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 | Erstschlag von Nordkorea angedroht |  |
Verfasst am: Di 22. Aug. 2006; 08:43 |
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| Pantitlan |
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Das lese ich heute in der Zeitung:
| Zitat: | | Nordkorea hat nach dem Beginn eines gemeinsamen Manövers südkoreanischer und amerikanischer Truppen seine Kriegsrhetorik wieder verschärft. Pjöngjang drohte einen Erstschlag an. «Die koreanische Volksarmee behält sich daher das Recht vor, einen Präventivschlag gegen den Feind zu verüben um sich zu verteidigen», meldete KNCA. Nordkorea hatte die Militärübungen des Südens bereits zu Wochenbeginn als inakzeptable Provokation bezeichnet. |
Wie soll man das einordnen? Vermutlich sind das grosse Worte, denn einen wirklichen Militarschlag kann sich Nordkorea wohl kaum leisten. Das wäre ja schierer Selbstmord des Regimes. Der Autor des Artikels schreibt weiter unten, dass dieses Säbelrasseln wohl dazu diene, weitere Atomtests zu legitimieren. Aber ob das geschickt ist? Immerhin finden diese Uebungen ja jedes Jahr statt und bisher gabs nie Probleme. Da wird ja ziemlich deutlich, dass das nur ein Vorwand sein kann. |
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Verfasst am: Di 12. Sep. 2006; 03:43 |
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| Kimchi |
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Die übliche Propaganda....Würde man Nordkorea an den Worten messen, läge schon die ganze Welt in Asche unter Regieführung des Geliebten Führers...
Die Taten sind schlimm genug, also braucht man auf Worte keine Acht geben
Was Nordkoreas Problem ist, ist, dass die Konten in Südostasien (ich glaub Macao) gesperrt wurden und Herr Kim in Pyongyang seinen Kaviar jetzt anders finanzieren muss. |
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Verfasst am: Mi 20. Sep. 2006; 01:41 |
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| Pantitlan |
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Nun ja, ist ja auch nicht viel anders als das, was das amerikanische Aussenministerium verlauten lässt...
Ja, ich sehe schon: Das mit dem Kaviar ist natürlich schon ein Grund für einen militärischen Erstschlag. Hat er denn sein Geld nicht bei uns in der Schweiz... Tja, selber schuld!  |
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Verfasst am: Mi 20. Sep. 2006; 13:30 |
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| Kimchi |
| Hardcoretraveller |
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Naja, einer aus der Familie Kim hat wahrscheinlich schon ein Konto in der Schweiz.....sein jüngster Sohn, der dort nämlich auf ein Elite-Internat geht/ging und sich bestimmt zwischendurch auch mal ne Cola kaufen will/wollte  |
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Verfasst am: Di 10. Okt. 2006; 07:41 |
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| Pantitlan |
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| Seit gestern wieder aktueller. Was glaubt ihr, wie es mit der Atomkrise in Nordkorea weitergehen wird. Werden die Tests wirklich "die Welt veraendern", wie heute eine australische Tageszeitung titelte? |
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Verfasst am: Di 10. Okt. 2006; 12:24 |
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| Alex |
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War es denn nun wirklich ein Atomtest? Es wurde doch noch gemutmaßt, dass es möglicherweise ein mit konventionellen Sprengungen vorgetäuschter Test war.
Ansonsten halte ich mich mit Voraussagen zurück und warte lieber gespannt darauf, wie Washington nun reagiert... |
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Verfasst am: Do 12. Okt. 2006; 02:03 |
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| Kimchi |
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War ja klar, dass das so kommt....
Das Datum ist übrigens in mehrfacher Weise äußerst bemerkenswert...
Der 9. Oktober ist für Nordkorea sowas wie bei uns der 9. November von der Geschichtsträchtigkeit.
Am 8. Oktober wurde Kim Jong Il zum Cheffe,
Am 9./10. Oktober wurde die KP Nordkoreas gegründet,
Am 9. Oktober vor 23 Jahren wurde durch ein nordkoreanisches Attentat die haleb südkoreanische Regierung in Rangoon getötet
Am 9. Oktober, nur eine halbe Stunde vor dem Atomtest betrat der neue japanische Premier Shinzo Abe südkoreanischen Boden zu einem beidseitigen Gipfel
Am 9. Oktober empfahl der SIcherheitsrat Ban Ki Moon zum Generalsekretär der UN zu wählen
Und nicht zuletzt war genau zu diesem Zeitpunkt gerade Chusok, einer der höchsten koreanischen Feiertage (Herbstabend = Erntedankfest).
Also der Hang zu Symbolik ist auch hier festzustellen...
Die Auswirkungen des Tests sind nicht vorauszusehen im Moment. Ist natürlich sehr interessant, dass jetzt Ban UN-General wird...
Die Südkoreaner sind sehr sehr verunsichert. Im Moment wachen die letzten "Ein-Volk"-Theoretiker und Wiedervereinigungsfanatiker aus ihren SOnnenscheinpolitiksträumen auf...die konservative Chosun Ilbo spricht im Zusammenhang mit der desolaten Außenpolitik Südkoreas in den letzten Jahren von der "Sonnenuntergangspolitik"
Alles in allem insbesondere für Südkorea einer der schlimmen Tage in der eigenen Geschichte, da Kim Jong Il nur sehr schwer zu berechnen ist und die letzte Option seines Regimes, ich nenn es mal "Verbrannte Erde II", immer eine Option für ihn sein dürfte...
Allerdings, da hat Alex Recht, sollte man wirklich erst einmal abwarten. Wenn es eine Atombombe war, dann war es eine sehr sehr kleine (nicht mal die Hälfte von Hiroshima, wie ich mich zu erinnern glaube) Natürlich kann auch solch eine Bombe, wenn sie richtig gezündet wird Millionen Todesopfer in Seoul kosten. |
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Verfasst am: Sa 14. Okt. 2006; 02:31 |
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| Pantitlan |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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Ja, die Bombe scheint eher klein gewesen zu sein, doch die politische Wirkung ist gross. Gemaess Analytikern in den australischen Zeitungen stehen wir vor einem Wettruesten in Ostasien. Japan muesse, so der Tenor, nun einsehen, dass die USA sie nicht schuetzen werden koennen und selber nuklear aufruesten (wobei hier natuerlich das Problem mit dem Atomsperrvertrag besteht, den Japan wohl nicht so schnell aufloesen kann. Ich glaube, rechtlich sind da 5 Jahre Kuendigungsfrist). Wobei diese Aufruestung dann nicht unbedingt nur gegen Korea gerichtet ist, sondern vor allem auch gegen China. Somit waere dieser Test fuer Japan ein guter Vorwand, um aufzuruesten. Und Abe, der neue japanische Premier, gilt ja als Falke.
Und weiter heizen die Analysten das Klima auch in Australien an und kommen zum Schluss: "Ist ganz Ostasien aufgeruestet, wird auch Australien nicht umhin kommen, eine Nuklearmacht zu werden, was wiederum Aufruestungsbestrebungen von Indonesien bewirken kann." |
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Verfasst am: Sa 14. Okt. 2006; 11:17 |
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| Alex |
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Nun scheint auch langsam faktisch festzustehen, dass es sich um eine nukleare Explosion gehandelt hat.
http://www.nytimes.com/2006/10/14/world/asia/14nuke.html
http://www.nzz.ch/2006/10/14/al/newzzET9K27KZ-12.html
Die "Kündigungsfrist" beträgt drei Monate. Kein Land würde einen Vertrag unterschreiben, der das Land unter allen Umständen für mehrere Jahre bindet. Und selbst wenn, könnte der Vertragsbruch kaum bestraft werden. Immerhin sind (oder waren) die Nuklearmächte bis jetzt Großmächte, die sich kaum gegenseitig mit Sanktionen bestrafen würden.
ARTICLE X
1. Each Party shall in exercising its national sovereignty have the right to withdraw from the Treaty if it decides that extraordinary events, related to the subject matter of this Treaty, have jeopardized the supreme interests of its country. It shall give notice of such withdrawal to all other Parties to the Treaty and to the United Nations Security Council three months in advance. Such notice shall include a statement of the extraordinary events it regards as having jeopardized its supreme interests.
siehe: http://disarmament.un.org/wmd/npt/NPT%20text-English.pdf
Australien als Atommacht? Haben die Analytiker auch eine Begründung für die Notwendigkeit atomarer Aufrüstung gegeben? |
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Verfasst am: So 15. Okt. 2006; 09:56 |
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| Pantitlan |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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| Alex hat folgendes geschrieben: | | Die "Kündigungsfrist" beträgt drei Monate. Kein Land würde einen Vertrag unterschreiben, der das Land unter allen Umständen für mehrere Jahre bindet. Und selbst wenn, könnte der Vertragsbruch kaum bestraft werden. Immerhin sind (oder waren) die Nuklearmächte bis jetzt Großmächte, die sich kaum gegenseitig mit Sanktionen bestrafen würden. |
Jein, es ist ja die Frage, wie weit sich die Staaten binden wollen und auch wie wertvoll so ein Vertrag ist. Wenn man sich nur verpflichtet, die naechsten drei Monate keine Atombomben herzustellen, dann ist er ja wohl das Papier nicht wert.
Der Vertragsbruch findet ja nicht von seiten der Atommaechte statt. Die haben kaum Interesse, den Vertrag zu brechen. Sie wuerden ihn ja dann brechen, wenn sie Atomwaffen weitergeben wuerden. Er wird ja eher von den Nichtatommaechten gebrochen, die ja ihre Atomwaffenfreiheit gegen Material zur friedlichen Nutzen tauschen.
| Zitat: |
Australien als Atommacht? Haben die Analytiker auch eine Begründung für die Notwendigkeit atomarer Aufrüstung gegeben? |
Ja, aber die habe ich nicht mehr im Kopf. Habe die Zeitung aber noch irgendwo im Camper gaaanz weit unten im meinem grossen portablen Chaos...  |
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Verfasst am: Mo 16. Okt. 2006; 14:37 |
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| Kimchi |
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| Anmeldungsdatum: 17.10.2004 |
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boah heute war ich echt geschockt.........
habe noch gemütlich geschlummert, plötzlich geht das telefon los (neben meinem bett)..ich also aufgewacht und rangegangen.
am anderen ende relativ ruhig, aber mit überschlagender stimme eine gute freundin aus seoul "we got air raid...dann auf koreanisch... es gibt in seoul nie solche übung, ich gehe jetzt in die ubahn, vielleicht sind die bomben aus dem norden nicht atomar, dann können wir es überleben"
ich dacht ich hör nicht richtig....aber nur knapp 10 minuten später bekam ich die entwarnung, dass es sich nur um eine Übung gehandelt hatte angesichts der Bedrohung....Immerhin tut die südk. Regierung jetzt mal was, um das ansonsten doch sehr desinteressiert herumtrottende Volk auf die Bedrohung hinzuweisen... |
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Verfasst am: Mo 16. Okt. 2006; 17:17 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
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Heftig...
Aber wurde die Übung denn gar nicht angekündigt? Wahrscheinlich nur halbherzig... |
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