 |
|
 |
 | |  |
Verfasst am: Fr 18. Jul. 2008; 09:18 |
|
|
| Kodo |
| Pauschaltourist |
|
 |
| Anmeldungsdatum: 16.07.2008 |
| Beiträge: 3 |
|
|
|
 |
 |
 |
|
| dresden71 hat folgendes geschrieben: | Hallo,
Buddhismus als "lebensfeindlich" zu bezeichnen ist - denke ich - ein Mißverständnis. Es stimmt, dass Leben als leidvoll angesehen wird, aber deshalb lebt man nach bestimmten Regeln, um das Leid (für sich und andere) zu mildern.
Um mal beim Essen zu bleiben - kein paktizierender Buddhist würde einen Einladung zu einem guten Essen ablehnen, denke ich. Es ist ein Genuss, gut zu essen und es wäre nicht nett, ein zubereitetes Essen zu verschwenden, sonst wäre ja ein Tier vielleicht umsonst gestorben.
Im Sinne des Buddhismus ist es, in diesem Fall den Drang nach gutem Essen nicht das Leben dominieren zu lassen. Einfacher Reisbrei und Gemüse hält einen Menschen auch ziemlich gut am Leben, da muss kein Kobe-Rind für sterben. Es geht um das Bemühen seine Bedürfnisse im Griff zu haben, sei es Appetit, Besitzstreben, Machtstreben oder egal was.
Zumindest erkläre ich mir so, dass die praktizierenden Buddhisten, die ich kennengelernt habe, in vielen Dingen sehr entspannt und ausgeglichen wirken (nicht immer zugegebenermaßen, aber es geht ja ums Bemühen).
Aber ich vermute mal, dass dies schon für einen großen Anteil von Japanern ziemlich weit geht. Ich hatte eher das Gefühl, das es im Shinto und auch im Buddhismus in Japan eher um die Rituale geht und weniger um den festen Glauben an bestimmte religiöse Vorgaben (im Buddismus ja eh nicht - ich weiß nicht, warum man das als Religion bezeichnet, ist ja doch eher eine Lebensanschauung).
So, das war vielleicht ein wenig umfangreich und deshalb dürfte ich auch den einen oder anderen Tappfehler übersehen haben.
In diesem Sinne
Kerstin |
Genau, Buddhisten genießen auch ein gutes Essen; was natürlich auch vegetarisch sein kann, aber nicht muss.
Während z.B. eines Zen-Sesshins (Zazen = Zenmeditation über mehrere Tage) wird nur vegetarisch gegessen.
Davor und danach wird aber gerne auch mit Fisch oder Fleisch und Wein, Bier geschlemmt.
Buddhisten leben auch nicht enthaltsam; es sei denn, sie leben im Kloster.
Es geht eigentlich nicht darum, sich im Griff zu haben.
Wenn man das will, wird man es nicht können.
Es geht darum, absichtslos zu praktizieren.
Und ja, um das rechte Bemühen.
Ob der Buddhismus und speziell der Zen-Buddhismus Religionen sind, darüber kann man streiten.
Besonders, wenn man Religion über einen Schöpfergott definiert.
Es ist aber mehr als eine Lebensanschauung.
Wenn es nur eine Lebensanschauung wäre, wüsste man nicht, was Buddhismus ist.
Einigkeit besteht darin, dass man nur dann Buddhist ist, wenn man auch praktiziert, d.h., z.B. beim Zen im Zazen sitzt, also meditiert.
Buddhismus bedeutet Selbsterfahrung und sich selbst zu vergessen.
Hier ein japanisches Zenkloster http://www.antaiji.dogen-zen.de/deu/, dass von einem deutschen Zenmeister geführt wird und das man auch besuchen kann.
Und hier findet man Zen-Dojos in Deutschland http://www.zen-guide.de/zen/zentren/ |
|
_________________ Eines Morgens habe ich einen Elefanten in meinem Schlafanzug erschossen.
Wie er in meinen Schlafanzug gekommen kist, werde ich wohl nie erfahren.
Groucho Marx |
|
|
|
| Weltreiseforum Foren-Übersicht » Japan |
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 2 von 2
Gehe zu Seite Zurück 1, 2
|
|
|
|
|
Hier sind weitere Links im Reiseforum: Redaktionelle Seiten für Reisevorbereitungen,
Reisezubehör, Reiseberichte von Forenmitgliedern, Nachrichten rund ums Reisen (NEU)
|