Glaubt man einer kürzlich vorgelegten Studie der Pekinger Universität für Sprachen und Kultur, dann erinnert die Sprache in den chinesischen Zeitungen und Fernsehsendungen stark an die Zeit der alten DDR. Die Studie hat nämlich mehrere chinesische Medien auf die Verwendung von Ausdrücken hin untersucht, die Aufschluss über sprachliche Trends bei Nachrichten geben sollten. Daraus ergab sich eine Liste der «Top-Zehn-Modewörter». Gemäss der Zusammenfassung der NZZ von gestern rangierte dabei an erster Stelle der von Präsident Hu Jintao initiierte Begriff einer «harmonischen Gesellschaft» (hexie shehui), es folgt die Richtlinie zum Aufbau «sozialistischer neuer ländlicher Gegenden» (Shehuizhuyi xin nongcun). Weiter schreibt die NZZ: "Wenn's um das «Konzept von Ehre und Schande» (ba rong ba chi) geht, soll der mündige, will heissen politisch geschulte Leser ebenso schnell dessen Bedeutung erfassen, wie wenn er dem Ausdruck «Dao bian» begegnet (gemeint ist die Bewegung zur Amtsenthebung des taiwanischen Präsidenten Chen Shui-bian)"
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