dir diesen Artikel empfehlen: http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft_Japans

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Mattes » Montag 17. Februar 2014, 00:24

was schrieb Christoph Neidhart am 15.2.14 in euerem Tagesanzeiger: "... all das lässt Japans Wirtschaft seit über zwei Jahrzehnten stagnieren. Und es ist keine Wende in Sicht". ...Keine Wende in Sicht, schrieb er...Dabei ging es laut FAZ Japan 2013 blendend, 2014 bisher auch blendend - und wahrscheinlich vor 2013 auch schon blendend, bin jetzt aber zu faul zu googeln.

Schoen ist dein Hinweis auf Wiki, ja ich mag Wiki, die bringen es immer toll auf den Punkt :mrgreen:

Zitat: "Die japanische Wirtschaft ist hoch effizient, ihre Stärken liegen besonders im internationalen Handel und der forschungsintensiven Hochtechnologie"
http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft_Japans

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Mattes » Montag 17. Februar 2014, 00:31

und uebrigens: mit euerer Schweiz wird es auch weiterhin aufwaerts gehen, wenn ich da nur etwa an Nestle denke. Paul Bulcke, der CEO, wird sich von euerem Volksentscheid mit aller Sicherheit nicht beeindrucken lassen, der wird das Unternehmen zum Wohle auch der Schweiz weiterhin Gewinne einfahren lassen, dass sich die Balken biegen.

Ach ja, ich kaufe hier in Kolumbien auch gerne Nestle-Produkte, ist halt Qualitaet :P

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon sandsturm » Montag 17. Februar 2014, 15:55

Es haben bereits erste Firmen angekündigt, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlegen. Insbesondere KMUs werden Probleme bekommen. Big Player wie Nestle werden ihre Leute weiterhin bekommen und im Falle von einem Kontingent den "weniger wichtigen" Firmen die Leute wegnehmen. Ebenfalls ist bereits jetzt deutlich, dass Schweizer Wissenschaftler bei der Vergabe von EU-Forschungsgeldern künftig massiv benachteiligt werden wird. Aber der grosse Brocken, nämlich ob die EU zur Kündigung der Bilateralen zwingt, werden wir erst in Zukunft sehen. Gut möglich, dass das dieser Entscheid der Anfang vom Untergang der Schweiz ist.

Persönlich stehe ich für eine weltoffene Schweiz ein. Es macht mir auch nichts aus, wenn ich den Bus mit "Jugos und Kanaken" teilen muss. Das ist halt eine Einstellungssache. Vor einigen hundert Jahren waren Berner in Zürich noch undenkbare fremde Fötzel. Heute bezweifelt niemand mehr, dass die Leute zusammengehören. Das gleiche gilt für Deutschland. Wieso soll das nicht auch in Europa möglich sein?

Zu deiner Frage, Mattes.. Ich weiss schon, du fickst gerne andere Leute blöd an. Aber seis drum. Ich hab keine Angst vor einer Diskussion mit dir. Deine Argumente sind auf jeden Fall ziemlich dünn.

Wenn du den von dir zitierten Artikel zum Rassismus richtig angeschaut hättest, hättest du gesehen, dass es dort darum geht, dass man individuelle Merkmale einer ganzen Rasse (wobei das Wort Rasse selber schon hochproblematisch ist) zuschreibt. Beispiel: "Deutsche stinken". Rassistisch, oder? Denn ich verallgemeinere mit dieser Aussage etwas und werfe alle Menschen einer bestimmten Gruppe in den gleichen Topf, ohne mich um die Individuen zu kümmern.

Genau das hat der Typ von der Insel getan, in dem er Westler als laut bezeichnete. Er impliziert damit, dass Menschen der "Rasse Westler" prinzipiell laut sind, was natürlich Unsinn ist. Denn erstens berücksichtigt es überhaupt nicht, dass unter dieser Kategorie Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaftsklassen zusammengefasst werden. Zweitens gibt es auch laute und sehr laute Japaner. Ich denke nicht, dass sich beim Lärmverhalten der beiden Gruppen ein deutlicher Unterschied messen liesse.

Er hätte auch ganz einfach sagen können: "Wir mögen es hier leise und bitten Gäste darum, nicht lärmig zu sein." Das wäre in Ordnung. Aber so wie der Inseltyp das formuliert hat, kommt ganz klar zum Vorschein, dass er Japaner für zivilisierter hält als Westler. Aber dir fällt das vielleicht nicht auf, weil du in deinem Kolumbien sowieso denkst, dass du den Menschen dort überlegen bist und dich wie ein kleiner Kolonisator aufführst.

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Mattes » Montag 17. Februar 2014, 17:34

sandsturm hat geschrieben:Rassistisch, oder? Denn ich verallgemeinere mit dieser Aussage etwas und werfe alle Menschen einer bestimmten Gruppe in den gleichen Topf, ohne mich um die Individuen zu kümmern.


Aha, wenn ich sage, dass die Japaner leise sind, dann ist das fuer dich als Schweizer also Rassismus. Und wenn der "Typ" sagt "Westerners are loud", dann ist das auch Rassismus.

Sandsturm, ich sage dir folgendes: es gibt "die Deutschen", es gibt "die Schweizer" und und und. Niemand - ausser natuerlich dir - wird das ernsthaft bezweifeln. Bleiben wir doch einfach mal bei "den Kolumbianern", ich lebe ja unter ihnen: die sind oft ruecksichtlos, oft laut, oft feige. Das sage ich und zu der Aussage bekenne ich mich, denn ich weiss wovon ich rede.

Das einzige, was du dem "Typen" haettest vorwerfen koennen, waere gewesen, dass er das Wortchen "oft" vergessen hat. Ich hab das, was er zum Ausdruck bringen wollte, aber auch so verstanden, du halt nicht.

Ach ja, und noch was, ist ja lustig (und Off Topic)... :D

sandsturm hat geschrieben:Ich weiss schon, du fickst gerne andere Leute blöd an..


...bei euch Schweizern gibt es also das Wort "anficken" :roll: . Bei uns Deutschen gibt es das nicht. Bei uns gibt es nur "anfixen" und "ficken", aber nicht "anficken".

Deine Anwurf (ich vermute mal, es sollte einer sein) mir gegenueber geht also schon deshalb in's Leere, weil ich Deutscher bin - und gar nicht verstehe, was du Schweizer da meinen koenntest... :cry:

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon sandsturm » Montag 17. Februar 2014, 17:48

Wenn du die Definition von Wikipedia, die du ja selber verlinkt hast, nicht verstehst, weiss ich auch nicht, wie ich dir helfen soll...

Und nur so als Hinweis: Wenn du "die Deutschen" als Träger der deutschen Nationalität verstehst, kann ich den Begriff durchgehen lassen. Aber "die Deutschen" und "die Schweizer" im Sinne einer homogenen kulturellen Masse, die meinetwegen laut sein soll oder vielleicht sogar stinkt, gibt es nicht.

Rassismus muss übrigens nicht immer nur negativ sein. Auch die Vorstellung "die Italiener sind gute Liebhaber" ist per se rassistisch, da verallgemeinernd auf Basis einer Gruppenzugehörigkeit. Steht auch so bei Wikipedia, wenn dus mal richtig durchliest.

Nebenbei bemerkt: Anficken gibts auch in Deutschland. Siehe hier: http://www.redensarten-index.de/suche.p ... suchspalte[]=rart_ou

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon SuseK » Dienstag 18. Februar 2014, 18:22

Nur dass Schweiz und Japan natürlich schon geschichtlich völlig unterschiedliche Länder sind. Die Schweiz war immer das tolerant-neutrale Herz Europas. Japan dagegen war aufgrund der Lage immer isoliert und war im 2. Weltkrieg eine aggressive Militärdiktatur. Aber beide fürchten sich natürlich vor der Globalisierung.
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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon naddelma » Mittwoch 21. Mai 2014, 13:46

Hallo ich weis ehrlich auch nicht was an dem englischen Satz rassistisch sein soll, im Vergleich zu Japanern sind Europäer öfters lauter, das ist so ... kann man überall auf der Welt feststellen.

Was die Wirtschaft angeht, da geht es Weltweit bergab ...

sandsturm hat geschrieben:Lustig, ich bin gerade vorhin auf eine japanische Webseite gestossen. Da steht doch tatsächlich unter "Resident Requests of Westerners":

*Be aware of your voice. Westerners are loud and are often not aware of it. Please be careful not to shout through residential areas.


Siehe hier: http://www.zamamienglishguide.com/otherinformation.html

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Mattes » Mittwoch 21. Mai 2014, 15:08

naddelma hat geschrieben:Hallo ich weis ehrlich auch nicht was an dem englischen Satz rassistisch sein soll


@Naddelma: da IST auch nichts rassistisch dran.

Eine vernuenftige Aussage wird ja nicht allein dadurch zu einer "rassistischen", weil einer meint, dem Autor saesse..

sandsturm hat geschrieben:.....seine rassistische Haltung so tief im Hirn....


Es ist einigen, wie hier dem User sandsturm, einfach nicht klar zu machen, dass es sehr wohl "die" Deutschen und "die" Franzosen und so weiter gibt.

Die kommen dann immer , wie hier im Faden ja auch Sandsturm, mit dem argument, "ja aber" man muesse doch beruecksichtigen, dass es auch Ausnahmen geben koenne...(als ob das je einer bestreiten wuerde)

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Pantitlan » Donnerstag 22. Mai 2014, 11:42

Naja, die Frage ob es "Die Deutschen" gibt, oder ob das einfach ein reines Gedankenkonstrukt ist, scheint mir nicht so leicht leicht zu beantworten, wie du da behauptest. Es gibt ja auch keinen einzigen Deutschen, der 1,57 Kinder hat, oder?

Das Problem bei solchen Gruppenzusammenfassungen ist ja immer, dass willkürlich entschieden wird, wer dazu gehört und wer nicht. Aber selbst wenn man davon ausginge, dass es "den Deutschen" an sich gibt, bleibt die Kategorie "Ausländer" doch immer noch sehr, sehr fragwürdig.

Um bei diesem Beispiel hier zu bleiben, dass "Ausländer laut seien". Sagen wir mal wir würden die Sprechlautstärke und den verursachten Lärmpegel jedes Menschens messen, käme dabei vielleicht heraus, dass laotische Reisende leiser sind und Deutsche lauter. Im Endeffekt wären dann aber die Laoten (weil als Minderheit in der Statistik untervertreten) trotzdem in der Gruppe der Ausländer, die lauter sind? Irgendwie absurd, oder?

Ich neige auch dazu, die Aussage, dass "Ausländer" lauter sind, als rassistisch zu betrachten. Erstens weil alle auf Grund eines Rassenmerkmals (Ausländer: sprich Nicht-Japaner) in einen Topf geworfen werden (obwohl es keine sachlich einleuchtenden Gründe für eine Unterscheidung gibt)
und zweitens weil die Aussage mit ziemlich grosser Wahrscheinlichkeit sogar falsch ist.

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Mattes » Donnerstag 22. Mai 2014, 12:01

Pantitlan hat geschrieben:....trotzdem in der Gruppe der Ausländer, die lauter sind? Irgendwie absurd, oder?.


Absurd ist allenfalls, dass du nun auf einmal von "Auslaendern" sprichst, um deine "Laoten" unterzubringen.

Von "Auslaendern" hat jedoch keiner hier im Faden gesprochen.. Ausser halt du - jetzt.

Ich bringe nochmal in Erinnerung, um was es ging/geht:

Zitat: "Be aware of your voice. Westerners are loud and are often not aware of it."
http://www.zamamienglishguide.com/otherinformation.html

Und nun erzaehl mir bitte nicht, dass diese "Westerners", um die es geht, das gleiche waeren, wie "Auslaender" oder "Laoten".

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Pantitlan » Donnerstag 22. Mai 2014, 12:25

Hatte den falschen Begriff im Hinterkopf. Was aber nichts an den genannten Tatsachen ändert.

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Re: Xenophobie: Vergleich Schweiz und Japan

Beitragvon Mattes » Donnerstag 22. Mai 2014, 13:38

Pantitlan hat geschrieben:.....Was aber nichts an den genannten Tatsachen ändert.


also daran, dass die Laoten leiser sind? Und die Deutschen lauter?

Pantitlan hat geschrieben:....käme dabei vielleicht heraus, dass laotische Reisende leiser sind und Deutsche lauter....



Aber, @Panti, wieso sollen das Tatsachen sein? Du hast doch selbst geschrieben: "vielleicht".

Nun gut, vielleicht sind die Laoten tatsaechlich leiser, wie du es ja fuer moeglich haeltst. Und die Deutschen lauter. Kann schon sein. Freut mich ja, dass auch du damit konzedierst, dass das Laermverhalten verschiedener Voelker unterschiedlich ist.

Jede andere Annahme waere ja auch absurd.

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