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Weltreiseforum Foren-Übersicht » Japan » Memoirs of a Geisha - Quellenlage?
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Memoirs of a Geisha - Quellenlage?
BeitragVerfasst am: So 05. Nov. 2006; 16:11 Antworten mit Zitat
Pantitlan
Site Admin
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 4212
Wohnort: Beijing (Basel)




Ich bin gerade daran, das spannende Buch zu lesen. Den Film schaue ich allenfalls später. Es scheint mir, als habe der amerikanische Autor hervorragend recherchiert, denn die ganzen Umstände sind recht genau beschrieben. So zum Beispiel, wie die ganze Wirtschaft in den Okiyas, also den japanischen Freudenhäusern, funktionierte und ebenso, welche Art von Spiele es gegeben hat.

Mir ist klar, dass die Geschichte erfunden ist. Aber mich würde interessieren, ob jemand eine Ahnung hat, auf welche Quellen sich der Autor stützt? Im Nachwort schreibt er kurz von zwei Interviews, die jeweils einen halben Tag gedauert haben. Aber das kanns ja nicht sein. Weiss jemand mehr?

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BeitragVerfasst am: Mi 22. Nov. 2006; 02:06 Antworten mit Zitat
sandsturm
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 17.10.2004
Beiträge: 507
Wohnort: Bern




Ich habe nur den Film gesehen und fand: Ausser schönen Bildern nichts gewesen.

Was mir aber aufgefallen ist, ist, dass der Film in seiner Art unheimlich amerikanisch ist. Die Hauptgeschichte ist eigentlich eine etwas exotisierte Variation des Amerikanischen Prinzip "vom Tellerwäscher zum Millionär". Also wie man mit Fleiss und guten Ideen sich hocharbeiten kann. Das ist genau das, was diese Sayuri im Film gemacht hat. Ich denke, wenn das Buch von einem Japaner geschrieben worden wäre, dann hätte der ganze Ablauf anders ausgesehen. Das gleiche gilt übrigens auch für die Beziehungsebene. Mit neun Jahren verliebt sie sich in den Direktor dieser Elektrofirma und die ganze Geschichte geht darum, dass sie ihn kriegen möchte, bis am Schluss sie feststellt, dass er sie schon immer wollte. Hatten wir das nicht schon in hundert Variationen?
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BeitragVerfasst am: Do 23. Nov. 2006; 14:23 Antworten mit Zitat
Pantitlan
Site Admin
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 4212
Wohnort: Beijing (Basel)




Erfolgsgeschichten gibt es nicht nur in der amerikanischen Literatur. Aber du hast schon recht. Elemente dieser amerikanischen Vorstellungen sind tatsächlich bereits in der Geschichte angelegt. Eigentlich ähnlich wie dies bereits bei "Last Samurai" der Fall war.

Was mich beim lesen ein bisschen geärgert hat, ist dass mir nicht von anfang an klar wurde, dass dieser Chairman dahintersteckt. Ich war am Ende ganz überrascht.

Spannend fand ich zu sehen, wie die ganze Strategie verlief. Also Wie Mameha alles eingefädelt hat, um Sayuri zum Erfolg zu bringen. Auch toll fand ich, dass alles historisch in eine spannende Zeit eingebetet war.

Den Film werde ich noch schauen. Hoffe, dass er nicht ganz soo schlecht ist. Was ist denn das Problem daran?

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BeitragVerfasst am: Do 23. Nov. 2006; 15:05 Antworten mit Zitat
Rougerose
Rastloser
Anmeldungsdatum: 03.11.2006
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sandsturm hat folgendes geschrieben:
Ich habe nur den Film gesehen und fand: Ausser schönen Bildern nichts gewesen.


Da muss ich dir widersprechen! Ich hab den Film eigentlich "unfreiwillig" gesehen (hab Tickets für die Premiere in Zürich gewonnen Smile ) und bin sehr überrascht worden. Wenn ich die Tickets nicht gewonnen hätte, hätte ich den Film warscheinlich nicht geschaut. Aber ich fand den einfach grossartig! Ich bin dann zur Bibliothek und hab mir das Buch dazu ausgeliehen, auch das unglaublich gut geschrieben!

Über die Quellen... hab da mal bei Wikipedia reingekuckt: Sehr interessanter Beitrag über Geishas allgemein:

http://de.wikipedia.org/wiki/Geisha

Ich hab bei Wiki noch ein wenig weitergeklickt und da hab ich Gründe zur Entstehung des Romans gefunden:

(Zitat aus Wiki) "Arthur Golden lebte, nach seinem Abschluss in japanischer Kunst und Geschichte an der Harvard- bzw. der Columbia University, sowie seinem Master in Anglistik, mehrere Jahre in Japan. Er soll beim Schreiben seines Erstlingswerks von einem Treffen in Tokio inspiriert worden sein, bei der Golden den unehelichen Sohn eines angesehenen Geschäftsmannes und einer Geisha kennenlernte. Diese Begegnung faszinierte den Autor so sehr, dass er über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg begann, jedes Detail der japanischen Geisha-Kultur zu erforschen. Bei der Recherche zu seinem Roman soll er sich hauptsächlich auf die Erfahrungen der Geisha Mineko Iwasaki, einer guten Freundin seiner Großmutter, gestützt haben. Iwasaki hatte jahrelang als berühmte Geisha die japanische Oberschicht bezaubert."

Grüsse Rougerose

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BeitragVerfasst am: Fr 24. Nov. 2006; 23:14 Antworten mit Zitat
tumi8
Holidayresort-Guru
Anmeldungsdatum: 12.12.2005
Beiträge: 11
Wohnort: schweiz




ich bin seit jahren fasziniert von japan. bücher von yoshimoto und murakami verschlinge ich innert kürzester zeit- die haben so etwas an sich, das schwer zu beschreiben ist, eine magie, die mich nie wieder loslassen wird*
als ich diesen frühling auf einer 2monatigen reise war, hat mir eine freundin das buch mitgegeben. ich war wirklich skeptisch. doch weglegen konnte ich es nicht, bevor nicht der letzte buchstabe zerlesen war. das buch fesselt, fsziniert, schockiert, überrascht, informiert. die informationen kommen klar aus erster hand. man lernt eine unmenge über einen tabuisierten teil der japanischen kultur, bzw, nicht tabuisiert, aber vielmals falsch interpretiert. ich fand es unheimlich interessant.
auf der insel montserrat habe ich das buch begonnen und beendet; zufälligerweise hatten die guesthouse besitzer den dvd da, und ich wagte es, ihn mir anzusehen. mein freund, der das buch nicht gelesen hatte, sass neben mir.
von beginn weg hatte ich alle 5minuten das gefühl, ich müsse "pause" drücken und erklären. die gesamten details sind nirgends zu finden. mameha wird zur schwester und kein mensch weiss wieso und warum das so sein muss zum beispiel. es ist kein vergleich. film und buch: da sind meiner meinung nach welten dazwischen, denn bei dem thema finde ich, gehören grundinfos UNBEDINGT dazu um verstehen zu können!!!
trotzdem ist der film fürs auge wunderschön gemacht. stimmung, farben, gerüche, die man wirklich fast riechen kann, schöne menschen.... und auch die musik ist bezaubernd.
ich denke dass der film vorallem dann gut ist, wenn man eben nicht immer das gefühl hat, dass etwas fehlt, sprich wenn man das buch nicht gelesen hat.
***tumi*

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BeitragVerfasst am: Do 30. Nov. 2006; 11:32 Antworten mit Zitat
sandsturm
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 17.10.2004
Beiträge: 507
Wohnort: Bern




Was vielleicht auch noch angesichts der eingangs erwähnten Quellenlage zu erwähnen ist: Der Autor hat ja diese Geisha interviewt und versprochen, dass er ihren Namen nicht veröffentlicht. Das hat er aber scheinbar doch getan, worauf diese eine Autobiographie veröffentlichte, in denen sie all diese Punkte revidierte, welche Goldmann ihrer Meinung nach falsch schrieb. Das habe ich mal in einem Artikel gelesen. Ich kann mich aber nicht mehr erinnern, wie diese Buch hiess.
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BeitragVerfasst am: Sa 02. Dez. 2006; 10:14 Antworten mit Zitat
Alabor
Pauschaltourist
Anmeldungsdatum: 26.09.2006
Beiträge: 3
Wohnort: Basel




sory


Zuletzt bearbeitet von Alabor am So 03. Dez. 2006; 18:52, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: So 03. Dez. 2006; 18:08 Antworten mit Zitat
Pantitlan
Site Admin
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 4212
Wohnort: Beijing (Basel)




Du, ich weiss nicht, ob die Autorin dieser Seite eine Freunde daran hat, dass du ihre Seite einfach eins zu eins zu uns rüber kopierst. Kannst du nicht einfach sagen, was DU davon haltest? Nicht, dass ich als Forenbetreiber noch Probleme mit dem Copyright kriege und so...

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BeitragVerfasst am: Fr 26. Jan. 2007; 12:55 Antworten mit Zitat
Shopgirl_66
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 189




Hallo zusammen,

das Buch heißt: Die wahre Geschichte der Geisha und ist von Mineko Iwasaki.
Sie stellt darin unter anderem klar, dass die "erste Nacht" einer Geisha nicht versteigert wird (ist nur üblich bei japanischen Prostituierten) und andere Fehler.

Das Buch von Golden hat gegenüber dem Film den Vorteil, ausführlicher und damit auch inhaltlich logischer zu sein. Im Film sieht es ein bisschen so aus, als wenn heute beschlossen würde, das Mädchen wird Geisha und morgen steht sie bereits auf der Bühne. Tatsächlich steht da jahrelange Arbeit hinter ...
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BeitragVerfasst am: Di 13. Feb. 2007; 06:41 Antworten mit Zitat
sandsturm
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 17.10.2004
Beiträge: 507
Wohnort: Bern




Hast du denn beide Bücher gelesen? Ist diese "wahre Geschichte" auch lesenswert? Golden ist ja schon ein recht begnadeter Autor, auch wenn hier und da mal was falsch ist. (Wobei man auch sagen muss, dass auch im richtigen Leben nicht alles nach den Normen läuft. Kann also gut sein, dass die Fehler auch solchen Ursprung haben).
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BeitragVerfasst am: Di 13. Feb. 2007; 12:29 Antworten mit Zitat
Shopgirl_66
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 189




Hi Sandsturm,

meintest du mich mit deiner Frage?

Ja, ich habe beide Bücher gelesen.
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Memoirs of a Geisha - Quellenlage?
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