1 Woche Marokko und ganz viele Fragen

Zwischen Atlas und Nil schier endlose Wüste. Und da wollen sie hin? Wir auch.

1 Woche Marokko und ganz viele Fragen

Beitragvon hhtommyhh » Sonntag 16. September 2012, 21:22

Hallo,

ich (männlich, 26) habe gerade Hin- und Rückflug nach Marrakesch gebucht (5.10. bis 12.10.2012), allerdings weiß ich überhaupt noch nicht was ich dort machen soll. Ich reise alleine, als Backpacker und mich reizt die Stadt Marrakesch und die Wüste.

Im Internet habe ich gelesen, dass es von Marrakesch Ausflüge in die Wüste gibt. Allerdings rät ja das auswärtige Amt von Reisen in die West-Sahara ab. Meint ihr da besteht eine Gefahr für mich?

Ich habe gelesen am schönsten soll folgende Route sein:
Ab Marrakesh über den Hohen Atlas und durch das Tal von Zagora. Am zweiten Tag das Tal des Draa wieder ein stück zurück bis nach Tansikth und am Abend Ankunft in Merzouga wo das Meer Grandes Dunes beginnt. Durch das Tal des Draa soll die schönste Autoroute durch die Sahara sein.

Meine Fragen nun:
-Ist diese Route in der kurzen Zeit machbar?
-Kennt ihr gute Veranstalter für diese Route?
-Ist es gefährlich? Warnung des auswärtigen Amtes: Das Rif-Gebirge sollte nicht allein befahren werden. Insbesondere die Strecken zwischen Chefchaouen über Ketama nach Al-Hoceima sowie die Strasse von Ketama nach Fes sind äußerst problematisch.
Außerdem: potentiell ist der enge Grenzbereich dort (z.B. Oued Draa) nicht harmlos, da der Grenzverlauf seit Jahrzehnten umstritten ist. Dies hat natürlich zur Folge, daß auch für den Reisenden die Situation nicht übersichtlich ist. Ich würde inzwischen diesen Bereich meiden, obwohl gerade er sehr schön ist, da man dort ein wenig Wüstenatmophäre ahnen kann. Ein Teil der vielbefahrenen Pisten, erkennbar an den vielen "Auberge", zwischen Taouz und M'Hamid/Zagora geht vermutlich über algerischen Boden.
→ Liegt das auf dem Weg?

Wenn die Route nicht machbar sein sollte, welche Wüstentrips könnt ihr mir sonst empfehlen? Ich habe auch noch etwas von einer Tour zu Wasserfällen gelesen..

Wie sollte ich dann noch meine weiteren Reisetage planen? Abflug ist am 12.10. wieder ab Marrakesch. Ist es besser die ganze Zeit in Marrakesch zu bleiben und von dort aus die Ausflüge zu planen oder kann ich rumreisen?

Agadir und Essaouira sollen ja auch ganz schön und nicht so weit weg von Marrakesch sein..

Was haltet ihr von Casablanca? Hab dazu geteilte Meinungen gehört, die einen finden es gut die anderen nicht.

Gibt es auch noch irgendwo die Möglichkeit Delphine und Wale zu beobachten?

Dann noch ein paar allgemeine Fragen:
Ist es wirklich ratsam den ganzen Tag lange Kleidung zu tragen, um sich vor Moskitos und der Sonne zu schützen? Muss ich in den Jugendherbergen Angst vor Skorpionen haben? Kann ich das Wasser aus den Supermärkten wirklich trinken oder sollte das auch noch extra durchgekocht werden? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit sich eine Reisekrankheit einzufangen?

So viele Fragen ... hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen!
hhtommyhh
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Re: 1 Woche Marokko und ganz viele Fragen

Beitragvon Pantitlan » Montag 17. September 2012, 03:28

Zu den gesundheitlichen Theman zuerst: Das Wasser aus den Supermärkten kannst du auf alle Fälle trinken. Auch das von Strassenläden. Du solltest dich allerdings darauf achten, dass die Flaschen versiegelt sind. Es gibt nämlich Schaumeier, die alte Flaschen sammeln, mit Leitungswasser füllen und dann wieder verkaufen. In Supermärkten sollte das nicht der Fall sein.

Lange Kleidung ist eine Frage des Respekts. In Marokko trägt niemand Shorts. Kurze Arme gehen, aber ein langes Hemd schützt vor der Sonne. Moskitos sind kein so grosses Problem, wenn ich mich richtig erinnere. Vor allem in den Wüstenregionen wirst du wohl eher Fliegen als Moskitos erwarten müssen.

Die Lage in Westsahara durchblicke ich auch nicht so genau. Aber das Gebiet ist ein ganzen Stück von Marakesch entfernt. Da musst du nicht unbedingt hin, um Wüsten zu sehen. Auch die Riffberge, die zwar sehr schön sind, liegen recht weit von Marrakesch entfernt. Bei nur einer Woche würde ich versuchen, mich ein bisschen auf eine Region zu konzentrieren. Nach Zagora wollte ich damals auf meiner Marokkoreise auch, aber es hat mir leider zeitlich nicht mehr gereicht.

Also ich denke, dass du diese Wüstentour in einer Woche schon machen kannst. Allerdings wirst du dann keine Zeit mehr haben für die Riff-Berge und andere Sachen. Die Strassen sind in Marokko zwar insgesamt recht gut, aber es sind halt eher Hauptstrassen und keine Autobahnen. Ausserdem sind die Distanzen nicht zu unterschätzen.

Wenn du schon in Marrakesch bist, solltest du dir auch diese Stadt ein bisschen anschauen. Die Altstädte in den sogenannten drei Königsstädten sind unglaublich toll. Du kannst dort einfach ein bisschen rumspazieren.

Mir persönlich hat Casablanca mit seiner relativ lockeren und weltoffenen Stimmung sehr gut gefallen.

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Re: 1 Woche Marokko und ganz viele Fragen

Beitragvon hhtommyhh » Montag 17. September 2012, 19:37

Danke für die Antwort.
Meinst du ich sollte dann alles vor Ort planen oder jetzt noch wenn ich in Deutschland bin?
hhtommyhh
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Re: 1 Woche Marokko und ganz viele Fragen

Beitragvon Pantitlan » Dienstag 18. September 2012, 07:20

Es kommt ein bisschen drauf an, was du unter "planen" verstehst. Ich denke, es ist schon sinnvoll, wenn du bei so kurzer Zeit ausrechnest, was machbar ist und wie du von A nach B gelangen willst. Aber viele Sachen kannst du eh nur vor Ort organisieren.

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Re: 1 Woche Marokko und ganz viele Fragen

Beitragvon inasch75 » Mittwoch 19. September 2012, 13:17

Zudem ist es oftmals billiger, wenn du alles erst vor Ort in Marokko buchst und planst. In Institutionen, welche auch von EInheimischen gnutzt werden. Vielleicht kannst du ja schon einmal zu Beginn Kontakte knüpfen. Meine Erfahrung zeigt, dass sie sehr hilfsbereit sind und dir dann bei einigen Dingen bzgl. der Planung echt richtig gut zur Seite stehen.
Viel Glück ;)
inasch75
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