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 | China fordert Entschuldigung von CNN |  |
Verfasst am: Mo 21. Apr. 2008; 03:23 |
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| Pantitlan |
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Ich finde das nun noch ein etwas schwieriges Thema. Vor ein paar Tagen hat ein Nachrichtensprecher von CNN in einer Sendung gesagt, dass die Chinesen noch die gleichen "Lumpen und Schläger" seien wie vor 50 Jahren und dass ihre Produkte "Müll" seien. Dies hat er bei "Showroom" gesagt. Ich kenne diese Sendung nicht und weiss nicht, ob das etwas satirisches ist oder ob er dies in einem überspitzten Kommentar gesagt hat. Die chinesische Regierung hat daraufhin protestiert und CNN hat sich damit entschuldigt, dass sie "nicht das chinesische Volk, sondern die chinesische Regerung" gemeint habe. Das kam dort natürlich noch weniger gut an. Man wolle Volk und Regierung entzweien.
Wie seht ihr das? Ich finde, es hat so ein bisschen was von der Geschichte mit den Mohammed-Karikaturen. Darf man so etwas im Fernsehen sagen, oder ist der eine Verhetzung? Wie ist das Recht auf freie Meinungsäusserung mit dem Anstand gegenüber den Gefühlen anderer in Einklang (oder auch nicht) zu bringen? Zumal es einerseits stimmt (Immer noch KP und das chinesische Headset, dass ich am Freitag gekauft habe, war schon kaputt, bevor ich zuhause angekommen bin) aber andrerseits auch nicht, denn die KP ist heute sehr wirtschaftsorientiert, was sie früher nicht war und es eben auch Produkte aus China gibt, die niicht schon beim Anschauen auseinander fallen. |
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Verfasst am: Mo 21. Apr. 2008; 15:00 |
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| Aremonus |
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meiner Meinung nach sollte man so etwas nicht sagen, wenn gleich es kaum unter die Rassismusstrafnorm fallen dürfte.
Man sagt nicht öffentlich, was man denkt, wenn es andere verletzt - in den USA scheint dies jedoch keinen zu stören, wenn ich so die Präsidentschaftswahlen anschaue... dort ist das ja gang und gebe. Eine Entschuldigung wäre in beiden Fällen gerechtfertigt, allerdings nicht Seitens der CNN, sondern vom entsprechenden Redner. |
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Verfasst am: Mo 21. Apr. 2008; 15:53 |
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| Aremonus |
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| Gerade habe ich gelesen, dass sich CNN entschuldigt hat, Peking aber die Entschuldigung zurückwies.... hat da jemand einzelheiten? |
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Verfasst am: Mo 21. Apr. 2008; 16:04 |
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| Pantitlan |
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| Ja, habe ich oben geschrieben: CNN hat sich damit entschuldigt, dass sie "nicht das chinesische Volk, sondern die chinesische Regerung" gemeint habe. Das kam dort natürlich noch weniger gut an. Man wolle Volk und Regierung entzweien. Klar ist das keine richtige Entschuldigung, sondern einfach eine weiter Provokation. Aber die Frage bleibt: Darf man China kritisieren, oder muss man Mauschen, weil man einen Siebtel der Weltbevölkerung beleidigen könnte? |
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Verfasst am: Mo 21. Apr. 2008; 17:13 |
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| Alex |
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| Zitat: | | Vor ein paar Tagen hat ein Nachrichtensprecher von CNN in einer Sendung gesagt, dass die Chinesen noch die gleichen "Lumpen und Schläger" seien wie vor 50 Jahren und dass ihre Produkte "Müll" seien. | Naja... Übersetzungen... man könnte "Goons and thugs" auch als "Rowdys und Strolche" übersetzen.
The Situation Room ist natürlich generell schon relativ "meinungsgeladen" und Jack Cafferty ist wohl auch nicht als Leisetreter bekannt. Für eine bekannte Sendung des CNN finde ich Aussage und Wortwahl schon etwas zu deftig.
Aber wie auch immer... wenn ich auch die Entschudigung nicht unangebracht fand, finde ich die erneute Forderung an CNN wiederum auch nicht in Ordnung.
China (und eigentlich rede ich ungern mit solch "großen Worten" wie "China", aber chinesische Presse, chinesische Regierung ist in dem Fall wahrscheinlich kein großer Unterschied) versucht mit aller Kraft die nicht-chinesischen Medien (fälschlicherweise als "westliche Medien" bezeichnet) als unehrlich darzustellen.
Ich habe gerade eine Pressemitteilung der "Xinhua News Agency" gelesen und finde den Artikel sehr bezeichnend für die chinesische Presselandschaft. Zumindest ist es genau das, was ich mir unter "chinesischer Presse" vorstelle. Ist natürlich auch das staatliche Nachrichtenorgan. Ich habe nur die reinen Zitate weggelassen.
| Zitat: | | BEIJING, April 17 (Xinhua) -- The U.S. Cable News Network (CNN) and its commentator Jack Cafferty need to make a sincere apology to all Chinese people for his recent insulting remarks because CNN's earlier statement meant for apology is vague, insufficient and insincere. | Ui... die scheinen ja tiefe Einblicke in die Gedanken der CNN-Redakteure zu haben... Unehrlichkeit so unzweifelhaft feststellen zu können... faszinierend...
| Zitat: | | Faced with severe criticism from the Chinese people as well as many others in the world, Cafferty said "I was referring to the Chinese government, and not to Chinese people or to Chinese-Americans" when making the "goons and thugs" comments. | Aha... das ganze chinesische Volk hat da wohl wieder mal mit einer Stimme gespochen... sehr beeindruckend...
| Zitat: | However, when attempting to correct his humiliating comments, Cafferty has got himself into trouble again by targeting the Chinese government after his comments have caused wide criticism and fury.
This only serves to muddy the water further instead of clarifying Cafferty's remarks as it shows his lack of courage to correct his comments and sincerely apologize to the Chinese, whose feelings have been deeply hurt by the comments. | Es lebe die Objektivität...
| Zitat: | CNN said in a statement Tuesday that "It was not Mr. Cafferty's nor CNN's intent to cause offense to the Chinese people, and CNN would apologize to anyone who has interpreted the comments in this way."
The statement apparently implies that people could also interpret Cafferty's comments otherwise and not have felt insulted. It seemingly hints that the Chinese people possibly have misinterpreted Cafferty's comments. | "Apparently implies"? Mit offensichtlichen Schlussfolgerungen wäre ich aber etwas vorsichtiger...
| Zitat: | | From CNN's statement, people can hardly find the sincerity of an apology to the Chinese people, but only see a lack of sensitivity to the severe insult and humiliation inflicted on them by Cafferty's remarks. | Interessante Informationsvermittlung. Die richtigen Schlussfolgerungen werden gleich mitgeliefert. Wie praktisch... da spart man sich das Denken...
| Zitat: | People and organizations outside China have also criticized Cafferty's "goons and thugs" comments.
The Legal Immigrant Association, a U.S.-based nonprofit organization aimed at protecting the rights of legal immigrants in the United States, has launched an online petition calling for a formal apology for his "racist and hatred remark on the Chinese people.
"It's not common to witness such a blatant discrimination against an ethnic group of people with such a derogatory connotation in a national TV program," said the petition, which can be found at (...)." | Aus reinem Versehen wurde vergessen zu erwähnen, dass die Legal Immigrant Association eine Organisation chinesisch-stämmiger Amerikaner ist (es wird auch über eine direkte Verbindung zu chinesischen Behörden spekuliert). Dem Leser wird aber suggeriert, dass auch viele Nicht-Chinesen aufgrund dieser "Beleidigung des chinesischen Volkes" eine Entschuldigung fordern. Sicher ein Missverständnis...
| Zitat: | CNN appears not to have courage to take back Cafferty's comments, which completely went against the principles of being objective and balanced that the network has all along claimed as its basic standards for news coverage.
Cafferty's comments, which went so far as to slander and make groundless accusation against the people and government of another country, reveal his ignorance and arrogance.
CNN's reluctance to make a sincere apology, however, further betrays some Western media's double standards in news coverage and their deep-rooted bias against China and the Chinese people. |
Mir gehen die Kommentare aus... siehe oben...
Dieser ganze Artikel ist, um es metaphorisch auszudrücken, wie wenn man auf jemanden mit den Fäusten einschlägt und diesen Gegenüber gleichzeitig als Gewalttäter beschimpft.
Aber ein Ende mit TAM-TAM! "Tiefgehende Vorurteile gegen China und das chinesische Volk"... wie schön, dass "das chinesische Volk" das letzte Wort in diesem Satz hat. Und unzweifelhaft, völlig klar, eindeutig usw. ist natürlich, dass die Aussage von Jack Cafferty in "The Situation Room" solche Tendenzen zum Ausdruck bringt. Weitere Beispiele fehlen gerade zwar... werden aber so bald wie möglich nachgeliefert...
Danke, Xinhua News Agency.
Gruß,
Alex |
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Verfasst am: Mo 21. Apr. 2008; 20:55 |
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| Aremonus |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 07.10.2005 |
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mich nervt es inzwischen ziemlich, wenn Medien oder andere Organisationen auf Grund mangelnder objektiver Argumente auf das Subjektive zurückgreifen... Xinhua macht dies perfiderweise so, dass sie subjektive Äusserungen als objektiv verkaufen.
Ein beliebter Trick, welcher bei den 90% der Bevölkerung, die nicht kritisch sind, gut ankommt - erschreckenderweise auch hier (siehe Ausländer, AKW, Jugendkriminalität usw...)
Meiner Meinung nach ist der einzige Weg, dass sich die chinesische Bevölkerung emanzipieren kann, die Meinungsfreiheit.
Viele hier sehen das so.. doch alle meinen, man könne das von China erzwingen. Dass dies weltweit nicht funktioniert, sieht man ja immer wieder, aber es will es noch immer niemand glauben. Viele scheinen zu vergessen, dass Druck bei Menschen zu Trotz führt; oder dass Staaten aus Menschen bestehen.... |
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Verfasst am: Di 22. Apr. 2008; 02:28 |
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| Pantitlan |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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Was mich am meisten nervt, ist das war Alex so schön beschrieben hat: "Man schlägt auf jemanden mit den Fäusten ein und bezeichnet ihn als Gewalttäter". Das ist es genau! Zweifellos sind die "westlichen Medien" nicht über jeden Zweifel erhaben. Es gibt gute und schlechte Journalisten. Es gibt linke und rechte Zeitungen, etwas für die Massen, etwas für eine Elite und alle haben auch immer wieder Fehlrecherchen, falsche Interpretationen und vielleicht hin und wieder auch anti-chinesische Resentiments, das mag ja sein. Aber immerhin gibt es in keinem westlichen Land eine systematische Lügenmaschine wie in China, die aus innenpolitischen Gründen ganz gezielt versucht, die "westlichen Medien" zu diffamiieren. Ich habe sogar den Eindruck, dass die ganze Visageschichte mit den Studenten eine Falle der chinesischen Regierung war, um die deutschen Medien unglaubwürdig zu machen.
Alex Kommentare finde ich sehr treffend, und die Nachricht von Xinhua ist sehr typisch. Es wird immer von "dem Volk" geredet, auch wenn es in China, wie überall, unterschiedliche Meinungen gibt. Sie zeigt auch, dass man die Proteste des Westens versucht in einen anti-chinesischen Rassismus umzudeuten. Das schürrt den Nationalismus, den die Regierung jetzt braucht. Denn mit Ausnahme der Tibetfrage sind sich nämlich viele Chinesen mit den Leuten im Westen einig, oder sehen zumindest die Vorteile etwa von Pressefreiheit oder Demokratie sehr schnell ein. Das will man wohl vermeiden und hetzt gegen die "verdrehte Berichterstattung der westlichen Medien".
| Zitat: | | Aus reinem Versehen wurde vergessen zu erwähnen, dass die Legal Immigrant Association eine Organisation chinesisch-stämmiger Amerikaner ist (es wird auch über eine direkte Verbindung zu chinesischen Behörden spekuliert). Dem Leser wird aber suggeriert, dass auch viele Nicht-Chinesen aufgrund dieser "Beleidigung des chinesischen Volkes" eine Entschuldigung fordern. Sicher ein Missverständnis... |
Diese Strategie verwendet Xinhua sehr oft und sehr gezielt. Einmal wurde ein "schwedischer Tibettourist" zitiert. Er trug aber einen chinesischen Nachname. Naja... Sonst werden oft Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen. Häufig heisst es: "Es ist sinnlos die Olympischen Spiele zu boykottieren". Wieso? Chinesen denken dann, weil das einfach falsch wäre und die "Spiele der Menschheit gehören" oder weil es gar keinen Grund für eine Boykottdebatte gäbe. Gemeint ist aber, dass ein Wirtschaftsboykott sinnvoller wäre, was dann nicht drin steht.
Oft werden auch patriotische Akte in der Vordergrund gestellt. In alter Manier, wo wie es den Vorzeigearbeiter in der Fabrik gibt, hat es auch einen Vorzeigepatrioten. Nicht klar ist indes, ob es die Person, die ihren Namen nicht nennen will, wirklich gibt.
http://german.china.org.cn/china/2008-04/21/content_14989554.htm |
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Verfasst am: Di 22. Apr. 2008; 06:31 |
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| sandsturm |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 17.10.2004 |
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Jetzt mal davon abgesehen, dass offensichtlich die chinesische Propaganda mehr hetzt als CNN, finde ich die eingangs gestellte Frage sehr schwierig zu beantworten. Wie will man objektiv eine Trennlinie errichten zwischen Information und Beleidigung, wenn eine Regierung sich in einem Land so verhält, dass schon die Wahrheit eine Beleidigung ist?
Interessant finde ich dann auch den Vergleich zu den Mohammed-Karikaturen. Ich kann mich noch erinnern, wie man in den USA frohlockte und meinte, dass man dort einen viel sensibleren Umgang mit Religionen habe als im atheistisch geprägten Europa. Nun ist man selber in die Falle geritten. |
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_________________ Bitte keine PN. Ich beantworte gerne jede Frage. Aber nur solche, die im Forum gepostet sind, sonsts bringt das ja nicht allesn etwas. |
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Verfasst am: Di 22. Apr. 2008; 09:08 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
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Also zu dem Artikel über den Vorzeigearbeiter
http://german.china.org.cn/china/2008-04/21/content_14989554.htm
kann man ja wirklich nichts mehr sagen. Das ist doch ein klassisches Mittel der Propaganda.
Den Vergleich mit den Mohammed-Karikaturen finde ich deshalb passend, weil auch in arabischen Ländern (ja... muslimische Länder, ich weiß, aber das klingt so politisch unkorrekt... ) kaum freie Presse existiert.
Die Araber, wie die Chinesen, kommen selbst gar nicht auf die Idee, dass es im "Westen" so viele unzählige Nachrichtenorgane gibt, dass solche Ausrutscher sogar wahrscheinlich sind. In solchen medial kontrollierten Staaten scheint den Bürger direkt oder indirekt (über die Form ihres eigenen Pressesystems) suggeriert zu werden, dass "der Westen" mit einer Stimme spricht. Ich bin überzeugt, dass die unfassbare Menge von Nachrichtenquellen im "Westen" den Menschen (d.h. dem Großteil der Menschen) dort schlicht nicht bewusst ist. Nicht, dass sie nicht intelligent genug wären, sie kennen es einfach so nicht und können es sich nicht vorstellen. Wäre ihnen diese Menge bewusst, dann müssten sie wohl auch verstehen, dass in jeder noch so schönen Menge ein paar hässliche Stellen stecken müssen.
Natürlich kann man über die Karikaturen/Cafferty denken, was man will. Ich meine... solche Ausrutscher sind nicht schön, aber das ist eben der geringe Preis der Pressefreiheit. Dass es völlig unverhältnismäßig ist, den gesamten "Westen" oder die "westlichen Medien" für die Aussagen eines amerikanischen Ko-Moderators bzw. die Aussage einer Karikatur in einer dänischen Zeitung verantwortlich zu machen, scheint den propagandistisch manipulierten Menschen nicht bewusst zu sein.
Gruß,
Alex |
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Verfasst am: Mi 23. Apr. 2008; 02:14 |
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| Pantitlan |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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Das ist ein wichtiger Punkt und der scheint auch bei den Demonstrationen nicht verstanden zu werden. Wenn Frankreich und England Demonstrationen gegen China zulässt, heisst es, dass die dortigen Regierungen diese Demonstrationen gutheisst. Das ist vermutlich sogar so, aber der Schluss ist zumindest nicht zwingend richtig.
Habe gerade gelesen, dass eine neue Propagandaaktion im Gang ist:
| Zitat: | Hong Kong nimmt Werbespot für Olympische Spiele auf
Ein Werbespot für die Olympischen Spiele mit dem Thema "56 Nationalitäten, ein Traum" wurde vor kurzem in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hong Kong gedreht. Das Mitglied des Ständigen Ausschusses des Chinesischen Nationalen Volkskongresses und Präsidentin des Hongkonger Legislativrates, Rita Fan Hsu Lai-tai, nahm ebenfalls an den Aufnahmen teil. In dem Werbespot präsentieren sich neben den zwei bekannten Popstars Fang Lishen und Zhou Bichang noch zahlreiche Grundschüler aus Hong Kong in den typischen Kostümen der 56 Nationalitäten Chinas. |
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Verfasst am: Mi 23. Apr. 2008; 07:17 |
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| Aremonus |
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naja zumindest von offizieller Seite wollen Frankreich und England kein unabhängiges Tibet, sondern bloss mehr Menschenrechte.
Sarkozy hat sich gestern ja sogar öffentlich entschuldigt - und die Pariser Regierung hat den Dalai Lama eingeladen, so dass Sarkozy's Entschuldigung wahrscheinlich nicht akzeptiert wird  |
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Verfasst am: Mi 23. Apr. 2008; 09:21 |
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| Alex |
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Der Pariser Stadtrat hat den Dalai Lama sogar zum Ehrenbürger ernannt (zusammen mit einem Dissidenten, der in China in Haft sitzt). Das französische Außenministerium hat das auch nicht gutgeheißen. Aber der Unterschied zwischen dem Pariser Stadtrat und der französischen Regierung ist einem Chinesen mit Sicherheit kaum zu erklären. Die Konservativen im Stadtrat haben an der Abstimmung nicht teilgenommen (um sich nicht gegen die Regierung stellen zu müssen, nehme ich an), die Ja-Stimmen kamen von Sozialisten und anderen Linken.
Die Ehrenbürgerwürde finde ich nicht schlecht, zumindest prinzipiell, aber der Zeitpunkt hätte doch nicht eben jetzt gewählt werden müssen. Naja... vielleicht muss man die Dynamik auch nutzen. Bin nicht ganz sicher.
Nervig finde ich auch, dass "den Franzosen" jetzt unterstellt wird, die Unabhängigkeit Tibet zu fordern, weil sie den Dalai Lama unterstützen. Dabei erzählt der doch jeden Tag in bestimmt ein paar Dutzend Mikrofone, dass er eben NICHT die staatliche Unabhängigkeit will, sondern nur kulturelle Selbstbestimmung.
| Zitat: | | Habe gerade gelesen, dass eine neue Propagandaaktion im Gang ist: | Um ehrlich zu sein, würde ich das allerdings einfach als "Werbung" qualifizieren. Wieso Propaganda?
Gruß,
Alex |
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| Weltreiseforum Foren-Übersicht » China, Taiwan und Tibet |
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