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Weltreiseforum Foren-Übersicht » Der indische Subkontinent » Nepal April 2006
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Nepal April 2006
BeitragVerfasst am: Di 18. Apr. 2006; 08:32 Antworten mit Zitat
Aishah
Traveller
Anmeldungsdatum: 01.12.2004
Beiträge: 74
Wohnort: Bremen




Hey... irgendwer grade in Nepal???
Wuerde gerne mal von jemandem vor Ort erfahren, wie"s da grade ist. Ich war froh als ich am 10. April geflogen bin...da sollte ja alles zu Ende sein... Hat aber erst so richtig angefangen, wie es aussieht.
Ich drueck allen, die gerade da sind die Daumen, dass sie gesund bleiben und sich die Lage wieder beruhigt, so dass man auch die schoenen Seiten Nepals mal wieder zu Gesicht bekommt!
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BeitragVerfasst am: Sa 22. Apr. 2006; 17:05 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1790
Wohnort: Deutschland




Dürfte dort zur Zeit etwas ungemütlich sein.
Seeehr umfangreich ist der aktuelle Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes:

http://www.auswaertigesamt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=4&land_id=120


Die Infos weiter unten (Thema Maoisten) sind schon seit längerer Zeit aktuell.
Zitat:
Sicherheitshinweis

Stand: 22.04.2006 Unverändert gültig seit: 21.04.2006

Reisen nach Nepal sind derzeit besonderen Gefährdungen ausgesetzt. Die innenpolitische Situation und die Sicherheitslage sind fragil. In vielen Städten besteht eine Ausgangssperre. Busreisen und Besichtigungen sind faktisch nicht möglich. In Kathmandu, Lalitpur (Patan) Bhaktapur, Pokhara und anderen Städten wurde im Rahmen der angekündigten Demonstrationen auch tagsüber wieder eine Ausgangssperre verhängt, die seitdem jeweils kurzfristig verlängert wird und auch in die Nachtstunden hineinreicht. Die Demonstrationen halten dennoch unvermindert an. Es kommt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Die Regierung geht, teilweise unter Gebrauch von Schusswaffen, gegen die Demonstrationen vor. Dabei wurden in den letzten Tagen mehrere Demonstranten getötet, hunderte verprügelt und verwundet und sehr viele in Haft genommen.

Das Auswärtige Amt rät vor dem Hintergrund der aktuellen Situation bis auf weiteres von Reisen nach Nepal ab.

Wer schon im Land ist, sollte die Ausgangssperren beachten, sich fortwährend über die aktuelle Lage informiert halten, sich potentielle Gefährdungen bewusst machen und die folgenden Hinweise beachten:

Mit den am 06.04.06 von der oppositionellen 7-Parteien-Allianz ausgerufenen landesweiten Generalstreiks unbegrenzter Dauer und damit einhergehenden Demonstrationen hat sich die Lage zugespitzt. Die Regierung geht gegen Demonstrationen in Kathmandu und anderen Orten gewaltsam vor. Sicherheitskräfte haben mehrfach auf Demonstranten geschossen. Mehrere Personen wurden bei den Auseinandersetzungen der letzten Tage getötet. Weitere Demonstrationen mit möglicherweise gewalttätigen Auseinandersetzungen, die auch die Sicherheit von Touristen gefährden können, sind zu erwarten. Es gibt konkrete Verlautbarungen der Regierung, dass die Sicherheitskräfte zur Durchsetzung der Ausgangssperre – wie bereits mehrfach geschehen - von der Schusswaffe Gebrauch machen können. Unter den gegebenen Umständen wird dringend empfohlen, größere Menschenansammlungen zu meiden und sich keinesfalls an den Demonstrationen zu beteiligen, da am 11.04.06 demonstrierende Touristen vorübergehend verhaftet wurden.

Der Fernverkehr nach Kathmandu und in andere große Städte ist durch Straßenblockaden der Maoisten unterbrochen.

Außerhalb des Kathmandu-Tals gibt es Ausgangssperren mit zum Teil unterschiedlichen Zeiten. Davon sind auch Orte in Trekkinggebieten (u.a. Ghorepane im südlichen Annapurnagebiet) getroffen.

Seit Beendigung des von den Maoisten einseitig ausgerufenen Waffenstillstandes am 02.01.2006 fanden zahlreiche Angriffe seitens der Maoisten auf Polizeistationen in verschiedenen Städten des Landes (Nepalgunj, Tansen, Bhojpur, Panauti, Dhulikel) und in Thankot und Dhadikot (westliche und östliche Einfahrt ins Kathmandu-Tal) statt, bei denen es inzwischen mehrere Tote auf beiden Seiten gab. Seit dem 14.01.2006, zuletzt am 21.03.2006, detonierten im Stadtgebiet Kathmandus einige Bomben, weitere konnten rechtzeitig entschärft werden. Es entstand erheblicher Sachschaden an Regierungsgebäuden. Ende Februar wurden in Pokhara und anderen größeren Orten des Landes seitens der Maoisten Bombenanschläge auf Regierungseinrichtungen und Sicherheitskräfte verübt, am 27.02.2006 wurden hierbei u.a.16 Zivilisten durch eine Bombenexplosion in Pokhara verletzt. Mit weiteren Anschlägen, auch im Kathmandu-Tal, muss gerechnet werden.

Es häufen sich Zusammenstösse der Maoisten und Sicherheitskräfte im Osten und Westen des Landes. Die Gefahr wächst, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

Wer trotzdem reist, sollte sich fortwährend über die aktuelle Lage informiert halten, sich potentielle Gefährdungen bewusst machen und die folgenden Hinweise beachten:

Nach wie vor wird empfohlen, die Mittelwestregion (Distrikte , Rukum, Rolpa, Salyan, Surkhet, Jajarkot, Dailekh, Kalikot, Syangja, Gulmi und Arghakhanchi), die Westregion und den Ostdistrikt Sankhuwasabha sowie Bhojpur (Ost-Nepal) ganz zu meiden. Vor dem Befahren der Strecke zwischen Atariya und Dadeldhura in West-Nepal wird gewarnt. Auch wird davon abgeraten, den Dolakha-Distrikt (Umgebung Jiri) zu bereisen. Mit Strassensperren der Aufständischen ist auf der Ost-West-Verbindung zu rechnen. Nach dem Mord an einer Deutschen und dem Verschwinden einer weiteren Europäerin im Wald von Nagarjun, Kathmandu, sowie sich dort häufenden Überfällen wird empfohlen, in diesem Park nur noch in Gruppen zu wandern.

In Nepal gibt es häufig landesweite oder örtliche Bandhs (Streiks jedweder Art), auch im Kathmandu-Tal, und Blockaden/Straßensperren, die kurzfristig ausgerufen bzw. organisiert werden, gerechnet werden. Bei Generalstreiks sind alle Büros und Geschäfte geschlossen und der Straßenverkehr kommt praktisch zum Erliegen (Ausnahme Rikshas). Letzteres gilt auch für sog. Transportstreiks.

Während der Bandhs sind Reisen auf dem Landwege nicht oder nur unter schwierigen Bedingungen (Gefahr von Landminen auch auf Überlandstraßen) möglich. Der Flugverkehr ist von den Bandhs meistens nicht betroffen, evtl. aber Zu- und Abgang zu den Flughäfen, in solchen Fällen werden gelegentlich die Inlandsflüge gestrichen.

Von Fahrten in normalen Überlandbussen wird wegen der Vielzahl von Verkehrsunfällen und der Gefahr von Überfällen durch die Rebellen abgeraten. Bei Fahrten über Land sollten ausschließlich gekennzeichnete Touristenbusse benutzt werden.

Touristen und Ausländer sind nicht Ziel der maoistischen Aufständischen. Eine Gefährdung kann sich aber u.a. durch Bombenanschläge auf öffentliche Einrichtungen und andere terroristische Aktionen der Maoisten auch in Touristengebieten ergeben, ebenso wie dadurch, dass Touristen bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen die Fronten von Sicherheitskräften und Maoisten geraten können. Reisende sollten sich von größeren Menschenansammlungen fernhalten.

Infolge der nicht immer störungsfreien Kommunikation (in manchen Landesteilen fehlendes Mobilnetz und zerstörte Leitungen) können sich in Notfällen erhebliche Schwierigkeiten ergeben, weil Hilfeleistungen (z.B. Helikopterrettung bei Höhenkrankheit oder Unfällen) nicht rechtzeitig organisiert werden können. Es wird auch darauf hingewiesen, dass Rettungshubschrauber nicht in alle Höhen und Landesteile fliegen können. Infolge mangelnder Telefonverbindungen ist es oft längerfristig nicht möglich, mit Angehörigen/Freunden per Telefon bzw. Internet Kontakt aufzunehmen.

Nach starken Regenfällen vor allem während der Monsunzeit muß mit Erdrutschen gerechnet werden.



Hinweis für Trekking-Touren:

Die Rebellenpräsenz im südlichen Bereich des Annapurnagebietes ist nach wie vor sehr hoch , u.a. auf der Strecke Ghorepani (Schreibweise auch: Ghodepani), Tadapani, Ghandrung (auch: Ghandruk) und Landrung (auch: Landruk).

Häufig fordern bewaffnete Maoisten Wegegelder von Trekkern in unterschiedlicher Höhe - auch in Lodges oder Hotels, derzeit umgerechnet ca. 15 US$ bis zu 126 US$, ggfs. sogar mehr, pro Person. Bei Zahlungsverweigerung kann bewaffneter Überfall kurze Zeit später erfolgen. Es gibt zahlreiche Berichte über Überfälle und Erpressungen, insbesondere in der Umgebung von Jiri, wo erst kürzlich wieder Touristen wegen Nichtzahlung von Maoisten vorübergehend festgehalten wurden, ausserdem auf Teilstrecken des südlichen Annapurna-Trails und im Gebiet des Karnali Flusses sowie in der Umgebung von Kathmandu. Das von den Maoisten geforderte Wegegeld auf der Strecke Jiri – Everest Base Camp beträgt derzeit NRS 5000 (ca. EUR 60,-) pro Person, dafür wird eine Quittung ausgestellt.

Es wird empfohlen, nicht alleine zu trekken; nur bekannte Routen zu benutzen, in Gruppen zu bleiben, ausschließlich seriöse Agenturen und Führer zu nutzen, vor Aufsuchen abgelegener Gebiete aktuelle Informationen über die Sicherheitslage einzuholen (z.B. bei der Deutschen Botschaft in Kathmandu, Tel.: 00977-1-4412786; Fax: 00977-1-4416899; E-Mail: info@kathmandu.diplo.de oder bei Reiseveranstaltern) und eine Registrierung bei der Botschaft unter Angabe der Trekking-Route vorzunehmen. Das Formular kann von der Website der Botschaft (www.kathmandu.diplo.de) heruntergeladen werden.
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Nepal April 2006
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