Krankenversicherung im Ausland

Wir wollen hier zwar eine wirkliche medizinische Beratung nicht ersetzen, aber hier kann man sich zu gesundheitlichen Problem äussern

Krankenversicherung im Ausland

Beitragvon Uwe » Freitag 23. Januar 2009, 16:55

Hallo,
ich bin neu hier im Forum und möchte gern mal die andere Fans von Fernreisen mal etwas fragen.
Ich möchte mit meiner Freundin im Frühjahr nach Afrika in den Urlaub fahren und freuen uns schon sehr darauf.
Die Unterlagen haben wir schon fat alle beisammen ausser die nötigen Auslandsversicherungen (http :// www .optikur. de/familie /versicherungen /urlaub/reiseversicherung). Und darum dreht sich auch meine Frage an euch:
Welche Versicherung sollte ich unbedingt für Kenia (http :// www .kenya. de) haben und welche ist überflüssig?

Viele Grüße Uwe

EDIT: Links editiert. (Forenleitung aks)
Uwe
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Beitragvon gabe » Freitag 23. Januar 2009, 17:23

Da hatten wir gerade kürzlich eine längere Diskussion darüber. Am besten schaust Du mal hier rein: http://www.traveltalk.weltreiseforum.co ... 10546.html

Ich selber habe keine Auslandkrankenversicherung und würde diese nur bei längerem Aufenthalt in Ländern mit einer teuren medizinischen Versorgung machen (USA, Japan, etc.) da sich das für mich aus meiner Sicht bei kürzeren Aufenthalten nicht lohnt. In vielen Länder sind die Spitäler (auch private) sowieso viel günstiger als bei uns in Zentraleuropa. Ob und gegen was Du dich jedoch schlussendlich versichern möchtest musst Du aber selber entscheiden.

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Beitragvon Alex » Freitag 23. Januar 2009, 17:25

Ich selber habe keine Auslandkrankenversicherung und würde diese nur bei längerem Aufenthalt in Ländern mit einer teuren medizinischen Versorgung machen (USA, Japan, etc.) da sich das für mich aus meiner Sicht bei kürzeren Aufenthalten nicht lohnt. In vielen Länder sind die Spitäler (auch private) sowieso viel günstiger als bei uns in Zentraleuropa. Ob und gegen was Du dich jedoch schlussendlich versichern möchtest musst Du aber selber entscheiden.
Ich dagegen würde auf jeden Fall zu einer Auslandskrankenversicherung raten. Kostet weniger als eine Packung Malarone...

Wenn Du Dir in Afrika beide Beine brichst, weiß ich nicht, ob die heimische Krankenversicherung dann die Behandlung im Heimatland übernimmt. Wage ich sehr zu bezweifeln.

Gruß,
Alex

P.S.: Ähh... soll nicht heißen, dass man dafür auf Malarone verzichten soll... sollte nur die Kosten verdeutlichen.
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Beitragvon gabe » Freitag 23. Januar 2009, 17:28

Alex hat geschrieben:
Ich selber habe keine Auslandkrankenversicherung und würde diese nur bei längerem Aufenthalt in Ländern mit einer teuren medizinischen Versorgung machen (USA, Japan, etc.) da sich das für mich aus meiner Sicht bei kürzeren Aufenthalten nicht lohnt. In vielen Länder sind die Spitäler (auch private) sowieso viel günstiger als bei uns in Zentraleuropa. Ob und gegen was Du dich jedoch schlussendlich versichern möchtest musst Du aber selber entscheiden.
Ich dagegen würde auf jeden Fall zu einer Auslandskrankenversicherung raten. Kostet weniger als eine Packung Malarone...

Wenn Du Dir in Afrika beide Beine brichst, weiß ich nicht, ob die heimische Krankenversicherung dann die Behandlung im Heimatland übernimmt. Wage ich sehr zu bezweifeln.

Gruß,
Alex

P.S.: Ähh... soll nicht heißen, dass man dafür auf Malarone verzichten soll... sollte nur die Kosten verdeutlichen.

Kommt wohl auch darauf an gegen was Du in deiner Krankenversicherung zuhause gedenkt bist und gegen was nicht.

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Beitragvon Alex » Freitag 23. Januar 2009, 17:32

Kommt wohl auch darauf an gegen was Du in deiner Krankenversicherung zuhause gedenkt bist und gegen was nicht.
Wenn der Schadensfall im Ausland stattgefunden hat?

Gruß,
Alex
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Beitragvon gabe » Freitag 23. Januar 2009, 17:41

Alex hat geschrieben:
Kommt wohl auch darauf an gegen was Du in deiner Krankenversicherung zuhause gedenkt bist und gegen was nicht.
Wenn der Schadensfall im Ausland stattgefunden hat?

Gruß,
Alex


z.B.

Aber wie ich schon sagte, das muss jeder selber wissen für was er sich versichern möchte und für was auch nicht. Ich weiss nicht was in Deutschland eine Auslandkrankeversicherung für einen zwei Wochen Urlaub oder das ganze Jahr kostet. Hier in der Schweiz ist die ganze Sache relativ teuer (da bekommt man ein paar Malarone Packungen dafür). Ich selber bin oft unterwegs und wenn ich mir in den letzten 10 Jahren auf jeder Reise eine Auslandkrankenversicherung gegönnt hätte könnte ich mir dadurch mehrere Spitalurlaube leisten da ich viel unterwegs bin.

Im weiteren gibt es verschiedene Kreditkarten welche gewisse Ereignisse decken sofern die Reise mit der Karte bezahlt wurde. Reiseversicherungen decken manchmal Rückführungen etc. ebenfalls. Die Heilung ist dann eine andere Sache.

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Beitragvon Pantitlan » Samstag 24. Januar 2009, 15:43

So weit ich weiss, deckt sowohl die Unfall- wie auch die Krankenversicherung die Behandlungskosten auch im Ausland bis zu den Kosten im Heimatsland. Das hat mir auf jeden Fall meine letzte Versicherung so auf Anfrage erklaert. Allerdings nur fuer eine bestimmte Dauer. Ich hab das aber nicht mehr so genau im Kopf. Frag am besten einmal nach (und schreib uns das Resultat).

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Beitragvon gabe » Samstag 24. Januar 2009, 17:32

Pantitlan hat geschrieben:So weit ich weiss, deckt sowohl die Unfall- wie auch die Krankenversicherung die Behandlungskosten auch im Ausland bis zu den Kosten im Heimatsland. Das hat mir auf jeden Fall meine letzte Versicherung so auf Anfrage erklaert. Allerdings nur fuer eine bestimmte Dauer. Ich hab das aber nicht mehr so genau im Kopf. Frag am besten einmal nach (und schreib uns das Resultat).

In diesem Fall wäre ja eine Auslandkrankenversicherung ja eigentlich nur nützlich wenn man sich im entsprechenden Land pflegen lassen müsste. Das wäre ja dann der Hauptgrund warum sich eine Auslandkrankenversicherung nur in Länder mit einer teuren medizinischen Versorgung lohnen würde. Aber eben, das kommt wohl darauf an wie und wo man bereits für was versichert ist.

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Beitragvon Alex » Samstag 24. Januar 2009, 18:00

Ich weiss nicht was in Deutschland eine Auslandkrankeversicherung für einen zwei Wochen Urlaub oder das ganze Jahr kostet. Hier in der Schweiz ist die ganze Sache relativ teuer (da bekommt man ein paar Malarone Packungen dafür). Ich selber bin oft unterwegs und wenn ich mir in den letzten 10 Jahren auf jeder Reise eine Auslandkrankenversicherung gegönnt hätte könnte ich mir dadurch mehrere Spitalurlaube leisten da ich viel unterwegs bin.
Ich habe eine Auslandskrankenversicherung nur für Aufenthalte bis 6 Wochen (<10 Euro im Jahr, http://www.dkv.com/downloads/G334.pdf). Darüber hinaus kann man sich mit Tagessätze zwischen 1,5 und 2 Euro für eine längere Dauer versichern.
Für Aufenthalte bis 12 Monate kostet die Auslandskrankenversicherung bei der DKV knapp 100 Euro im Jahr mit Amerika (Männer, mittleres Alter).


Weiterhin ist mir nicht klar, inwiefern eine heimischer Krankenversicherung Behandlungskosten übernimmt, die durch einen Auslandsaufenthalt entstanden sind. Mhh... i.d.R. müsste sie das wahrscheinlich schon übernehmen. Der Nachweis, dass eine Erkrankung durch einen Auslandsaufenthalt entstanden ist, ist oft wohl auch kaum zu erbringen.

Gruß,
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Beitragvon Alex » Samstag 24. Januar 2009, 18:03

Das wäre ja dann der Hauptgrund warum sich eine Auslandkrankenversicherung nur in Länder mit einer teuren medizinischen Versorgung lohnen würde.
Dem würde ich absolut nicht zustimmen. Selbst in einem Land mit günstigem Gesundheitssystem will man sich nicht in einer Krankenhausbaracke behandeln lassen. Und Privatkrankenhäuser sind auf der ganzen Welt nicht billig. Wenn man sich dann einer Notoperation unterwerfen muss, und man keine ordentliche Bonität nachweisen kann, dann könnte man schonmal ziemlich schlecht dastehen (d.h. man wird an das allgemeine örtliche Krankenhaus zurück verwiesen).

Man kann nun mal nicht immer warten, bis man wieder zuhause ist.

Gruß,
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Beitragvon gabe » Samstag 24. Januar 2009, 18:27

Alex hat geschrieben:
Das wäre ja dann der Hauptgrund warum sich eine Auslandkrankenversicherung nur in Länder mit einer teuren medizinischen Versorgung lohnen würde.
Dem würde ich absolut nicht zustimmen. Selbst in einem Land mit günstigem Gesundheitssystem will man sich nicht in einer Krankenhausbaracke behandeln lassen. Und Privatkrankenhäuser sind auf der ganzen Welt nicht billig. Wenn man sich dann einer Notoperation unterwerfen muss, und man keine ordentliche Bonität nachweisen kann, dann könnte man schonmal ziemlich schlecht dastehen (d.h. man wird an das allgemeine örtliche Krankenhaus zurück verwiesen).

Man kann nun mal nicht immer warten, bis man wieder zuhause ist.

Gruß,
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Das man nicht immer warten kann bis man zuhause ist, das wissen wir wohl alle. Aber wie hoch ist das Risiko, dass sich jemand bei einer Kurzreise (1-2 Wochen) im Ausland notfallmässig einer Operation unterziehen muss und dann noch gleichzeitig keine passenden Geldmittel zur Verfügung hat? Es geht wohl darum das Risiko selber ab zu schätzen und das macht wohl jeder am besten für sich selber.

Ich weiss nicht in welchen Ländern Du schon in Privatkrankenhäuser warst. In vielen Ländern wo die Medizinkosten tiefer sind als bei uns, sind sind die Privatkränkenhäuser im Vergleich zu unseren medizinischen Kosten zuhause noch immer vergleichbar günstig.

Eine anständige Bonität auf zu treiben geht vermutlich in den meisten Fällen kaum länger als den Vesicherungsschutz nach zu weisen. Falls das mit der Bonität nicht klappt gibts bei einem zwei Wochen Touristenaufenthalt sicher noch den Reiseveranstalter (Packagereisen), die Botschaft, Kreditkarten oder ATMs.

Versicherungen sind wohl eine sehr individuelle Angelegenheit. Es kommt auf die eigenen Bedürfnisse drauf an und vorallem geht es auch darum wie man schon abgedeckt ist. Jeder muss selber wissen wie hoch er das Risiko einschätzt.

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Beitragvon Alex » Samstag 24. Januar 2009, 19:33

Aber wie hoch ist das Risiko, dass sich jemand bei einer Kurzreise (1-2 Wochen) im Ausland notfallmässig einer Operation unterziehen muss und dann noch gleichzeitig keine passenden Geldmittel zur Verfügung hat?
??? Das ist doch das Prinzip einer Versicherung! Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert, ist nicht allzu hoch. Ansonsten würde man weder reisen, noch gäbe es eine bezahlbare Versicherung. Aber in dem Fall, dass etwas passiert, muss man mit sehr großen Kosten rechnen. Und gegen diesen Unglücksfall versichert man sich. Man schützt sich für einen geringen Betrag gegen ein Risiko, das in der Regel unkalkulierbar ist.

Eine Auslandskrankenversicherung dürfte allerdings auch erst im Nachhinein die Kosten erstatten.

Aber es geht ja auch kaum darum, dass man das Geld nicht auftreiben kann. Es geht darum, dass es sehr viel Geld sein kann, dass man schlussendlich aufzutreiben und zu bezahlen hat.
Da ist eine Auslandskrankenversicherung für 10 Euro im Jahr doch kaum zu teuer.

Da scheiden sich vielleicht die Geister. Meiner Ansicht nach sollte man an dieser Stelle nicht sparen.

http://www.reiseversicherung.com/vergleich-auslandskranken-jahrespolicen.html

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Beitragvon sandsturm » Samstag 24. Januar 2009, 20:24

spontane operationen aus krankheitsgruenden sind wohl bei wochendurlauben usw. selten. keiner muss ein krebsgeschwuer innert 5 tagen entfernen. wenn es etwas gibt, dann muss man sich gegen unfall versichern. und das ist eine andere versicherung.

Bitte keine PN. Ich beantworte gerne jede Frage. Aber nur solche, die im Forum gepostet sind, sonsts bringt das ja nicht allesn etwas.
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Beitragvon Alex » Samstag 24. Januar 2009, 20:59

spontane operationen aus krankheitsgruenden sind wohl bei wochendurlauben usw. selten. keiner muss ein krebsgeschwuer innert 5 tagen entfernen. wenn es etwas gibt, dann muss man sich gegen unfall versichern. und das ist eine andere versicherung.
Es geht weder um "Wochenendurlaube", noch geht es um Krankheiten wie "Krebs".

Es geht um Brüche jeglicher Art, Fleischwunden jeglicher Art, Blinddarm, Vergiftungen der schwereren Art, Blutvergiftungen, etc.

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Beitragvon gabe » Samstag 24. Januar 2009, 23:12

Alex hat geschrieben:
Aber wie hoch ist das Risiko, dass sich jemand bei einer Kurzreise (1-2 Wochen) im Ausland notfallmässig einer Operation unterziehen muss und dann noch gleichzeitig keine passenden Geldmittel zur Verfügung hat?
??? Das ist doch das Prinzip einer Versicherung! Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert, ist nicht allzu hoch. Ansonsten würde man weder reisen, noch gäbe es eine bezahlbare Versicherung. Aber in dem Fall, dass etwas passiert, muss man mit sehr großen Kosten rechnen. Und gegen diesen Unglücksfall versichert man sich. Man schützt sich für einen geringen Betrag gegen ein Risiko, das in der Regel unkalkulierbar ist.

Eine Auslandskrankenversicherung dürfte allerdings auch erst im Nachhinein die Kosten erstatten.

Aber es geht ja auch kaum darum, dass man das Geld nicht auftreiben kann. Es geht darum, dass es sehr viel Geld sein kann, dass man schlussendlich aufzutreiben und zu bezahlen hat.
Da ist eine Auslandskrankenversicherung für 10 Euro im Jahr doch kaum zu teuer.

Da scheiden sich vielleicht die Geister. Meiner Ansicht nach sollte man an dieser Stelle nicht sparen.

http://www.reiseversicherung.com/vergleich-auslandskranken-jahrespolicen.html

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Das eine Auslandkrankenversicherung keinen Bonitätsersatz ist weiss ich. Das erste Beispiel bzw. Vergleich mit der Bonität war von dir und nicht von mir.

Auslandskrankenversicherung für 10 Euro sind schön, in der Schweiz kostet das 5-10 x mehr.

Wenn man will kann man sich für alles versichern lassen. Ich selber bin in den letzten 10 Jahren ohne Auslandkrankenversicherung bei allen Kurzreisen unter dem Strich ein vielfaches besser gefahren, auch mit einem eventuellen zukünftigen Spitalbesuch.

Noch einen Tip von mir: Zuhause bleiben verringert das Risiko eines Spitalbesuches im Ausland noch mehr und man muss sich auch keine Gedanken darüber zerbrechen ob man genügend versichert ist oder nicht.

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Beitragvon Alex » Sonntag 25. Januar 2009, 13:04

Wenn man will kann man sich für alles versichern lassen. Ich selber bin in den letzten 10 Jahren ohne Auslandkrankenversicherung bei allen Kurzreisen unter dem Strich ein vielfaches besser gefahren, auch mit einem eventuellen zukünftigen Spitalbesuch.
Die übliche Diskussion. Und ich antworte jedes Mal das Gleiche: Dass man in der Vergangenheit Glück gehabt hat, beweist nicht, dass man richtig gehandelt hat, indem man das Risiko eingegangen ist.

Und selbstverständlich spart man bei einer Versicherung im Erwartungswert kein Geld! Das bedeutet, dass der durchschnittliche Versicherungsnehmer "unter dem Strich" mehr an die Versicherung als Prämie bezahlt, als er letztendlich als Leistung in Anspruch nimmt. Ansonsten würde es sich für die Versicherung nicht lohnen, eine Versicherung anzubieten. Der Versicherungsnehmer versichert sich gegen ein Risiko, das zwar tendenziell eher unwahrscheinlich ist, aber im Falle des Eintritts sehr schwerwiegend ist. Man zahlt für die Sicherheit.

Das eine Auslandkrankenversicherung keinen Bonitätsersatz ist weiss ich. Das erste Beispiel bzw. Vergleich mit der Bonität war von dir und nicht von mir.
Wobei eine Auslandskrankenversicherung in der Regel auch eine Notrufnummer kennt, durch die die Versicherung alle Leistungen organisiert (inkl. Überführung ins Krankenhaus und dann ins Heimatland etc.).

Ich wüsste nicht, warum eine schweizer Versicherung teurer sein muss als eine deutsche. Hängt natürlich auch sehr von den Leistungen ab.

Ich habe mal etwas gegoogelt, und folgende Jahresversicherung gefunden. Die ist etwas umfangreicher, und gilt für eine unbegrenzte Reisedauer und auch in den USA.
https://montreal.online-travel.ch/elvia/elvia/home_d.htm
https://montreal.online-travel.ch/elvia/elvia/B2C_kurzfristig/b010_lang_d.htm
https://montreal.online-travel.ch/elvia/elvia/B2C_kurzfristig/c010_lang_d.htm

Das entspricht auch den Kosten einer vergleichbaren deutschen Versicherung.
Billiger dürften diejenigen Versicherungen sein, die entweder nur bis zu einer maximalen Reisedauer gelten (bei mir: 6 Wochen) und/oder die Nordamerika ausschließen.
Zudem müsste es auch in der Schweiz Versicherungen geben, die man für einzelne Tage abschließt.

Wer eine Kreditkarte mit Auslandskrankenversicherung hat, braucht nicht unbedingt eine zusätzliche Versicherung. Solche Versicherung beschränken sich allerdings i.d.R. auf Reisen bis zu einer bestimmten Dauer.

Ich denke, dass man mit dieser Diskussion jetzt nicht mehr weiter kommt.

Gruß,
Alex
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Beitragvon AnnikaNett » Montag 26. Januar 2009, 11:19

Vielleicht hilft dir auch das hier weiter:

http://www.reisenet.com/clever-planen/f ... sicherung/
Da gibts auch Infos zu anderen Versicherungen.

Die hier wurde mir schon mehrmals empfohlen
http://www.europaeische.at/__C1256A5A00 ... AGN=&AGN2=
Kann aber keine persönliche Meinung dazu abgegeben, da ich noch nie so etwas in Anspruch genommen habe.

http://www.elvia.de/de/aboutus/homepage.htm
Elvia kenn ich auch, habe auch noch keine Klagen darüber gehört.

Was sicher nicht nötig und absolut lächerlich ist (hab mich da mal mit dem Kleingedruckten befasst) ist eine Reisegepäckversicherung, fall auf sowas bitte bloß nicht rein!
AnnikaNett
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Beitragvon Pantitlan » Mittwoch 28. Januar 2009, 09:59

Ich denke, dass man mit dieser Diskussion jetzt nicht mehr weiter kommt.


Hat ja auch mit der persoenlichen Einstellung zu tun, ob man gerne pokert oder nicht. Wie Alex schon gesagt hat: Auf der einen Seite verliert man unter dem Strich, anderseits hat man weniger Risiko. Was jedem wieviel wert ist, muss man selber entscheiden.

Wichtiger scheint mir bei dieser Diskussion etwas anderes zu sein: Viele Leute reisen ins Ausland und wissen ueberhaupt nicht, wie sie versichert sind. Also ob doppelt oder gar nicht...

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Beitragvon gabe » Mittwoch 28. Januar 2009, 11:42

Pantitlan hat geschrieben:
Ich denke, dass man mit dieser Diskussion jetzt nicht mehr weiter kommt.


Hat ja auch mit der persoenlichen Einstellung zu tun, ob man gerne pokert oder nicht. Wie Alex schon gesagt hat: Auf der einen Seite verliert man unter dem Strich, anderseits hat man weniger Risiko. Was jedem wieviel wert ist, muss man selber entscheiden.

Das sehe ich auch so.

Pantitlan hat geschrieben:Wichtiger scheint mir bei dieser Diskussion etwas anderes zu sein: Viele Leute reisen ins Ausland und wissen ueberhaupt nicht, wie sie versichert sind. Also ob doppelt oder gar nicht...

Das ist vermutlich das Problem bei fast jeder nicht obligatorischen Versicherung.

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