Tokio Ende Mai

Japan das Land der aufgehenden Sonne: hier kann man zu den unterschiedlichen Themen im asiatischen Reiseland posten.

Tokio Ende Mai

Beitragvon sushigirl » Donnerstag 12. Mai 2011, 22:23

Hallo Zusammen,

ich und meine zweitbessere Hälfte haben im Februar einen Schnäppchenflug mit Aeroflot (über Moskau) nach Tokio gebucht.

Durch die Vorkommnisse der letzten Wochen habe ich jedoch ein wenig Bauchweh bei der ganzen Sache ... Kann mir jemand was zur Lage in Tokio sagen? Vor direkter Strahlung hab ich nicht wirklich Angst, ich habe zur Tschernobyl Zeiten auf dem Spielplatz gespielt :wink:
Aber wir sind uns unsicher was das Essen angeht. Wie sieht es mit Gemüse und vorallem Sushi aus? Ich denke zwar, das die betroffenen Regionen zur Zeit eh keine Nahrungsmittel verkaufen / liefern dürfen, aber ich bin doch recht unsicher zur Zeit.

Bis zu dieser Woche hatte die Airline noch das Angebot alle Flüge nach Japan kostenlos zu stornieren oder umzubuchen ... FÜr unseren Abflug Termin am 28.05. ist dies nun nicht mehr möglich, da wir auch einen Tarif haben, der nicht stornierbar/umbuchbar ist, heisst es nun entweder fliegen, oder das Geld ist ganz futsch...

Als Plan hatten wir, uns Tokio und Disneyland anzuschauen (wir sind riesen Disney Fans - ja auch mit Ende 20 noch möglich) Hat jemand schon mal das Disneyland in Tokio besucht? ... wir fliegen am 03.06. wieder zurück, evtl wollten wir noch nach Osaka oder Kyoto (mit dem Zug) Hiroshima würde mich auch sehr interessieren, nur kann ich die Entfernungen schlecht einschätzen so das ich da keine Zeitliche Planung reinbringen kann :( evtl hat hier jmd nen optimierungs Vorschlag zur Tage verteilung!

Hier mal meine Idee 1
28.05 Abflug Brüssel
29.05 Ankunft 12h Mittags - Zugfahrt nach Osaka/Kyoto/Hiroshima
30.05 eine der o.g. Städte erkunden
31.05 am frühen Abend Zugfahrt nach Tokio
01.06 Disneyland
02.06 Tokio
03.06 Rückflug 12h Mittags

28.05 Abflug Brüssel
29.05 Ankunft 12h Mittags - erste Tokio Erkundung
30.05 Disney / Tokio
31.05 Tokio
01.06 Tokio
02.06 Tokio -Umgebung
03.06 Rückflug 12h Mittags

Über eine Antwort bzgl meiner Bauchschmerzen und über Tipps zur Zeitgestaltung würde ich mich wirklich freuen!

Edith ist noch was eingefallen:

Hat jemand einen Tipp, wo man in Tokio mit guter Anbindung an die U-Bahn sauber und günstig schlafen kannß
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Beitragvon Pantitlan » Freitag 13. Mai 2011, 05:08

Wenn du einen längeren Ausflug machen willst, kommt dafür Kyoto am ehesten in Frage. Osaka hat wenig touristisches Potenzial und auch Hiroshima hält sich in Grenzen. Ausserdem ist es auch recht weit weg.

Wenn du aber so wenig Zeit hast, würde ich mir das sparen und nur die Region Tokyo anschauen. Da gibt es recht viel, was ihr unternehmen könnt. Zum Beispiel einen Ausflug ins alte Kamakura und nach Nikko. Das sind schon einmal zwei Tagesausflüge, wenn ihr das ein bisschen gemütlich nehmt. Dann habt ihr noch zwei Tage, um die Stadt selber zu erkundigen. Das ist nicht sehr viel.

Verstrahlung: Gemüse ist wohl kein so grosses Problem. Da weiss man ja, wo es gewachsen ist. Bei Fischen ist es das schwieriger. Du hast ja keine Ahnung, wo der durchgeschwommen ist. Und ich kann mich auch nicht vorstellen, dass jeder Fisch kontrolliert wird. Da wird die Gefahr grösser sein. Wie gross, das kann ich nicht abschätzen.

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Beitragvon PanSe » Freitag 13. Mai 2011, 08:26

Im Moment fliesst ja kein kontaminiertes Wasser ins Meer - das Leck wurde vor einigen Wochen erfolgreich geschlossen. Bei so einem kurzen Aufenthalt muss man sich auch beim Verzehr von Fischen über dem (sehr tief angesetzten) Grenzwert keine Sorgen machen.

J-131 (Jod) hat eine Halbwertzeit von gerade mal 8 Tagen. C-137 (Caesium) liegt bei 30 Tagen.

Ausserdem wird sehr gut kontrolliert und die Japaner selber sind in Sachen Lebensmittel sehr sehr penibel.

Strahlung selber in Tokyo ist absolut normal.

Schöne Reise wünsche ich!
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Beitragvon Pantitlan » Freitag 13. Mai 2011, 10:19

J-131 (Jod) hat eine Halbwertzeit von gerade mal 8 Tagen. C-137 (Caesium) liegt bei 30 Tagen.


Das ist nicht wirklich ein Argument. Die Hälfte von sehr viel ist immer noch viel. Und ein Viertel von Viel ist auch nicht unbedingt wenig. Das Meer war an eigenen Orten schon stark belastet. Wobei ein Fisch, der mitten durch die Brühe geschwommen ist, vermutlich heute eh nicht mehr lebt.

Ausserdem wird sehr gut kontrolliert und die Japaner selber sind in Sachen Lebensmittel sehr sehr penibel.


Das ist sicher so. Aber ich bezweifle, dass jeder Fisch kontrolliert wird. So was gibt es nirgends. Allenfalls gibt es Stichproben.

Wie auch immer: Wenn Du nach Japan gehst, musst du ja was essen. Also versuch, dir am besten nicht so viele Gedanken über allfällige Restgefahren zu machen, denn Restgefahren hast du ja auch in Europa.

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Beitragvon sushigirl » Sonntag 15. Mai 2011, 11:40

sooo, nach ein wenig überlegen haben wir uns entschlossen das ganze in angriff zu nehmen ... wir fliegen also ...

jetz müssen wir nur noch sehen wir wir günstig für 2 Nächte nach Osaka kommen und dann mal sehen wo wir dort und in Tokio unsere Nächte verbringen ... das Bahn Netz sowie die Ubahn ist mir im Moment noch ein Rätsel .. naja evtl lässt es sich entschlüsseln ;-)
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Beitragvon dresden71 » Sonntag 15. Mai 2011, 15:19

Das ist nicht wirklich ein Argument. Die Hälfte von sehr viel ist immer noch viel. Und ein Viertel von Viel ist auch nicht unbedingt wenig. Das Meer war an eigenen Orten schon stark belastet.


Ich habe das mal vor ein paar Wochen in einem anderen Forum durchgerechnet. Bin da mal von 11.500 Tonnen Wasser, das 1.000fach über den Grenzwerten belastet war, ausgegangen (war damals in den Medien). Diese vermeintlich große Menge in Vergleich:

- zum gesamten Pazifik: 1:60 Billion
- zu 1/100 der Fläche von Japan: 1: 12 Million
- Hamburger Hafen bei durchschnittlich 5 m Wassertiefe (keine Angabe gefunden): 1:100.000

Schlussfolgerung: Selbst wenn jetzt 50.000 Tonnen Wasser mit durchschnittlich 10.000 facher Überbelastung in den Pazifik eingeleitet ist, ist vielleicht die Wassermenge vom Hamburger Hafen bis Grenzwert belastet.

Aus meiner Sicht ist vielleicht in 20-30 km um die Einleitstelle das Wasser problematisch. Ansonsten ist die Verdünnung zu groß. Man muss also einen Fisch erwischen, a) der dort gefangen wird oder b) dummerweise vorher dort mal vorbeigeschaut hat. a) wäre Dummheit der Fischer (kann man aber nicht ausschließen) und b) ist statistisches Lebens-Restrisiko.

Aber ich sehe dies einfach mit der Statistik: Bbeide obige Fälle sind genauso wahrscheinlich wie die Wahrscheinlichkeit, dass ich in ein deutsches Resturant gehe und der Koch vor der Bearbeitung meines Steaks gerade auf Toilette war o.ä. (will es jetzt nicht weiter ausführen) - beides möglich aber "das Leben ist eines der gefährlichsten"

Gruss

Matthias
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Beitragvon Pantitlan » Montag 16. Mai 2011, 05:58

Deine Berechnung stimmt natürlich nicht, weil sich das Wasser ja nicht so schnell durchmischt. Es gibt im Wasser zahlreiche Strömungen, welche das belastete Wasser dann an einen anderen Ort tragen. Zudem nimmt die Belastung unter Berücksichtigung der Meeresströmungen im Verhältnis zur Distanz zum Einleitstelle ab. Wenn du also im Umkreis von 20 Kilometer eine 1000-Fache Belastung hast, ist sie in 30 Kilometer noch beim 500-Fachen und 100 Kilometer vielleicht noch beim Zehnfachen usw. Ich glaube, man darf hier nicht einfach verharmlosen und so tun als spiele das keine Rolle. Man muss sich bewusst sein, dass man ein kleines Risiko eingeht, wenn man Sushi ist. Und der Rest ist dann schon so wie du sagst: Das Leben selbst ist gefährlich. Und Sushis sind lecker! :)

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Beitragvon sushigirl » Montag 16. Mai 2011, 20:34

also kleines update ... wir haben unser Hotel gebucht:

Hotel Sunroute Plaza Shinjuku
2-3-1 Yoyogi
Shibuya
Tokyo 151-0053

hatte ganz gute bewertungen und es war wirklich ein guter Preis ...
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Beitragvon dresden71 » Montag 16. Mai 2011, 20:37

Machen wir es doch anders: Auf dem Fischmarkt von Tokyo werden täglich 2.000 Tonnen Fisch umgesetzt - oder 2.000.000 kg oder 6-8.000.0000 Sushimahlzeiten. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit das mein Fisch aus einem Umkreis von 50 km von Fukushima stammt? Oder 50 km Umkreis von der Einleitung eines russischen Ölhafen? Oder den ungeklärten Abwässern einer chinesischen Großstadt? Oder? Oder? Oder?

Also bleiben wir dabei: Sushi ist saulecker und besonders der in Japan. Und ein Restrisiko bleibt immer, selbst wenn ich morgen früh auf die Straße gehe.
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Beitragvon dresden71 » Montag 16. Mai 2011, 20:49

Zurück zum Thema:

Wenn es unbedingt Osaka sein soll hätte ich als Hotelempfehlung das Hotel Hokke Club (Google ist Dein Freund). Recht nah an JR Osaka Station, nah am Vergnügungsviertel und ein einfaches japanisches Bad im obersten Stockwerk. Man muss nur das eine oder andere Lovehotel um die Ecke ignorieren, aber die stören nicht...

U-Bahn-Plan Tokyo sieht kompliziert aus, aber mit den Buchstaben und Nummern geht es doch ganz gut. Die meistens Pläne sind englisch und wenn es garnicht anders geht 5 Minuten hilflos und verwirrt umherschauen - irgendjemand erbarmt sich dann und mit etwas Glück kann er auch Englisch
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Beitragvon gabe » Dienstag 24. Mai 2011, 13:48

dresden71 hat geschrieben:Machen wir es doch anders: Auf dem Fischmarkt von Tokyo werden täglich 2.000 Tonnen Fisch umgesetzt - oder 2.000.000 kg oder 6-8.000.0000 Sushimahlzeiten. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit das mein Fisch aus einem Umkreis von 50 km von Fukushima stammt? Oder 50 km Umkreis von der Einleitung eines russischen Ölhafen? Oder den ungeklärten Abwässern einer chinesischen Großstadt? Oder? Oder? Oder?

Also bleiben wir dabei: Sushi ist saulecker und besonders der in Japan. Und ein Restrisiko bleibt immer, selbst wenn ich morgen früh auf die Straße gehe.

Sau lecker, ehrlich gesagt habe ich letzte Woche in Tokyo überhaupt keine Minute an so ein Problem gedacht. Im weitern kommt der Thunfisch z.B. ja immer weniger aus Japan selber sondern aus den Philippinen und anderen Länder.

sushigirl hat geschrieben:also kleines update ... wir haben unser Hotel gebucht:

Hotel Sunroute Plaza Shinjuku
2-3-1 Yoyogi
Shibuya
Tokyo 151-0053

hatte ganz gute bewertungen und es war wirklich ein guter Preis ...

Das Hotel ist toll. Die Grösse der Zimmer sind sogar für japanische Verhältnisse klein aber die gute Lage machen das wieder gut.

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Beitragvon sky21 » Montag 13. Juni 2011, 12:17

Wenn mein ungeborenes Kind mit einer Missbildung oder sonstiger Behinderung zur Welt kommt, dann kann dies auch andere Ursachen haben und muss nicht mit meiner Japan-Reise in Verbindung stehen.
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Beitragvon gabe » Dienstag 14. Juni 2011, 13:29

sky21 hat geschrieben:Wenn mein ungeborenes Kind mit einer Missbildung oder sonstiger Behinderung zur Welt kommt, dann kann dies auch andere Ursachen haben und muss nicht mit meiner Japan-Reise in Verbindung stehen.
Solange die radioaktive Strahlung auf dem Langstreckenflug um ein vielfaches höher ist als in den von Touristen besuchten Gebieten in Japan würde ich das mal so unterschreiben.

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