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Reisebericht "Great Baikal Trail"
BeitragVerfasst am: So 28. Jan. 2007; 16:51 Antworten mit Zitat
GenadiG
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 25
Wohnort: Norddeutschland




Um unsere Erlebnisse auf dem "Great Baikal Trail" nun endlich mal geordnet zu veröffentlichen, habe ich einen neuen Weblog angelegt.

Das ist er: http://nordbaikal.blogspot.com/

Die ersten Beiträge sind schon gepostet. In den nächsten Tagen und Wochen werde ich den Weblog weiterführen und somit unsere beiden Reisen zum Nordbaikal in den Sommern 2005 und 2006 dokumentieren.

Dabei werden die Schwerpunkte sein:
    - Reiseplanung und Vorbereitung
    - Das "Great Baikal Trail" Projekt
    - Partner und Angebote
    - Persönliche Erlebnisse und Erfahrungen

Das Ganze natürlich garniert mit nützlichen Links und Fotos.

Hier nochmal der Link: http://nordbaikal.blogspot.com/

_________________
Infos: zu Baikal, Russlandvisa, Zugtickets, Reiseplanung hier:
http://nordbaikal.webhop.net/
Mein Nordbaikal-Blog:
http://nordbaikal.blogspot.com
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BeitragVerfasst am: Di 06. März. 2007; 23:54 Antworten mit Zitat
robin
Yetijäger
Anmeldungsdatum: 01.12.2006
Beiträge: 90
Wohnort: Basel




Habe gerade ein bisschen in deinem Blog geblättert und gesehen, dass du rund um den Baikalsee campiert hast. Wollte Dich mal fragen wie das so ist. Gibt es dort Campingplätze oder kann/muss man wild campieren? Kann man in der Gegend eine Zeitausrüstung mieten oder sollte man besser was von zu hause mitnehmen?
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BeitragVerfasst am: Mi 07. März. 2007; 09:20 Antworten mit Zitat
GenadiG
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 25
Wohnort: Norddeutschland




robin hat folgendes geschrieben:
Habe gerade ein bisschen in deinem Blog geblättert und gesehen, dass du rund um den Baikalsee campiert hast.

"rund um den Baikal" ist etwas übertrieben Wink . Wir waren 2005 und 2006 am Nordbaikal in der Nähe des Frolichasees (2005) und der heissen Quellen von Chakusy (2006).

robin hat folgendes geschrieben:
Gibt es dort Campingplätze oder kann/muss man wild campieren? Kann man in der Gegend eine Zeitausrüstung mieten oder sollte man besser was von zu hause mitnehmen?

Campingplätze gibt es üblicherweise nicht. Es darf auch überall gecampt werden (einschließlich Feuer machen). Allerdings ist für das Betreten von Nationalparks oder Naturreservaten eine Genehmigung erforderlich, für die man für jeden Tag in einem der Parks einen Obulus zahlt.
Dies ist meist nicht viel (ausser für die Ushkani-Inseln, diese Genehmigung ist teuer wegen der Nerpa, der Baikalrobbe).

Solche Genehmigungen bekommt man für die Reservate am Nordbaikal in Severobaikalsk. (in unserem Fall war das das Frolicha-Reservat).
Diese Genehmigungen sollte man auch wirklich einholen, denn die Reservatsranger tauchen meistens auf, wenn ein Boot im Küstenbereich des jeweiligen Reservates anlandet und kontrollieren das. Danach hat man seine Ruhe.
Um herauszubekommen, wo man die Genehmigungen bekommt, geht man am Besten zu einen Infokiosk einer Touristikfirma am Bahnhofsvorplatz oder fragt nach der "Schule für Tourismus und Ökologische Bildung", auf russisch SchTEO.

Zur Ausrüstung: Im Gegensatz zu Irkutsk wird man sich in Severobaikalsk nicht so einfach Ausrüstung ausleihen können. Da muß man wohl selbst vorsorgen.

Ausnahme: wir waren in einem Projekt des "Great Baikal Trail"-Baus, wo wir zumindest Zelte und die Lebensmittel gestellt bekamen (allerdings auch einen Unkostenbeitrag bezahlt haben)

Zu meinem Blog: ich werde in den nächsten Wochen noch weiter schreiben und auch irgendwann mal das Camp 2006 dokumentieren: http://nordbaikal.blogspot.com

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BeitragVerfasst am: Mi 07. März. 2007; 11:17 Antworten mit Zitat
robin
Yetijäger
Anmeldungsdatum: 01.12.2006
Beiträge: 90
Wohnort: Basel




Zitat:
"rund um den Baikal" ist etwas übertrieben Wink . Wir waren 2005 und 2006 am Nordbaikal in der Nähe des Frolichasees (2005) und der heissen Quellen von Chakusy (2006).


Ich fände eben "Rund um den Baikal" im wörtlichen Sinne irgendwie noch attraktiv. Ist das eigentlich überhaupt möglich oder gibts da keine Fortbewegungsmittel (zum laufen wäre es dann doch ein biiiiischen weit). Smile

Zitat:
Solche Genehmigungen bekommt man für die Reservate am Nordbaikal in Severobaikalsk.


Kannst du etwas dazu sagen, wie das preislich so aussieht? Muss ja nicht auf den Rubel genau sein, aber so als Anhaltspunkt...

Zitat:
Zur Ausrüstung: Im Gegensatz zu Irkutsk wird man sich in Severobaikalsk nicht so einfach Ausrüstung ausleihen können. Da muß man wohl selbst vorsorgen.


Aber Irkutsk ist ja auch in der Nähe und ausserdem muss man ja sowieso dorthin auch wieder zurück, um weiter zu fahren. Es ist ja immer noch besser das Zelt ein paar Kilometer mit zu schleppen als auf einer ganzen Reise, oder?
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BeitragVerfasst am: Mi 07. März. 2007; 13:21 Antworten mit Zitat
GenadiG
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 25
Wohnort: Norddeutschland




robin hat folgendes geschrieben:
Ich fände eben "Rund um den Baikal" im wörtlichen Sinne irgendwie noch attraktiv. Ist das eigentlich überhaupt möglich oder gibts da keine Fortbewegungsmittel (zum laufen wäre es dann doch ein biiiiischen weit). Smile

Das ist tatsächlich nicht ohne weiteres möglich. Der Baikalsee hat bei einer Länge von 600km eine Küstenlinie von fast 2000km.
Diese ist nur im Süden von Listwanja bis Olchon (Südwesten ca.150 km) und von Port Baikal (um das Südende herum ca. 400km) bis Ust Bargusin (glaub ich) und nochmal im Norden von Baikalskoje über Sewerobaikalsk bis Nishneangarsk (ca. 70km) mit Landfahrzeugen befahrbar.
Der Rest (Mitte-Nord-Westufer und Mitte-Nord-Ostufer) hat keine Verkehrsinfrastruktur und kann nur per Schiff oder im Winter über die Eispiste erreicht werden.
Auch der Wanderweg "Great Baikal Trail" ist kein durchgängiger Wanderweg, sondern ein visionäres Projekt, welches erst in wenigen Abschnitten verwirklicht wurde: http://www.greatbaikaltrail.ru (im übrigen ist das ein Riesenerlebnis, dort mal mitzumachen)

Hier nochmal der Link zur Baikalkarte in der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Karte_baikal2.png
Es sind gerade im Norden nicht alle kleineren Reservate eingezeichnet, aber man kann erkennen, wo ungefähr Straßen oder Pisten sind.

robin hat folgendes geschrieben:
Kannst du etwas dazu sagen, wie das preislich so aussieht? Muss ja nicht auf den Rubel genau sein, aber so als Anhaltspunkt...

Genau weiß ich es nicht mehr, aber es beginnt bei ca. 10Rubel ~ 30Cent pro Tag und endet bei 30Rubel ~ 1Euro (ich hoffe ich, ich entsinne mich richtig) je nach Nationalpark/Reservat.
Die Ushkani-Inseln sind eine Ausnahme. Dort kann man auch nur organisierte Tagesbesuche machen, Übernachtung bzw. Campen ist ausgeschlossen. Der Preis liegt aber eine Größenordnung höher, vielleicht 300 Rubel(?) - war selbst nicht nicht dort. Das einzig Herausragende daran ist aber nur, die Baikalrobbe zu sehen. Es ist Einstellungssache, ob man das unbedingt muss.

robin hat folgendes geschrieben:
Aber Irkutsk ist ja auch in der Nähe und ausserdem muss man ja sowieso dorthin auch wieder zurück, um weiter zu fahren. Es ist ja immer noch besser das Zelt ein paar Kilometer mit zu schleppen als auf einer ganzen Reise, oder?

Das ist so eine Sache. Wenn man sich am Südbaikal bewegt, ist das richtig.
Am Nordbaikal ist auch Irkutsk weit weg (Bahnfahrt 2 Tage von Irkutsk nach Sewerobaikalsk über Taischet). Flüge nach Nishneangarsk nur 2mal die Woche, ebenso das Tragflächenboot "Kometa" 2mal die Woche, wenn überhaupt (wetterabhängig).
Will man also nur zum Nordbaikal, sollte man doch die wichtigsten Teile der Ausrüstung bereits haben.

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BeitragVerfasst am: Do 08. März. 2007; 17:51 Antworten mit Zitat
robin
Yetijäger
Anmeldungsdatum: 01.12.2006
Beiträge: 90
Wohnort: Basel




GenadiG hat folgendes geschrieben:

Das ist tatsächlich nicht ohne weiteres möglich. Der Baikalsee hat bei einer Länge von 600km eine Küstenlinie von fast 2000km.


Ja, das unterschätzt man auf der Landkarte gerne. Sieht auf einer Russlandkarte immer so klein aus. Habe es nun mal in die Schweiz bzw. über die Schweiz kopiert und naja... Wir wären gleich alle unter Wasser... Smile

GenadiG hat folgendes geschrieben:
Auch der Wanderweg "Great Baikal Trail" ist kein durchgängiger Wanderweg, sondern ein visionäres Projekt, welches erst in wenigen Abschnitten verwirklicht wurde


Klingt wirklich faszinierend. Ich könnte mir vorstellen, dass es dort ein rechtes touristisches Potential gäbe, wenn Russland allgemein begänne den Tourismus aktiver zu fördern. Weisst du, bis wann dieser Trail fertig sein sollte?

GenadiG hat folgendes geschrieben:
Das einzig Herausragende daran ist aber nur, die Baikalrobbe zu sehen. Es ist Einstellungssache, ob man das unbedingt muss.


Ich habe noch nie Robben gesehen. Klingt also noch interessant und 10 Euro finde ich jetzt auch nicht überrissen. Bei uns zahlt man ja für den Zooeintritt ja schon mehr.

GenadiG hat folgendes geschrieben:
Das ist so eine Sache. Wenn man sich am Südbaikal bewegt, ist das richtig. Am Nordbaikal ist auch Irkutsk weit weg (Bahnfahrt 2 Tage von Irkutsk nach Sewerobaikalsk über Taischet). Flüge nach Nishneangarsk nur 2mal die Woche, ebenso das Tragflächenboot "Kometa" 2mal die Woche, wenn überhaupt (wetterabhängig).
Will man also nur zum Nordbaikal, sollte man doch die wichtigsten Teile der Ausrüstung bereits haben.


Das verstehe ich nun nicht so ganz. Wie willst du denn überhaupt in den Norden kommen? So weit ich sehe, ist der Weg über Irkutsk die einzige realistische Anreise, oder nicht?
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BeitragVerfasst am: Fr 09. März. 2007; 12:25 Antworten mit Zitat
GenadiG
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 09.01.2007
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Wohnort: Norddeutschland




robin hat folgendes geschrieben:
GenadiG hat folgendes geschrieben:
Auch der Wanderweg "Great Baikal Trail" ist kein durchgängiger Wanderweg, sondern ein visionäres Projekt, welches erst in wenigen Abschnitten verwirklicht wurde

Klingt wirklich faszinierend. Ich könnte mir vorstellen, dass es dort ein rechtes touristisches Potential gäbe, wenn Russland allgemein begänne den Tourismus aktiver zu fördern. Weisst du, bis wann dieser Trail fertig sein sollte?

Wann der Trail fertig sein wird, kann keiner sagen. Schließlich ist dies kein staatliches Projekt, sondern das Projekt einer NGO, die mit verschiedenen regionalen Instanzen, wie Reservatsverwaltungen, Naturschutzbehörden und Tourismusbüros zusammenarbeiten muß. Allerdings ist bereits der Trailbau eine Art von Ökotourismus und in den Volonteurcamps arbeiten viele ausländische Freiwillige mit.
Den Link zur HP des Great Baikal Trail hatte ich schon mal gepostet.
Hier noch die interaktive Übersichtskarte von Baikalhostels:
http://www.baikalhostels.com/html/german_karte_oblast_imagemap.xml.php
die Wandervorschläge von Baikalhostels:
http://www.baikalhostels.com/html/german_reisenbaikal.xml.php
Die diesjährigen GBT-Projekte:
http://www.greatbaikaltrail.org/volunteer_gbt/project_selection_en.html
Eine Karte mit fertiggestellten Abschnitten:
http://www.baikalhostels.com/html/german_gbt_karte.xml.php

robin hat folgendes geschrieben:
Ich habe noch nie Robben gesehen. Klingt also noch interessant und 10 Euro finde ich jetzt auch nicht überrissen. Bei uns zahlt man ja für den Zooeintritt ja schon mehr.

Die Nerpa ist eine endemische Art (also nur am Baikal einheimisch). Sie ist die einzige Süsswasserrobbenart der Welt. Ihr Lebensraum ist sehr begrenzt, nämlich auf die Ushkani-Inseln, was ja ein sehr kleines Refugium ist.
Daher finde ich, ist es zu Überlegen, ob der Tourismus dorthin nicht doch in einem sehr begrenzten Rahmen gehalten werden sollte.

robin hat folgendes geschrieben:
Wie willst du denn überhaupt in den Norden kommen? So weit ich sehe, ist der Weg über Irkutsk die einzige realistische Anreise, oder nicht?

Über Irkutsk ist eine Variante. Allerdings dauert es dann immer noch 1-2 Tage, je nach Art der Weiterreise.
Die anderen Möglichkeiten sind über die BAM (die nördliche Schwester der Transsib), entweder von Moskau oder mit Flug bis Novosibirsk und dann ebenfalls 2 Tage Zugfahrt bis Sewerobaikalsk. Lange dauert es in jedem Fall. Schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Baikal-Amur-Magistrale

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