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Verfasst am: So 27. Jul. 2008; 16:43 |
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| Kalamasu21 |
| Hardcoretraveller |
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| Anmeldungsdatum: 21.11.2006 |
| Beiträge: 79 |
| Wohnort: HD |
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ich hab auch ma wieder ne Frage...
gibt es bestimmte Regeln , die man in Tempel einhalten muss bzw. Angewohnheiten die man lassen sollte.
und wie funktioniert es mit den Räucherstäbchen? |
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_________________ Es gibt keinen Grund für den Beginn einer Liebe nur für ihr Ende. |
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Verfasst am: So 27. Jul. 2008; 19:37 |
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| dresden71 |
| Holidayresort-Guru |
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| Anmeldungsdatum: 05.07.2007 |
| Beiträge: 14 |
| Wohnort: Dresden |
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Eigentlich sind der Umgang und die Regeln in Tempeln/ Schreinen aus unseren Erfahrungen entspannter als in Deutschland, jedenfalls für den Besucher aus dem Ausland.
Man sollte natürlich den normalen Respekt vor der religös tätigen Menschen walten lassen. Aber davon gehe ich aus...
Man sollte in Ruhe anwesenden Japaner beobachten und bekommt damit einen Überblick wie es läuft. Grundsätzlicher Tipp: Wo anwesende Japaner hingehen, kann man auch hingehen. Man kann nähmlich nicht in das Innere eines shintoistischen Schreines aber sehr wohl in das eines buddhistischen Tempels.
Man kann natürlich auch sein Glück bei den Göttern suchen. Vielleicht klappt es ja. Uns hat mal ein japanischer Reiseführer in einem wichtigen Shinto-Schrein in Kamakura an einer alten riesengoßen Gebetstrommel gesagt, dass wir sie ruhig drehen sollte. Er sagte: Schaden kann es nicht und vielleicht haben ja die Götter auch für uns Zeit... Gibt so in etwa das Verständnis der Japaner wieder. Ist also nicht so ein großes Problem wie vielleicht im Kölner Dom...
Ansonsten vielleicht den kurzen Ablauf in einem Schrein:
- in den Opferstock ein kleines Geldstück werfen (bevorzugt wenn vorhanden 5 Yen-Münze)
- beim Betreten zweimal in die Hände klatschen oder an einer vorhandenen Glocke kurz läuten --> die Götter müssen wissen das man da ist
- verneigen
- in Stille sein Wunsch äußeren
Dies sollte im allgemeinen reichen. Man kann übrigens das Geld aber auch vor Figuren o.ä. im Tempelgelände ablegen. Die Götter sind im allgemeinen ein wenig bestehlich (sind halt etwas menschlicher als vielleicht in unserer Welt) und helfen gerne auch Ausländern. Wir sind beide im Jahr des Schweins geboren und eine 100 Yen-Münze in einem kleinen Tempel mit einem wunderschönen Steinschwein in Kyoto hat uns einen herrlichen Urlaub eingebracht...Es klappt also...
Wie gesagt, mit ein wenig Respekt, Stille (abgesehen von den Gebetstrommeln die man auch ruhig drehen kann) und Aufmerksamkeit klappt es. Aber dort sollte man als normaler Mitteleuropäer klar kommen. So wie man sich in einer europäischen Kirche verhält oder verhalten sollte so klappt es auch in den zugänglichen Bereichen eines japanischen Schreins/ Tempels. Einem Ausländer wird auch ein wenig nachgesehen. Wir können es einfacher nicht besser...
Die Räucherstäbchen dienen im allgemeinen als Opfergabe. manchmal auch zur Reinigung bzw. Heilung (den Rauch an erkankte Stellen fächern so helfen). Normalerweise kann man an Verkaufständen Räucherstäbchen, Wunschtafel u.ä. kaufen. Ansonsten, wie oben schon gesagt, Japaner beobachten.
Noch zwei einfache praktische Tipps:
Man sollte auf alle englischen Schilder achten. Wenn dort steht Betreten/ Fotografieren verboten dann ist das ernst gemeint und man sollte sich sehr genau daran halten. Japanische Schilder enthalten Hinweise die für die Ausländer nicht wichtig sind und man sieht es uns einfach nach wenn wir es nicht lesen können.
Weiterhin ist innen das Tragen von Schuhen grundsätzlich verboten. Dient auch dem Schutz der empfindlichen Holzböden/ der Tatami-Matten und hat natürlich auch mit der normalen Sitte des Ablegens der Straßenschuhe beim Betreten eines Raumes zu tun. Wir hatten deshalb immer ein Paar dicke Socken mit Gumminoppen (von Falke o.ä. in jedem guten Laden) im Rucksack. Die haben wir dann über unsere normale Socken gezogen. Hält die Füße warm und man läuft als schuhgewohnter Europäer etwas sicherer. Und bei 8 Grads morgens um 8 Uhr im Ryoan-ji ist es Notwehr..
Die Gumminoppen waren übrigens nie ein Problem. Es geht halt um den Schutz vor Absätzen u.ä. Pfennigabsätze überleben die Böden auf Dauer nicht...
Ich hoffe wir konnten ein wenig helfen. Wenn Du mehr Fragen zu bestimmten Abläufen u.ä. hast, frag einfach.
Matthias |
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