Reisebericht nach drei Wochen Myanmar sowie Fotos

Französischkurs in den ehemaligen französischen Kolonien (Laos, Vietnam und Kambodscha) gefällig? Oder doch lieber auf der Road to Mandalay pilgern und ein Beer Lao trinken?

Reisebericht nach drei Wochen Myanmar sowie Fotos

Beitragvon Indrid Cold » Samstag 19. Januar 2013, 18:47

Myanmar-Reisende könnten meinen, dieses Land sei nie eine Diktatur gewesen, so offen, modern und vernetzt präsentiert sich das Land. In den Städten und sogar kleineren Orten wie Hsipaw besitzen zahlreiche Menschen ein Mobiltelefon, Internetkaffees existieren z. T. schon seit sechs Jahren, viele Hotels bieten WiFi an um auch die iPhone-süchtigen Touristen freundlich zu stimmen und Jugendliche färben die Haare, tragen moderne Kleiner und Jeans (oder trinken am Unabhängigkeitstag mal zu viel und prügeln sich fast, Gesichtsverlust garantiert). Überall kann man Fotos von Obama mit Aung San Suu Kyi sehen sowie T-Shirts mit dem Gesicht der Lady. Ihre Partei findet man fast überall.

Desto weniger überrascht es einen, das zwar nicht Hello Kitty aber dafür die angry birds Myanmar erobern: Sei es auf coolen Jeans, Kleinern, Hüten, als Ballon oder Spielzeug. Sie sind überall. Das bekannte iPhone-Spiel ist hier begehrt und schon zu einer Marke geworden. Auch der Hit des südkoreanischen Stars Psy hat es in die letzten Winkel kleiner Dörfer geschafft. Es mutet schon kurios an, wenn man im Nirgendwo in einem kleinen Shan-Dorf plötzlich kleine „Gangnam Style“ imitierende Kinderchen erblickt oder selber von ihnen mit Handy-Kameras abgelichtet wird. So hat es mich nicht mehr erstaunt, bei der Shwedagon-Pagonde auf dem Boden kniende junge Frauen zu sehen, die statt beten mit dem Smartphone beschäftigt waren.

Das moderne Zeitalter scheint auch hier angekommen zu sein. Eigentlich muss mich so was gar nicht mehr wundern, haben es doch Spongebob (als Spielzeug) und auch Äffchen Paul Frank (als Einfasspapier) schon ins kommunistische Nordkorea geschafft.

Myanmar ist anders als Südostasien. Anders als Vietnam, Laos und Kambodscha. Es herrscht ein Völker- und Religionsmix. In Yangon kann man Moscheen, Synagogen, Kirchen, Freikirchen (Heilsarmee), chinesische Tempel, Hindu-Tempel und Sikh-Tempel sehen. Neben den vielen Pagoden und Stupas. Ganz verschleierte arabische Frauen, bärtige Muslime, sehr dunkelhäutige Menschen (wohl von Indien und Bangladesch) und asiatisch aussehende Menschen mal in traditionellem Tuch und religiöser Schminke im Gesicht oder modern in Rock und Jeans. Junge Frauen mit westlicher Wellenfrisur und weiss geschminkter Haut. Stark klimatisierte Kinos zeigen Filme wie The Life of Pi in exzellenter 3D-Qualität (nur die Tatsache, das die Leute für die Nationalhymne aufstehen überrascht etwas), Dounts und Marmor-Cake-Stücke findet man überall wie auch Soda, Cola und Co.

Myanmar ist teurer als seine Nachbarländer, zumindest was Übernachtungen angeht und es herrscht eine Hotelzimmerknappheit. Ausserdem denkt sich zur Zeit wohl fast jeder Reisende, dass er jetzt im Moment der Öffnung nach Myanmar reisen sollte um nichts zu verpassen. Dabei vergisst man gern, dass sich so viel nicht ändert. Ich habe mehrere Touristen getroffen, die schon vor fünf und elf Jahren in Myanmar waren. Abgesehen von Handys/Internet/etwas mehr Autos hätte sich nicht sonderlich viel verändert. Hat sich das Leben des Normalbürgers durch die Öffnung verbessert? Wahrscheinlich nicht, ausser man ist im Tourismusgewerbe angestellt.

In Zahlen gesehen reisen noch nicht so viele Menschen nach Myanmar, aber die meisten konzentrieren sich halt auf die Höhepunkte des Landes und dementsprechend touristisch kommen dem Reisenden einige Orte vor.
Unbekannte Orte oder Gegenden, die nur abenteuerlich, eingeschränkt (mit Guide) oder nur mit vorab beantragter Genehmigung bereist werden können sowie die Sperrgebiete beinhalten wohl noch Orte, die traumhaft schön sein müssen. Unberührte Natur.
Ich denke, dass man eher erst in einigen Jahren nach Myanmar reisen sollte. Dann sind andere Orte einfacher erreichbar und nicht nur wenige Teile des Landes. Ausserdem existieren dann mehr Hotels, Preise und Zimmermangel nehmen ab, der Touristenstrom geht mehr auseinander. Denn die Höhepunkte des Landes sind schon jetzt voll Touristen. Ob das in Zukunft dort ein paar mehr sind kommt nicht drauf an. Und wenn man beobachtet, wie schnell die Geldinstitute ATMs aufstellen, mit Visa und Maestro kein Problem, dann wird man in ein paar Jahren überall an Geld kommen können.

Auf dem Land hat es mir persönlich viel besser gefallen als in den Städten, aber wegen schlechter Vorbereitung bin ich doch z. T. sehr lange in den Städten geblieben. Busse sind sehr modern und bringen die Einheimischen und Touristen von einem Ort zum anderen. Inlandflüge sollte man meiden und die Eisenbahn kann man nehmen wenn man auf Abenteuerlust steht wie z. B. auf der 16-stündigen Nachtstrecke Yangon-Bagan. Das war ein Erlebnis.



Yangon:
In Yangon kann man sich gut mal die Stadt einen halben Tag lang ansehen, dann die grosse Shedagon-Pagode besuchen. Unbedingt auch bei Nacht, dann ist es viel schöner und interessanter. Östlich der Pagode findet man einen grossen Park, in dem man ausspannen kann. An einem zweiten Tag könnte man einen Markt besuchen und dann mit der Circle Line genannten Eisenbahn drei Stunden lang rund um den Grossraum Yangon fahren. Der Zug hält überall und man kann auch aussteigen und später wieder zusteigen. Hier sieht man schon mehr als in der modernen Stadt. Abgesehen ev. vom Hafen und einer Überfahrt des Flusses zur anderen Seite um Dörfer zu besuchen hat die Hauptstadt nicht mehr zu bieten.

Bagan:
Nach 16-stündiger wackliger und kalter Nacht in der Upper Class nach Bagan. In Neu-Bagan hat es deutlich weniger Touristen als in Nyaung U, dafür ist man weiter weg vom Bahnhof und den Busstopps. Dafür ist man für den Sonnenuntergang besser dran von der Lage her. Die vielen Tempel erkundet man am besten selber mit dem Fahrrad. Die Kutscher sind zu teuer und man möchte doch auch mal irgendwo länger verweilen, ausruhen, entspannen, mit anderen Leuten plaudern. Dabei rate ich, nicht spezielle Pagoden oder Stupas anzufahren, sondern einfach drauf los und die Heiligtümer anzusteuern, die einem gefallen. Die ganz grossen werden auch von Touristenbussen angesteuert. Für Sonnenuntergänge muss man sich erkundigen, wo es am schönsten ist. Und wie man dann im Dunkeln wieder zurück kommt. Falls der Reifen platt ist findet sich übrigens immer jemand, den ihn reparieren kann.
Bagan hat mich nicht so beeindruckt wie z. B. Angkor in Kambodscha. Auch hier in Bagan sind bei den in Strassennähe befindlichen Pagoden und bei den ganz grossen überall Souvenier-Verkäufer präsent. Eine Gemeinsamkeit mit Angkor.

Was ich verpasst habe war eine längere Schiffstour am dem Irrawaddy. Zum Beispiel von Bagan nach Mandalay oder umgekehrt. Das wäre sicherlich schön gewesen. Ich nahm jedoch den Bus und blieb dann etwas zu lange in Mandalay. Das merkt man vor allem am Husten abends, weil die Luft so schlecht ist.

Mandalay:
In Mandalay gibt es im Gegensatz zu Yangon auch Motorradtaxifahrer und man kann, im Gegensatz zu Bagan, auch Motorräder ausleihen. Oder ein Fahrrad, wenn man sich in den Verkehr traut. Sehr interessant ist Mandalay in der Nähe des Flusses. Slum-mässige Hütten direkt hinter der Promenade am Ufer sind interessant. Auch die Märkte in flussnähe und einige kleine Strassen, die wie Dörfer anmuten (alles aus Holz, Müll, Schweine uw.).

Was man gesehen haben muss ist der Mandalay Hill. Gemütlich empor gehen, einen interessanten Schwatz mit einheimischen Studenten oder Mönchen halten und auf den Sonnenuntergang warten. Stadt, Hügel sowie ein, zwei Pagoden oder Tempel kann man in einem Tag meistern. Der restaurierte Königspalast lohnt sich nicht. Ich habe mir nur die Mahamuni-Pagode angeschaut, weil an der Buddha-Figur so viel Plattgold klebt, das sie schon arg deformiert ist. Ausserdem kann man sich ausserhalb des Tempels in den Seitenstrassen unter frischer Luft für nicht mal 50 Rappen die Haare schneiden lassen (und zwar gut).

Fast obligatorisch mutet ein Tagesausflug in die nahe Umgebung an. Statt Fahrrad nahm ich mir hier einen Motorradtaxifahrer. Zuerst sahen wir uns in Amarapura das gemeinsame Frühstück der Mönche in einem Kloster an. Leider machten es die Hunderten von Touristen, die rücksichtslos drauf los fotografierten, die ganze Atmosphäre kaputt. Die armen Mönche müssen das jeden Tag durchstehen, mein Beileid. Ich liess meine Kamera weggesteckt.
Dann fuhren wir nach Sagaing. Interessante Stahlbrücke zum Überqueren und netter kleiner Hügel mit Pagode und Aussicht. Mehr nicht. In Inwa (früher Ava) hat man einen schrägen Turm von Myanmar (früherer Wachturm) sowie einige Kloster. Man erreicht den Ort über den Fluss mit einer kleinen Fähre. Auch nichts Aussergewöhnliches.

Der Höhepunkt war der Sonnenuntergang bei der längsten Teakholzbrücke der Welt. Einfach schön zu sehen, gut zum fotografieren. Sobald es dunkel ist verschwinden die Menschenmassen und man kann die Brücke überschreiten.

Inwa und Sagaing muss man nicht gesehen haben. Amarapura lohnt sich eher und ist mit dem Fahrrad einfach erreichbar. Man könnte z. B. am Morgen mit dem Fahrrad nach Amarapura, das Mönchs-Frühstück und Umgebung anschauen, am Nachmittag nach Mingun (siehe weiter unten) zur grössten Pagode der Welt (inkl. Schiffsfahrt) und am Abend den Sonnenuntergang in Amarapura geniessen.

Pyin U Lwin:
Mit dem Bus ging es dann ins nicht so weit entfernte aber höher gelegene und deshalb nachts kühle Pyin U Lwin. Nach zwei, drei Stunden ist man dort. Der Ort selber ist klein und ebenfalls touristisch. Das merkt man an den vielen alten Western-Kutschen sowie ständiger Angebote. Aber die Umgebung ist ein Traum. Der Anisakan-Wasserfall ist mit einem Ab- und Aufstieg verbunden. Der botanische Garten eine Pracht, sehr schön und auch interessant, die Binnentouristen zu erleben. Nette Restaurants im Ort. Hier hätte ich einen Tag länger bleiben sollen (für die Umgebung, Pwe Kauk-Wasserfälle, die Höhlen).
Netter Treffpunkt ist das Golden Triangle Cafe & Bakery eines Amerikaners, der gerne Geschichten aus seinen frühen Reisen aus Afghanistan (vor dem Sowjeteinmarsch) und anderswo beschreibt.

Von hier aus kann man die Bahn nehmen Richtung Hsipaw. Wer nicht über zehn Stunden in einem Zug hocken möchte, sollte dies hier versuchen. Man startet morgens und kommt dann am Nachmittag in Hsipaw an. Dabei überquert man den berühmten Gokteik-Viadukt. Die Fahrt war sehr schön, man sah viel und es war interessant. Nur wenige Rucksackreisende waren in der ordinary class (wenn man von der Touristengruppe in der upper class mal absieht). Ein älterer Mönch machte die ganze Zeit Fotos von uns mit seinem alten Handy und suchte – wie auch andere – das Gespräch.

Hsipaw:
Hsipaw selber war dann nochmals schöner und zusammen mit Pyin U Lwin und dem Inle-See mein Höhepunkt der Reise. Denn im Gegensatz zu Pyin U Lwin sind die Leute hier noch authentischer, man bekommt nicht alle paar Meter Angebote für Motorrad, Taxi und Touristen-Kutschen gibt es hier gar nicht. Der Ort selber ist klein und gemütlich. An der Hauptstrasse ass ich das beste Essen in drei Wochen Urlaub (BBQ-Restaurant), Mr. Charles Hotel ist genial in allen Punkten (abgesehen von den Guides, aufpassen vor zu hohen Priesen nach der Tour! Einfach nicht mehr bezahlen!) und man kann hier viel machen. Einen Tag nutzen wir für den Marsch über den Friedhof zum Wasserfall um zu baden. Dabei seiht man gemütliche Häuschen, Landleben, Natur. Leider auch Müllverbrennung hinter dem Friedhof. Tags darauf fuhren wir mit Fahrrädern wieder am Friedhof vorbei zu den heissen Quellen. Dieser Weg war schöner, folgt er ständig einem kleinen Bach, man sieht Dörfchen, Häuschen usw. Am Ende konnten wir im warmen Wasser baden (neben den Einheimischen) und das war ein gutes Erlebnis. Nur drei Jungs haben sich zu uns vorgewagt um etwas die Neugier zu stillen.
Am dritten Tag machten wir eine der zahlreichen Touren, die Mr. Charles anbietet. Und zwar eine Bootstour auf dem Duthawaddy. Zuerst auf dem Fluss, dann ein kleiner Marsch, Pause im Kloster, dann wieder zurück zum Boot und wieder eine Stunde auf dem Fluss. Danach hat man zwar im Hotel zu viel verlangt, wir haben aber nur den abgemachten Preis bezahlt.
Man könnte auch Trekkings bis drei Tage machen (nach Namshan fahren und dann zurück trekken), was ich empfehlen würde, wenn man die Zeit hat.

Absolutes Muss in Hsipaw sind: Das Black House direkt am Fluss (feine Schokoladenkuchen) und das gleich daneben liegende Club Terrace (sehr feine vegetarische Spring rolls und andere Köstlichkeiten). An der Hauptstrasse nach Mr. Food (sehr gut) in Richtung Süden findet man auf derselben Strassenseite ein BBQ-Restaurant. Das ist das Beste überhaupt! Viel Auswahl, super besucht (von Einheimischen wie Touristen gleichermassen), gute Atmosphäre. Genial.

Wieder Mandalay:
Zurück in Mandalay. Ich wollte Mingun besuchen, wo man die grösste Pagode der Welt bauen wollte, dann aber das Geld ausging und Erdbeben den Bau beschädigten. Ausserdem findet man hier die grösste funktionierende Glocke der Welt. Das schöne ist, dass man ein Boot nehmen kann um diesen Ort zu erreichen. Ich rief eine Touristenführerin an, die man mir empfohlen hatte und das Mädchen (noch nicht mal das Examen fertig um Touristen rumzuführen) hat ihre Sache gut gemacht. Der Ausflug dauerte ca. einen halben Tag. Den Abend nutze ich, um etwas anzuschauen, das jeder sehen sollte, wenn er in Mandalay ist: Die Moustache Brothers (Par Par Lay Comedien). Die „Schnautzbart-Brüder“ und ihr Cousin bieten eine Unterhaltung, wie man sie sonst nicht findet: Tanz, Verkleidung, Witze und politische Satire. Früher tourten sie mit ihrer Show durchs Land und dann machten sie den Fehler, an einem Unabhängigkeitstag vor dem Haus von Aung San Suu Kyi aufzutreten (die damals unter Hausarrest stand). Die Folge: Mehrere Jahre Straflager. Jetzt stehen sie unter Beobachtung und Touristen als Gäste sind ihre Überlebensstrategie: Wenn immer Leute kommen und sich die Show anschauen, Fotos machen und darüber berichten, dann kann die Diktatur nicht zuschlagen. Die Show war amüsant und interessant.

Siehe hier:
http://www.bbc.co.uk/news/magazine-20528893

Nyaungshwe / Inle-See:
Der moderne, saubere und geräumige Bus zum Inle-See fuhr erst abends um 19.00 Uhr los. Ankunft war um halb vier Uhr morgens. Und zwar in Shwenyaung. Elf Kilometer weiter südlich befindet sich ebenfalls ein kleines Kaff am Beginn des Sees: Nyaungshwe. Hier sieht man viele Traveller und die dazugehörigen Begleiterscheinungen (z. B. Pfannkuchen). Aber auch dieser Ort ist ein Traum im Vergleich zu den Städten. Fahrradtour dem See entlang zu Weinfeldern und Dörfern. Pflicht: Bootstour auf dem See inkl. Pagodenwald in Indein (inkl. Markttag, inkl. Unabhängigkeitstag = sehr sehr viele Menschen) mit Besuchen von Märkten und Pagoden. Oder der Zentral-Markt sowie die heissen Quellen in der Umgebung.

Was sich sicherlich lohnt ist auch Kalaw. Mehrere Reisende haben mir diesen Ort empfohlen.


Fotos der Reise:
http://iljajenzer.ch/permanent/2012,201 ... anmar.html




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Re: Reisebericht nach drei Wochen Myanmar sowie Fotos

Beitragvon Pantitlan » Montag 21. Januar 2013, 04:02

Vielen Dank für deinen interessanten Bericht. Ich habe vieles ganz ähnlich empfunden, aber in einem Punkt bin ich nicht so ganz einverstanden. Du schreibst:

Inwa und Sagaing muss man nicht gesehen haben. Amarapura lohnt sich eher und ist mit dem Fahrrad einfach erreichbar.


Sagaing war ich nicht. Aber ich würde auf alle Fälle Inwa besser als Amarapura bewerten. Vielleicht war ich einfach zum falschen Zeitpunkt dort - so gegen Mittag. Aber ich fand Amarapura extrem touristisch. Vor der Holzbrücke ziehen sich die Stände in die Länge und auch auf der Brücke wurde ich immer wieder von Verkäufern angehauen. Das empfand ich als etwas unangenehm, obwohl die Leute/Verkäufer alles andere als Aufdringlich waren.

Inwa hingegen hat für mich eine Art "Ende der Welt"-Feeling, was mir sehr gut gefiel. Der schiefe Turm ist nicht unbedingt eindrücklich, weil er schief ist oder besonders schön oder gross. Aber die Anreise (vor allem wenn man selber mit einem eigenen Motorrad unterwegs ist) ist sehr abenteuerlich. Für mich war das eines der Highlights.

Siehe dazu auch meinen Blog:
http://oli.weltreiseforum.com/mandalay- ... -und-inwa/

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Re: Reisebericht nach drei Wochen Myanmar sowie Fotos

Beitragvon Indrid Cold » Sonntag 3. Februar 2013, 18:45

Ich fahre nicht so gern auf die schnelle mal mit einem Roller, vor allem, wenn es kein Automat ist.

Daher fuhr ich mit einem Motorradtaxi. In Sagaing waren am wenigsten Touristen. Klar, auf dem Hügel bei der Stupa hatte es welche, aber nicht so viele.

In Inwa wie auch in Amarapura habe ich fast nur Touristen gesehen. Bei Inwa war das Problem (wenn man mit der Fähre rüber geht), das man dann fast nur mit der Kutsche weiter kann. Dutzende Kutschen mit dutzenden wenn nicht sogar hunderten Touristen. Und man kann ihnen nicht gross aus dem Weg.

In Amarapura hatte es zwar auch viele Leute, aber die haben sich mehr verteilt. Ich war unten am Fluss und wartete bis Sonnenuntergang. Einige waren mit Booten unterwegs, viele auf der Brücke oder bei den Ständen. Sobald es dunkel ist, sind die Touristenmassen weg.

Ich hätte wohl eher das Fahrrad nehmen sollen, um unabhängig zu bleiben.
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Re: Reisebericht nach drei Wochen Myanmar sowie Fotos

Beitragvon Pantitlan » Sonntag 3. Februar 2013, 18:53

Vermutlich hängt das von der Zeit ab, wann man die Orte besucht. Ich nehme an, dass zum Sonnenuntergang alle Touris zur Brücke gingen. Deswegen hatte es niemanden mehr in Inwa, als ich dort war. In dem Fall würde ich auf alle Fälle empfehlen, die Orte jeweils nicht dann zu besuchen, wenn die meisten andren Touisten auch gerade dort sind.

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Re: Reisebericht nach drei Wochen Myanmar sowie Fotos

Beitragvon andreas249 » Montag 26. Mai 2014, 06:36

Vielen Dank für einen sehr informativen Bericht. hoffe mehr schöne Berichte von dir lesen zu können. Einen schönen Tag!
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Re: Reisebericht nach drei Wochen Myanmar sowie Fotos

Beitragvon Camron70 » Montag 20. Oktober 2014, 14:34

Deshalb würde ich gern von euch wissen, ob eine Reise dorthin empfehlenswert ist? und wenn ja, in welcher Reihenfolge (erst Laos (Vietnam) und dann Kamboscha oder umgekehrt) es besser ist. Habt ihr sonst Alternativen? Ich wollte sonst evtl. nach Malaysia / Indonesien. :D :D

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Re: Reisebericht nach drei Wochen Myanmar sowie Fotos

Beitragvon StephanStephan » Donnerstag 18. Februar 2016, 23:13

Wirklich toll geschrieben. Wer noch Reisetips für das Inselarchipel im Süden sucht ... ich poste viel über das Land hier:

https://www.facebook.com/myanmarhideout/
StephanStephan
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Re: Reisebericht nach drei Wochen Myanmar sowie Fotos

Beitragvon winsel » Mittwoch 1. Juni 2016, 11:49

Ich träume schon lange von Myanmar. Danke für den Bericht :)

Vernunft ist innere Freiheit. - Stanislaw Lem, Der futurologische Kongress, S. 81, Suhrkamp 1979, nach der Übersetzung von I. Zimmermann-Göllheim
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