Als Journalist nach Nordkorea

Korea ist das letzte Reiseziel, wo man den Kalten Krieg noch so richtig spürt. Gut für die besondere Art von Erlebnisreisen.

Als Journalist nach Nordkorea

Beitragvon Meier61273 » Montag 28. Dezember 2009, 01:54

Hallo zusammen,

ich interessiere mich sehr für eine Reise nach Nordkorea. Der Haken an der Sache: Ich bin Zeitungsredakteur. Und als solcher bekomm ich wohl kein Visum. Oder gibts doch eine Möglichkeit? Es geht mir dabei ausdrücklich nicht darum, eine offizielle Arbeitsgenehmigung bekommen. Ich will einfach als Tourist ins Land. Mehr nicht.

Natürlich spielt man auch mit dem Gedanken, einfach einen anderen Beruf anzugeben. Wär das ne dumme Idee?

Grüße!
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Beitragvon Pantitlan » Montag 28. Dezember 2009, 04:49

Das gleiche habe ich mich auch schon gefragt. Ich habe den Eindruck, dass eigentlich recht viele Journalisten einen falschen Beruf angeben und so nach Nordkorea gehen. Ich lese zumindest immer mal wieder einen Reisebericht. Es ist allerdings ein bisschen high risk, denn es ist ja nicht so ganz klar, was passiert, wenn du auffliegst. Es gab da ja kürzlich diese zwei US-Journalisten, die festgehalten wuden und die dann Clinton persönlich herausholte. Wobei dies ja die Grenze illegal überschritten haben, was du ja nicht tun würdest.

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Beitragvon gabe » Montag 4. Januar 2010, 14:47

Vermutlich ist das mit dem Touristenvisum nicht so optimal. Vorallem wenn man beim Googeln des Namens zahlreiche Zeitungsberichte finden würde. Falls das nicht der Fall ist sollte das kaum ein Problem sein. Sehen würde man als Tourist ja vermutlich gleichviel oder sogar etwas mehr als ein Journalist.

Falls man doch offiziel gehen möchte gibt es da wohl lediglich Auskünfte über die Botschaft in Berlin, Bern oder Wien.

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Beitragvon Indrid Cold » Freitag 2. April 2010, 11:18

Gib doch für die Visumanfrage einfach an, dass du Journalist bist. Ich meine, sie können nicht mehr machen als dir das Visum zu verweigern. Und wenn sie es erlauben, ist es umso besser.
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Re: Als Journalist nach Nordkorea

Beitragvon Boracay » Freitag 2. April 2010, 19:46

Meier61273 hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich interessiere mich sehr für eine Reise nach Nordkorea. Der Haken an der Sache: Ich bin Zeitungsredakteur. Und als solcher bekomm ich wohl kein Visum. Oder gibts doch eine Möglichkeit? Es geht mir dabei ausdrücklich nicht darum, eine offizielle Arbeitsgenehmigung bekommen. Ich will einfach als Tourist ins Land. Mehr nicht.

Natürlich spielt man auch mit dem Gedanken, einfach einen anderen Beruf anzugeben. Wär das ne dumme Idee?

Grüße!


Einfach einen ganz normalen Visumantrag aufüllen. Fertig.

Darin gibst du einfach die Warheit an. Wenn die ein Problem damit haben kommen halt Rückfragen, das wars.
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Beitragvon Pantitlan » Samstag 3. April 2010, 18:13

Da kannst du dir auch das Geld für den Visumsantrag sparen. Nordkorea gibt bekanntlich keine Visa an Journalisten. Die Frage ist daher nach wie vor: Wie riskant ist es, etwas falsches anzugeben.

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Beitragvon Indrid Cold » Sonntag 4. April 2010, 23:03

Das Risiko würde ich nicht eingehen!

Man kann bei Visa auch den Grund der Reise angeben. Normalerweise. Ich würde das so angeben mit einem Vermerk, dass man nur privat nach Nordkorea geht. Wenn sie es verbieten hast du Pech, aber ich nehme an, dass das nicht vergleichbar ist mit einer Strafe, die dir blüht, wenn sie vor Ort entdecken, dass du falsche Informationen im Visum angegeben hast.
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Beitragvon Shopgirl_66 » Dienstag 6. April 2010, 12:32

Ich bin bei solchen Angelegenheiten auch immer sehr genau, habe mich aber selber oft schon gefragt, ob die gemachten Angaben eigentlich überprüft werden und wenn ja, wie gründlich...

Ein Mittelweg wäre es hier, anzugeben, du seist Angestellter. Das ist zwar vage, aber nicht gelogen, oder? Evtl. könnte man auch den Ausbildungs- oder Studiumsabschluss angeben, wäre auch keine Lüge.
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Beitragvon Pantitlan » Mittwoch 7. April 2010, 17:33

Ich habe noch nie angegeben, dass ich Journalist bin und hatte nie Probleme damit, obwohl man von mir auch einiges Online findet.

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Beitragvon gabe » Donnerstag 8. April 2010, 09:39

Pantitlan hat geschrieben:Ich habe noch nie angegeben, dass ich Journalist bin und hatte nie Probleme damit, obwohl man von mir auch einiges Online findet.

Hast Du das angegeben als du nach Nordkorea gegangen bist oder in anderen Länder?

Zu illegalen Einreisen nach Nordkorea gabs gerade kürzlich etwas interessantes zu lesen. Das Vergehen ist sicher krässe als den falschen Job auf dem Formular angeben aber in Länder wie Nordkorea wäre ich etwas vorsichtiger.
http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/ve ... y/29773651

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Beitragvon Indiana Goof » Donnerstag 8. April 2010, 09:46

Ein illegaler Grenzübertritt ganz ohne Visum ist aber dann doch noch eine ganz andere Nummer...
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Beitragvon Mencius95 » Dienstag 11. Mai 2010, 03:59

Ich musste damals der Agentur gegenueber, mit der ich nach Nordkorea eingereist bin, eine Erklaerung unterschrieben, dass ich kein Journalist bin (was stimmt) und auch keine Medienveroeffentlichungen nach der Reise machen wuerde.

Es stehen hier auch die Beziehungen der Reiseagenturen gegenueber den nordkoreanischen Behoerden auf dem Spiel. So eine Geschaeftslizenz laesst sich schnell entziehen. Da wurden ja auch jahrelang Kontakte aufgebaut und dementsprechend Vertrauen geschaffen.

Davon mag man nun halten was man will, so ist es aber.

Wenn man mir privat ein Visum verweigern wuerde, waere mir das recht egal, aber da die Regeln eindeutig und ganz klar sind, sollte man sich auch darueber im Klaren sein, was eine Luege, die nachher an's Licht kommt, fuer Konsequenzen fuer andere haben kann.

Was man eventuell versuche kann als Journalist ist mit einer chinesischen Gruppe in die DPRK zu fahren (vielleicht nicht so streng).

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Re: Als Journalist nach Nordkorea

Beitragvon Monica0310 » Mittwoch 20. Juni 2018, 13:34

offiziell als Journalist bekommst du kein Visum... Wenn du hin willst, versuch deinen Beruf zu verstecken. Dafür musst du aber Eier haben ;)
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