Prognose: wird Myanmar sich noch mehr öffnen

Französischkurs in den ehemaligen französischen Kolonien (Laos, Vietnam und Kambodscha) gefällig? Oder doch lieber auf der Road to Mandalay pilgern und ein Beer Lao trinken?

Wird Myanmar sich in den nächten Jahren öffnen (müssen)?


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Prognose: wird Myanmar sich noch mehr öffnen

Beitragvon Altes-Forum » Donnerstag 16. September 2004, 01:31

Pantitlan
Beitrag vom Samstag, Dezember 13, 2003 @ 10:20

Den Tourismus anzulocken ist erklärtes Ziel der Militärjunta von Rangoon. Doch scheint mir dem die etwas dumme Politik im Weg zu stehen, dass man nur ins Land per Flugzeug kann und dass man 200$ Zwangsumwechseln muss. Was meint mir? Wir sich das in nächster Zukunft verbessern?




Lionel
Beitrag vom Samstag, Dezember 13, 2003 @ 15:08

Das Militärregime kann im status quo ziemlich gut leben, aber wenn mal die Bevölkerung nach Revolution ruft muss sich bestimmt etwas ändern. Dabei könnte der Einfluss der ASEAN-Staaten eine wichtige Rolle spielen.

PS: Habt ihr gewusst, dass Myanmar einen Exportüberschuss hat?




Pantitlan
Beitrag vom Sonntag, Februar 8, 2004 @ 17:43

Das finde ich schon seltsam. Wie kommt dieser Exportüberschuss Zustande? Sind das vor allem Drogen?

Wie sieht es eigentlich mit der Handelspolitik im Allgemeinen aus? Myanmar steht ja nicht unter Embargo, oder?



Missile
Beitrag vom Dienstag, Februar 17, 2004 @ 23:59

Nein Panti. In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung werden nur legale
Leistungen erfasst. Schwarzarbeit und Drogenhandel existieren in den offiziellen Statistiken nicht.

Aber wie kommt der Exportüberschuss zustande? Da nehm ich doch gleich den "Eisenhut" (die Volkswirtschaftsbibel) zur Hand. Was lese ich da: Tourismus.

Sollte doch eigentlich klar sein. Ueber Myanmar hängt ein Boykott. Und wehe jemand bricht es. Der kriegt es mit den Amis zu tun. Davon ausgeschlossen sind wir, die Touristen und Reisenden. Und schon hat man einen schönen Exportüberschuss.




Pantitlan
Beitrag vom Mittwoch, Februar 25, 2004 @ 18:59

Naja, ist ja auch anzunehmen, dass Drogengelder nicht in offiziellen Statistiken erscheinen. Aber vielleicht sind die Zahlen ja auch bloss Schätzungen.

Ja klar, dass Touristen ein positive Handelsbilanz bewirken. Aber wie ist das nun mit dem Boykott? Ich kenne mich da nicht so aus. Gibt es das Boykott wirklich? Weil Myanmar ist ja in der Asean, welche mittelfristig eine Freihandelszone werden möchte. Freihandel und Boykott beissen sich ein bisschen. Weisst Du dazu mehr, Missile?




swissgabe
Beitrag vom Freitag, Februar 27, 2004 @ 10:55

Ich weiss nicht, ob die UNO auch ein Handelsembargo über Myanmar verhängt hat. Aber dasjenige von den USA wurde bereits erwähnt.

Myanmar erwirtschaftet sich den Exportüberschuss, so vermute ich, nicht nur mit dem Tourismus. Gemäss dem CIA Yearbook (http://www.cia.gov/cia/publications/fac ... os/bm.html) werden vorallem "gas, wood products, pulses, beans, fish, rice" exportiert. Die Rubine vermisse ich auf der Liste jedoch. Bei den Handelspartnern habe ich jedoch ein grosses Fragezeichen: Thailand 31.4%, US 13%, India 7.4%, China 4.7% (2002)
Die Import Partner machen schon ein wenig mehr Sinn: China 27%, Singapore 19.5%, Thailand 12%, Malaysia 9.1%, Taiwan 6.3%, South Korea 5.3%, Japan 4.3% (2002)

Ich bin der Meinung, dass sich die Regierung hier in grosses Problem stützt, indem man versucht, den generellen Touristen der meistens mit einem Päckchen oder einer teuren Gruppen bzw. Privatreise unterwegs ist, ins Land zu holen.
Ich weiss nicht ob ich wirklich falsch liege, aber die Entwicklung könnte zB. in Richtung der von Vietnam gehen. Eine tollerantere Regierung die einen anderen Weg einschlägt und das Land gegen aussen öffnet. Das einzige Problem wäre, dass die Militärjunta nicht mehr lange an der Macht wäre. Aber eine Änderung ist wohl, zumindest Mittelfristig, nicht zu umgehen.





travelbug
Beitrag vom Donnerstag, März 4, 2004 @ 21:14

war Dez & Jan für 4 Wochen in Myanmar. Die 200$ müssen nicht mehr gewechselt werden da die Touristenwährung (FEC) im August 03 aufgehoben wurde. Travellercheques und Kreditkarte können aber, wegen US-Embargo, in Myanmar nicht gebraucht werden, nirgendwo, keine Ausnahmen. Cash ist angesagt, man bezahlt mit $ oder kyat.

Ich habe Myanmar als wunderbares Land erlebt mit den freundlichsten und sanftmütigsten Menschen, die sich (noch)über jeden Besucher freuen. Ein Reiseland mit Pro's und Kontra's, Gedanken soll man sich auf jeden Fall machen. Es ist aber durchaus möglich alles was government-owned ist zu meiden. Viele Leute haben, ausser dem Tourismus, keine Gelegenheit Geld zu verdienen und sind sehr auf ein kleines Einkommen angewiesen.

Falls jemand Fragen zu Myanmar hat...werde wieder hier reinschauen...



Asienfan
Beitrag vom Freitag, März 5, 2004 @ 09:52

Ich glaube da verwechselt nun jemand was. In Burma gab es nie eine Touristenwährung. Nur einen Touristenwechselkurs. FEC (Foreigin Exchange Currency) war die ehemalige Ausländerwährung Chinas. Und das mit den Traveller Checks und dem US Embargo verstehe ich nun auch nicht. Ich war schon in verschiedenen Ländern mit US Embargo, inkl. Burma, und ich konnte überall Traveller Checks wechseln. Es gibt schliesslich noch andere Banken als Amibanken die Travellerchecks herausgeben.




Pantitlan
Beitrag vom Freitag, März 5, 2004 @ 13:23

Hallo Travellbug, willkommen im Forum! Ich hoffe, dass wir Dich hier immer mal wieder treffen.

Das finde ich ja super, dass man die 200 Dollar nicht mehr wechseln muss. Das macht das Reisen in Burma dann wohl auch eine recht Menge preiswerter, oder? Und vermutlich auch leichter, einen Bogen, um die Regierungsläden zu machen, nicht wahr?

Ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube FEC ist schon von Myanmar. In China gab es meines Wissens nach keine eigene Touristenwährung - früher gabs ja überhaupt keine Touristen.

Wegen TC. Bist Du sicher, dass keine TCs gehen? Oder nur Amex nicht? In Cuba gehts ja auch - trotz Embargo...



Asienfan
Beitrag vom Freitag, März 5, 2004 @ 14:02

China hatte bis vor einpaar Jahren (ich schätze es müssten so 7 oder 8 Jahre her sein) eine eigene Währung für Ausländer (nicht nur für Touristen). Diese FEC Yuan waren dann auch, in andere Währungen konvertierbar, zumindest theoretisch. Ein FEC Yuan war im Land aber gleichviel wert wie ein Yuan Reminbin, auch Volksgeld genannt. Theoretisch hätte man dir in Restaurants und Hotels auch FEC als Wechselgeld geben müssen, das war natürlich selten der Fall, da jeder an Yuan heankommen wollte. In gewissen Läden, wo westliche Luxusgüter verkauft wurden, konnte man nur mit FEC bezahlen. Einheimische hatten also gar keine Change ohne FEC Yuan dort einzukaufen. Das war auch das Ziel von FEC. Ich habe sogar noch Noten mit den zwei verschiedenen Währungen. Das war auch nötig für die zwei Wirtschaftssysteme Kapitalismus und Kommunismus, die ja in China schon seit langem nebeneinander existieren.
So was gab es in Burma meines wissens nie. Der Unterschied war nur, das die einen völlig willkürlichen Wechselkurs hatten. Touristen bezahlten einfach mit den 200$ Zwangsumtaisch einen 15-20 mal schlechteren Wechselkurs als die Währung überhaupt Wert hatte, sprich der Schwarzmarktkurs hergab. Und der wiederspiegelt bekanntlich das wirkliche Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot. Das Geld selbst war aber immer das gleiche.
Als Zweitwährung könnte man höchstens den Dollar, Whisky und Zigaretten bezeichnen.




Pantitlan
Beitrag vom Freitag, März 5, 2004 @ 17:55

Gut... ich glaube es Dir, dass es das in China gab, wenn Du sogar Scheine hast, die es beweisen können. Aber ich bin mir doch ein bisschen sicher, dass ich das auch einmal im LP zu Myanmar gelesen habe. Kann mich allerdings irren... Den LP dazu habe ich mittlerweile leider verschenkt und kann nicht mehr nachsehen.

Eine FEC macht in Myanmar schon Sinn, wenn man das Geld zu einem willkürlichen Kurs wechseln muss. So kann wenigstens versucht werden, den Schwarzmarkt einigermassen im Griff zu halten. Sonst würde ja niemand zum offiziellen Wechselkurs wechseln - mal von den 200 (resp. früher 300) abgesehen, die man am Anfang sowieso bezahlen musste. So als eine Art Quasi-visagebühr.

Travelbag: warst du denn das erste Mal dort?

Asienfan: warst du denn damals selber in China?




Asienfan
Beitrag vom Freitag, März 5, 2004 @ 23:44

Ja ich war zu dieser Zeit in China.

Nochwas zu deiner Aussage, wegen der Motivation in Burma zum offiziel Kurs zu wechseln. Die ist natürlich klein, wenn du auf dem Schwarzmarkt das 15-20 fache für dein Geld erhälst. Die hatten aber verschiedene Mechanismen dies zu unterbinden. Obwohl es nicht sehr effizient war.
Erstens musstest du bei der Einreise alles Geld deklarieren, und bei der Ausreise offiziellen Wechselquittungen und das Geld wieder deklarieren. Wenn die Rechnung nicht auf ging, musstest du den Rest zum offiziellen Kurs draufzahlen. Zweitens bekamst du ein Formular, auf dem die Hotels und Reisespesen darauf vermerkt wurden. Auch dies wurde beim Ausreisen kontrolliert, und wenn es mit dem Wert der Wechselkursquittungen nicht übereinstimmte, wurdest du nachträglich noch zur Kasse gebeten.
Dies war natürlich rein theoretisch, und kaum jemand hat sich wirklich daran gehalten. War aber zumindest ein Versuch, möglichst viel Geld aus den Touristen herauszupressen.




Pantitlan
Beitrag vom Sonntag, März 7, 2004 @ 21:38

Jaja, das habe ich eigentlich auch so rum gemeint...

Bin mal gespannt, ob Travelbug sich mal wieder hier outet und genauere Infos gibt...




swissgabe
Beitrag vom Dienstag, März 9, 2004 @ 18:57

Dass man nicht mehr FECs zwangswechseln muss finde ich gut ...

Das mit den Kreditkarten stimmt nicht ganz. Verschiedene ausländische Airlines akzeptieren Kreditkarten. Weiter habe ich mein Hotel in Yangon im Mai 04 mit der Kreditkarte bezahlt. Der Name war City Star oder so und ich möchte noch erwähnen, dass es kein 5 Stern oder so war, habe 20 USD bezahlt.

Ich glaube betreffend Geldpolitik wird sich auch einiges ändern in der Zukunft. Speziell wo es jetzt anscheinend keine FECs mehr gibt.




Pantitlan
Beitrag vom Dienstag, März 9, 2004 @ 19:04

Gabs denn FEC als Du dort warst, Gabe?
Das war ja hier die Frage...





swissgabe
Beitrag vom Samstag, März 13, 2004 @ 16:48

FEC gabs noch als ich im Mai 2003 dort war und es musste damals auch noch gewechselt werden. Obwohl, sobald man etwas länger bleibt, konnte man die FEC überall statt USD 1:1 loswerden. Und das ging recht schnell, nicht nur mit den Flügen.

Ich habe sogar 1 FEC behalten, für meine "Sammlung" :-)





travelbug
Beitrag vom Montag, März 15, 2004 @ 22:58

FEC gab es in Myanmar bis August 03, da verwechsle ich nichts.
Wie meinst du das genau mit den airlines? Das ausländische KK annhmen scheint ok, inländische mussten wir ausnahmelos in USD Cash bezahlen.

Bei den Hotels mag es sehr seltene Ausnahmen geben die KK annehmen, diese Transaktion läuft dann über einen Partner, z.b. in Thailand ab. Aber wenn man sich von Yangon entfernt ist das ziemlich aussichtslos.

Auch Traveller Cheques wechseln war, zumindest bis Jan. 04, absolut unmöglich, da die Banken geschlossen sind, Wechselstuben gibt es keine, als Tourist wird man oft angesprochen ob man Geld wechseln will.

Dies zumindest meine Erfahrung, ich kann wirklich nur ein raten: Bargeld!

LG





swissgabe
Beitrag vom Dienstag, März 16, 2004 @ 16:42

Genau, ich habe Myanma Airways auch in Cash bezahlt ...

Ich glaube, auch in Laos und wenn ich mich nicht täusche auch Kambodscha, laufen praktisch alle Kreditkarten Transaktionen über Thai Banken. Ich denke, dass diese Joint Ventures in Myanmar und den anderen Länder haben.

Traveller Cheques hatte ich keine dabei, das mit dem anquatschen von "Wechsler" ist mich auch auf den Sack gegangen. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich war auf der Bank und soviel ich noch weiss habe ich dort CHF in Kyat gewechselt, weil mir das Geld ausgegangen ist. War eigentlich kein grosses Problem, aber ich glaube ich war auf der Nationalbank oder irgend sonst einer grossen Bank und der Kurs war nicht mal so schlecht ... Oder habe ich dort FECs gekauft? Ich weiss es garnicht mehr, aber ne Bank wars ...





travelbug
Beitrag vom Dienstag, März 16, 2004 @ 20:43

du bist mit Myanma geflogen?

wie war das denn?

uns Touris wollten sie diese airline partout nicht verkaufen, habe aber auch nicht drauf gedrängt, wir waren mit Yangon Airways oder Air Mandalay unterwegs..




Pantitlan
Beitrag vom Dienstag, März 16, 2004 @ 21:03

Travelbug: Ja, hier in der Schweiz wollten sie's mir auch nicht verkaufen. Aber in BKK bekommst Du die Tickets problemlos und wirklich unheimlich günstig.

Swissgabe: als ich in Laos war, konnte man dort gar keine Kreditkarten in der Bank benutzen. In Kambodscha gabs eine Bank. Aber Travellerchecks war problemlos.




swissgabe
Beitrag vom Donnerstag, März 18, 2004 @ 23:18

@travelbug
Ich fliege hald gerne und neben Air Mandalay und Yangon Airways habe ich auch auf Mynama Airways bestanden ... aber da muss mal immer aufs Büro gehen bevor der Flug geht. Einmal hat mir gereicht

@Panti
Ich weiss nicht wie es auf der Bank ist, aber die Kreditkarten (wenn man in Laos damit bezahlen kann) werden meistens über Thailand abgewickelt (die Transaktion über Telefon oder was auch immer), bzw. über Banken in Thailand. In Kambodscha ist das vermutlich das selbe.




Pantitlan
Beitrag vom Samstag, April 10, 2004 @ 05:55

Vielleicht bin ich ja nicht mehr up-to-date. Aber als ich vor zwei Jahren oder so das letzte Mal in Laos war, habe ich keinen einzigen Ort (auch keine Bank) gesehen, wo ich meine Visakarte hätte einsetzen können. Uebrigens chinesische Yuans konnte ich auch nur im Norden wechseln. In Vientianne ging das bereits nicht mehr.

In Kambodscha hingegen fand ich schon, dass es viele Orte gab, die ne Visa akzeptieren. Ob das aber über thaibanken lief, oder nicht, weiss ich nicht...




chris
Beitrag vom Donnerstag, August 12, 2004 @ 20:02

Servus!

Nur zur Info:
Werde nachstes Jahr mit meiner Freundin nach Myanmar fliegen...
hab mich deswegen ein bißchen schlau gemacht über das Land und habe über LonelyPlanet herausgefunden: Die FEC (Foreign Exchange Currency) gabs bis 03 wirklich.

Chris




swissgabe
Beitrag vom Donnerstag, August 12, 2004 @ 20:20

Ich habe noch zwei 1 FEC Exemplare rumliegen :-)
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