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 | Was haltet ihr vom Everest Strassenbau für Olympia? |  |
Verfasst am: Mo 02. Jul. 2007; 22:30 |
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| Pantitlan |
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Offenbar will die chinesische Regierung eine Strasse zum Mount Everest bauen, um von dort oben runter das olympische Feuer zu holen. Das ist aber gerade bei den Exiltibetern sehr umstritten. Was haltet ihr davon? Immerhin ist es ja auch ein Infrastrukturprojekt für den Tourismus zum Base Camp und somit sicherlich für Tibet auch wirtschaftlich interessant.
Hier noch ein Artikel aus der Süddeutschen:
http://www.sueddeutsche.de/reise/artikel/330/119187/ |
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Verfasst am: Di 03. Jul. 2007; 02:07 |
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| Fabyian |
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Tja, was soll man davon halten? Ist ja nun nicht wirklich ueberraschend...
Was ich mich allerdings frage, die Strasse soll ja wohl auf der Suedseite gebaut werden, also in Nepal - unter chinesischer Anleitung. Da dehnt sich diese Alles-ist-China-Mentalitaet der Han-Chinesen dann nochweiter aus. Vordergruendig mag diese Erschliessung mit Strassen und Gleisen bestimmt vorteilhaft sein; fuer Reisende, aber auch fuer die oertliche Wirtschaft. Wer am Ende profitiert und wer mal wieder die Schnauze zu halten hat, wird man dann in ein paar Jahren sehen.
Das wird bestimmt nicht die letzte Grossaktion im Rahmen Olympia sein...
Pantitlan, warum ist das grade bei den Exiltibetern umstritten, also bei den Tibetern, die nicht in Tibet (China) leben? |
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_________________ Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um etwas Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit. |
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Verfasst am: Di 03. Jul. 2007; 02:19 |
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| Pantitlan |
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| Zitat: | | Pantitlan, warum ist das grade bei den Exiltibetern umstritten, also bei den Tibetern, die nicht in Tibet (China) leben? |
Das weiss ich nicht. Vermutlich ist das auch einfach eine Frage der Wahrnehmung. Es ist ja immer so, dass die Exiltibeter die jenigen sind, die viel lauter ausrufen (und auch mehr gehört werden). Das kann mehrere Gründe haben: Die chinesischen Tibeter fürchten sich vor Reaktionen, ihr Widerstand dringt nicht bis zu unseren Ohren vor, die chinesischen Tibeter sind angepasster, da sie von der wirtschaftlichen Entwicklung eben auch mitprofitieren. Ich vermute, dass alle diese Gründe eine Rolle spielen.
| Zitat: | | Was ich mich allerdings frage, die Strasse soll ja wohl auf der Suedseite gebaut werden, also in Nepal - unter chinesischer Anleitung. |
Via Nepal? Das wusste ich nicht. Ist aber ein interessanter Fakt. Hast du irgendwo die genaue Routenführung entdecken können? |
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Verfasst am: Di 03. Jul. 2007; 02:37 |
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| Fabyian |
| Traveller |
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Keine Ahnung, ob das wirklich der Plan ist, aber auf der Suedseite sind die normalen Besteigungsrouten und das Basiscamp ist ebenfalls in Nepal. Zumindest ist der Aufstieg im Norden wesentlich unwegsamer (allerdings ist Nepal auch deswegen von Kletterern bevorzugt, weil die fuer die Besteigung von tibetischer Seite nicht so einfach die noetigen Permits bekommen).
Mal sehn, was ich noch in der chinesischen Presse darueber finde, oder eventuell in der nepalesischen. |
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Verfasst am: Di 03. Jul. 2007; 05:52 |
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| Lars |
| Yetijäger |
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Wo hast du das gehoert, dass sie eine Strasse auf der Suedseite bauen wollen?
Wir waren gerade erst da gewesen und es besteht bereits eine ausgezeichnete Strasse bis fast an die Grenze Nepals. Das "kleine" Teilstueck an das Basecamp (Nordseite) war sowieso nur eine Frage der Zeit. Es stroemen bereits jetzt taeglich hunderte von Touristen dort hin und das Camp ist eine einzige kommerzielle Anlage geworden (Uebrigens auch in Nepal, nur ist es dort noch etwas schwieriger hinzukommen). Bald wird es dort Hotels und Shopping-Centre geben.
Was den Kommentar bezueglich den Exil-Tibetern betrifft, denke ich, dass auch die Tibeter in China nicht gluecklich sind mit diesem Entscheid. Doch wie so oft wird ihre Meinung weder gehoert, noch geschaetzt. Keine chin. Medien wuerden je dieses Thema anschneiden und auslaendische Mediien haben kaum Zugang zu den noetigen Informationen. SChade!
Gruss
Lars |
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Verfasst am: Mi 11. Jul. 2007; 11:27 |
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| Pantitlan |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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@Fabyian: Hast du was in den Medien dazu gefunden?
@Lars: Ist denn diese Strasse nicht einfach dieser Friendship-Highway, der Lhasa mit Nepal verbindet? Bin nicht ganz sicher, aber ich glaube, der wurde nicht extra für die Himalaya-Touristen gebaut.
Wegen Medien: Ich glaube auch, dass es für die schwierig ist, etwas über Tibet zu erfahren. Allerdings glaube ich nicht, dass die Zensur wirklich nach aussen funktioniert. Man kann zwar einen chinesischen Journalisten so einschüchtern, dass er nichts kritisches schreibt. Bei einem ausländischen ist das weniger leicht. Die können einfach das Land verlassen, wenns wirklich zu heiss wird. Und es ist ja auch nicht einzusehen, wieso gerade ausgerechnet Journalisten weniger mitbekommen sollten, als andere Leute vor Ort. Daher denke ich schon auch, dass sich die Exittibeter viel mehr an der Situation stören, als die, welche gegenwärtig dort leben. Ist ja nicht überraschend, wenn man sich überlegt, dass die Leute vor Ort und im Ausland auch ganz andere Informationsmöglichkeiten haben. Man kann ja auch als Tibeter nur dann die Chinesen hassen, wenn man Zugang zu den Infos über ihre Greultat (ob angeblich oder real spielt noch nicht mal eine Rolle) hat. |
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Verfasst am: Fr 13. Jul. 2007; 01:36 |
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| Lars |
| Yetijäger |
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| Anmeldungsdatum: 06.01.2005 |
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@ Panti...
| Zitat: | | Man kann ja auch als Tibeter nur dann die Chinesen hassen, wenn man Zugang zu den Infos über ihre Greultat (ob angeblich oder real spielt noch nicht mal eine Rolle) hat. |
Das ist eine interessante Sache. Wenn du mit Tibetern, auch solche im Exil, ueber diese schrecklichen Sachen sprichst, wirst du sehr erstaunt sein, ueber ihre Antwort. Bloss sehr wenige hassen oder verabscheuen die Chinesen. Als wahre Buddhisten ist ihnen Hass fremd und sie empfinden oft Mitgefuehl fuer die Chinesen, die teilweise auch gezwungen wurden, solche Verbrechen zu vollstrecken.
Wir waren tief beeindruckt von einer solchen aussergewoehnlichen Haltung. Gewalt und Hass wird hier nicht mit Gegengewalt, sondern mit Mitgefuehl und Verstaendnis bekaempft. Eine Sache, mit der viele Probleme der Welt geloest werden koennten! |
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Verfasst am: Mi 12. März. 2008; 02:48 |
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| Pantitlan |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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Habe gerade folgende Nachricht gefunden:
| Zitat: | | Ein Jahr hat die zweite Abteilung für Verkehr der chinesischen bewaffneten Polizei die Straße zum Qomolongma, im Westen besser bekannt als Mount Everest, instand gesetzt. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen. Die Straße wurde extra für den olympischen Fackellauf ausgebaut. Sie führt durch einige nicht windgeschützte Ebenen. Um die Arbeiter vor Sandstaub zu schützen, wurden diese Flächen während der Arbeiten kontinuierlich bewässert. Dadurch konnte auch die Gefahr einer Wüstenbildung durch die Bauarbeiten verhindert werden. An Stellen, an denen die Straße durch grasbewachsene Gebiete führt, wurden die Grasnarben entfernt und an anderer Stelle wieder eingepflanzt. Die Oberflächenvegetation sollte durch die Straßenarbeiten so wenig wie möglich geschädigt werden. |
Die Route würde mich trotzdem interessieren. Nirgends wird erwähnt, dass sie über das Territorium von Nepal führen würde. Vermutlich hast du da etwas falsch in Erinnerung gehabt, Fabiyan. |
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