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 | Flebia - digitales Papier |  |
Verfasst am: Fr 18. Mai. 2007; 22:57 |
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| Pantitlan |
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| Kennt jemand von Euch schon Flepia? Das ist ein neues Produkt von Fujitsu-Siemens, das nun in Japan auf den Markt gekommen ist. So wie ich das verstehe, ist das so was wie ein ganz dünner Bildschirm, auf dem man Bücher lesen kann. Und der grosse Clou dabei ist: Wenn man den Bildschirm ausschaltet, bleibt die Schrift lesbar. Das könnte also auch eine Entwicklung sein für Laptops, damit dermaleinst die Batterien länger halten. Was haltet ihr davon? |
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Verfasst am: Sa 19. Mai. 2007; 10:09 |
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| Alex |
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Technisch ist das schon spannend.
Aber ich könnte mir erstmal nicht vorstellen, mit soetwas Papier und Bücher zu ersetzen. Aber das Eigensinnige an technischen Revolutionen ist ja auch, dass die Leute im Voraus oft gesagt haben, dass das nicht möglich, nicht praktikabel oder nicht nötig ist. Aber dann schreite die Technologie doch manchmal auf eine Weise voran, die man nicht vorhersehen konnte. Um auf einmal ist es doch möglich, praktikabel und irgendwann auch "nötig". Übrigens ist das auch ein Argument, warum eine Planwirtschaft innovationstechnisch mit einer Marktwirtschaft per se langfristig nicht mithalten kann. Denn die Idee von einem aus einer Millionen geht in einer Planwirtschaft schlicht unter, sofern die Planer-Bonzen nicht zu überzeugen sind bzw. i.d.R. fällt die bahnbrechende Idee den Planern in der Masse von anderen Ideen sogar gar nicht auf. Aber ich schweife ab...
http://de.gizmodo.com/2007/04/22/fujitsu_flepia_console_paper.html
Gruß,
Alex |
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Verfasst am: Sa 19. Mai. 2007; 12:01 |
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| Pantitlan |
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OFFTOPIC:
| Zitat: | | Denn die Idee von einem aus einer Millionen geht in einer Planwirtschaft schlicht unter, sofern die Planer-Bonzen nicht zu überzeugen sind |
Genau das ist doch das, was bei Plan- wie auch Marktwirtschaft gleich ist. In der einen geht die Idee von einem unter Millionen unter, weil er die Parteikader nicht überzeugen kann, beim anderen geht sie unter, weil er die Banken nicht davon überzeugen kann. |
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Verfasst am: Sa 19. Mai. 2007; 13:51 |
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| Aremonus |
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naja, die banken lassen sich mit einem sauberen businessplan schon überzeugen; egal was man vermarktet (und sonst überzeugt man halt die investoren, siehe baslersoftwarefirma day^^)
Das Problem ist, dass die meisten gerade gross einsteigen wollen und die firma nicht entwickeln, was keine bank zulässt, aber das ist off-topic.
Die Technologie beruht meines Wissens nach auf den altbekannten LCD, in verbindung mit Polymeren, welche wie eine staatische Ladung erzeugen und halten. Der Nachteil: das ganze geht nur in schwarz-weiss, da sonst die Kontrastverhältnisse zu tief sind (von daher auch vorerst ncht wirklich für Laptops nutzbar). 9300€ sind jedoch definitif zu teuer, zu diesem Preis ist der Markt doch recht klein.
Weiss jemand, warum das Zeug so teuer ist? Warum bauen die das nicht einfach auf der OLED-Technologie auf? Da würde der Akku auch 50 Stunden halten; bei meinem PDA hält er etwa 30 Stunden und der läuft mit LCD; da lese ich lieber dort drauf, ist gemütlicher, kleiner, viel leichter und erst noch viel billiger  |
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Verfasst am: Sa 19. Mai. 2007; 14:42 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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| Zitat: | | beim anderen geht sie unter, weil er die Banken nicht davon überzeugen kann. | Wenn man auch einen angemessenen Teil der Mittel selbst beisteuert, dann signalisiert das der Bank, dass man sich auch selbst diesem Projekt verpflichtet und an das Gelingen glaubt. Natürlich kann die Bank die Qualität eines Projektes selten besser beurteilen als der Projektinitiator selbst. Aber sofern das Projekt nicht völlig abstrus ist, ein angemessener Businessplan eingereicht wird und der Kreditnehmer sich selbst finanziell beteiligt (Sicherheiten einbringt), wird die Bank den Kredit im Normalfall nicht verwehren. In Deutschland gibt es in diesem Fall außerdem Sparkassen, die sich (eigentlich) auch dem öffentlichen Interesse verpflichtet haben und (insbesondere bei lange bestehender Kunde-Bank-Beziehung) leichter kleinere Kredite vergeben.
Und dann gibt es noch die Erfindermessen etc., auf denen sich entweder Investoren/Vermarkter finden lassen oder eine größere Firma, die die Erfindung aufzukaufen bereit ist.
Zu dem Gerät:
Ich nehme doch schwer an, dass die Geräte mehr die Art von "vermarkteten Prototypen" haben und Vorläufer von ausgereifteren und preislich erschwinglicheren Produkten sein sollen.
Zwar weiß ich nicht, was die "OLED-Technologie" ist... aber sind solche Displays denn auch biegsam?
Gruß,
Alex |
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Verfasst am: Sa 19. Mai. 2007; 15:26 |
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| Aremonus |
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| lässt isch machen, wenn man sie in PET verpackt - aber wozu biegsam? |
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Verfasst am: Sa 19. Mai. 2007; 15:29 |
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| Alex |
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Die Biegsamkeit ist doch eine der Kern-Neuerungen dieses Displays. Es ist "wie Papier" (naja... ) biegsam.
Gruß,
Alex |
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Zuletzt bearbeitet von Alex am Sa 19. Mai. 2007; 19:33, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am: Sa 19. Mai. 2007; 19:32 |
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| Aremonus |
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naja, eher biegsam wie eine pet-flasche^^
ich bevorzuge da meinen PDA gerade bei dem Preis... |
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Verfasst am: Sa 19. Mai. 2007; 23:05 |
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| Pantitlan |
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Back to the offtopic:
| Zitat: | | naja, die banken lassen sich mit einem sauberen businessplan schon überzeugen; egal was man vermarktet (und sonst überzeugt man halt die investoren, siehe baslersoftwarefirma day^^) |
| Zitat: | | Wenn man auch einen angemessenen Teil der Mittel selbst beisteuert, dann signalisiert das der Bank, dass man sich auch selbst diesem Projekt verpflichtet und an das Gelingen glaubt. |
Scheint mir ein bisschen arg blauäugig zu glauben, dass eine gute Idee und ein guter Businessplan reicht. Gerade den Teil selber beisteuern ist doch das grosse Problem. Ich habe ja nicht einmal genügend Bares auf der Seite, um mir eine eigene Firma zu gründen, geschweige denn etwas selber zu finanizieren. Wie sollte ich etwa eine grandiose Idee selber vermarkten können? Ich kann höchstens mein Wissen an eine Firma abtreten und die dann meine Idee "ausbeuten" lassen. Ich behaupte ja nicht, dass die Planwirtschaft besser ist, aber ich finde mal sollte schon auch eine kritische Distanz zu diesem "Ökonomie-Glauben" haben.
On-topic:
Wie kommst du denn auf solche Preise, Aremonus? 9000 Franken sind für so ein Gerät natürlich schon ein stolzer Preis und es dürfte erst bei einem Preis von unter 500 Franken massentauglich werden. Wenn es angenehm zum lesen ist (das ist ja bis jetzt das Problem von PDA und anderen Bildschirmen: Keiner möchte wirklich auf ihnen etwas Längeres lesen), könnte so ein Produkt durchaus chancen haben. Vor allem auch, wenn es zusammenrollbar ist. Der PDA hat ja den Nachteil, dass der Bildschirm viel zu klein ist, um die Infos einigermassen attraktiv zu präsentieren.
Doch noch zurück zur Frage: Biegsam wie Papier oder wie eine Petflasche? Vielleicht wie ein Schokoladenpapier? Ist ja auch aus Plastik... |
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Verfasst am: So 20. Mai. 2007; 10:03 |
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| Alex |
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| Zitat: | | Gerade den Teil selber beisteuern ist doch das grosse Problem. Ich habe ja nicht einmal genügend Bares auf der Seite, um mir eine eigene Firma zu gründen, geschweige denn etwas selber zu finanizieren. | Es geht nicht darum, das Projekt vollständig selbst zu finanzieren, sondern selbst einen finanziellen Beitrag zu leisten und Sicherheiten zu geben. Man muss mal bedenken, was für obskure Erfindungen Leute schon auf den Markt gebracht haben, wie irgendwelche Dosenöffnersysteme etc.
Der Verkauf des Patents an eine Firma ist nur eine Möglichkeit unter vielen. Da kann der Erfinder natürlich selbst entscheiden, was er für richtig hält. Meines Wissen ist es aber meist so, dass Erfinder ihr Patent nicht verkaufen, sondern... wie soll ich sagen... "vermieten" / "vermarkten lassen".
In der Schweiz gibt es doch sicher auch eine Art Sparkasse oder Genossenschaftsbanken, oder?
Selbst wenn jemand die Erfindung doch verkaufen sollte, dann ist das doch keine "Ausbeutung"! Niemand zwingt den Erfinder, das zu tun, er hat die Wahl. Wenn sich mehrere Firmen um das Patent bemühen, dann kann er das Patent an das schönste, das reichste oder das interessanteste Unternehmen verkaufen, an das Unternehmen, das am meisten oder am wenigsten bietet. Und wenn er mit seinem Patent durch die Messen getourt ist und niemand will es haben... dann will es eben niemand haben, weil niemand glaubt, damit Geld verdienen zu können bzw. weil niemand glaubt, dass es ein Kunde haben wollte.
| Zitat: | | Ich behaupte ja nicht, dass die Planwirtschaft besser ist, aber ich finde mal sollte schon auch eine kritische Distanz zu diesem "Ökonomie-Glauben" haben. | Das ist hier zwar jetzt unabhängig von Fragen der Kreditvergabe, aber... Wieso "Glauben"? Es ist vielmehr ein Glauben vieler, die Welt würde von ein paar Großkonzernen bestimmt und der Rest der Welt arbeite unter der Fuchtel dieser. Aber so ist das nicht. Die Wirtschaft ist größtenteils geprägt von vielen vielen kleinen bis mittelgroßen Unternehmern, die eine Spedition, einen Versandhandel, einen Copy-Shop oder auch bloß einen Friseurladen betreiben. All diese Unternehmen haben ihre Betriebe auch selten selbst eigenfinanziert, sondern über Kredite von Banken teilweise fremdfinanziert.
Selbst im obigen Fall eines Erfinders hat dieser doch in einer Marktwirtschaft (die im übrigen schlicht die natürliche Form des menschlichen Wirtschaftens darstellt) unendlich viel mehr Möglichkeiten, sein Produkt zu vermarkten/verkaufen. Und das gilt nicht nur, weil er mehr Möglichkeiten hat, einen Produzenten/Vermarkter/Investoren o.Ä. zu finden, sondern weil es ansonsten gar keine Innvoationen suchenden Produzenten/Vermarkter/Investoren o.Ä gäbe.
Niemand sagt (bzw. ich jedenfalls nicht), dass die Weltwirtschaft, die deutsche/schweizer Wirtschaft superschön, perfekt und sowieso superperfekt ist. Aber das PRINZIP (der Marktwirtschaft) ist das Richtige. Es ist an sich nicht perfekt, aber es ist das Beste, was wir haben. Es ist auch in der Realität möglicherweise nicht perfekt ausgearbeitet. Aber das PRINZIP zu hinterfragen, weil es nicht bestmöglich implementiert ist, kann nicht die Lösung sein.
Wo wir schon dabei sind... deswegen ärgere ich mich auch immer über viele der "Globalisierungsgegner" (wobei da sicher einige Vernünftige dabei sind). Globalisierung ist an sich etwas Gutes und sowieso etwas Unaufhaltbares. Es ist nur die Ausformung der Globalisierung, die nicht ideal ist. Das will ich gar nicht bestreiten. Man denke an die Überschüsse aus der subventionierten Agrarproduktion der EU/USA, die auf die Märkte Afrikas geworfen werden und dort die heimischen Nahrungsmittelproduzenten an den Rand des völligen Zusammenbruches gebracht haben. Aber das ist ein Entwicklung, die ja ihre Grundlage in dem Protektionismus der westlichen Industriestaaten hat, also in Maßnahmen, die dem Prinzip des Freihandel diametral entgegenlaufen.
| Zitat: | | Doch noch zurück zur Frage: Biegsam wie Papier oder wie eine Petflasche? Vielleicht wie ein Schokoladenpapier? Ist ja auch aus Plastik... | Schweizer Interna? Schokoladenpapier aus Plastik? Bei uns ist das immer eine Art Alufolie...
Gruß,
Alex |
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