Einsteigerin und viele Fragen :)

Ein langsam anwachsendes Forenthema...

Einsteigerin und viele Fragen :)

Beitragvon butterfly1992 » Sonntag 10. November 2013, 07:02

Hallo :)
Ich heiße Manu (Manuela), bin 21 Jahre alt und möchte das kommende Jahr etwas rumreisen.
Mein Freund muss arbeiten, meinen Hund werde ich mitnehmen.

Mein Grund: Ich sehe es als guten "Therapieweg" um meine Angsterkrankungen zu bekämpfen-Ich bin mir sicher, meiner Psyche im Allgemeinem würde es auch sehr gut tun. Zudem sehe ich es als Herausforderung: was ist wichtig, was nicht?

Jetzt meine Fragen:
Ich habe sowas noch nie gemacht-möchte es aber auf jeden Fall das kommende Jahr machen. Welcher Zeitraum wäre denn für Anfänger geeignet, also für wie lange?
Ich bin da mir noch unsicher, möchte mich weder unter- noch überschätzen.
Was würdet ihr mir als Einsteigerin empfehlen, wie/wo ich starten sollte und wo es enden sollte, also als Ziel ;) Ich hoffe das sich bis dahin noch jemand findet, der mit mir gehen möchte. Mit Begleitung würde ich mir auch mehr zutrauen ;)

Da ich versuchen möchte, mit so wenig Geld wie möglich zu Reisen, möchte ich auf einen Flug verzichten. Eigentlich möchte ich überhaupt nur laufen. Für schöne Tage ist Zelten eine tolle Idee (wobei das ja nicht so legal ist). Aber was mach ich bei Regentage? Wo überhaupt das Zelt aufschlagen? Und wenn ich schon in März loswandern möchte, dann ist es auch kalt. Habe Bedenken wegen meinem Hund, er kann ja nichts dafür :D Wie sieht es mit der Hygiene aus? Und mit wie viel Geld sollte man am Tag durchschnittlich rechnen?

Bin Dankbar für viele Infos, Erfahrungen und Ratschläge :)
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Re: Einsteigerin und viele Fragen :)

Beitragvon Mattes » Sonntag 10. November 2013, 10:11

Hallo Manu, gruess dich!

Du hast Angsterkrankungen und willst diese durch eine Wanderung bekaempfen.

Jetzt ist November. Du kannst aber mit den Angsterkrankungen ohne weiteres noch bis Maerz leben, ohne zu wandern.

Du hast Bedenken, dass es im Maerz noch kalt und regnerisch ist.

Nun mein Rat:

Da du noch bis Maerz warten kannst, empfehle ich dir, bis Ende Juli zu warten. Da ist das Wetter besser.

Falls du in Hamburg wohnst, empfehle ich dir, Richtung Langenhorn zu wandern bis du an die Faehre kommst, die zur insel Foehr uebersetzt. Dann solltest du noch etwas auf Foehr wandern und dann die rueckreise antreten.

Falls du woanders wohnst, solltest du eine vergleichbare Strecke nehmen.

Das ist die beste Moeglichkeit, deine Angsterkrankungen zu bekaempfen.

An Geld solltest du pro Tag 13 oder 14 Euro einplanen. 10 Euro waere zu wenig, 15 Euro waere zuviel. Als Notgroschen solltest du noch 200 Euro zusaetzlich mitnehmen, gestueckelt in 4 Scheine a 50 Euro.

Gruesse, Mattes
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Re: Einsteigerin und viele Fragen :)

Beitragvon Pantitlan » Sonntag 10. November 2013, 17:02

Beim Thema sowenig Geld wie möglich ausgeben und fliegen solltest du bedenken, dass die Lebenshaltungskosten anderswo sehr viel tiefer sind. Deswegen ist immer auch die Frage, wie lange du unterwegs sein willst, entscheidend. Denn wenn du pro Tag 10 oder 20 Euro weniger ausgibst, dann hast du den Flug ja nach Preis vielleicht nach zwei Wochen wieder amortisiert.

Kennst du eigentlich das Buch "100 Tage Heimat"? Das ist von Jens Franke und er ist hundert Tage lang mit einem Hund durch Deutschland gewandert. Vielleicht findest du das ja inspirierend. Hier den Link zu einem Interview, das ich mit ihm vor ein paar Wochen geführt habe: http://weltreiseforum.com/blog/100-tage ... utschland/

Ich hab das Buch zur Vorbereitung des Interviews bis zur Hälfte gelesen. Für mich war es nicht so wahnsinnig interessant, weil ich halt schon recht viel Reiseerfahrungen hab, Deutschland für mich nicht das Traumziel ist und ich Hunde eher weniger mag. Aber es ist gut geschrieben und sauber redigiert. Ich könnte mir vorstellen, dass es dir gefällt, dich inspiriert und vielleicth auch ein paar deiner Fragen beantwortet.

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Re: Einsteigerin und viele Fragen :)

Beitragvon butterfly1992 » Sonntag 10. November 2013, 19:23

Mattes hat geschrieben:Hallo Manu, gruess dich!

Du hast Angsterkrankungen und willst diese durch eine Wanderung bekaempfen.

Jetzt ist November. Du kannst aber mit den Angsterkrankungen ohne weiteres noch bis Maerz leben, ohne zu wandern.

Du hast Bedenken, dass es im Maerz noch kalt und regnerisch ist.

Nun mein Rat:

Da du noch bis Maerz warten kannst, empfehle ich dir, bis Ende Juli zu warten. Da ist das Wetter besser.

Falls du in Hamburg wohnst, empfehle ich dir, Richtung Langenhorn zu wandern bis du an die Faehre kommst, die zur insel Foehr uebersetzt. Dann solltest du noch etwas auf Foehr wandern und dann die rueckreise antreten.

Falls du woanders wohnst, solltest du eine vergleichbare Strecke nehmen.

Das ist die beste Moeglichkeit, deine Angsterkrankungen zu bekaempfen.

An Geld solltest du pro Tag 13 oder 14 Euro einplanen. 10 Euro waere zu wenig, 15 Euro waere zuviel. Als Notgroschen solltest du noch 200 Euro zusaetzlich mitnehmen, gestueckelt in 4 Scheine a 50 Euro.

Ich wohne im Odenwald ;)
Leider belustigen es meine Eltern, was mich auf einer Seite ärgert, aber auf anderer Seite mir den Anstoß gibt, nicht noch weiter vergeblich versuchen mit Medikamenten meine Ängste zu bekämpfen.

Mit dem Geld muss ich schauen. Wenn ich meine Wohnung weiter bezahlen würde (dann zum Glück nur die Kaltmiete) dann hätte ich für den Tag 15€. Würde ich so März/April los gehen (dann wohl für 6-7 Monate) könnte ich mir überlegen, ob es nicht "kluger" wäre, meine Wohnung zu kündigen. Dann hätte ich auf jeden Fall Geld zum Ansparen um mir dann ein neues Zuhause zu suchen.

Wegen der Zeit, es ist ja wirklich nicht gerade kurz. Meine Eltern sind der Meinung, ich solle erst mal mit einer Wanderung zu ihnen starten. Ich glaube sie verstehen nicht, dass es mir nicht direkt um das Wandern geht, sondern einfach mit dem Wandern meiner Angsterkrankung entgegen zusteuern. Also, ich bin mir sicher, dass meine Ängste und auch die Symptome nicht innerhalb von einem Wochenende verschwinden werden-und solang würde ich nicht mal zu ihnen brauchen.
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Re: Einsteigerin und viele Fragen :)

Beitragvon butterfly1992 » Sonntag 10. November 2013, 19:37

Pantitlan hat geschrieben:Beim Thema sowenig Geld wie möglich ausgeben und fliegen solltest du bedenken, dass die Lebenshaltungskosten anderswo sehr viel tiefer sind. Deswegen ist immer auch die Frage, wie lange du unterwegs sein willst, entscheidend. Denn wenn du pro Tag 10 oder 20 Euro weniger ausgibst, dann hast du den Flug ja nach Preis vielleicht nach zwei Wochen wieder amortisiert.

Kennst du eigentlich das Buch "100 Tage Heimat"? Das ist von Jens Franke und er ist hundert Tage lang mit einem Hund durch Deutschland gewandert. Vielleicht findest du das ja inspirierend. Hier den Link zu einem Interview, das ich mit ihm vor ein paar Wochen geführt habe: http://weltreiseforum.com/blog/100-tage ... utschland/

Ich hab das Buch zur Vorbereitung des Interviews bis zur Hälfte gelesen. Für mich war es nicht so wahnsinnig interessant, weil ich halt schon recht viel Reiseerfahrungen hab, Deutschland für mich nicht das Traumziel ist und ich Hunde eher weniger mag. Aber es ist gut geschrieben und sauber redigiert. Ich könnte mir vorstellen, dass es dir gefällt, dich inspiriert und vielleicth auch ein paar deiner Fragen beantwortet.

Ja, da hast du recht. Das sagte mir eine Bekannte auch immer, wenn sie zB nach Thailand flog.
Mein Freund sagte mir sogar, er würde mir den Flug bezahlen, denn so könnte ich meine Englischkenntnisse aufbessern und festigen. Aber ich hab auch echt Bammel vor dem Fliegen :oops:

Nein, das Buch kenne ich nicht, hört sich aber sehr interessant an :)
Das Interview bestätigt meine Bedenken, wegen meinem Hund. Aber ohne ihn geht es nicht los ;)
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Re: Einsteigerin und viele Fragen :)

Beitragvon Pantitlan » Montag 11. November 2013, 00:01

Ja, da hast du recht. Das sagte mir eine Bekannte auch immer, wenn sie zB nach Thailand flog.
Mein Freund sagte mir sogar, er würde mir den Flug bezahlen, denn so könnte ich meine Englischkenntnisse aufbessern und festigen. Aber ich hab auch echt Bammel vor dem Fliegen :oops:


Wenn du sieben Monate in Europa rumreisen willst, dann wird dich das finanziell mehr oder weniger ruinieren. Ich weiss nicht, wie stark deine Flugangst ist. Die meisten können sich irgendwie überwinden und gegen starke Flugangst gibt es auch spezielle Seminare. Vielleicht wäre das was für dich?

Da du ohnehin eher länger unterwegs sein willst, kannst du dir auch überlegen ob du überhaupt fliegen willst. Du könntest beispielweise mit der Transsibirischen Eisenbahn nach China fahren. Oder du könntest über die Türkei und den Iran nach Indien. Es gibt da eigentlich recht viele möglichen Routen. Du musst halt schauen, was dich am meisten interessiert.

Nein, das Buch kenne ich nicht, hört sich aber sehr interessant an :)
Das Interview bestätigt meine Bedenken, wegen meinem Hund. Aber ohne ihn geht es nicht los


Ja, ein Hund ist sicherlich ein kleines Problem auf Fernreisen. Du müsstest in den möglichen Ländern die genauen Vorschrift anfragen. Grundsätzlich ist es schon möglich Tiere mitzunehmen. Sie brauchen einfach bestimmte Impfungen und müssen je nach dem ein paar Tage in die Quarantäne.

Ich halte die Schwierigkeiten übertrieben, die der Buchautor nennt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so schwer ist, unterwegs Futter für den Hund zu finden, zumindest nicht in Skandinavien, wo eh viele Leute Haustiere halten.Sein grösstes Problem war ja, dass er in Skandinavien stark abseits wandern wollte und deswegen PRovinantlager hätte anlegen müssen. Bei einer anderen Art zu reisen, wäre das kaum nötig gewesen.

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Re: Einsteigerin und viele Fragen :)

Beitragvon butterfly1992 » Montag 11. November 2013, 14:55

Pantitlan hat geschrieben:Wenn du sieben Monate in Europa rumreisen willst, dann wird dich das finanziell mehr oder weniger ruinieren. Ich weiss nicht, wie stark deine Flugangst ist. Die meisten können sich irgendwie überwinden und gegen starke Flugangst gibt es auch spezielle Seminare. Vielleicht wäre das was für dich?

Da du ohnehin eher länger unterwegs sein willst, kannst du dir auch überlegen ob du überhaupt fliegen willst. Du könntest beispielweise mit der Transsibirischen Eisenbahn nach China fahren. Oder du könntest über die Türkei und den Iran nach Indien. Es gibt da eigentlich recht viele möglichen Routen. Du musst halt schauen, was dich am meisten interessiert.

Ich bin noch nie geflogen. Meine Angst kommt von den ganzen traumatischen Dokus :roll:
Hört sich blöd an, aber wenn ich daran denke, kommt gleich der Gedanke
"Und wenn du dann drinnen sitzt wird dies und das passieren"..
Selbst vor der Autofahrt nach Kroatien (Zadar-Punta Mika) hatte ich extreme Angst.
Auch, weil ich Angst hatte eine Panikattacke im Auto zu bekommen, wo mein Freund nicht anhalten könnte. Letztendlich habe ich schnellauflösendes Tavor bekommen. Aber die habe ich erfolgreich daheim vergessen und es war auch nicht schade drum. Ich habe vor der Fahrt nicht Schlafen können und hab dafür dann meine Ängste "verschlafen". So würde es bei einem Flug bestimmt auch aussehen. :mrgreen: Ich bin auch ehrlich gesagt vorsichtig in anderen Ländern.
Das wäre ein Schritt, wo ich mir sagen würde (abgesehen von Österreich und einen Abstecher in Basel) dass dieser zu groß für mich wäre. Ich habe von Deutschland noch nicht wirklich viel gesehen. Denke, es wäre mal toll, Schwarzwald, Eifel, aber auch Köln, Berlin, Emden etc. zu sehen.

Pantitlan hat geschrieben:Ja, ein Hund ist sicherlich ein kleines Problem auf Fernreisen. Du müsstest in den möglichen Ländern die genauen Vorschrift anfragen. Grundsätzlich ist es schon möglich Tiere mitzunehmen. Sie brauchen einfach bestimmte Impfungen und müssen je nach dem ein paar Tage in die Quarantäne.

Ich halte die Schwierigkeiten übertrieben, die der Buchautor nennt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so schwer ist, unterwegs Futter für den Hund zu finden, zumindest nicht in Skandinavien, wo eh viele Leute Haustiere halten.Sein grösstes Problem war ja, dass er in Skandinavien stark abseits wandern wollte und deswegen PRovinantlager hätte anlegen müssen. Bei einer anderen Art zu reisen, wäre das kaum nötig gewesen.
Okay, beim Futter hätten wir das Problem, dass meiner vieles nicht verträgt. Aber jedes Land/jede region hat ja nicht nur 1 Futtersorte.
Wo ich mir Gedanken mache, ist wegen den Krankheiten. Klar, die kann er hier auch bekommen,
aber hier könnte ich mich mit einem Tierarzt unterhalten, anstatt ich in Süd-Italien, China oder so wäre ;)
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Re: Einsteigerin und viele Fragen :)

Beitragvon Mattes » Montag 11. November 2013, 17:46

butterfly1992 hat geschrieben: Okay, beim Futter hätten wir das Problem, dass meiner vieles nicht verträgt


auweia, Angsterkrankungen beim Frauchen, Magen- Darmerkrankungen beim Huendchen..

Na, ob es da wirklich eine tolle Idee ist, monatelang auf Reisen zu gehen?

aber ok, wenn ja alles der "Therapie" dienen soll, dann halt mal rein ins kalte Wasser. ich drueck die daumen... :mrgreen:

Gruesse, Mattes
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Re: Einsteigerin und viele Fragen :)

Beitragvon Pantitlan » Montag 11. November 2013, 18:35

Was du auch machen kannst: In den Schweizer Alpen gibt es überall Hüttel des Alpenclubs. Da kannst du sehr, sehr günstig unterkommen. Ich glaube, das letzte Mal als ich dort war, bezahlte ich etwa 10 Euro pro Person. Da kannst du dann von Hütte zu Hütte wandern. Es ist allerdings ziemlich abgelegen.

Ansonsten weiss ich natürlich nicht, wie du mit deiner Angst am besten umgehst. Ich denke, dass du du dich ihr am besten einfach stellst. Wenn du dann postive Erfahrungen machst, wird sie sich wohl legen.

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Re: Einsteigerin und viele Fragen :)

Beitragvon sjavik » Donnerstag 28. April 2016, 22:23

Übrigens... Ich habe auch was Interessantes gefunden. Ich wusste früher nicht, dass man Check in online machen kann, wenn wir mit Flugzeug reisen. Das ist möglich bei mehreren Fluggesellschaften.
Link habe ich auch. Hier gibt es Infos über Eurowings, aber nicht nur..
http://online-check-in.org/fluggesellschaft/eurowings/

Und noch meine Frage, wer benutzt welche Fluggesellschaft?
sjavik
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