4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Der neue Kontinent von seiner Sonnenseite

4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon david90 » Donnerstag 16. Januar 2014, 00:31

Hallo zusammen,

Ich überlege mir mit dem Rucksack 4 Monate durch Südamerika zu reisen. Hauptsächlich will ich Argentinien, Chile, Peru und Ecuador bereisen. Starten würde ich wohl in Buenos Aires und dann nach Ushuaia fliegen. Von dort aus würde ich mich hauptsächlich mit Bus langsam rauf bis nach Quito begeben.
Meine vorläufige denkbare Reiseroute wäre:
Buenos Aires - Feuerland - El Calafate und Nationalpark Los Glaciares - San Carlos de Bariloche - Santiago de Chile - Córdoba - Iguazu-Wasserfälle - Atacama - Salar de Uyuni - Titicaca-See - Cuzco - Inka-Pfad zum Machu Picchu - evt. Nazca-Linien - Lima - Iquitos, von dort aus Regenwald-Tour - Guayaquil - evt. Galapagos-Inseln - Quito

Ist das zeitlich realistisch oder würde ich mir da zu viel vornehmen? Vom Finanziellen her habe ich es mir noch nicht ganz durchgerechnet, das könnte die Route etwas einschränken.

Vielen Dank schon mal für eure Antworten
david90
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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon gonethou » Sonntag 9. Februar 2014, 21:46

Hi,

Möglich ist das schon. Aber du müsstest entweder fliegen, oder sehr lange Busfahrten in Kauf nehmen. Und Südamerika ist groß. Da fährst du bald mal eine Nacht durch, oder auch länger.

Wie ich an der Reiseroute sehe, magst du nur die Highlights des jeweiligen Landes sehen. Das finde ich schade, weil du in den 4 Monaten, durch Argentinien, Chile, Bolivien, Peru und Ecuador, also 5 Länder reist. Oft wird in diesem Forum empfohlen, pro Land mindestens ein Monat einzuplanen. Das würde ich dir auch empfehlen. Vielleicht, dass die Route schon in Peru endet?

Ich weiß nicht wann du fahren willst, aber bedenke - so du um Sommer fährst - dass im Sommer bei uns, dort Winter ist, gerade wenn du nach Ushuaia fliegen willst, dort ist es recht kalt. D.h. du brauchst viel Kleidung, die du später nicht mehr benötigst.

@Finanzielles
Wer weiß, was nun wieder auf Argentinien zu kommt mit der hohen Inflation. (siehe Nachrichten) Das ist echt spürbar in der Brieftaschen der Reisenden :( ab Bolivien wirst du kein Problem mehr haben finanziell. Außer Touren, die sind überall teuer, aber ohne ihnen ginge es nicht!
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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon Mattes » Montag 10. Februar 2014, 14:30

gonethou hat geschrieben:@Finanzielles
Wer weiß, was nun wieder auf Argentinien zu kommt mit der hohen Inflation. (siehe Nachrichten) Das ist echt spürbar in der Brieftaschen der Reisenden :( ab Bolivien wirst du kein Problem mehr haben finanziell!


@Gonethou: warum dieses pessimistische Smiley in deinem Beitrag? Da gehoert doch ein smiley hin, das ueber das ganze Gesicht strahlt, so wie hier: :D :D :D :D

Besser kann es einem Touristen doch gar nicht gehen, als derzeit in ein Land wie Argentinien zu kommen. :D :D :D :D Da kriegt er doch jetzt viel mehr fuer seine mitgebrachten Euros. :D :D :D Da sollte er sich doch freuen drueber, oder? :D :D :D

Und was heisst: "ab Bolivien wirst du kein Problem mehr haben finanziell!" Wo soll David denn vorher ein Problem haben? ich lebe in Suedamerika - aber deinen Beitrag zum Finanziellen verstehe ich einfach nicht.

Gruesse, Mattes
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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon david90 » Montag 10. Februar 2014, 14:52

gonethou hat geschrieben:Hi,

Möglich ist das schon. Aber du müsstest entweder fliegen, oder sehr lange Busfahrten in Kauf nehmen. Und Südamerika ist groß. Da fährst du bald mal eine Nacht durch, oder auch länger.

Wie ich an der Reiseroute sehe, magst du nur die Highlights des jeweiligen Landes sehen. Das finde ich schade, weil du in den 4 Monaten, durch Argentinien, Chile, Bolivien, Peru und Ecuador, also 5 Länder reist. Oft wird in diesem Forum empfohlen, pro Land mindestens ein Monat einzuplanen. Das würde ich dir auch empfehlen. Vielleicht, dass die Route schon in Peru endet?

Ich weiß nicht wann du fahren willst, aber bedenke - so du um Sommer fährst - dass im Sommer bei uns, dort Winter ist, gerade wenn du nach Ushuaia fliegen willst, dort ist es recht kalt. D.h. du brauchst viel Kleidung, die du später nicht mehr benötigst.

@Finanzielles
Wer weiß, was nun wieder auf Argentinien zu kommt mit der hohen Inflation. (siehe Nachrichten) Das ist echt spürbar in der Brieftaschen der Reisenden :( ab Bolivien wirst du kein Problem mehr haben finanziell. Außer Touren, die sind überall teuer, aber ohne ihnen ginge es nicht!


Danke für deine ausführliche Antwort. Lange Busfahrten würden mir nichts ausmachen, aber ich sehe, dass vier Monate etwas knapp sein könnten für meine Route. Andererseits mag ich Ecuador nicht auslassen, also könnte ich auch schauen ob sich fünf Monate ausgehen. 1 Monat pro Land scheint vernünftig zu sein.

Wegen der Jahreszeit: Ich hatte eigentlich ursprünglich vor Ende März zu fahren, nur ist mir beruflich was dazwischengekommen und so hab ich mal die Reise verschoben, aber nicht aufgehoben ;)

Finanziell habe ich doch relativ viel angespart für diese Reise (rund 6000 €), ich denke mal dass dieser Beitrag reichen sollte, oder wäre das zu optimistisch eingeschätzt?
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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon Mattes » Montag 10. Februar 2014, 17:40

david90 hat geschrieben:Finanziell habe ich doch relativ viel angespart für diese Reise (rund 6000 €), ich denke mal dass dieser Beitrag reichen sollte, oder wäre das zu optimistisch eingeschätzt?


David, leider kann ich dir zu deiner Reiseroute nichts sagen, wohl aber zu den Preisen:

aber ja doch, natuerlich reicht das "dicke", selbst wenn der Flug aus der Heimat da noch mit drin ist. Insbesondere in Argentinien wird es ja immer guenstiger fuer dich, da die Waehrung ja weiter abschmiert.

Als ich vor ein paar Jahren nach Kolumbien kam, da hab ich gar nicht gewusst, wie ich da haette mehr als 1.000 Euro im Monat ausgeben koennen. Gut, inzwischen ist Cartagena teurer geworden, weil jeder Tourist hierher will (ausser DU, hihi) - aber es immer noch guenstig.

Ich gehe jetzt zum Mittagessen: Suppe, Hauptgericht, Fleisch, Reis, Salat, gebratene Bananenscheiben, Getraenk Agua Panela und zum Abschluss eine Obstbanane. Zahlen werde ich 7.000 Pesos - das sind 2,50 Euro. Ich bin sicher: in Bolivien wirst du soviel nicht zahlen

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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon Pantitlan » Montag 10. Februar 2014, 20:23

Wobei du bei den Reisekosten mit recht starken regionalen Unterschieden rechnen musst. Meine Südamerikaerfahrungen liegen zwar etwas mehr als zehn Jahre zurück, aber ich denke, das hat sich nicht grundlegend geändert. Mich hat beispielsweise überrascht, wie viel teurer Lima war als andere Städte in Peru. Und ich meine damit nicht nur Hotels, sondern auch solche Dinge wie eine Flasche Cola ein Abendessen oder ganz einfach ein Stadtbus. Bolivien war dann noch einmal ein Stück günstiger.

Ich weiss nicht, wie sich die Preise entwickelt haben. Damals habe ich als studentischer Backpacker pro Tag etwa 30 Franken (damals noch 20 Euro) ausgegeben. Allerdings war ich sehr günstig unterwegs. Du hast ja ein Tagesbudget von 50 Euro. Das sollte locker reichen.

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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon david90 » Montag 10. Februar 2014, 23:39

Mattes hat geschrieben:
Als ich vor ein paar Jahren nach Kolumbien kam, da hab ich gar nicht gewusst, wie ich da haette mehr als 1.000 Euro im Monat ausgeben koennen. Gut, inzwischen ist Cartagena teurer geworden, weil jeder Tourist hierher will (ausser DU, hihi) - aber es immer noch guenstig.



Muss man so sein wie jeder Tourist? ;) Aber Kolumbien habe ich nicht in meiner vorläufigen Route drinnen, weil ich da doch mehr Bedenken wegen der Sicherheit habe als bei anderen Ländern in Südamerika. Aber vielleicht kannst du mich ja da eines Besseren belehren ;)
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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon Mattes » Mittwoch 12. Februar 2014, 10:40

david90 hat geschrieben:Aber Kolumbien habe ich nicht in meiner vorläufigen Route drinnen, weil ich da doch mehr Bedenken wegen der Sicherheit habe als bei anderen Ländern in Südamerika. Aber vielleicht kannst du mich ja da eines Besseren belehren ;)


Nee, David, da kann ich dir nichts Besseres sagen. Da ich nicht wie Du umherreise, kann ich lediglich zu "meiner" Stadt etwas sagen, zu Cartagena:

Ich bringe das mal in einem Extra-Faden. Vielleicht kommt ja irgendwann mal wieder eine Anfrage.

Cartagena in Kolumbien
topic14682.html

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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon gonethou » Montag 17. Februar 2014, 04:25

Und was heisst: "ab Bolivien wirst du kein Problem mehr haben finanziell!" Wo soll David denn vorher ein Problem haben? ich lebe in Suedamerika - aber deinen Beitrag zum Finanziellen verstehe ich einfach nicht.

Naja, zum einen denke man an den Staatsbankrott 2001. Für Argentinien und dessen Einwohner sicher nicht lustig, in so kurzer Zeit wieder vor einer ähnlichen Situation zu stehen. EIn trauriger Smiley scheint mir angebracht.
Andererseits kostet eine Tagestour zum Beispiel einen Haufen Geld. Ich kann jetzt nur für die Region Mendoza sprechen. Das kostet mal 750 Peso (nach dem offiziellen Währungskurs also etwa 100€) für einen Ausflug mit Pferden. Dasselbe kannst du in Bolivien für 10-15€ machen :D Jetzt der fröhliche Smiley.

Aber natürlich ein Tipp für alle Argentnienreisende: Massenhaft Euro mitnehmen. Am besten soviel, dass ihr kein einziges mal was abheben müsst. Am Schwarzmarkt kriegt man so bis zu 12 Peso/€. In offiziellen Wechselstuben, so 7-8 Peso/€. Beim Geldabheben kriegt man klarerweise den offiziellen Währungskurs.

Und was heisst: "ab Bolivien wirst du kein Problem mehr haben finanziell!" Wo soll David denn vorher ein Problem haben? ich lebe in Suedamerika - aber deinen Beitrag zum Finanziellen verstehe ich einfach nicht.

Ob dus glaubst oder nicht. In eIner Woche Chile war ich um 220€ ärmer. Da gabs aber keine Touren oder so. Nichtmal ein anständiges Mittagessen :D. In Argentinien sind die Preise ähnlich, obwohl ich fast glaube, dass Chile Teurer war. In Bolivien/Peru ist es schon deutlich günstiger. In Ecuador ist es durch den Dollar etwas Teurer als in den beiden letztgenannten. Und Kolumbien ist aus irgendeinem Grund ein Stückchen teurer als Ecuador, vor allem der Transport. So sind zumindest meine persönlichen Erfahrungen mit den Ländern.

Finanziell habe ich doch relativ viel angespart für diese Reise (rund 6000 €), ich denke mal dass dieser Beitrag reichen sollte, oder wäre das zu optimistisch eingeschätzt?


Bedenke, dass der Flug nach Südamerika auch recht teuer ist. Unter 1000€ eher nur offseason. Wenn du allerdings flexibel bist, gibt es immer auch recht günstige Flüge. Flüge in Südamerika, auch wenn du vielleicht keine nehmen willst, sind verdammt teuer. Also einmal La Paz - Lima ist nicht wie Wien - Berlin. Die kosten das 3-5x fache. Inlandflüge sind aber meistens recht günstig.

aber ja doch, natuerlich reicht das "dicke", selbst wenn der Flug aus der Heimat da noch mit drin ist. Insbesondere in Argentinien wird es ja immer guenstiger fuer dich, da die Waehrung ja weiter abschmiert.

Ich bin mir da nicht so sicher. Bin kein Wirtschaftswissenschafter, nicht mal ökonomisch wirklich interessiert, deswegen reine Spekulation. Ich denke aber, dass die Inflation weiter steigen wird. Die ist ja schon so bei 25%. Das ist ein Wahnsinn. Dort sind Preise wie bei uns, nur dass die Bevölkerung nicht annähernd das verdient, was wir verdienen. Habe einen argentinischen Arzt kennen gelernt, der gerade sein erstes Jahr im Krankenhaus arbeitet. Kommt so auf 3000 Peso, pro Monat, wenn ich mich nicht irre. Klar, er hat ja erst angefangen. Das dürfte trotzdem schon ein sehr gutes Gehalt sein. Ich verstehe nicht, wie das alles zusammenkommt. Naja... Das war mein Gedanke zum Tag. :mrgreen:
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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon sandsturm » Montag 17. Februar 2014, 17:36

Vielen Dank für die tollen Ausführungen, Gonethou. Nur noch ein kleiner Hinweis zur Inflation. Für Leute mit ausländischen Devisen spielt das nicht unbedingt eine grosse Rolle. Wenn die Währung 25 Prozent an wert verliert und die Waren deswegen in Peso eine 25 prozentige Preiserhöhung erleben, dann sind ja für uns Ausländer mit unseren Dollar, Euros oder Schweizer Franken alle Waren genau gleich teuer geblieben. Wobei im Falle von Argentinien ja vermutlich die Inflation eine Folge davon ist, dass es teurer wird, Produkte auf dem Weltmarkt zu kaufen. Dann müsste ja eigentlich die Inflation erst nach dem Währungsverfall folgen und dadurch das Land leicht günstiger werden. Das ist aber alles nur Spekulation, weil natürlich recht viele Faktoren zusammenspielen.

Bitte keine PN. Ich beantworte gerne jede Frage. Aber nur solche, die im Forum gepostet sind, sonsts bringt das ja nicht allesn etwas.
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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon Mattes » Montag 17. Februar 2014, 17:45

Dann erlaubt mir mal, dass ich das etwas deutlicher bringe:

es gibt fuer einen touristen unter oekonomischen Gesichtspunkten derzeit nichts besseres, als sein Geld in Argentinien auszugeben. Denn er erhaelt ja mit jedem weiteren Waehrungsverfall fuer den gleichen Dollar- oder Eurobetrag MEHR WARE und MEHR DIENSTLEISTUNG.

Oder, wenn er nicht mehr Ware oder Dienstleistung will, dann erhaelt er halt die gleiche Ware oder die gleiche Dienstleistung billiger, sogar viel billiger.

Also, @David, nicht wie hin! Ich sagte es ja schon :lol:

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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon Mattes » Dienstag 25. Februar 2014, 14:30

Nur um nochmals deutlich zu machen, dass der waehrungsverfall Argentinien fuer Touristen GUENSTIGER macht, Chile uebrigens auch. Es gab ja hier im Faden ein Smiley, das man gegenteilig haette interpretieren koennen.

Zitat aus SPON von heute, 25.2.14: Touristen können in manche Länder derzeit besonders günstig reisen, weil die Währung stark abgewertet wurde. Argentinien, Indien, Chile, Türkei - nicht nur diese Ziele waren noch vor einem Jahr erheblich teurer.
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/gue ... 55378.html

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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon Radiobemba » Mittwoch 2. April 2014, 20:44

Ich rate dir davon ab, nach Ushuaia zu reisen. Für argentinische Verhältnise enorm teuer und total mit Touristen überfüllt. Würde an deiner Stelle lieber in den Torres del Paine Nationalpark nach Chile. Viel beeindruckender finde ich. Ebenfalls auslassen oder möglichst kurz halten würde ich Santiago und dafür ein paar Tage nach Valparaiso.

Weiter kann ich empfehlen:

Puerto Madryn: Gemütliches Städtchen bei der Peninsula Valdes. Glattwale, Orcas, Delfine, Pinguine, Seelöwen, Seeelefanten...kurz: vermutlich der beste und beeindruckenste Ort in Südamerika für Besuche in der Tierwelt. Bin da viel viel länger hängen geblieben, als ich es mir je hätte vorstellen können.

Schiffsreise von Puerto Natales (Torres del Paine) nach Puerto Montt: wunderschöne, dreitägige Reise auf einer Lastwagenfähre durch die Fjorde Patagoniens. Die etwa 20 Stunden auf dem offenen Pazifik waren zwar zum Teil der blanke Horror, aber dafür sahen wir Blauwale, Delfine und Seekrankheit ist nachträglich auch eine witzige Erfahrung.

Chiloé: wunderschöne, ruhige Insel im Norden Patagoniens

Pucon: zwar enorm touristisch und etwas teurer als das restliche Chile, aber Besteigungen von Vulkanen, Hotsprings und Cannyoning machen eine Reise dorthin wert

Mendoza: Weinhochburg Südamerikas, herrvorragende Restaurants, allgemein gemütliche Stadt mit tollen Menschen. Dazu der Aconcagua in der Nähe

Und natürlich ganz wichtig in Argentinien: dein gesamtes Budget für diese Land in Dollars oder Euros mitnehmen und in BsAs auf der Strasse wechseln, da erhälst du manchmal fast 80% mehr als auf der Bank.
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Re: 4 Monate Südamerika - Reiseroute realistisch?

Beitragvon Fritzchen0815 » Freitag 21. August 2015, 15:46

Die Reiseroute ist in 4 Monaten schaffbar!

Geld: Für AR alles in Cash mitnehmen und "schwarz" tauschen! Gibt aktuell 50% mehr. Mehr Infos dazu in den FAQs hier: http://www.recoleta-holding.com/reisen-erleben

Ushuaia sollte man einmal gesehen haben - 2 Tage reichen aber aus...

Busfahren in SA ist auf jeden Fall eine bequeme Angelegenheit! Ich bin einmal von Lima per Bus nach BuenosAires gefahren - zwar mit ganz kurzen Stops - aber insgesamt 5 Tage on the road (und die Nächte auch)... aber mit einem dicken Akku fürs Handy, den richtigen Simkarten für jedes durchfahrene Land und viel Zeit mit mir und meinen Gedanken ist es eine schöne Strecke :-)
Fritzchen0815
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