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 | Spezialbewilligungen für Papua (Irian Jaya) |  |
Verfasst am: Do 22. Feb. 2007; 23:26 |
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| Pantitlan |
| Site Admin |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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Hallo,
ich habe gerade gehört, dass man eine Spezialbewilligung braucht, wenn man nach dem indonesischen Papua einreisen will oder eine teure Tour buchen muss. Weiss jemand, ob das eher eine Formsache ist, oder ob das schwierig ist. Journalisten werden wohl per se abgelehnt, sehe ich das richtig? |
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Verfasst am: Do 22. Feb. 2007; 23:35 |
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| mango |
| Fullmoonpartyjäger |
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| Anmeldungsdatum: 11.12.2005 |
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Hallo,
es hat, so viel ich weiss, unter anderem mit dem Schutz der Einheimischen zu tun! Hab ich zumindest Mal gelesen! Und wahrscheinlich auch mit einer zusätzlichen Geldmacherei? |
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Verfasst am: Do 22. Feb. 2007; 23:45 |
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| Pantitlan |
| Site Admin |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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Der Schutz der Einheimischen ist immer so eine Sache. Vor was sollen sie den geschützt werden? Vor dem Massentourismus? Oder sollen eher die Touristen vor den aufständigen Einheimischen geschützt werden? Oder will man einfach nicht, dass Ausländer mitbekommen, was dort bei den Einheimischen abgeht? Immerhin sind das ja ziemlich Seperatisten dort und wir wissen ja aus Osttimor, dass das indonesische Militär solche Seperatisten nicht so gerne mag. Das erklärt auch, wieso Journalisten zum Bespiel besonders unwillkommen sind. Habe mal einen "Reisebericht" von einem gelesen, der ein paar Tage in der Zelle verbrachte.
Hier noch ein Link zur Unikassel. Dort werden aktuelle Dokumente zur Lage in Westpapua gesammelt. Lesenswert: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Indonesien/Welcome.html
Übrigens scheint es so, als sei Papua mit einer gefälschten Wahl überhaupt erst zu Indonesien gekommen. Siehe dazu auch diesen Beitrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Act_of_Free_Choice |
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 | Einreisebestimmungen West-Papua |  |
Verfasst am: Mo 02. Apr. 2007; 20:55 |
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| Paprikafeuer |
| Pauschaltourist |
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| Anmeldungsdatum: 02.04.2007 |
| Beiträge: 4 |
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Hallo,
für das Reisen in West-Papua benötigt jeder ein Surat Jalan. In Sentani gibts das Surat Jalan für Wamena und die Provinz Puncak Jaya. Für den Cenderawasih Marine Nationalpark bekommt ihr das Surat Jalan in Manokwari.
Früher hat Sentani für gesamt West-Papua die Surat Jalans vergeben, dies ist aber seit einigen Wochen nicht mehr so.
Falls Ihr also in eine bestimmt Ecke von West-Papua wollt, müsst Ihr Euch erkundigen, zu welchem Bezirk das gehört und in der Bezirkshauptstadt das Surat Jalan einholen.
Es ist übrigens kostenlos.
Ein Surat Jalan existiert nicht, um Touristen zu verärgern, sondern weil es schlicht notwendig ist. In einem Land, in dem es jedem Touristen darum geht, so abroad wie möglich zu reisen und in dem politische Unruhen herrschen, die von aussen nicht zu erkennen sind, ist es notwendig für ein Land zu wissen, wohin die insgesamt 300 Touristen pro Jahr reisen.
Bsp: Wir haben ein Surat Jalan für Puncak Jaya bekommen, aber wegen der politischen Situation, die wir nur von unserem Führer erfahren haben, konnten wir dieses Gebiet dann nicht bereisen. Selbst die Polizei also hat nicht gewusst, dass die dortige Guerilla etwas plant. Immerhin wäre es aber gut zu wissen gewesen, dass die Polizei weiss, dass sich dort Touristen befinden, wenn der Krieg ausbricht. Womit ich jetzt kein Fürsprecher der totalen Überwachung oder der indonesischen Besatzung sein möchte, aber wenn selbst Einheimische das Gebiet meiden, ist also auch für uns "Weisse" Vorsicht geboten.
Gruß,
Paprikafeuer |
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Verfasst am: Di 03. Apr. 2007; 20:32 |
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| Pantitlan |
| Site Admin |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
| Beiträge: 4423 |
| Wohnort: Beijing (Basel) |
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Du warst also neulich dort? Wir war es denn? Kannst du uns noch ein bisschen mehr erzählen? Welche Tripps würdest du empfehlen? Wie sieht das mit den Kosten aus? Soll ja alles nicht ganz so günstig mit diesen Führern sein...?
| Zitat: | | Ein Surat Jalan existiert nicht, um Touristen zu verärgern, sondern weil es schlicht notwendig ist. |
Notwendig? Für wen denn? Bin kein Kenner des Verhältnisse vor Ort. Aber ich denke, dass es auch hier so ist wie in all den vielen andren Orten, wo Konflikte dieser Art schwellen. Einerseits dient das natürlich dem Schutz der Touristen. Gleichzeitig aber eben auch der Kontrolle. Und dieser Faktor ist gerade in Gegenden nicht zu unterschätzen, wo nur sehr wenige Touristen hinfinden. Denn so kann die Regierung nämlich jederzeit eingreifen und muss sich nicht wirklich darum kümmern, ob zufällig irgendwelche Journalisten oder andere Reisende in der Gegend sind, welche dann allfällige Menschenrechtsverletzungen öffentlich machen könnten. Und wir wissen ja aus anderen indonesischen Krisenregionen, dass das Militär nicht gerade zimperlich ist...
| Zitat: | | aber wenn selbst Einheimische das Gebiet meiden, ist also auch für uns "Weisse" Vorsicht geboten |
Ein wahres Wort! |
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 | West-Papua |  |
Verfasst am: Mi 04. Apr. 2007; 21:54 |
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| Paprikafeuer |
| Pauschaltourist |
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| Anmeldungsdatum: 02.04.2007 |
| Beiträge: 4 |
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Wir sind Ende März aus West-Papua nach 1 Monat Aufenthalt dort zurückgekehrt. Wie es war? Wunderschön, eindrucksvoll und voller Abenteuer.
Man kann sagen, dass wir unsere Zeit vor Ort in 3 verschiedene Reisen aufgeteilt haben: 1. Trekking im Bergregenwald auf alten Jägerpfaden + zu den Danis, 2. Cenderawasih Marine National Park und 3. Tauchen auf Biak und den Padaidos.
Einige Tage sind zwischendurch den ständigen Polizeibesuchen und dem Suchen von z.B. Tauchverleihen und National Park Verwaltung draufgegangen.
West-Papua ist ein nicht gerade günstiges Reiseland verglichen mit dem restlichen Indonesien, aber dafür ist es hier wirklich noch sehr ursprünglich, der Regenwald ist zu sehr grossen Teilen noch sehr gut erhalten und teilweise noch überhaupt nicht erforscht.
Für ein Nasi Goreng in einem der zahllosen Rumah Makans sollte man mit ca. 1,50 Euro rechnen. Die Träger nehmen ca. 5-7 Euro p.P. am Tag, ein guter Führer entsprechend mehr. Für die Übernachtung in den Dörfern im Hochland solltest Du mit ca. 10,-- Euro rechnen. In den Städten, z.B. Jayapura, kostet ein normales Zimmer in einem einfacheren Hotel (also ohne Dusche) ca. 25,--. Man kann mit Sicherheit viel günstiger in Papua nächtigen und reisen, aber wir wollten Urlaub machen und haben daher nicht unbedingt auf jeden Cent geachtet. Mal abgesehen davon, ging jede ausgegebene Rupiah an die Einheimischen direkt und in so einem Fall sollte man sowieso grosszügiger sein.
Das Tauchen auf Papua ist leider sehr teuer, was aber natürlich die unglaubliche Unterwasserwelt sofort wett macht. In Jayapura gibt es die Lumba-Lumba-divingschool. Hierzu gibt es im Internet keine Informationen, aber wenn Du dort tauchen willst, kann ich gerne die Adresse weitergeben. Der letzte europ. Taucher vor uns war lt. Aussage des Divemasters im Jahr 1997 dort. Auf Biak gibt es dann noch Biak Diving. Die Adresse im alten Periplus Irian Jaya stimmt noch.
Für einen Tauchtag mit 2 Tauchgängen, Mittagessen und dem Boot sollte man für 2 Personen mit ungefähr 150,-- Euro rechnen. Glücklicherweise gibt es hier keine touristischen Tauchboote wie bsp. in Ägypten, sodass man auf den Padaidos, mal abgesehen von vereinzelten Fischerbooten, ganz alleine ist. Hier gibt es auch keine Dynamitfischerei und die Riffe sind absolut top in Schuss. Es wimmelt hier noch von Schwarzflossen-haien, Riesenschildkröten und Adlerrochen. Ein richtiger unentdeckter Hotspot.
Der absolute Knaller war aber der Marine Nationalpark. Hier gibt es noch Inseln, auf denen der vom Aussterben bedrohte Palmendieb in grosser Anzahl lebt. Auf der gleichen Insel lebt eines der seltenen Hühner, das seine Eier in einem Komposthügel ausbrütet. Eine andere Insel wird jeden Abend von Tausenden von Flughunden auf der Futtersuche verlassen. Und vorbeifliegende Kakadus begleiteten uns während unserer Fahrt zu den Mangroven. Der ganze Nationalpark wimmelt nur so von Dugongs, Haien, Schildkröten etc. Und die 130 verschiedenen Korallenarten hauen einen auch einfach nur so um. Das ganze Ding ist einfach der Hammer!
So ich hoffe, mein Bericht war umfangreich genug. Falls jemand noch Infos braucht, soll er sich bemerkbar machen.
Gruß,
Paprikafeuer |
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Verfasst am: Mi 16. Mai. 2007; 10:59 |
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| bjoernk |
| Pauschaltourist |
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| Anmeldungsdatum: 16.05.2007 |
| Beiträge: 1 |
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Ich war im Januar/Februar da.
Auf der Polres (Militärpolizei; zuständig für Ausstellung eines Surat Jalan)Station in DJJ (Jayapura)bekommt man problemlos ein Surat Jalan für alle gewünschten Gebiete.
Teiwleise wird es auch gar nicht benmötigt, da nur in bestimmten Regionen wirklich 'kontrolliert' wird.
Der Sinn dieses SJ ist nicht gutherzigkeit oder bessere Transparenz für evtl. Rettungsaktionen, sondern einzig und allein die KOntrolle der Einnahmequelle Tourismus und die Sperrung einzelner Gebiete im Bedarfsfall. Um eine objektive Meinung zu verhindern.
| Zitat: | | Womit ich jetzt kein Fürsprecher der totalen Überwachung oder der indonesischen Besatzung sein möchte, aber wenn selbst Einheimische das Gebiet meiden, ist also auch für uns "Weisse" Vorsicht geboten. |
Einheimische werden halt vom Militär eingeschücheter (und es ist ja auch wirklich erschreckend wieviel Miltär unterwegs ist). Rigoros Strafen tun ihr übliches (Folter, oder sogar Todesstrafe für hiessen des MOrgensterns!)
In Flüsterton und 'unter der Hand' erzählt jeder er wäre gerne Unabhängig. Signal sind die vielen PNG (der unabhänige Nachbar) Shirts die man überall sieht
Was in Irian Jaya passiert ist, und immer noch passiert, ist skandlös...daruaf hier einzugehen würde aber den Rahmen sprengen!
Wir haben in DJJ, eine 'Gebühr' bezahlt allerdings dafür schnell und unkompliziert den Schrieb bekommen (neben einer Einladung zum Essen).
In Wamena (WMX) wird man gerne am Airport abgezockt und nochmal eien 'Gebühr' von 10.oder20.000IRP/pax verlangt. NIcht bezahlen!
Die Preise sind tatsächlich astronomisch hoch!
Alles bewegt sich Rahmen was auch Parikafeuer gennant hat, je nach Verhandlungsgeshcick evtl. etwas weniger, aber nicht wirklich wesentlich.
Biak ist toll zum tauchen, noch besser soll nur (in der Gegend) die Raja empat, in der Gegend von Sorong,sein. Allerdings auch sehr teuer! Max, der holländische Eigner, der einzigen Tauchbasis ist nett und kompetent.
| Zitat: | | In einem Land, in dem es jedem Touristen darum geht, so abroad wie möglich zu reisen und in dem politische Unruhen herrschen, die von aussen nicht zu erkennen sind, ist es notwendig für ein Land zu wissen, wohin die insgesamt 300 Touristen pro Jahr reisen. |
Es sind weitaus mehr Touris in Irian unterwegs. Alleine in WMX trafen im orletzten Jahr rund 4.000 an.
Unbedingt notwendig sind meiner Meinung nach indonesisch Kenntnisse! Auch wenn es meist in abgelegen Dörfern nur wenige (respektiv: keinen!) gibt der es spricht, so ist doch unentbehrlich auf in 'Städten' WMX, DJJ sind beispielsweise auch schon eher mühsam nur auf englisch zu erschliessen.
Die Reise ist jede Rupiah wert gewesen! Einfach unglaublich schön und 'unberührt'!
Selamat jalan
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