Braucht es in der Schweiz ein neues AKW?


Ja, wir müssen weniger vom Erdölmarkt abhängig werden
1
11%

Ja, die Schweiz soll sich in Zukunft selber versorgen können
2
22%

Nein, wir bauen lieber Gas- und Kohlekraftwerke als Übergangslösung
0
Keine Stimmen

Nein, wir können bis 2020 unseren Stromverbrauch um 30%-40% senken, wenn wir nur wollen
6
67%
 
Abstimmungen insgesamt : 9

Neues AKW in der Schweiz

Beitragvon Aremonus » Donnerstag 12. Juni 2008, 07:35

Das Energieunternehmen ATEL reichte vorgestern das Gesuch für die Rahmenbewilligung für ein neues AKW beim Bund ein.
Somit öffnet sich ein alter Rösti-Graben neu:

Die Gegner führen die berechtigte Frage nach der Entsorgung des Atommülls auf und versuchen, in der Bevölkerung diffuse Ängste vor einem Super-GAU zu schüren, was aber auf Grund der Tatsache, dass ein solcher in Frankreich viel wahrscheinlicher ist, nicht wirklich gelingen will.
Sie sehen die Lösung darin, bis 2020 mindestens 30% weniger Strom zu verbrauchen und die restlichen 10%, die die AKW ausmachen, mit erneuerbaren Energien zu decken.

Die Berfürworter widerum haben vorallem wirtschaftliche Argumente. Die Angstmacher unter ihnen arbeiten hier auch mit Versorgungsengpässen und Arbeitslosenzahlen.
Viele hier sind der Meinung, dass AKW zwar nicht eine gute Lösung sind - doch immerhin die Beste, die wir derzeit haben. Man will ja nicht den Nationalpark mit Wasserkraftwerken vollpflastern, teuer Solarzellen bauen müssen und erst noch von Frankreich abhängig sein. Ein weiteres Argument aus den 70ern hat wieder zulauf: man will wieder substituieren, d.h. den Erdöl-verbrauch durch Strom ersetzten, da Erdöl inzwischen so teuer ist, dass sich beispielsweise Elektroautos und Wärmepumpen immer mehr lohnen.

Beide Seiten sind sich jedoch einig, dass man jetzt nur eine Üergangslösung sucht, bis man dann 2050 die zuverlässige und saubere Kernfusion als Energiequlle nutzen kann.
Eins ist sicher: so schnell wird die Energie nicht mehr so billig verfügbar sein, wie sie Anfang dieses Jahrzehnts war.

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Beitragvon Pantitlan » Donnerstag 12. Juni 2008, 08:06

Letztendlich müssen wir einsehen, dass weder ein Gaskraftwerk (CO2 und Preis) noch ein Atomkraftwerk (GAU und Müll) eine wirklich ernsthaft praktikable Lösung ist. Langfristig kommen wir um Energieeffizienz wohl kaum herum. Besser schon jetzt für Innovationen sorgen und die Forschung an Energie sparenden Technologien wirksam fördern.

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Beitragvon gabe » Donnerstag 12. Juni 2008, 08:52

Dass verstärkt nach alternativer Energie geforscht werden muss, da sind wir uns wohl alle einig. Leider sehe ich jedoch mittelfristig keine Alternativen zu einem zusätzlichen AKW. Den Stromverbrauch um 30-40% zu senken scheint mir auch eher unrealistisch und nicht umsetztbar.

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Beitragvon Pantitlan » Donnerstag 12. Juni 2008, 09:50

Muss man denn den heutigen Verbrauch gemäss dieser Rechnung um 30 Prozent senken oder "bloss" den in 12 Jahre zu erwartenden Verbrauch?

Mehr Energieangebot führt zu mehr Verbrauch, das ist so wie bei guten Strassen. So lange es keinen Engpass gibt, wird niemand freiwillig sparen.

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Beitragvon gabe » Donnerstag 12. Juni 2008, 10:34

Logisch, mehr Kapazität muss auch gebracht werden. Ich denke jedoch nicht, dass der Schweizer Konsument einfach mehr Strom braucht, sondern dass der "überflüssige" Strom eher ins Ausland verkauft werden kann.

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Beitragvon Lionel » Donnerstag 12. Juni 2008, 17:57

Ich finde die Auswahl der Umfrage etwas merkwürdig. Die Energieproduktion in der Schweiz hatte noch nie wesentlich mit Erdöl zu tun.

Als Übergangslösung werden wir wohl kaum um ein Atomkraftwerk herum kommen. Schliesslich müssen die ältesten schon bald wieder vom Netz genommen werden. Bis die erneuerbaren Energien 100% des Stombedarfs decken können, sehe ich keine Alternative zum Atomstrom. Auch mit Stromsparaktionen wird kaum ein Atomkraftwerk eingespart werden können.

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Beitragvon Michiagi » Donnerstag 12. Juni 2008, 19:34

Hallo Zusammen,

Ich bin auch der Meinung, dass momentan ein AKW die sinnvollste und "sauberste" lösung wäre. Das liegt auch vorallem daran, dass die anderen möglichkeiten entweder wahre Dreckschleudern sind (z.B. Erdöl, Kohle, usw.) oder halt eben nur zur Spitzenenergie verwendbar sind (Wasserkraft, Photovoltaik, Wind, usw.).

Ich persönlich bin aber ein befürworter der Solartechnik, liegt aber auch daran, dass ich in der Solarzellenentwicklung tätig bin. Man muss aber beachten, dass die Solarzellenentwicklung noch total in den Kinderschuhen steckt (momentane Ausbeute beträgt im Durchschnitt ca. 100W/m2, und das nur bei super Sonnenschein).

Deshalb ist momentan ein AKW immer noch die beste Lösung, wäre da nur nicht dieser blöde Müll!!! ansonsten ist es sehr sauber und eigentlich auch sicher (in der Schweiz ist das bedenkenlos).

Gruss

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Beitragvon gonethou » Dienstag 17. Juni 2008, 00:11

Man sieht ja wie sicher AKWs sind. Heute stand in der Zeitung dass bei einem spanischen Zwischenfall anscheinend etwas radioaktives Material ausgetreten ist.

http://derstandard.at/?url=/?id=3378119

Vor etwa zwei Wochen gab es in Slowenien ja den Vorfall bei ihrem einzigen AKW und Temelin in Tschechien an der Grenze zu Österreich meldet auch immer wieder Störfälle. Soviel dazu..

http://derstandard.at/?url=/?id=3363970
Bereits mehrere AKW-Störfälle gab es in den letzten Monaten in der EU[..]

Im Jahr 2008 sei über das Alarmsystem Ecurie drei Störfälle gemeldet worden[..]

Mir reichts um AKW nicht befürworten zu können. Österreich besitzt kein einziges AKW (zumindest keines das in betrieb ist) weil man bei uns ganz gut die Flüße nützen kann um durch Wasserkraft Strom zu erzeugen, aber in Staaten wie Finnland mit ihren zig-tausenden Seen, die allerdings null Gefälle haben, ist der Einsatz von Wasserkraft nicht sinnvoll, weswegen sie ja auch, glaube ich, ein oder zwei AKW in Betrieb haben.
Jedes Land soll so tun wie es will, es ist deren Entscheidung. Ungut wirds nur wenn AKWs in Grenznähe errichtet werden was durch die Größe von Österreich und den angrenzenden Staaten ein Problem ist, weil quasi alles in der Nähe zur Grenze ist. Ich kenne übrigens die Wahrscheinlichkeitszahlen dass es zu einer Kernschmelze kommt, aber die Statistik gibt uns auch nicht allumfassende Sicherheit wie man 1986 gesehen hat.
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Beitragvon Pantitlan » Dienstag 17. Juni 2008, 03:15

Es gibt andauernd Störfälle in AKWs. So sicher, wie man uns das weiss machen will, sind die nämlich nicht. Bemerkenswert ist ja auch, dass es in jedem Land heisst: "Bei uns kann so etwas nicht passieren..." Ich möchte daran erinnern, dass die Schweiz selber einmal einen grossen Unfall in einem Reaktor hatte und die Gegend bis heute radioaktiv verstrahlt ist. Gut, das ist nun schon ein paar Jahrzehnte her, aber auch damals hiess es: "Bei uns kann nichts passieren."

Die Schweiz mit den vielen Bergen braucht überhaupt kein neues Atomkraftwerk. Hier gäbe es bestimmt genügend Wasserkraft, die man verwenden könnte. Man müsste dazu lediglich die Staudämme um ein paar Meter aufstocken oder neue bauen. Dabei geht zwar etwas Land verloren, aber ohne Verluste geht es eben nicht. Ich finde zumindest, dass ein grösserer See ein kleineres Problem als die Gefahr eines GAUs oder der Lagerung des Mülls ist.

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Beitragvon Aremonus » Dienstag 17. Juni 2008, 07:41

Ich halte KKWs für die derzeit beste Möglichkeit, die Energieproblematik zu lösen.
Neue Staumauren wären zwar denkbar - besonders im Nationalpark gäbe es da noch einiges an Portential - doch solche, welche 1 Gigawatt Leistung haben, würden politisch wohl nicht durchkommen.
Gas- oder Kohlekraftwerke kommen für mich wegen der CO2- und Versorgungsproblematik überhauptnicht in Frage.

Die Reaktoren, die heute gebaut würden, sind tatsächlich sicherheitstechnisch unbedenklich - Tschernobyl war ja ein Gravitmoderierter Reaktor, bei dem erstnoch alle Sicherheitssystem abgeschalten wurden.
Aber wenn auch ein SuperGAU nicht denkbar ist, sondern bloss ein GAU (weil SuperGAU ja auch "über dem grössten anzunehmenden Unfall" heisst, notabene), wird es auch kein Tschernobyl hier im Lande geben. Das Problem ist vielmehr dass, wie beispielsweise in Spanien, unvorsichtige Mitarbeiter Radioaktivität aus dem Reaktor hinausschleppen und so sich und andere gefährden könnten, wenn auch eher marginal.

Ein weitaus grösseres Problem wäre die Endlagerung - wo kann man einen Behälter mehrere 1000 Jahre vor Wasser schützen? Sollen wir Brennstäbe wiederaufbereiten lassen oder nicht?

Fazit:
KKWs sind zwar nicht die beste Lösung, aber für mich die einzig Annehmbare, besonders im Hinblick auf den stark steigenden Stromverbrauch, wenn wir jetzt auch ncoh mit Strom zu fahren beginnen. Ich sehe keinen Weg, eine weitere Generation von KKWs zu verhindern, bis wir so 2050 die weitausbessere Lösung der Kernfusion haben.

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Beitragvon Pantitlan » Dienstag 17. Juni 2008, 08:09

Sorry, das sehe ich nicht so: Spanier sollen faule und liederliche Arbeiter sein und Schweizer machen alles perfekt? Wo hast du denn dieses nationalistische Wunschbild hergenommen?

Erstens: Was in Spanien passieren kann, kann auch in der Schweiz passieren. Zweitens: Die Schweiz hatte bereits ihren Gau - auch wenn man das in der Schweiz erfolgreich versucht, vor der Bevölkerung zu verheimlichen. Also soo ganz zuverlässig sind wir nicht, bloss auf Grund unserer Nation. Und: Was einmal war, kann wieder sein. Drittens: Auch in Tschernobyl hiess es, dass die Sicherheit auf alle Fälle gewährleistet ist. Was daraus wurde, wissen wir.

Was will ich damit sagen? Ich denke auch, dass ein neues Schweizer Atomkraftwerk vergleichsweise sicher ist. Aber wer ein bisschen ein kritischer Zeitgenosse ist, sollte nicht blind darauf vertrauen, dass in der Schweiz alles besser als im Rest der Welt ist. Und: Auch wenn ich mir sicher bin, dass ein Durchschnittler Schweizer Polizist mit seiner Dienstwaffe umgehen kann - ich möchte trotzdem nicht, dass er mit diese an den Kopf hält.

So viel zum Thema GAU oder nicht.

Dann kommen die Kosten. Wenn man die Endlagerung mit einberechnet, dann ist Atomkraft wohl die teuerste Energie überhaupt. Die Zahlen aber nicht wir, sondern unsere Nachkommen, welche die undichten Behälter in vielen Jahren wieder ausgraben und sanieren müssen.

Erdöl zu verbrennen ist natürlich auch keine Lösung. Deswegen muss jetzt eine Weiche gestellt werden zu: a.) Effektivem Stromsparen b.) Besserer Förderung von regenerativen Energiequellen.

Da dies vermutlich nicht reicht, wird eine politisch akzeptable Lösung in der Mitte liegen: Dass man kein neues Kraftwerk baut, sondern die alten einfach ersetzt. Und zwar eines für zwei, da ein modernes Kraftwerk eine stärkere Leistung hat. Das heisst, dass der Totaloutput der Kernenergie gleichbleibt und man die zusätzliche Energie alternativ abdeckt.

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Beitragvon Aremonus » Dienstag 17. Juni 2008, 13:22

ich sage nicht, dass Spanier liederlichere Arbeiter sind als in der Schweiz - ich sage, man kann die Problematik in Griff bekommen, wenn man eine ähnlich strenge Gesetzgebung wie zB. Kanada hätte. Für mich ist es zudem kein Weltuntergang, wenn ein paar miligramm radioaktiver Staub nach draussen gelangt; die Menge macht erst das Gift. Die Spanier sind übrigens trotzdem noch viel weniger verseucht als wir Schweizer, die wir so oft in den Alpen sind...

Der GAU in der Schweiz hat niemandem das Leben gekostet und war nicht in einem stabilen Kernkraftwerk, sondern an einem Versuchsreaktor geschen. Man muss immer schauen, ob ein zwischenfall in einem professionell betrieben KKW oder in einer Versuchseinrichtung passiert ist. Es sagt ja auch keiner, die Luftfahrt sei gefährlich, nur weil eine Rakete explodiert.
Tschernobyl war damals auf dem Grund der Sovjetunion, welche sehr of tinkorekte angaben machte. Zudem wurde der besagte Reaktor zur Zeit des unfalls auch unsachgemäss als Versuchsreaktor verwendet.

Es gab aber auch Unfälle in kommerziellen Systemen, das ist wahr. Der schwerste hier war in den USA auf Three Mile Island:
Die Kühlwasserpumpen fielen aus, es kam zur Notabschaltung. Das kühlwasser wurde zu stark erhitzt und konnte durch ein Notüberdruckventil nach draussen gelangen. Es gab zwar keine unmittelbaren Toten, auf der einen Seite des Kraftwerks stieg aber die Zahl der Krebsfälle um 150% an!

Wie kommst du darauf, dass die Kosten für die Endlagerung dermassen hoch sind? Alle Studien die ich kenne, schätzen die Folgekosten der Klimaerwärmung eines aus Fossilen brennstoffen Produzierten Joules viel höher ein als die aus Kernenergie...

Dass man die alten Siedewasserreaktoren so bald wie möglich ersetzen muss, dem stimme ich vollkommen bei - die sind nicht nur ineffizient, die sind, verglichen mit den druckwasserreaktoren - äusserst gefährlich. Also Mühleberg und Leibstadt gehören für mich vom Netz - Beznau 1+2 ebefalls, da sie veraltet und ineffizient sind. Beznau 1+2 und Mühleberg könnten durch das neue Kernkraftwerk von der Leistung her gleich vollkommen ersetzt werden.

Für mich ist es wichtiger, erst mal den Ausstieg aus dem Erdölzeitalter zu schaffen als den Ausstieg aus der Atomkraft, da für mich das Erdöl gefährlicher ist - nicht nur wegen des Klimawandels, auch wegen der schlechten Verfügbarkeit.

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Beitragvon gonethou » Mittwoch 18. Juni 2008, 00:15

Naja, man sieht ja was sich Menschen für ÖL gegenseitig antun. Andererseits wenn Staaten wie der Iran Urananreicherungen starten, dann hörts bei mir auf. Das kann nicht nur zu friedlichen Zwecken genutzt werden und wer das erste Ziel Irans wäre ist klar. Aber EU-intern spielt das freilich eher eine kleine Rolle.

Erdöl zu verbrennen ist natürlich auch keine Lösung. Deswegen muss jetzt eine Weiche gestellt werden zu: a.) Effektivem Stromsparen b.) Besserer Förderung von regenerativen Energiequellen.


In kann nur für die Versorgung mit Energie in Wien, einer 1,7 Millionen großen Stadt, sprechen und dort funktioniert die Energieabdeckung recht gut mittels zweier Müllverbrennungsanlagen die gleichzeitig auch Fernwärme liefern und einem großen Wasserkraftwerk. Bei normalem Verbrauch reicht das auch für die Versorgung aus. Um Wien sind allerdings im Falle eines Falles auch noch ein paar Kraftwerke, die allerdings dann auch das ganze Wiener Becken versorgen können.
Müll muss verbrannt werden, klug ist es daraus gleich Strom zu erzeugen und Wohnungen zu beheizen. Das funktioniert klarerweise auch nur wenn die Siedlungsstruktur entsprechend ist. Das ist doch ein gutes Konzept um die klassischen Kohlekraftwerke und Mineralölanlagen zu verbannen. Derzeit wird der Bau einer dritten Müllverbennungsanlage diskutiert, da einerseits der Müllverbrauch und andererseits der Energiebedraf steigt, und 1,7 Millionen Einwohner ist kein kleines Pflaster und es funktioniert ganz ohne Atomkraft.

Schwierig wird es eigentlich eher bei kleinen Städten oder Dörfern, denn das Konzept der Müllverbrennungsanlage funktioniert nicht für jede Gemeinde. Tourismusgemeinde haben sicherlich nicht gerne eine Deponie oder eine Müllverbennungsanlange oder ein AKW in ihrer Nähe. Da sollte der Strom überhaupt aus dem Perptuum Mobile aus der Erde schießen. Hier geht wohl noch kein Weg an konventionellen Kraftwerken vorbei, da Biomasse und Photovoltaik nur Unkosten verschlingen und so effizient nicht sind.

Im Physikunterricht aus der Schule weiß ich noch, dass der Eintritt eines GAUs sehr, sehr unwahrscheinlich ist. Aber muss es denn gleich ein GAU sein, es reicht doch, wenn alle paar Monate mal hier und mal dort etwas radioaktives Material austritt.

In manchen Ländern führt mittelfristig vermutlich kein Weg an AKWs vorbei. Ich hoffe eher auf die zukünftige Forschung die es möglich machen soll Geräte energiesparsamer zu gestalten. Das gibt es teilweise ja schon bei Waschmaschinen und Kühlschränken, die besser als ihre Vorgängermodelle funktionieren und weniger Strom verbrauchen.

@Michiagi
Wie schauts derzeit genau mit der Forschung bei Solarenergie aus? Ist es tatsächlich noch sehr ineffizient sich solche Anlagen anzuschaffen?
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Beitragvon Pantitlan » Mittwoch 18. Juni 2008, 05:38

gonethou hat geschrieben:Da sollte der Strom überhaupt aus dem Perptuum Mobile aus der Erde schießen.


Diese Technik gibts übrigens: Heisst Geothermie und ist eigentlich recht unproblematisch. (In Basel, wo man ein Pilotprojekt hatte, ist es allerdings auf Eis gelegt worden, da es bei den Bohrungen zu kleineren Erdbeben gekommen ist)

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Beitragvon Aremonus » Mittwoch 18. Juni 2008, 08:51

nun ja, es hat ja auch nicht wirklich funktioniert - das Wasser, das man hinunterpresste, wollte nicht volständig wieder als Dampf herauf kommen, daher hätte man noch keinen Strom erzeugen können.

Wenn wir die Technologie zum augen bekämen, wäre das natürlich, gerade im spezifischen Fall der Stadt Basel, welche so nahe bei der Mohorovicic-diskontinuität (oder wie man das schreibt) gelegen, sehr praktisch.

Auch die Kernfusion wäre fast unerschöpflich, billig und würde nebst dem Reaktor selbst keinen Abfall erzeugen ausser dem Edelgas Helium (wobei auch dieses nur in sehr kleinen Mengen).

Leider werden diese Technologien erst so zwischen 2030 und 2050 verfügbar sein - bis dahin müssen wir noch eine Möglichkeit finden, unseren Strom zu erzeugen.

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Beitragvon Pantitlan » Mittwoch 18. Juni 2008, 09:00

Ich bin mir bei dieser Kernfusion nicht so ganz sicher, ob hier wirklich die Zukunft liegt. Für mich klingt das gefährlich. Nur, dass wir die Probleme noch nicht kennen. Was ich mich frage: Wieso kann man abschätzen, dass diese Technik bis 2050 funktionieren soll und wieso braucht man so lange?

Die Geothermie hat in Basel aus politischen und nicht aus technischen Gründen nicht funktioniert. Natürlich kommt kein Dampf heraus, wenn man nicht fertig bohren darf.

Geothermie ist übrigens auch im kleineren Rahmen mit Umwälzpumpen zum Heizen von Häusern möglich. Das braucht 80 Prozent weniger Energie und rechnet sich nach ein paar Jahren auch wirtschaftlich. Hier liesse sich mit einer entsprechenden Gesetzgebung ohne Einbussen seehr viel sparen.

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Beitragvon Aremonus » Mittwoch 18. Juni 2008, 09:45

Der Vorteil und zugleich der Nachteil eines Kernfusionkraftwerks ist, dass der Prozess nur mit grossem Aufwand aufrecht erhalten werden kann. Wenn also das Plasma an die Metallwand kommt, erlischt es sofort und es kann zu keiner gefährlichen Kettenreaktion wie bei einem Kernkraftwerk das Uran spaltet kommen. Das System ist also inhärent. Aber eben, um die Bedingungen für eine Kernfusion zu schaffen, braucht es schon etwas mehr.
Die Zahl 2050 ist der geplante erstbetrieb eines vollkommen kommerziellen Reaktors - es könnte jedoch auch früher der Fall sein, wenn die Zeit drängt, respektive später, wenn die politischen Verhältnisse heikel sind. Das erste Kraftwerk, welches man zum erforschen der Wirtschaftlichkeit baut, DEMO, sollte um 2030 fertig sein; der erste Reaktor, der deutlich mehr Energie produziert als man reinsteckt, wird bereits gebaut und sollte 2018 in Betrieb gehn (ITER).
Aber du hast recht - solche Richtzahlen sind immer mit Vorsicht zu geniessen.

Bei Geothermie nmuss noch viel geforscht werden, um eine wirtschtlich brauchbare Leistung zu erhalten. Die 6 MW, die in Basel erzeugt werden, könnte man derzeit deutlich billiger mit 2 oder 3 Windrädern bekommen. (80 Millionen sind sogar noch teurer als Solarenergie - das ist für mich schon noch eher Forschung als Wirtschaft).
Wärmesonden für private Haushalte sind jedoch tatsächlich die wohl derzeit beste Heizmölichkeit, wahrscheinlich jetzt auch billiger als Öl, besonders, wenn man sich noch mit den Nachbarn zusammen tut (die Investitionskosten sind ja auch etwa 50'000 Franken für das Loch und die Anlage, danach zahlt man jedoch nur noch Strom und Wartung). Das allerbeste ist jedoch noch immer, wenn man einen kleinen Bach neben dem Haus hat, den man zum Heizen nutzen kann, in dem man ihn abkühlt^^

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Beitragvon Michiagi » Mittwoch 18. Juni 2008, 17:27

Hallo zusammen,

@Michiagi
Wie schauts derzeit genau mit der Forschung bei Solarenergie aus? Ist es tatsächlich noch sehr ineffizient sich solche Anlagen anzuschaffen?

Also, im Betrieb wo ich arbeite wurden bis vor ca. 2 Jahren Anlagen für die Herstellung von Displays (Flachbildschirmen, Handy, usw.) gefertigt, was sich aber als ein Verlustgeschäft herausstellte und die Firma in rote Zahlen führte.
Also suchte man nach einem neuen Standbein, welches aber auf der gleichen Technologie basiert. Somit hat man sich damals entschieden auf Photovoltaik Solarzellen umzusatteln, da zu dieser Zeit (sind aber nur 2 Jahre) das mit den Dünnschicht Solarzellen im kommen war. Man konnte eigentlich das vorhandene Anlagenkonzept (das für Displays) fast gänzlich übernehmen um damit die Dünnschichtzellen herzustellen.
Dünnschichtzellen haben einen max. Wirkungsgrad von ca. 7%, was so ungefähr über den Daumen ca. 70W/m2 entspricht. Jedoch ist man jetzt eigentlich soweit, dass man mit den Dünnschichtzellen momentan einen Wirkungsgrad von ca. 12% erreicht, was ungefähr jenem Wirkungsgrad der Konventionellen Photovoltaikzellen entspricht (die alten die z.B. bei Bushaltestellen, Alphütten,usw. stehen).

Vorteile der Dünnschichtzellen gegenüber den konventionellen Zellen:
- als Substrat (Träger) wird ganz normales Floatglas verwendet
- die Schicht ist ca. im Faktor 100 dünner, was es auch günstiger macht
- die Produktion verlaüft voll Automatisch (Schicht wird aufgedampft, Leiterbahnen mit Laser aufgetragen), was es schneller = günstiger macht
- auch optisch sehen sie besser aus (nicht mehr so komisch blau mit Linien drinn, sonder einfach ein ganz schwarzes Glas wo die Leiterbahnen mit blosem Auge nicht mehr zu erkennen sind)
- werden in Zukunft auch nochmals um einiges günstiger werden

Aber, es muss jedoch gesagt werden, dass böse Zungen davon sprechen es handle sich um eine max. Lebendauer von Zehn Jahren bei den Dünnschichtzellen.

Also ich würde noch damit abwarten welchige aufs Dach zu montieren... als erstens können sie nur noch günstiger werden... und zweitens steckt halt alles noch total in den Kinderschuhen... ich schätze mal, das bis in ca. 5 Jahren sehr viel Zellen im asiatischen Raum (Taiwan, China) produziert werden und es deshalb erschwinglich wird.... wir selber Produzieren keine Zellen.

Gruss Michiagi

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Beitragvon Alex » Donnerstag 19. Juni 2008, 17:22

Die Kernfusion ist schon sooo lange ein ungelöstes Problem. Ich denke, es bleibt abzuwarten, ob das überhaupt mal funktioniert. Trotzdem bin ich klar für ITER, so viel es auch kostet.

Ansonsten halte ich die Kernenergie-Frage für ein klassisches Dilemma. Da gibt es eigentlich nicht die EINE richtige Entscheidung. Bei konventionellen Energieträgern sind die Nachteile der Umweltverschmutzung bekannt, auf jeden Fall vorhanden, aber dann immer eher überschaubar. Bei Kernkraft entsteht normalerweise deutlich weniger Umweltverschmutzung (bzw. die Nachteile der Endlagerung sind regional stark begrenzt, wenn überhaupt), es besteht aber ein geringes Risiko, dass einmal ein schwerer Unfall eintritt. Wer für Kohle und Co. ist, der würde wohl das (geringe, aber katastrophale) Risiko eines Atomunfalls fürchten; wer für Atomstrom ist, findet, dass der Nachteil des Risikos eines Atomunfalles gering ist gegenüber dem Nachteil der auf jeden Fall eintretenden Umweltverschmutzung durch Kohle und Co.

Ich persönlich bin tatsächlich für Atomkraft, weil ich es für das geringere Übel halte. Wenn in der Schweiz oder Deutschland ein Atomkraftwerk gebaut wird, dann kann man sich auf die Sicherheit des Betriebs wohl doch ganz gut verlassen. Und ich bin lieber von Uranlieferungen aus Kanada und Australien abhängig, als von Öllieferungen aus Russland und Zentral-Asien.

Schade finde ich es, dass das Geothermie-Projekt in Basel auf Eis gelegt worden ist.

Gruß,
Alex
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Beitragvon gonethou » Donnerstag 19. Juni 2008, 19:11

Geothermie


Kann es sein dass mit Geothermie die sogenannten "Wärmepumpen" gemeint sind. Ich kenne das nur unter dem Begriff. Das ist doch an strenge Richtlinien geknüpft in punkto Umweltverträglichkeit, usw... Was wenn ein Haus abgerissen wird? Dann muss dieses Ding, das in der Erde steckt ja gleich mit abgerissen werden, ich halte das für bedenklich und sicherlich nicht praktikabel für eine große Masse, da es ja nur wenigen vorbehalten bleibt so eine Anlage zu installieren. Und man denke mal an Chile, Iran oder China die allesamt an einer Bruchlinie von zwei Erdplatten liegen. Da ist es vielleicht nicht zielführend ein Loch in die Erde zu bohren, wenn es auch schon ohne Lochbohren alle paar Jahren heftig rüttelt und das ganze schon in der Schweiz zu kleineren Erdbeben führt.

ad Kernfusion.

Ist die Kernfusionsbombe nicht um ein Vielfaches gefährlicher als die A-Bombe? Gut, dass ich mein Leben schon gelebt haben werde, wenn Kernfusion genauso zur Wohlfahrt/Tod wird.

ad Solarzellen.

Und um wieviel günstiger sind momentan Dünnschichtzellen gegenüber konventionellen Zellen? Was kostet so ein Laufmeter Dünnschichtzelle?
Liegt das Problem bei der aktiven Solarenergiegewinnung nicht auch an politisch-wirtschaftlichen Hürden, wie zum Beispiel die zusätzlichen Gebühren die anfallen wenn ich überflüssigen Strom ins Netz einspeisen muss? Was kann man dagegen tun?
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Beitragvon Lionel » Donnerstag 19. Juni 2008, 19:34

gonethou hat geschrieben:
Geothermie


Kann es sein dass mit Geothermie die sogenannten "Wärmepumpen" gemeint sind. Ich kenne das nur unter dem Begriff. Das ist doch an strenge Richtlinien geknüpft in punkto Umweltverträglichkeit, usw... Was wenn ein Haus abgerissen wird? Dann muss dieses Ding, das in der Erde steckt ja gleich mit abgerissen werden, ich halte das für bedenklich und sicherlich nicht praktikabel für eine große Masse, da es ja nur wenigen vorbehalten bleibt so eine Anlage zu installieren. Und man denke mal an Chile, Iran oder China die allesamt an einer Bruchlinie von zwei Erdplatten liegen. Da ist es vielleicht nicht zielführend ein Loch in die Erde zu bohren, wenn es auch schon ohne Lochbohren alle paar Jahren heftig rüttelt und das ganze schon in der Schweiz zu kleineren Erdbeben führt.

ad Kernfusion.

Ist die Kernfusionsbombe nicht um ein Vielfaches gefährlicher als die A-Bombe? Gut, dass ich mein Leben schon gelebt haben werde, wenn Kernfusion genauso zur Wohlfahrt/Tod wird.

ad Solarzellen.

Und um wieviel günstiger sind momentan Dünnschichtzellen gegenüber konventionellen Zellen? Was kostet so ein Laufmeter Dünnschichtzelle?
Liegt das Problem bei der aktiven Solarenergiegewinnung nicht auch an politisch-wirtschaftlichen Hürden, wie zum Beispiel die zusätzlichen Gebühren die anfallen wenn ich überflüssigen Strom ins Netz einspeisen muss? Was kann man dagegen tun?


Geothermie wäre eine Wärmepumpe im grossen Stil. Da wird die Wärme nicht zum Heizen sondern zur Energiegewinnung verwendet. Deine Umweltbedenken teile ich nicht. Ein Rohr, durch welches Wasser in und aus dem Boden fliesst ist um einiges umweltverträglicher als die vielen Ölbrenner. Erdbebengefahr mal ausgeschlossen.

Eine Kernfusionsbombe bzw. Wasserstoffbombe benötigt für die Zündung einen "konventionellen" Atomsprengkopf. Das Risiko, dass die benötigten Bestandteile einer Kernfusionsbombe zusammenbringen könnte, schätze ich als äusserst gering ein.

Wenn die Kernfusion tatsächlich funktionieren würde, hätten wir eines der grössten Probleme der Menschheit gelöst. Hoffentlich klappen die Versuche mit ITER!

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Beitragvon Aremonus » Donnerstag 19. Juni 2008, 20:09

Also eine Wärmepumpe ist nun wirklich gänzlich unbedenklich, was Umweltverträglichkeit anbelangt. Wenn man das Teil abreissen will, entleert man das Sondierrohr, zieht es heraus und verschliesst das Loch wieder - die Kosten dafür sind gering. Konventionelle Wärmepumpen im Haushaltsstil führen auch niemals zu Erdbeben.

Geothermie ist was anderes: Während bei einer Wärmepumpe das Wasser im Primärkreislauf nur auf vielleicht 20° Cerwärmt und von der Pumpe um vielleicht 15°C abgekühlt wird, bohrt man hier viel tiefer - im Falle Basel 5Km bis zum Übergang Erdkruste - Erdmantel (=Mohorovicicdiskontinuität). Hier ist es mehrere 100 °C heiss und das Wasser verdampft sofort. Die Idee ist nun, dass dieser Dampf durch ein zweites Loch herausgepresst und zur Stromerzeugung genutzt werden könnte. Doch das Problem ist, dass ein derart viel grösserer Druck in dieser Tiefe zu Erdbeben führen kann und tut. Von der Umwältverträglichkeit her ist diese Methode jedoch sonst unbedenklich, es ist ja nur Wasser und der Rest ist gleich wie in jedem Wärmekraftwerk, ob AKW oder Gas.

Kernfusion muss - wie bereits gesagt - extrem Aufwendig aufrecht erhalten werden, sonst erlischt das Plasma und die Kettenreaktion bricht sofort ab. Kernfusion ist also viel, viel sicherer als Kernspaltung und der Brennstoff ist überall vorhanden - Deuterium ist schwerer Wasserstoff, also in normalem Wasser enthalten (oder kann angereichert werden). Das Problem ist nur: das ganze ist auch viel viel aufwändiger und komplizierter.

Wenn ich dir auch Deuterium und Tritium gäbe, könntest du damit noch lange keine Fusionsbombe bauen - die Technologie dazu ist sehr kompliziert und du brauchtst rundherum eine konventionelle Atombombe und darum herum widerum eine normale Bombe. Die Sprengsätze rund um den Atomsprengsatz muss hier im milisekundenbereich simultan gezündet werden und sehr gleichmässig explodieren, dass man genügend lange die Suppe komprimieren kann, so dass ein genügend grosser Druck entsteht, um den Kernfusionssatz zu zünden. Das wird nicht einfach für Otto-normal-terrorist...

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Beitragvon Alex » Freitag 20. Juni 2008, 00:08

Das wird nicht einfach für Otto-normal-terrorist...

:lol:
Willkommen in den Zeiten eines Otto-normal-terroristen... :lol:


Gruß,
Alex

P.S.: Deutschlaaaand! Schalalalaaaaaaa, schalalalalalaaaaa...
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Beitragvon gonethou » Freitag 20. Juni 2008, 01:32

Jaja, die Touris.
Eh Terris!

OT: Klar, wieder mal mit mehr Glück als Verstand :D
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