Ryugyong Building in Pyongyang

Korea ist das letzte Reiseziel, wo man den Kalten Krieg noch so richtig spürt. Gut für die besondere Art von Erlebnisreisen.

Ryugyong Building in Pyongyang

Beitragvon gabe » Dienstag 8. Februar 2011, 09:37

Gemäss Wikipedia soll am Ryugyong Building wieder gebaut werden. Auch auf dem Foto hier ist klar zu sehen, dass man Fassadenelemente hinzugefügt hat. Das Haus macht jetzt definitiv einen besseren Eindruck.

Bild

gabe @ http://www.gotoasia.ch - Reisen nach China, Korea, Japan und Taiwan

Bild
Benutzeravatar
gabe
Forenveteran
 
Beiträge: 2734
Registriert: Mittwoch 15. September 2004, 18:14
Wohnort: Zurich, Seoul & Bangkok

Beitragvon Pantitlan » Dienstag 8. Februar 2011, 15:05

Bei mir zeigt es das Bild nicht an. Aber das kann auch an der chinesischen Firewall liegen.

Mein neuer China-Reiseblog.
Benutzeravatar
Pantitlan
Site Admin
 
Beiträge: 8137
Registriert: Montag 13. September 2004, 23:14
Wohnort: Beijing (Basel)

Beitragvon gabe » Mittwoch 9. Februar 2011, 12:41

Pantitlan hat geschrieben:Bei mir zeigt es das Bild nicht an. Aber das kann auch an der chinesischen Firewall liegen.

Das wir es vermutlich sein ... Kannst ja mal nach dem Building googeln, da findest Du bestimmt ein schönes aktuelles Bild.

gabe @ http://www.gotoasia.ch - Reisen nach China, Korea, Japan und Taiwan

Bild
Benutzeravatar
gabe
Forenveteran
 
Beiträge: 2734
Registriert: Mittwoch 15. September 2004, 18:14
Wohnort: Zurich, Seoul & Bangkok

Re: Ryugyong Building in Pyongyang

Beitragvon Indrid Cold » Samstag 7. Juli 2012, 14:08

Das Hotel hat wieder eine Fassade, ja. Aber ich glaube (gemäss dem anderen umfangreichen Beitrag hier im Forum), dass der ganze Innenausbau noch nicht fertig ist. Also keine Einlagen für Heizung, Lüftung, Wasser, Strom. Kein Verputz, keine Küchen und Infrastruktur wie Aufzüge usw. fehlen. Aber wissen kann man es ja nicht.

Unsere Reiseleiterin hat uns gesagt, dass wenn wir in ein paar Jahren wieder kommen würden, wir in diesem Hotel übernachten könnten. Ob dies eintreffen wird oder nur eine grosse Portion Optimismus ist, vermag ich nicht zu sagen.

Das Folio der Neuen Zürcher Zeitung hat sich diesen Monat das Thema „Ferien“ ausgesucht und verschiedene interessante Artikel geschrieben (Ferien in einem ehemaligen AKW, Kühe reiten, Waisenhäuser in Kambodscha usw.).

Am Ende haben sie mehrere kleine Artikelchen zu verschiedenen Themen, einen betreffend das Ryugyong-Hotel in Pjöngjang. Ich habe den Text eingescant:


Eine Pyramide in Pyöngyang
Seit die Nordkoreaner die Tür ihres gelobten Landes Ende der 1980er Jahre einen Spalt weit geöffnet haben, rechnen sie mit sehr viel Besuch. Denn ungeachtet der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in denen das Land seit Jahrzehnten steckt, glauben nordkoreanische Kader, ihr System sei phantastisch. Unterstützungsschriften aus der ganzen Welt bestätigen es ihnen: Im Juche-Turm, dem Wahrzeichen der Hauptstadt Pyöngyang, werden in Steinplatten gravierte Jubel¬botschaften aus etwa 90 Ländern ausgestellt. Auch aus der Schweiz, der nicht offiziellen. Die meisten Tafeln datieren aus den 1970er und 1980er Jahren, wenige sind neueren Datums. Die Bevölkerung ahnt nicht, wie der Rest der Welt ihr Heimatland tatsächlich sieht. Die vom Regime kontrollierten spärlichen Informationen, die ins Land tröpfeln, zeichnen ein Zerrbild der Aussenwelt.
Nur so lässt sich erklären, warum Nordkorea 1987 begann, in Pyöngyang eine Megaherberge für 5000 Gäste zu bauen: Der 305 Meter hohe Bau in Pyramidenform mit fünf sich drehenden Re¬staurants an der Spitze sollte das grösste Hotel Asiens werden. Doch nach vier Jahren ging das Geld aus, die Baumaschinen wurden ab¬gezogen, der Platz rundum aufgeräumt, als sei alles erledigt. Zurück blieb ein Betonskelett, gekrönt von einem verrosteten Kran.
Dass die Touristen ohnehin ausblieben, schien niemandem auf¬zufallen. Allein aus der Schweiz, so rechneten Nordkoreas Funktio¬näre einem Reiseveranstalter Ende der 1990er Jahre vor, erwartete man nicht weniger als 50000 Gäste. 2003 kamen genau 13 eidge¬nössische Touristen, dazu ein paar Techniker, Entwicklungsexperten und ein Berner Zahnarztteam. Nicht mal aus dem Nachbarland China strömten Touristen ins Land, obwohl auch das seit 2010 mög¬lich wäre. Die auf Nordkoreareisen spezialisierte chinesische Comfort Travel Co. Ltd. verzeichnete für die diesjährige 1.-Mai-Feier in Nordkorea zehn Buchungen. All das kann die Nordkoreaner nicht irritieren. Nach jahrelanger Bauruhe laufen die Maschinen wieder, in drei bis fünf Jahren soll die Pyramide endlich bereit sein für die Menschenmassen.


Quelle: Folio NZZ Nr. 252, Juli 2012, Seite 46


13 Schweizer Touristen 2003, das ist in der Tat nur eine Handvoll.

Aber wenn das Hotel fertig wird, wäre eine Übernachtung dort sicherlich toll. Es ist nämlich architektonisch sehr schön.
Indrid Cold
Forenveteran
 
Beiträge: 152
Registriert: Samstag 26. November 2005, 22:47
Wohnort: Schweiz

Re: Ryugyong Building in Pyongyang

Beitragvon Indrid Cold » Dienstag 13. November 2012, 22:17

Anscheinend möchte die Kempinski-Hotel-Kette den Betrieb im Ryugyong Hotel erwerben und verhandelt dabei mit Nordkorea. Geplant sei eine Öffnung nächsten Sommer und der Bezug von ca. 150 Zimmern in den oberen Etagen. Man sehe in dem Hotel viel Potenzial nach einer Öffnung des Landes. Habe unten noch zwei Links eingefügbt.

Mal sehen, ob das Hotel bzw. Teile davon wirklich schon nächstes Jahr eröffnet wird.

Habe immer gedacht hinter der Fassade verbirgt sich noch immer ein simpler Rohbau ohne Innenausbau.

http://www.welt.de/reise/staedtereisen/ ... korea.html

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/ ... y/20332187
Indrid Cold
Forenveteran
 
Beiträge: 152
Registriert: Samstag 26. November 2005, 22:47
Wohnort: Schweiz


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste