Am Freitag ist angeblich in China auf dem Weg von Urumqi nach Peking eine Flugzeugentführung mit terroristischem Hintergrund vereitelt worden. Dies behauptet zumindest die Regierung und deren Sprachrohr Xinhua. Die Fluggesellschaft will das nicht bestätigen. Ich hege den Verdacht, dass es diesen Anlass gar nicht gegeben hat, sondern der nur ein Vorwand ist, um nun in den Westgebieten härter gegen die Uiguren vorgehen zu können. Diese Ansicht teilt auch ein Experte, der von der Financial Times interviewt wurde.
Ein ähnlicher Verdacht hegt der Tagesanzeiger: "Es gibt also zwei Szenarien: Einerseits die reale Gefahr von Terroranschlägen während der Olympischen Spiele, glaubt man der chinesischen Führung. Andererseits die Befürchtung der uigurischen Exilanten, Peking missbrauche das Wort Terror für eine neue Unterdrückungswelle. Beide Szenarien sind beunruhigend."
Besonders die Aussage des Tagesanzeigers finde ich sehr realistisch. Die Publicity für die Terroristen wäre an den Olympischen Spielen selber viel grösser gewesen als ein paar Monate davor. Somit spricht der Zeitpunkt eher für die zweite These, dass die Regierung Chinas noch Probleme beseitigt. Aber das ist nur meine eigene These.
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