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 | Der "ideale" Moment |  |
Verfasst am: Di 16. Nov. 2004; 00:41 |
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| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 15.09.2004 |
| Beiträge: 236 |
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Pantitlan
Beitrag vom Sonntag, Februar 22, 2004 @ 15:03
Glaubt ihr, dass es für einen Land einen besten Moment gibt, es zu bereisen? Ich meine einen objektiv besten, der aber für jedes einzelne Individuum unterschiedlich sein kann. Das heisst, mein bester Augenblick muss nicht Dein bester Augenblick sein.
Versteht ihr, was ich meine? Wen denkt ihr darüber?
Asienfan
Beitrag vom Sonntag, Februar 22, 2004 @ 21:55
Nein. Einen objektiv besten gibt es bestimmt nicht, über einen subjektiv besten könnte man vielleicht noch diskutieren. Das wird dann aber zur Wortspielerei. Weil ja subjektiv schon beinhaltet, das jeder was anderes versteht.
Pantitlan
Beitrag vom Sonntag, Februar 22, 2004 @ 23:07
Ich glaube nicht, dass es zur Wortspielerei wird, nur weil man versucht, die Begriffe klar zu fassen. Eine klare sprachliche Definition ist immer die Voraussetzung, dass wir überhaupt diskutieren und philosophieren können. Und zu behaupten, es gebe etwas "bestimmt nicht", finde ich persönlich hochproblematisch.
Aber zurück zu den Wortspielereien. Ich glaube, aus dem oberen Mail wurde nicht ganz klar, was ich meinte. Ich sehe eigentlich drei Möglichkeiten, wie man einen "besten Moment" fassen könnte.
1. Eine absolut objektive. Das heisst, die Rahmenbedingungen eines Landes sind objektiv gut. Es müsste also für jeden ideal sein, der dorthin reisen will. Gewisse Faktoren können zweifellos so gesehen werden: zum Beispiel das Preisniveau, der Vertouristisierung usw...
2. Eine Indiduell objektive. Das heisst, die äussere Welt steht im optimalen Bezug zu meiner Innenwelt. Das heisst für jeden der meinen Erlebnishorizont und meine Präferenzen hat, müsste das Land objektiv gleich gut sein.
3. Eine absolut subjektive. Das heisst, es die Rahmenbedingungen und Strukturen spielen absolut keine Rolle, wichtig ist nur, wie ich mich befinde. Wobei ich glaube, dass es recht schwer ist, rein subjektiv zu empfinden, ohne dabei von der Wahrnehmung der Aussenwelt beeinflusst zu werden.
Ich persönlich glaube nämlich, dass es den idealen Zeitpunkt, wie ich ihn als zweiten Punkt geschrieben habe, für jedes Land gibt.
schnasselfred
Beitrag vom Donnerstag, März 18, 2004 @ 14:31
1) finde ich philosophisch fragwürdig, da die idealen Rahmenbedingungen "absolut objektiv" gefaßt sein müßten. Aber geht das? Herrscht in einem Land der eingeschränkte Hochpreis-Ausnahmezustand, so sind weniger Zahlungskräftige nicht unterwegs, der Fahrzeugverkehr geringer, die Luft gehaltloser und leiser, die Sights weniger frequentiert, ungestörte Fotos möglich, aber auch die Kontaktmöglichkeiten für den, der sichs Reisen leisten kann, eingeschränkt und die Eindrücke weniger authentisch bis steril. Ist alles billig, strömen alle wie wild hin, die Luft ist sättigend, man sieht die Sights vor Touris nicht, lernt aber viele (zudem von ihrer authentischen Seite) kennen. Mit dem Drehen an nur einer Parameterschraube ändert man nie nur einen Sachverhalt - und damit schließlich immer mehrere mögliche Bewertungskriterien.
Die objektive Bewertung eines Zustands übrigens - wie soll die möglich sein, wenn man nicht - daselbst ganz subjektiv - festlegen will, was für den einzelnen Reisenden objektiv gut zu sein hat?
2) halte ich für denkbar, aber auch für äußerst akademisch, denn wer will die Facetten zählen, nach denen der Einzelne bewertet und die dann zwecks Gruppierung deckungsgleich sein müßte? Ich denke, da vergleicht man diffuse Wolken. Außerdem: ist gruppenbezogen objektiv noch objektiv oder nicht schon wieder subjektiv? Äks, ich mag diese Haarspalterei nicht wirklich lostreten...
3) ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich befinde mich jedenfalls immer auch aufgrund der Rahmenbedingungen - selbst im Koma, glaube ich. Falls nicht, ist es doch egal, wo ich mich (so schön autark von der Umgebung) befinde. Dann reduziert sich aber das Problem auf den absolut subjektiv besten Moment, zu sein ansich, der Ort rsp. das Land spielt dann gar keine Rolle mehr, ist austauschbar.
Aber selbst vom Sein könnte man hier konsequenterweise noch abstrahieren, wenn man nicht auf der materialisierten Form dessen besteht. Doch dazu in der nächsten Evolutionsstufe...
Mit Verlaub halte ich den Definitionsversuch für "individuell subjektiv objektiv" ganz individuell subjektiv ... verwirrend
Darüber denke ich den Wenwolf... |
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