 |
|
 |
 | Zoll... :-( |  |
Verfasst am: Mo 21. Mai. 2007; 14:08 |
|
|
| bernjul |
| Fullmoonpartyjäger |
|
 |
| Anmeldungsdatum: 09.12.2006 |
| Beiträge: 29 |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Ich habe mir am Ende meines Asientrips in BKK noch ein paar Klamotten gekauft. Auch zwei Brillen auf die ich jedoch nicht mehr warten konnte, weil die Gläser bestellt werden mussten. Ich habe mir darum die Brillen nachschicken lassen und habe die jetzt schon so drei Wochen ist auch alles super in Ordnung und jetzt bekomme ich ein laaaaanges Schreiben vom Zoll mit umfangreichen Formularen und sie wollen im nachhinein noch 80,- Euro von mir für die Brillen. Ich glaub ich spinne! Habe da auch angefrufen, bin aber aufs übelste abgewimmelt worden, so nach dem Motto: ZAHLEN SIE!!! Kann man da noch was drehen? Ich finde das eigentlich der Knaller, denn ich importiere doch nicht gewerblich und auch keine grossen Mengen (ZWEI Brillen) und wenn ich die Brille auf der Nase gehabt hätte, hätte da kein Hahn nach gekräht. Also was soll der Sch...?
Hat da jemand Erfahrung mit? |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: Di 22. Mai. 2007; 01:10 |
|
|
| sandsturm |
| Forenveteran |
|
 |
| Anmeldungsdatum: 17.10.2004 |
| Beiträge: 546 |
| Wohnort: Bern |
|
|
 |
 |
 |
|
Das ist scheisse. Ich hatte kürzlich ein ähnliches Problem mit einem elektronischen Gerät, das ich testen sollte und das von Deutschland in die Schweiz geschickt wurde. Da hatte ich für das vergammelte Testgerät etwa 40 Euro Zoll drauf - und das durfte ich dann nicht einmal behalten. Da ich das auf die Spesen nehmen konnte, wars nicht so tragisch.
Wie ist das eigentlich wenn man etwas ein- und wieder ausführt? Also wenn du bestätigen lässt, dass du die Brillen aus Deutschlan wieder ausführst? Vielleicht lässt sich sowas ja so wie die Mehrwertsteuer miteinander verrechnen. Dann kannst du sie ja immer noch jemanden in einem Nachbarland verschenken. Aber ich habe keine Ahnung, ob das geht. |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: Di 22. Mai. 2007; 07:06 |
|
|
| Aremonus |
| Forenveteran |
 |
 |
| Anmeldungsdatum: 07.10.2005 |
| Beiträge: 655 |
| Wohnort: Basel |
|
|
 |
 |
 |
|
Zölle gehören abgeschafft, protektionisum stört weltwirtschaft.
Machen kannste da leider nicht viel; wenn du vor gericht gingest, müsstest du nur noch die gerichtskosten tragen -.- |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: Di 22. Mai. 2007; 21:54 |
|
|
| bernjul |
| Fullmoonpartyjäger |
|
 |
| Anmeldungsdatum: 09.12.2006 |
| Beiträge: 29 |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Ich habe mich entschieden das Hauptzollamt in Köln erst mal anzuschreiben. Ich werde wohl zahlen müssen, ich glaube auch nicht das ich da drum rum komme, aber ich werde wenigstens noch versuchen Widerstand zu leisten und Bürokratie zu verursachen. Ich liebe Widersprüche und Schreiben die dann erst mal bearbeitet werden müssen. Erst mal habe ich denen die Quittungen geschickt mit der Bitte den Bescheid doch noch mal genauestens zu prüfen. Wenn jeder der so einen Bescheid bekommt erst mal da hinschreibt, muss das auch jemand lesen und zu den anderen grauen Mäppchen legen. Ich stand schon immer auf dem Standpunkt: Ihr wollt Bürokratie - o.k. die könnt ihr von mir kriegen, bis ihr in eurem eigenen Sch.. erstickt...!
Kleine Anekdote am Rande, das Schreiben vom Zoll war auf den 10.05 datiert und ist am 17.05 (!) bei mir eingegangen und es wird eine Zahlungsfrist von einer Woche gesetzt! Ich glaube auch nicht das die Post da getrödelt hat, die ist meist zuverlässig. Ich denke mal das hat beim Hauptzollamt so lange in der Hauspost gelegen. |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: Mi 23. Mai. 2007; 14:11 |
|
|
| sandsturm |
| Forenveteran |
|
 |
| Anmeldungsdatum: 17.10.2004 |
| Beiträge: 546 |
| Wohnort: Bern |
|
|
 |
 |
 |
|
Nunja, Bürokratie verursachen bringt ja eigentlich niemandem etwas. Die Kosten die durch solche Aktionen entstehen, musst du ja dann auch wieder über die Steuern bezahlen. Aber dass man bei so was trotzig wird, das verstehe ich schon.
| Zitat: | | Kleine Anekdote am Rande, das Schreiben vom Zoll war auf den 10.05 datiert und ist am 17.05 (!) bei mir eingegangen und es wird eine Zahlungsfrist von einer Woche gesetzt! Ich glaube auch nicht das die Post da getrödelt hat, die ist meist zuverlässig. Ich denke mal das hat beim Hauptzollamt so lange in der Hauspost gelegen. |
Ich hatte mal was ähnliches mit der Uni Bibliothek. Ich hätte ein Buch innerhalb von zehn Tage bekommen sollen, aber die Rückruferinnerung per Mail (!) wurde erst fünf Tage nach dem Ablaufdatum geschickt. Dann kam noch ein Wochenende. Sprich faktisch hatte ich noch genau zwei Tage Zeit, bis die Mahnung gekommen wäre. Wohlgemerkt: Das war ein verfrühter Rückruf, weil jemand anders das Buch brauchte. Das heisst, ich kannte das neue Datum gar nicht. Nicht so, dass ich das einfach vergessen hätte. Und da waren sie erstaunt, als ich ein böses Mail schrieb und fragte, ob das eine billige Art der Defizitdeckung sei. Aber auch sonst finde ich das schlampig. Bei einem edv-basiertem System spricht ja nichts dafür, dass das so lange liegen bleibt. Der entsprechende Nachleiher wäre sicherlich auf froh gewesen, wenn er das Buch ein paar Tage früher hätte in Händen halten können. Denke mal, der Zoll ist da ähnlich... |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: Mi 23. Mai. 2007; 21:40 |
|
|
| Alex |
| Forenveteran |
 |
 |
| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
| Beiträge: 1815 |
| Wohnort: Deutschland |
|
|
 |
 |
 |
|
Meine Meinung zu dem Thema ist:
In einer Demokratie kann man sich über Regeln und Gesetze beschweren, sofern man sie für nicht akzeptabel hält. Sollten Regeln dauerhaft bestehen bleiben, bedeutet das, dass es keine Mehrheit gibt, die diese Regeln unerträglich findet.
An bestehende Regeln hat man sich dementsprechend zu halten, ob es einem passt oder nicht. Ob man es für sinnvoll hält oder nicht, Zölle werden erhoben und sind zu bezahlen. Würde das Zollamt solche Dinge immer durchgehen lassen, würde die Allgemeingültigkeit der Regel untergraben und damit auch irgendwo der demokratische Wille.
Auch ich bin nicht wirklich von der Sinnhaftigkeit solcher Zölle zu überzeugen. Aber es gibt sie und sie sind zu bezahlen, solange es sie nch gibt.
Was ich damit prinzipiell sagen will:
In einem demokratischen Rechtsstaat kann und sollte man Regeln kritisieren, aber man muss sich doch an sie halten, solange sie bestehen.
Auf ein vorsätzliches Verursachen von Bürokratie sollte man sowiso nicht stolz sein. Das Zollamt führt die Vorschriften und Gesetze aus, die eine demokratisch gewählte Volksvertretung erlassen hat.
Das Zollamt also mit sinnlosen Anfragen und "Bitten um Überprüfung" zu belästigen ist ungefähr so, als würde man den Briefträger verprügeln, weil er einen Brief überbringt, in dem Dein bester Kumpel Dir bündig mitteilt, dass er mit Deiner Freundin in die Südsee abgehauen ist.
Gruß,
Alex
P.S.: Natürlich gibt es auch bei dem Einhalten von Regeln Grenzen. Wenn ein Gesetz vorschriebe, man solle das Verhalten seines Nachbarn ausspionieren, dann ist das etwas Anderes. Aber in unserem Fall geht es ja nun nicht um schwerwiegende moralische Bedenken, sondern schlicht darum, dass man keine Lust hat, Geld zu bezahlen und eventuell ein Formular auszufüllen. |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: Mi 23. Mai. 2007; 21:59 |
|
|
| Pantitlan |
| Site Admin |
 |
 |
| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
| Beiträge: 4423 |
| Wohnort: Beijing (Basel) |
|
|
 |
 |
 |
|
| Aber gerade bei Zöllen ist es doch so, dass die nicht demokratisch zu stande kommen, sondern über internationale Verträge entstehen. Da kann es durchaus sein, dass ein Land einen Zoll hat, den 97 Prozent der Bevölkerung nicht gutheissen würde. |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: Mi 23. Mai. 2007; 22:33 |
|
|
| bernjul |
| Fullmoonpartyjäger |
|
 |
| Anmeldungsdatum: 09.12.2006 |
| Beiträge: 29 |
|
|
|
 |
 |
 |
|
| Alex hat folgendes geschrieben: |
...Sollten Regeln dauerhaft bestehen bleiben, bedeutet das, dass es keine Mehrheit gibt, die diese Regeln unerträglich findet... |
Dem stimmt ich überhaupt nicht zu. Es gibt eine ganze Reihe von Beispielen bei denen es ganz klar eine breite Mehrheit in der Bevölkerung gab und die Regierung diese eindeutig ignoriert hat. Damit beziehe ich mich nicht unbedingt auf Zölle. Aber allgemein zu behaupten das jede existierende Regel von einer breiten Mehrheit unterstützt wird ist falsch. Die meisten Regeln werden von Bürohengsten und Lobbyisten am grünen Tisch aufgestellt und von der großen Mehrheit der Bevölkerung lethargisch bis gleichgültig hingenommen und keiner wehrt sich. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung war gegen die Einführung des Euro oder gegen die Stationierung amerikanischer Atomwaffen (ich erinnere mich gut an die Ostermärsche in den 80ern) und es gibt viele solcher Beispiele wo der demokratische Wille der Bevölkerung mit Füssen getreten wurde und wird. Und das äußert sich an allen möglichen Punkten auch in kleinen Dingen. Ich wäre sehr neugierig wie eine Volksbefragung zum Thema Zölle für private Kleinsteinkäufe von Touristen ausfallen würde... Nicht umsonst werden in Deutschland und den meisten "demokratischen" Staaten keine Volksbefragungen (oder nur selten) durchgeführt. Auch nicht in wichtigen Dingen wie der Einsatz von Soldaten in Kriegsgebieten oder der Einführung einer neuen Währung. Das System was hier hier haben würde ich auch nicht mehr als Demokratie bezeichnen, sondern als Wirtschaftsdiktatur.
| Zitat: |
In einem demokratischen Rechtsstaat kann und sollte man Regeln kritisieren, aber man muss sich doch an sie halten, solange sie bestehen. |
Genau das tue ich doch mit meiner Anfrage. Ich nutze die legalen Möglichkeiten die mir der demokratischer Rechtsstaat bietet. Ein demokratische Rechtsstaat definiert sich vor allem dadurch, dass er seinen Bürgern die Möglichkeit der Demonstration, des Widerspruchs und der freien Meinungsäußerung bietet und ich finde dieser Bescheid des Kölner Hauptzollamtes muss noch einmal genaustens überprüft werden.
| Zitat: |
Auf ein vorsätzliches Verursachen von Bürokratie sollte man sowiso nicht stolz sein. Das Zollamt führt die Vorschriften und Gesetze aus, die eine demokratisch gewählte Volksvertretung erlassen hat.
Das Zollamt also mit sinnlosen Anfragen und "Bitten um Überprüfung" zu belästigen ist ungefähr so, als würde man den Briefträger verprügeln, weil er einen Brief überbringt, in dem Dein bester Kumpel Dir bündig mitteilt, dass er mit Deiner Freundin in die Südsee abgehauen ist.
|
Ich verprügele niemanden und stehe auch nicht vermummt auf der Straße und werfe Steine (aber auch das gehört zu einem demokratischen Rechtsstaat), sondern ich stelle eine schriftliche Anfrage. Das der Zollbeamte unschuldig ist weiss ich. Das ganze ist für den Staat aber auch eine Kosten-Nutzen Rechnung. Wenn zu hohe Kosten anfallen jeden Kleinsch... von jedem dummen kleinen Touristen wie mir zu kontrollieren (ich möchte nicht wissen was das kostet...) dann lohnt sich das irgendwann nicht mehr und man wird hier großzügiger verfahren. Und darum leiste ich hier friedlichen Widerstand (auch das ist Demokratie und zwar gerade das). Das vorsätzliche Verursachen von Bürokratie ist in meinen Augen die einzig moralisch vertretbare und vor allem die einzig wirksame Form der Anarchie.
Ich liebe Widersprüche, Anfragen und Formulare (glaub mir, ich fülle JEDES Formular aus, bis auf die letzte Zeile und schreibe noch ein paar Änderungen rein und Anmerkungen - natürlich fast unleserlich und füge noch ein paar umfangreiche Anlagen hinzu) und ich möchte nicht wissen wieviele Beamte schon laut geflucht haben wenn sie nur meinen Namen auf dem Briefkopf erblickt haben. Ich bin der manifestierte, fleischgewordene Alptraum eines jeden Bürokraten.  |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: Do 24. Mai. 2007; 11:28 |
|
|
| Alex |
| Forenveteran |
 |
 |
| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
| Beiträge: 1815 |
| Wohnort: Deutschland |
|
|
 |
 |
 |
|
| Zitat: | | Aber gerade bei Zöllen ist es doch so, dass die nicht demokratisch zu stande kommen, sondern über internationale Verträge entstehen. | Naja... es sind ja nun souveräne Staaten, die da Verträge abschließen.
Es kann schon mal sein, dass in dem Fall von Zollabkommen eine Nicht-Mehrheit bestimmend ist. Das liegt dann daran, dass es ein zweistufiges Abstimmungsverfahren ist (erst Wahl des nationalen Parlaments und dann auf übernationaler Ebene Abstimmung über Zölle). Das ist aber ein technisches Problem, weil in der Wahl nicht berücksichtigt wird, wie knapp die -in unserem Fall- Regierung gewählt wurde (wegen der Wahlkreise). So kann eine Partei A drei Wahlkreise gewonnen haben gegenüber Partei B mit nur zweien (d.h. A gewinnt), obwohl in einer wahlkreisübergreifenden Wahl Partei B gewonnen hätte.
Aber egal...
| Zitat: | | Aber allgemein zu behaupten das jede existierende Regel von einer breiten Mehrheit unterstützt wird ist falsch. | Wenn Du meinen Beitrag genau liest, wirst Du feststellen, dass ich sagte, dass eine LANGFRISTIG ("dauerhaft") bestehende Regel von einer Mehrheit unterstützt werden muss. Meinungen in der Bevölkerung sind immer Schwankungen unterworfen. Das ist auch der Grund, warum es nicht sinnvoll ist, ständig Neuwahlen anzusetzen.
| Zitat: | | Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung war gegen die Einführung des Euro oder gegen die Stationierung amerikanischer Atomwaffen (ich erinnere mich gut an die Ostermärsche in den 80ern) und es gibt viele solcher Beispiele wo der demokratische Wille der Bevölkerung mit Füssen getreten wurde und wird. | Siehe oben: LANGFRISTIG. Wenn die Bevölkerung immer noch gegen den Euro wäre, würde es ihn wahrscheinlich nicht mehr geben. Woher weißt Du denn, ob die Ostermärsche tatsächlich von einer Mehrheit unterstützt wurden. Demonstrationen sind zweifellos wichtig, um den Parlamentariern und der Regierung Zeichen der allgemeinen Stimmung im Lande zu geben. Aber es gab scheinbar im Parlament eine Mehrheit von Parlametariern, die die Stationierung unterstützten. Das kann auch daran gelegen haben, dass die einfach der besseren "Überblick" hatten. Wer kann schon sagen, wie sich die Geschichte andernfalls entwickelt hätte.
| Zitat: | | Nicht umsonst werden in Deutschland und den meisten "demokratischen" Staaten keine Volksbefragungen (oder nur selten) durchgeführt. | Volksbefragungen sind meist nicht sinnvoll, weil sie nur eine Momentaufnahme der starken Schwankungen unterworfenen allgemeinen Meinung wiedergeben. Es ist die Errungenschaft der Neuzeit, die repräsentative Demokratie eingeführt zu haben. In dieser übergibt der Wähler für eine bestimmte Zeit seinen direkten politischen Einfluss an einen Repräsentanten, der dann auch mit der Möglichkeit eines tieferen Einblickes in die relevanten Themenbereichen und hoffentlich auch mit überdurchschnittlicher Kompetenz auf indirektem Wege im Sinne der Wählers, die ihn gewählt haben, handelt. Das Problem heutzutage ist, dass die Wähler nicht mehr direkt auf ihre Repräsentanten (inbesondere in ihrem Wahlkreis) zugehen. Da wundert es doch kaum, dass die Politiker Probleme damit haben, zu erkennen, was nun eigentlich der Wählerwille ist.
| Zitat: | | Das System was hier hier haben würde ich auch nicht mehr als Demokratie bezeichnen, sondern als Wirtschaftsdiktatur. | "Wirtschaftsdiktatur" ist wirklich ein unsinniger Begriff. Natürlich bestimmt Wirtschaft die Gesellschaft. Das liegt schlicht daran, dass es die Witschaft die Ernährungsgrundlage und oft auch Lebensaufgabe eines jeden ist. Wo zieht man da bitte z.B. die Grenze zwischen Wirtschaft und Kultur. Selbst der Schriftsteller verkauft seine Bücher. Ist das keine Wirtschaft? Höchstens Religion und Natur kann ich noch als einigermaßen unabhängig anerkennen. Die Wirtschaft wird sicher nicht von ein paar Wirtschaftsbossen bestimmt, die dann die Politik bestimmen. Das sind Parolen, mit denen die Linkspartei auf Stimmenfang geht, aber nicht die Realität. Wobei es vielleicht sogar möglich ist, dass der Verbandseinfluss in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist, was aber nur daran liegt, dass ein paar Dumpfbacken zu faul sind, zur Wahl zu gehen und dadurch die Spielräume für Lobbyismus größer werden.
| Zitat: | | Genau das tue ich doch mit meiner Anfrage. Ich nutze die legalen Möglichkeiten die mir der demokratischer Rechtsstaat bietet. Ein demokratische Rechtsstaat definiert sich vor allem dadurch, dass er seinen Bürgern die Möglichkeit der Demonstration, des Widerspruchs und der freien Meinungsäußerung bietet und ich finde dieser Bescheid des Kölner Hauptzollamtes muss noch einmal genaustens überprüft werden | Was Du tust ist nur Blockade. Das Kölner Hauptzollamt kann an der Regelung rein gar nichts ändern. Und Du weißt ja genau, wie die Gesetze sind und versuchst bloß, diese zu umgehen.
In einem Rechtsstaat darfst Du das zwar so machen. Aber besonders ehrenhaft ist das sicher nicht, von sinnvoll ganz zu schweigen.
| Zitat: | | Ich verprügele niemanden und stehe auch nicht vermummt auf der Straße und werfe Steine (aber auch das gehört zu einem demokratischen Rechtsstaat), | Was das mit einem "demokratischen Rechtsstaat" zu tun hat, ist mir nicht ganz klar.
| Zitat: | | Das ganze ist für den Staat aber auch eine Kosten-Nutzen Rechnung. Wenn zu hohe Kosten anfallen jeden Kleinsch... von jedem dummen kleinen Touristen wie mir zu kontrollieren (ich möchte nicht wissen was das kostet...) dann lohnt sich das irgendwann nicht mehr und man wird hier großzügiger verfahren. | Ich habe verstanden, dass das Deine Absicht ist. Aber wie schon gesagt, es gibt diese Regelung und im Endeffekt bist Du ja doch der Steuerzahler.
| Zitat: | | Das vorsätzliche Verursachen von Bürokratie ist in meinen Augen die einzig moralisch vertretbare und vor allem die einzig wirksame Form der Anarchie. | Anarchie ist ein gesetzloser Zustand, in dem die Ehrlichen und Rücksichtsvollen verlieren und die Stärken und Rücksichtslosen gewinnen.
Ich bin sicher nicht der Ansicht, wie ich auch im letzten Beitrag schon sagte, dass man jede Regelung penibel zu befolgen hat. Wenn man ein moralisches oder ethisches Problem damit hat, dann ist das schon wieder eine ganz andere Sache. Und ich halte es auch für völlig unproblematisch, auf der Autobahn maximal 150 statt 130 km/h zu fahren. Man persönlich hält die Regelung für nicht angemessen und erlaubt sich, in bestimmten Grenzen (20km/h) die Regelung daher leicht zu übertreten. Aber ich behalte die Regelung doch im Hinterkopf und fahre keine 200 km/h, auch wenn ich das praktisch fände. Und wenn ich geblitzt werden, dann bezahle ich.
Gesetze sind Regelungen, die irgendwann einmal eingeführt wurden. Auch wenn man ihren Zweck nicht unmittelbar versteht, sollte man sich doch erst einmal an sie halten, denn mit großer Wahrscheinlichkeit ist diese Regel aus gutem Grund eingeführt worden. Das mag nicht für jede Regelung gelten. Daher sollte man die Regeln auch stets hinterfragen. Aber wie gesagt, wenn man sich dafür entscheidet, sich nicht daran zu halten, dann sollte das wirklich Ergebnis eines Entscheidungsprozesses gewesen sein, also mit gutem Grund, und nicht, weil man schlicht keinen Bock hat, sich an die Regelung zu halten.
Gruß,
Alex |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: Fr 25. Mai. 2007; 01:01 |
|
|
| bernjul |
| Fullmoonpartyjäger |
|
 |
| Anmeldungsdatum: 09.12.2006 |
| Beiträge: 29 |
|
|
|
 |
 |
 |
|
| Wenn ich auf diesen endlos langen Erguß von intellektuellem Dünnschiss noch antworten wollte, würde ich hier tagelang Aufsätze schreiben und dafür ist mir meine Zeit zu schade. Mein Eröffnungsposting zielte darauf ab einen Rat zu Zöllen bei privaten Kleinsteinkäufen zu bekommen und den habe ich hier nicht erhalten. Genau genommen ist hier außer meinem Eröffnungsposting alles (einschließlich des Kommentars des Admin) absolutes Offtopic und hat nichts mit meinem Eröffnungsposting zu tun. Und was du über demokratische Rechtsstaaten denkst oder nicht denkst oder ob du überhaupt denkst geht mir ehrlich gesagt ziemlich am Arsch vorbei. |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: Fr 25. Mai. 2007; 01:17 |
|
|
| Pantitlan |
| Site Admin |
 |
 |
| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
| Beiträge: 4423 |
| Wohnort: Beijing (Basel) |
|
|
 |
 |
 |
|
| Zitat: | | einschließlich des Kommentars des Admin |
Du hast recht, es ist offtopic, einschliesslich meines Postings. Ich kann Dir da aber leider auch nicht weiterhelfen, weil ich die Lösung nicht kenne. Ich würde das unter dem Thema "schleche Erfahrungen" verbuchen und das Zeugs das nächste Mal nicht mehr schicken lassen. So viel zum Thema von meiner Seite.
Aber nun noch etwas in meiner Funktion als Admin:
| Zitat: | | intellektuellem Dünnschiss - geht mir ehrlich gesagt ziemlich am Arsch vorbei |
Dennoch wäre ich froh, wenn du trotz unterschiedlicher Vorstellung, wie man auf solche Zollprobleme reagieren sollte, einen anständigen Umgangston wahren könntest. Es gibt auch Möglichkeiten, ein Gespräch wieder zum Ausgangsthema zurückzubringen ohne zu beleidigen oder Kraftworte zu verwenden.
Und, um das klar zu stellen: Ich verstehe Deine Reaktion durchaus und verurteile die auch durchaus nicht. Aber wenn Du mit solchen Statements beginnst wie dem, dass du extra Bürokratie verursachst, hast auch du dem Gespräch die Wendung gegeben, die zu dieser Art der Diskussion führte.
Und nun hoffe ich, dass endlich sachliche Beiträge kommen. |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: Fr 25. Mai. 2007; 06:28 |
|
|
| Kaffirahm |
| Forenveteran |
|
 |
| Anmeldungsdatum: 25.09.2004 |
| Beiträge: 382 |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Die Lösung des Problems ist doch ganz einfach:
Hätte Bernjul die Brillen gleich zu beginn seines Urlaubs machen lassen, gebe es nun auch nicht diesen Thread.
Bin geneigt zu schreiben: Selber schuld.
P.S.
Auch in Thailand brauchen sie für Rezeptbrillen bis zu einer Woche. |
|
|
|
|
| Weltreiseforum Foren-Übersicht » Thailand |
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1
|
|
|
|
|
Hier sind weitere Links im Reiseforum: Redaktionelle Seiten für Reisevorbereitungen,
Reisezubehör, Reiseberichte von Forenmitgliedern, Nachrichten rund ums Reisen (NEU)
|