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Allreisende Frauen in Zentralasien
BeitragVerfasst am: Mi 29. Aug. 2007; 13:01 Antworten mit Zitat
robin
Hardcoretraveller
Anmeldungsdatum: 01.12.2006
Beiträge: 84
Wohnort: Basel




Mir ist aufgefallen, dass es in Zentralasien kaum weibliche Touristen gibt und die wenigen sind mit ihrem Freund oder Ehemann unterwegs. Das haben auch ein paar andere Reisende so erlebt. Hat jemand von Euch eine Idee, wieso das so ist? Ist Zentralasien eine "Maennerregion"? Oder lag das einfach am Zufall?
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BeitragVerfasst am: So 02. Sep. 2007; 19:50 Antworten mit Zitat
zurken
Touristenfallenentschärfer
Anmeldungsdatum: 28.03.2005
Beiträge: 143
Wohnort: wuppertal




Die Frauen haben Schiss, allein und auf eigene Faust durch ZA zu reisen. Kann ich verstehen, auch wenns nicht berechtigt ist. Diese Länder gelten hier immer noch als unsicher. Aber selbst durch den Iran kann Frau allein reisen. Eine Bekannte hat es gemacht - mit eigenem Motorrad.
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BeitragVerfasst am: So 02. Sep. 2007; 23:58 Antworten mit Zitat
Pantitlan
Site Admin
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 3819
Wohnort: Beijing (Basel)




Iran halte ich persoenlich sogar fuer weniger problematisch als Zentralasien. Aber bin da kein so fundierter Kenner. Aber wenn wir schon diesen Vergleich machen: Ich habe auf meinem Tripp nach Kirgistan ein paar alleinreisende Frauen kennengelernt oder gesehen (zum Beispiel zwei Genferinnen, die mit einem Camper unterwegs waren). Im Iran allerdings habe ich recht viele alleinreisende Frauen gesehen. Viele davon waren jedoch Asiatinnen aus Japan und Korea. Hatte aber das Gefuehl, dass es schon mehr waren als etwa in Kirgistan.

_________________
www.zipr.ch/oliboli
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BeitragVerfasst am: Mi 12. März. 2008; 10:41 Antworten mit Zitat
outdoorfan
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 12.03.2008
Beiträge: 19




Hi zämä

Ich war letztes Jahr 3 Monate alleine in Kirgisien als Frau unterwegs.

Das Reisen fand ich nicht so einfach wie z.B. in Amerika. Gemäss Absprache mit anderen Reisenden sowie lange Zeit in Kirgisien lebenden Europäern bin ich insgesamt zum Schluss gekommen, dass Frauen in Kirgisien kein Problem haben, so lange sie sich auf ausgetretenen Touristenpfaden bewegen, ganz offensichtlich Touristinnen sind, angemessen gekleidet und den Kontakt zur einheimischen Bevölkerung nicht über das oberflächliche Mass suchen, welches jederzeit gewährt wird. Oder dann kennen sie die Regeln und halten sich strikte daran.


Zuletzt bearbeitet von outdoorfan am Do 03. Apr. 2008; 14:50, insgesamt 7-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: Mi 12. März. 2008; 16:55 Antworten mit Zitat
zurken
Touristenfallenentschärfer
Anmeldungsdatum: 28.03.2005
Beiträge: 143
Wohnort: wuppertal




„meinen Status als Tourist freiwillig teilweise aufgegeben habe“

wie geht das? Kannst du so gut Russisch oder Kirgisisch? Auch dein Aussehen kannst du doch nicht „aufgeben“, und daran sind wir doch immer als Ausländer erkennbar.

Ich habe mitbekommen, dass die Kirgisen auch untereinander recht locker mit „Anbandelungen“ umgehen. Ich hatte 2 recht sympathische Männer kennen gelernt und in unsere Wohnung in Bishkek (also Hauptstadt, nicht auf dem Land) eingeladen, wo ich mit meiner kirgisischen Freundin wohnte. Als sie weg waren, erzählte sie mir, der eine habe ihr gesagt, sie solle mit ihm ins Bett gehen, ich sei doch schon alt und könne bestimmt nicht mehr Smile Und sie kannten sich nicht vorher.....
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BeitragVerfasst am: Do 13. März. 2008; 12:35 Antworten mit Zitat
outdoorfan
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 12.03.2008
Beiträge: 19




Das glaube ich Dir gerne, passt perfekt zu dem was ich als Regeln beschrieben habe, auch wenn das in Bishkek war, einer Grosstadt, und da einige Sachen anders laufen. Immerhin hast du ohne Trauschein mit ihr zusammengewohnt, wenn ich das richtig verstehe, und du bist ein Ausländer......Schaust doch mal andersrum an. Oder anders gesagt, auf diese Weise angebaggert zu werden finde ich als Frau auch in Europa kein Zeichen von Respekt.


Zuletzt bearbeitet von outdoorfan am Fr 28. März. 2008; 11:49, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: Fr 14. März. 2008; 18:14 Antworten mit Zitat
zurken
Touristenfallenentschärfer
Anmeldungsdatum: 28.03.2005
Beiträge: 143
Wohnort: wuppertal




Insgesamt habe auch ich 3 Monate in Kirgistan gelebt, u.a. auch im Haus der Familie meiner Freundin auf dem Land (Talas). Da sie vorher bereits verheiratet war, war es kein Problem, ohne Trauschein zusammen zu leben. Trotz allem habe ich mich immer als Fremder gefühlt, was vielleicht daran liegt, dass ich mich nirgends wirklich zugehörig fühle Smile

Aber es geht mir auch so: Nur in Deutschland kann ich auf Dauer leben.
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ohne Trauschein
BeitragVerfasst am: So 16. März. 2008; 00:12 Antworten mit Zitat
outdoorfan
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 12.03.2008
Beiträge: 19




Tönt schön. Scheinst deiner Feundin sehr wichtig zu sein und von der Familie akzeptiert.

Es ist halt schwierig hinter die Kulissen zu gucken, vor allem wenn die kulturellen Unterschiede gross sind. Man kann oder will sich ja nicht völlig verbiegen. Diejenigen in der Heimat kennt man wenigstens und hat sich daran angepasst, so dass man sich einigermassen heimisch fühlt. Schlimm wird erst wenn man auch andere Kulturen kennenlernt und die positiven Seiten der fremden Kulturen in der "Heimat" vermisst. So gehts mir leider immer öfter.

Aber ich fürchte dass ist das "harte Schicksal" von Herumreisenden, welche die Augen und das Herz offen haben. Zum Glück kriegt man auch viel dafür.
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BeitragVerfasst am: Di 25. März. 2008; 09:34 Antworten mit Zitat
robin
Hardcoretraveller
Anmeldungsdatum: 01.12.2006
Beiträge: 84
Wohnort: Basel




Hallo Outdoorfan,
ich möchte Dir ja nicht zu Nahe treten, aber ich habe so spontan den Eindruck, dass Du Dich mit einem Mann auf einem Dorf eingelassen hast und diese Liebesgeschichte unglücklich ausgegangen ist. Ich vemute (und hoffe schon fast ein bisschen), dass Du nicht die Datenmenge selber gesammelt hast, um wirklich feststellen zu können, ob das von Dir beschriebene repräsentativ ist, oder nicht.

Aber ich denke, dass diese Erfahrungen spannend sind. Hast du denn versucht, Dich bei Nomaden einzuleben oder war das einfach sonst auf dem Land? Es ist halt schwierig, wenn verschiedene Geschlechterkonzepte auf einanderprallen. Das ist ja umgekehrt auch nicht einfach, wenn eine Kirgisin (vom Land) nach Europa kommt. Die ist von den neuen "Freiheiten" ja wohl auch nicht immer nur beglückt...

Mich würden da schon noch ein paar mehr konkrete Details interessieren.
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BeitragVerfasst am: Do 27. März. 2008; 16:09 Antworten mit Zitat
outdoorfan
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 12.03.2008
Beiträge: 19




hi robin

nein ich habe mich nicht auf eine unglückliche Liebesgeschichte eingelassen und nein die persönlichen Daten sind nicht repräsentativ, stützen sich aber auf Erfahrung mit mehreren Personen meinerseits sowie aufgrund von Erfahrungsaustausch mit Leuten, dies besser Wissen als ich.

Da das Thema Frauen allein in Asien reisen ist, habe ich über die anderen Benimmregeln nichts geschrieben. Auch dass wäre ein Thema wert.


Zuletzt bearbeitet von outdoorfan am Fr 28. März. 2008; 12:14, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: Do 27. März. 2008; 18:04 Antworten mit Zitat
Penguin
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 1168
Wohnort: Hamburg




robin hat folgendes geschrieben:
Mich würden da schon noch ein paar mehr konkrete Details interessieren.


Oller Voyeur ! Wink

Aber ich finde Outdoorfan hat das gut beobachtet.
Ich habe selbst - als MANN - diverse Overlandtouren durch Persien, Afghanistan, Kirgisistan, Pakistan u.a. hinter mir. Auch wenn es schon ne Weile her ist - zu den "lockeren Hippie-Zeiten". (ich bin auch mal ein paar Monate mit Nomaden durch die Gegend gezogen)
Aber ich kann dies in jedem Punkt bestätigen. Zusätzlich kämen noch eine Menge Detail-Sitten dazu, wie z.B. sehr strenges und eingeschränktes Verhalten bei Tisch - für FRAUEN.

Persien war da schon immer eine Ausnahme, wo Frauen, die Selbstbewusstsein vorzuweisen hatten, KEINE Probleme bekamen.

Aber sobald es weiter östlich oder nördlich ging, war für alleinreisende Frauen angesagt, sich möglichst eng an einen Mann anzuhängen und sich selbst diskret im Hintergrund zu halten, und den "HERRN" repräsentieren zu lassen. Ich war auf diese Weise mal mit fünf Australierinnen unterwegs, und fand mich nicht wohl in der Rolle ständig Verkaufsverhandlungen für die "überzählige" Fünfte führen zu müssen.
Im Norden Afghanistans wurde es ein paar Mal ziemlich massiv.
In einem Fall habe ich zwei der Mädels mit Filzstiften bemalt und habe sie als unheilbar krank hingestellt, als alles nichts mehr fruchtete.

Penguin
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BeitragVerfasst am: Do 27. März. 2008; 21:14 Antworten mit Zitat
outdoorfan
Fullmoonpartyjäger
Anmeldungsdatum: 12.03.2008
Beiträge: 19




hi Penguin

ich habe noch nicht so viel Erfahrung in diesen Ländern und auch noch nicht alle Sitten mitgekriegt.

Welche Regeln Sitten kennst du denn noch in Kirgisien, China und so (Regeln zu Tisch)?
Bei den Nomaden, welchen?
Kann man als alleinreisende Frau Verhandlungen führen? Ich habs versucht, aber bin auf kein Interesse gestossen.

Und was war genau das Problem in Afghanistan?

Bin gespannt und dankbar noch mehr Benimmregeln zu erfahren. Ich finde es einfacher und weniger unangenehm die Benimmregeln vorher von Euch zu erfahren, statt vor Ort mühsam zu rätseln, was denn jetzt wieder falsch ist, und mein männliches Gegenüber mal wieder total in Verlegenheit zu bringen.


Zuletzt bearbeitet von outdoorfan am Do 03. Apr. 2008; 11:36, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Allreisende Frauen in Zentralasien
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