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Nahrungsmittelunverträglichkeit
BeitragVerfasst am: Mi 11. Jun. 2008; 12:42 Antworten mit Zitat
Agarwaen
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 26




in 30 tagen fliege ich nach japan, und seit 6 monaten zerbreche ich mir den kopf über ein thema. ich leider an einer nahrungsmittelunverträglichkeit, genauer gesagt an zöliakie. das heißt ich darf NIEMALS mehl (weizen, roggen, gerste..etc) essen. ich darf allerdings reis-, mais- und buchweizenmehl. ein auslandsaufenthalt mit dieser erkrankung ist immer sehr schwierig und im zweifelsfalle esse ich gar nichts.

ich habe inzwischen schon sehr viel über die japanische küche gelesen und es ist mir klar, dass ich reisgerichte im grunde essen darf, aber sehr oft lese ich, dass eben diese gerichte mit mehl >verfeinert< werden. ich habe panische angst, dass ich aus versehen etwas falsches essen könnte. zb auch soba nudeln, welche eigentlich aus buchweizen sind, aber bei uns wird bei der herstellung dieser nudeln weizenmehl als bindemittel verwendet.

jetzt meine frage: hat irgendjemand hier eine nahrungsmittelunverträglichkeit oder kennt jemand jemanden? oder weiß jemand, wo ich verlässliche detaillierte infos über das essen in japan bekommen könnte?
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BeitragVerfasst am: Mi 11. Jun. 2008; 15:15 Antworten mit Zitat
gabe
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 1697
Wohnort: Zürich, Chiang Mai & Tokyo




Das könnte durchaus ein Problem sein. Ich würde mir das ganze auf japanisch aufschreiben lassen und in Restaurants/Geschäften jeweils vorgängig abklären. Wie sich welche Lebensmittel genau zusammenstellen, da habe ich keine Ahnung.

_________________
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gabe @ www.tokyo.ch
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BeitragVerfasst am: Mi 11. Jun. 2008; 16:51 Antworten mit Zitat
bulu-bulu
Yetijäger
Anmeldungsdatum: 28.01.2007
Beiträge: 105
Wohnort: zürich




erstmal glückwunsch zur japan reise, ich würd allenfalls bei tempura (tempura-mehl) und bei gyoza (gyoza teigblätter) genauer nachfragen oder dir eben alles genau aufschreiben lassen - ansonsten kommst du meiner meinung nach eher selten oder gar nicht mit weizen, roggen, usw. in kontakt und das mit dem reis hab ich so noch nie gehört (höchstenfalls bei instantgerichten genauer schauen), japanische soba-nudeln werden eigentlich ausschliesslich mit buchweizen hergestellt - ich hatte bei meinem letzten aufenthalt auch eine allergische reaktion, weiss aber nicht weswegen da ich eigentlich kein allergiker bin und konnte jedoch schnell ein anti-allergikum in der apotheke kaufen (zeigte meinen arm mit ein paar floskeln, arztbesuche können wenn man der sprache nicht herr oder dame ist, kompliziert ausfallen) darum würde ich sicherlich für den notfall deine medikamente und rezepte mitnehmen... ich würde mir trotzdem keine sorgen mache es gibt so viele japanische gerichte welche ganz ohne mehlzusätze jeglicher art auskommen und in der regel werden die zutaten natürlich belassen und nicht verfeinert.
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BeitragVerfasst am: Mi 11. Jun. 2008; 17:44 Antworten mit Zitat
Penguin
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 1194
Wohnort: Hamburg




Ganz so einfach ist es nicht.
Ich hatte in Reisegruppen schon häufiger Allergiker dabei, auch gegen Mehl/Getreide.

Da u.a. in Japan oft Zusätze wie Verdickungsmittel oder auch das berühmt berüchtigte Aji no Moto (Geschmacksverstärker) die meist auf Mehlbasis bestehen, untergemischt werden....... müssen viele Suppen und Sossen einfach gemieten werden. Crying or Very sad

Penguin
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BeitragVerfasst am: Mi 11. Jun. 2008; 21:56 Antworten mit Zitat
Agarwaen
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 26




problem bei der ganzen sache ist auch, dass es gegen meine krankheit keine medikamente gibt. mehl zerschneidet mir wie ein rasiermesser den magen und darm. wenn ich aus versehen etwas falsches esse (ist mir vor 6 jahren einmal passiert), sind die schmerzen so unerträglich, dass man nichts mehr essen oder trinken kann und ich bin für ca 3 wochen ans bett gefesselt, bis das alles wieder verheilt ist.

deshalb kann ich das risiko etwas falsches zu essen nicht eingehen. die frage ist nur, wo finde ich eine verlässliche quelle, die mir sagt. wo mehl drinnen ist und wo nicht?

das mit im restaurant/supermarkt fragen, funktioniert nicht mal hier. da kamen dann so sätze wie >ja wir haben nur in der soße ein bindemittel, ein bisschen weizenmehl< oder >ja brot dürfen sie nicht essen, aber nudeln gehn doch<. also ist das auch nicht wirklich sicher.
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BeitragVerfasst am: Mi 11. Jun. 2008; 23:08 Antworten mit Zitat
Aremonus
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 07.10.2005
Beiträge: 655
Wohnort: Basel




Gibt es keinerlei Moleküle, die du zu dir nehmen könntest, um dem vorzubeugen?

Ich habe Probleme mit Laktose (Milch), aber nicht so extrem. Kann aber zur Not ganz einfach ein paar enzyme schlucken. Meines Wissens nach wurden vor Kurzem auch die Enzyme für deine Krankheit isoliert - ob es das ganze jedoch schon als Medikament gibt, weiss ich nicht.

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BeitragVerfasst am: Do 12. Jun. 2008; 10:25 Antworten mit Zitat
Agarwaen
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 26




ja es gibt schon studien über medikamente, gegen meine krankheit, aber das ist alles noch in der testphase. es ist auch noch nicht bewiesen, ob das bei allen menschen mit meiner krankheit wirkt. bis sowas auf den markt kommt, werden noch gute 15 jahre vergehen.

ich habe eine internetseite über japanische küche gefunden. da werden alle zutaten von den einzelnen gerichten aufgelistet. ob das alles korrekt ist, oder nicht, weiß ich nicht. vlt kann mir da wer weiterhelfen?

www.bento.com
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BeitragVerfasst am: Do 12. Jun. 2008; 18:57 Antworten mit Zitat
Pantitlan
Site Admin
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 4420
Wohnort: Beijing (Basel)




Wie machst du das denn in anderen Ländern?

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BeitragVerfasst am: Do 12. Jun. 2008; 22:32 Antworten mit Zitat
Agarwaen
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 26




1) ich war noch nie so lange weg, also immer maximal 2 wochen
2) war ich bisher nur in europa, wo das essen überall ähnlich ist. also, wo die meisten gerichte bekannt sind.
3) wenn ich zweifel hatte, hab ich nix oder nen salat gegessen. und wenn man nu ne woche oder ein paar tage weg ist, ist das nicht wirklich ein problem. in japan werde ich aber 4 wochen verbringen, deshalb wäre das da nicht so gut.
4) in europa ist meine krankheit sehr verbreitet, dh hier findet man in vielen supermärkten gluten-freie produkte. brot, nudeln, spezielles mehl...etc.
aber ich habe recherchiert und in asien ist diese krankheit quasi nicht existent, deshalb werde ich dort beim einkaufen wohl nicht solche sachen finden.
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BeitragVerfasst am: Do 21. Aug. 2008; 21:37 Antworten mit Zitat
Agarwaen
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 26




hier der abschlussbericht nach meiner reise:

am anfang war es sehr schwierig etwas zu essen zu finden. ein fremdes land, man kennt sich nicht aus und weiß nicht worauf man schauen muss.
aber nach einer zeit ist es sehr einfach geworden.

1. ich wusste wie man mehl, also weizenmehl und andere sorten, auf japanisch schreibt. das hat das einkaufen erleichtert.
2. da ich japanisch lerne konnte ich sowas sagen wie "ist da mehl drinnen? ich darf das nämlich nicht essen". die menschen sind so hilfsbereit und in restaurants sind die kellner gleich in die küche gelaufen und haben gefragt. dann sind sie mit der halben zutatenliste zurückgekommen. also auch kein problem.
3. wenn man sich mal an alles gewöhnt hat und schon viele viele gerichte..etc kennt, dann braucht man nicht mehr fragen, denn dann weiß man es eh selber.

ich muss aber auch sagen, dass ich niemals ein risiko eingegangen bin und wenn ich irgendwo große zweifel hatte, dann hab ichs eben nicht gegessen. sicher ist sicher.
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Nahrungsmittelunverträglichkeit
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