Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Japan das Land der aufgehenden Sonne: hier kann man zu den unterschiedlichen Themen im asiatischen Reiseland posten.

Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon Ink » Mittwoch 31. Juli 2013, 15:11

Hallo Leute,
ich plane im Oktober meine erste Japanreise. Möchte so 10 Tage in Tokio verbringen und die umliegende Gegend ( Kamakura ) an 1,2 Tagen erkunden.
Ich wuesste gerne ob es notwendig ist,fuer den Zeitraum und den unwahrscheinlichen Fall einer Krankheit/Unfalls, eine Auslandsreiseversicherung abzuschliessen?Jetzt wird mir sicher jeder antworten "sicher ist sicher ".
Aber ist es denn ueberhaupt notwendig ,wenn sowieso dieses Gesundheitsabkommen zwischen Deutschland und Japan besteht und erstmal selber zahlen, das muesste ich ja sowieso?
Gibt es keine Moeglichkeit so medizinisch behandelt zu werden ( Notfall ) und was kostet so eine Behandlung ( Beispiel : habe eine Lebensmittelvergiftung )? Gibt es im Notfall die Moeglichkeit ueber die deutsche Botschaft an einen Arzt zu kommen? Dumme Fragen, aber ich ueberlege eben ob ich mir die 70 Euro fuer den Auslandsversicherungsschutz nicht auch sparen kann...

Dann habe ich noch eine Frage zu Hotels:
Kann mir jemand ein guenstiges und zentral gelegenes Hotel oder Hostel empfehlen, wo ich ein Privatzimmer mit eigenem Bad bekommen kann ?
Ich hatte online das Asakusa Hotel watou gefunden,kennt das jemand?

Bedanke mich fuer eure Antworten:)
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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon Pantitlan » Mittwoch 31. Juli 2013, 15:25

Das ist natürlich eine Entscheidung, die du selber fällen musst, indem du die Gefahren gegen die 70 Euro abwägst. Grundsätzlich halte ich für Tokyo eine sehr sichere Stadt. Die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls oder eines gesundheitlichen Notfalls ist eher gering. Aber man weiss es halt nie.

Der Arzt, den dir die Botschaft nennt, hilft dir nicht sehr viel weiter. Das ist halt einfach jemand, den man dort kennt und von dem man weiss, dass er etwas taugt und vor allem auch mindestens Englisch oder besser noch Deutsch spricht. Wenns aber um den Preis geht, fährst du wohl günstiger, wenn du einfach in ein gewöhnliches Krankenhaus gehst.

Zum Abkommen kann ich nicht viel sagen, weil ich das nicht kenne. Aber du hast ja bestimmt eine Krankenkasse in Deutschland, oder? Ich würde mal bei denen kurz anrufen und sie nach der Deckung im Ausland fragen.

Bei meiner Versicherung in der Schweiz ist es so, dass die Behandlungskosten im Ausland übernehmen, wenn die Reise eine bestimmte Dauer nicht überschreitet. Dabei gilt, dass die Kosten nur so weit bezahlt werden, wie sie in der SChweiz kosten würden.

In den USA kann dich so eine Klausel natürlich finanziell ruinieren, weil die Pflegekosten dort etwa doppelt so hoch sind wie in Europa. In Japan liegen die Preise meines Wissens nach auf etwa europäischem Niveau. Du müsstest also unter Umständen etwas dazuzahlen, aber nicht den ganzen Betrag.

Am besten klärst du das aber mit deiner Krankenkasse direkt ab und lass uns wissen, was die dazu meinen. Das interessiert mich nämlich auch.

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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon Ink » Mittwoch 31. Juli 2013, 15:44

Ich habe jetzt gelesen das es wohl zwischen Deutschland und Japan kein Gesundheitsabkommen wie mit den Usa und Kanada gibt.Wusste nichtmal was es sowas mit Kanada gibt,denn ich habe mir damals eine Auslandskrankenversicherung zugelegt :x .
Ich weiss nicht wo ich so etwas gelesen habe,aber irgendwo hatte ich das mit dem Gesundheitsabkommen gelesen?!
Dann waere das beste wohl doch so eine zusaetzliche Versicherung... Weiss sonst noch jemand was?
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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon Ink » Mittwoch 31. Juli 2013, 15:48

@pantitian
Meine Krankenkasse zahlt komplett oder anteilig Behandlungen in aussereuropaeischen Ausland.Japan faellt da also leider nicht darunter. Hatte halt nur mal von diesem Gesundheitsabkommen gelesen und dachte deshalb das es dann dort Sonderregelungen gibt.
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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon Hobbit » Samstag 10. August 2013, 09:34

Also mit der AOK Auslandskrankenversicherung (6 € im Jahr!) werden 100% der Kosten zurück erstattet.

Wenn ihr nett fragt, bekommt ihr die sogar bis zu zwei Jahre als 'werbegeschenk' kostenlos. Gut, vllt geht das nur bei Geschäftskunden, aber Fragen kostet nichts.
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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon lorisko » Samstag 10. August 2013, 13:46

Hi!

Ich finde 10 Tage recht wenig. Der Flug ist mal wirklich nicht ohne und ich war mal 21 Tage dort. Es war etwas zu lang, aber man konnte ich alles anschauen und nach dem Flug auch erst einmal etwas entspannen.

Bei den Hotels musst du richtig aufpassen. Es gibt günstige, was am Ende jedoch einfach nur eine "Kapsel" ist, in der man übernachtet.
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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon oleg » Sonntag 11. August 2013, 08:29

Bei den Hotels musst du richtig aufpassen. Es gibt günstige, was am Ende jedoch einfach nur eine "Kapsel" ist, in der man übernachtet.

Ich habe eher die Erfahrung bei Suchen gemacht, dass die Kapselhotels teurer sind als die normalen Hotels. Es liegt wohl gerade am Trend. Ansonsten habe ich für mein Einzelzimmer ca 30-35€ gezahlt + 5-6€ für Frühstück.
Natürlich waren die Zimmer klein, aber das ist normal in Japan. Und du bist ja auch nicht da um dir die Hotel anzuschauen.
10 Tage ist wirklich schon an der Grenze - ich war immer 13-14€ Tage. Habe mir aber auch einen vollen Plan gemacht und alle 2-3 in die Stadt gewechselt.
Ansonsten kannst du dir gern meinen Bericht aus 2011 durchlesen http://www.traveltalk.weltreiseforum.com/topic12643-60.html.

Also mit der AOK Auslandskrankenversicherung (6 € im Jahr!) werden 100% der Kosten zurück erstattet.

Dem kann ich mir auch nur anschließen. Ich musste zwar bis jetzt nur in Frankreich diesen Schutz nutzen, aber Japan ist auch kein Problem. Einfach vorher nachfragen. Nach meiner Rückkehr hat es nur 4 Tage gedauert und ich hatte das Geld wieder. Allerdings ging es auch so schnell, weil ich auch bei der AOK Krankenversichert bin. Bei einem Freund hat es etwa 4 Wochen gedauert - durch die zwei unterschiedlichen Krankenkasse.
... deshalb ist es nicht mal notwendig , dass du bei AOK versichert bist. Du kannst den Auslandskrankenschutz dort auch so "kaufen".
In Vorkasse musst du allerdings immer gehen.

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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon lorisko » Sonntag 11. August 2013, 20:13

oleg hat geschrieben:
10 Tage ist wirklich schon an der Grenze - ich war immer 13-14€ Tage. Habe mir aber auch einen vollen Plan gemacht und alle 2-3 in die Stadt gewechselt.


War bei mir nicht anders. Wenn man zum ersten mal dort ist, dann kann man sich nicht vorstellen, was man dort alles machen kann. Dann ist man da und merkt - Oh F***, hier gibt es ja richtig viel. Daher lieber paar Tage mehr und notfalls kann man sich manche Sachen doppelt anschauen, bevor man sich ärgert.
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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon urlaubsjunkie » Sonntag 5. Januar 2014, 16:16

Das hängt auch von deinem gesundheitlichen Zustand ab. Natürlich kann immer was passieren, aber manche Menschen sind einfach etwas zarter und haben chronische Krankheiten und kleinere Probleme, die durch die äußeren und anderen Umstände verschlechtert ODER verbessert werden.
Auch das Alter spielt eine Rolle. Ich würde das auch in die Überlegung mit einbeziehen. Ich glaube so mit 20, kerngesund und nur auf der Reise ohne Adrenalin Aktivitäten würde ich ohne eine Versicherung reisen.
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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon Mattes » Sonntag 5. Januar 2014, 19:46

urlaubsjunkie hat geschrieben:Ich glaube so mit 20, kerngesund und nur auf der Reise ohne Adrenalin Aktivitäten würde ich ohne eine Versicherung reisen.


Na, und wie alt biste denn jetzt, @Junkie? Damit wir hier nicht nur von wenn und falls reden :roll:

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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon niemehrsorgen » Montag 6. Januar 2014, 13:03

Ich denke man sollte sich immer so gut es geht absichern, ansonsten hat man doch hinterher nur ärger falls halt doch mal was passiert. Und meistens passiert dann doch was wenn man eben nicht abgesichert ist :D
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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon Mattes » Montag 6. Januar 2014, 15:03

niemehrsorgen hat geschrieben:Ich denke man sollte sich immer so gut es geht absichern, ansonsten hat man doch hinterher nur ärger falls halt doch mal was passiert. U


Jetzt versteht man auch, warum du dich "niemehrsorgen" nennst: du hast gegen alles, aber auch wirklich alles, eine Versicherung! :D

Darf man fragen, wie viel Versicherungen du so hast, @niemehrsorgen?

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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon oleg » Montag 6. Januar 2014, 17:36

urlaubsjunkie hat geschrieben:Auch das Alter spielt eine Rolle. Ich würde das auch in die Überlegung mit einbeziehen. Ich glaube so mit 20, kerngesund und nur auf der Reise ohne Adrenalin Aktivitäten würde ich ohne eine Versicherung reisen.


Meine Versicherung bei der AOK kostet mich 5,95€ pro Jahr. Ich glaube dass ist kein Betrag über den man sich Gedanken machen sollte, sondern einfach abschließen und beruhigt reisen.

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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon Mattes » Montag 6. Januar 2014, 19:38

oleg hat geschrieben:Meine Versicherung bei der AOK kostet mich 5,95€ pro Jahr.


@Oleg, dazu zwei Anmerkungen:

1. Du zahlst mit Sicherheit an deine AOK WESENTLICH mehr, wahrscheinlich einige hundert Euro IM MONAT.

2. Fuer die ZUSAETZLICHEN 50 Cent im Monat, von denen du sprichst (wahrscheinlich irgendein Reise-Zusatz), wirst du in Japan keine Abdeckung haben. Und um Japan geht es hier.

Schau einfach mal in die AGB; du wirst staunen, was fuer die 50 Cent pro Monat alles NICHT versichert ist. (ich kenne mich da ein bisschen aus; hab schon oft Reise-Versicherungen abgeschlossen, aber noch nie eine fuer insgesamt 50 Cent im Monat. Denn sowas gibt es nicht).

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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon Pantitlan » Montag 6. Januar 2014, 22:32

1. Du zahlst mit Sicherheit an deine AOK WESENTLICH mehr, wahrscheinlich einige hundert Euro IM MONAT.


Solche Zusatzversicherungen sind in der Regel tatsächlich relativ günstig, weil du ja in der Zeit, in der du im Ausland krank wirst, nicht gleichzeitig in Deutschland krank werden kannst und trotzdem die Grundversicherung für Deutschland weiterhin zahlen musst. So wird das Risiko für die Krankenkassen nicht wesentlich grösser, allenfalls können die Behandlungskosten höher sein - wobei es ja auch Orte gibt, wo die medizinische Versorgung billiger ist. USA und Kanada sind deswegen meistens ausgeschlossen. Japan ist nach meiner Erfahrung eingeschlossen, allerdings kenne ich die konkrete Versicherungsleistung dieser Police der AOK nicht.

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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon inna220 » Sonntag 19. Januar 2014, 19:03

Gibt keine dummen Fragen. Nur dumme Antworten :D

Also mein Bruder ist selbstständig und hat über die AOK für lächerliche 6 Euro / Jahr eine Auslandskrankenversicherung bekommen. Ist halt zusätzlich aber wirklich unglaublich günstig.
Und ja - ich meine pro Jahr. Gilt für alle Personen die in der Familienversicherung mit drin sind und für jeweils 1 Jahr. UNd ja, weltweit.

Selbst würde ich keine abschließen. Bin selten krank und das Risiko in den 14 Tagen krank zu werden nehm ich auf mich.
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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon robbe » Sonntag 19. Januar 2014, 20:10

Kann das mit der Zusatzversicherung fürs Ausland nur bestätigen. Ich bezahle 5€ pro Jahr. Allerdings bin ich auch noch familienversichert, keine Ahnung wie das sich darauf auswirkt.
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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon oleg » Montag 20. Januar 2014, 10:44

Mattes hat geschrieben:
oleg hat geschrieben:Meine Versicherung bei der AOK kostet mich 5,95€ pro Jahr.


@Oleg, dazu zwei Anmerkungen:

1. Du zahlst mit Sicherheit an deine AOK WESENTLICH mehr, wahrscheinlich einige hundert Euro IM MONAT.


selbstverständlich hast du Recht - ich meinte meine Auslandskrankenversicherung (um die ging es ja auch hier im Betrag).
Ich hab extra bei der AOK angefragt, ob Japan dabei ist und es wurde mir bestätigt.

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Re: Frage zu Arztbesuch/Notfall und Unterkuenften in Tokio

Beitragvon JapanFan » Donnerstag 23. Januar 2014, 14:52

Nachdem ich bereits drei Mal in Japan beim Arzt war, hier ein kurzer Erfahrungsbericht:

1. Ohrenarzt: Nach einem Konzert hatte ich ziemliches Ohrensausen und bin am nächsten Tag zum Ohrenarzt. Untersuchung kostete 5000 Yen und die Medikamente (bei der Apotheke zu holen und genau auf die Dauer der Einnahme abgezählt) noch mal knapp 2000 Yen.

2. Praktischer Arzt: Meine Mutter hatte sich in Yudanaka bei den Schneeaffen stark verkühlt (ich hatte die Gasheizung in der Nacht abgedreht und in der Früh hatte es gefühlte 5 Grad in der Unterkunft. Meine Mutter ist allerdings als es noch warm war aus ihrem Futon raus...
Jedenfalls zum Arzt mit hohen Fieber. Lungenröntgen, Lungenfunktionstest (die wussten sofort, dass sie raucht) und generelle Untersuchung. Resultat: knapp vor der Lungenentzündung. Medikamente (abgezählt) und Fieber-Chart zum mitnotieren bekommen, damit wir das einem Arzt in Tokyo geben können falls die Medikamente nicht wirken. Alles im allen um die 7000 Yen (ich seh hier einen Trend).

3. Klinik auf Iriomote: In der Nacht aufgewacht und alles ausgekotzt (mehrmals). In der Früh mit Ach und Krach mit dem Auto in die näheste Klinik geschleppt und dort gefühlt ewig gewartet (vermutlich nur 30min, aber wenn's einem schlecht geht...). Der Arzt war super nett, hat mich untersucht und Darmgrippe diagnostiziert (die ging grad um, laut ihm). Ich hab meine Medikamente bekommen (abgezählt mit genauen Instruktionen plus einem Zettel mit Info was enthalten ist in den Medis). Gezahlt habe ich... glaub 5000 Yen. Nach zwei Tagen ging's mir wieder gut.

Ich möchte hier dazu sagen, dass ich ganz passabel Japanisch spreche. Ich kann nicht beurteilen wie das ganze abläuft wenn man sich nicht kommunizieren kann. Der Ohrenarzt konnte etwas Deutsch (das lernend die immer noch auf der Medizin, aber nicht so ausführlich wie vor längerer Zeit anscheinend), bei den anderen, keine Ahnung. Hab's nicht probiert.

Worauf ich hinaus will: Die Kosten für einen relativ normalen Arztbesuch sind überschaubar. Aber das sind sie ja bei uns auch. Wo's teuer wird ist wenn man einen Unfall hat und ins Spital muss, oder plötzlich schwer krank wird. Und ja, vielleicht ist es unwahrscheinlich, aber in dem Fall das sowas passiert möchte ich mir keine Sorgen drüber machen was das kostet und wenn's geht möchte ich dann auch so schnell wie möglich nach Hause geflogen werden und so ein Ambulanzjet (oder auch nur Krankentransport im Linienflugzeug) kostet eine Menge Geld.

Ich hab grad nachgeschaut: Bei der Europäischen (Reiseversicherung) kostet das €49,- bis 17 Tage weltweit für eine Person, oder 99,- für die Familie (2 Erwachsene und bis zu 5 Kinder, müssen nicht verwandt, verheiratet oder verschwägert sein).

Da ist inkludiert, dass man bei Krankenhausaufenthalten die länger als 3 Tage dauern sagen kann man mag heim geflogen werden (sofern die Ärzte das okay geben). Da ist inkludiert, dass mein Flug umgebucht wird, wenn ich den Rückflug verpasst habe durch meine Krankheit/meinen Unfalls. Das ich Nachreisen kann (wenn man z.B. mit der Gruppe oder einem Schiff unterwegs war). Also nicht nur die Kosten für den Aufenthalt.

Und was nicht zu unterschätzen ist: die halten auch die Angehörigen informiert darüber wie's mir geht. Fliegen die sogar raus zu mir wenn ich länger im Krankenhaus bleiben muss. Haben einen Arzt vor Ort der mir auf Deutsch erklärt was los ist.

Das sind alles natürlich Worst-Case Szenarios. Aber wegen einem Arztbesuch wie die drei oben beschriebenen schließe ich keine Versicherung ab. Auch keine für 6 Euro im Jahr. Ich hatte in all den Fällen eine Reiseversicherung abgeschlossen und ich hätte das Geld zurückholen können, aber das war es mir die Zeit für das Geld nicht wirklich wert.

Ich schließe eine Reiseversicherung ab für den Worst Case. Damit falls was passieren sollte, ich mir nicht um oben genannte Punkte den Kopf zerbrechen muss (bzw. meine Angehörigen).

Wie das jeder hält ist natürlich jedem selbst überlassen. Da ich aber im Reisebüro arbeite hatte ich bereits Fälle wo die Leute sehr glücklich waren eine Versicherung abgeschlossen zu haben. Auch persönlich hatte ich bereits einen Fall, wo ich sehr froh war das eine Versicherung abgeschlossen wurde und das sich die Versicherung darum gekümmert hat meiner Mutter zu helfen und mich als Angehörige die ganze Zeit informiert hat was grad los ist.

Mir ist es das deswegen trotz der Kosten jedes Mal wert.

JapanFan
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