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 | Ilisu-Staudamm / Hasankeyf |  |
Verfasst am: Sa 23. Jun. 2007; 10:16 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
| Beiträge: 1726 |
| Wohnort: Deutschland |
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Der folgende Bericht erschien mir erst langweilig. Daher habe ich ihn kürzlich erst gesehen. Jetzt allerdings finde ich ihn ziemlich erschütternd:
10.000 Jahre Geschichte für 50 Jahre Strom...
Video: http://stream.arte-tv.com/ramgen/permanent/c1/reportage/20070428_turquie_de.rmvb
(Real-Video, 22min)
Türkei : Staudamm bedroht Kulturschätze von Hasankeyf
Von Michael Enger ARTE GEIE – Deutschland 2007
Ende März gaben die Regierungen von Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt, dass sie nun endgültig den Exportgarantieren für den Bau des Ilisu-Staudamms in den kurdischen Gebieten der Türkei zugestimmt hätten. Durch den Damm sollen die unter Denkmalschutz stehende, über 10 000 Jahre alte Stadt Hasankeyf und dreihundert weitere archäologische Stätten für immer in den Fluten eines gigantischen Stausees versenkt werden. Einzigartige Kulturschätze gehen für immer verloren, mindestens 55.000 Menschen werden aus ihrer Heimat vertrieben. „ Der Bau des Staudamms ist eine Verletzung aller Prinzipien, an die die Menschen in der EU glauben, so Bianca Jagger, Trägerin des Alternativen Nobelpreises. Die übergroße Mehrheit der Menschen vor Ort lehnt den Staudamm ab. Die Kurden sind nie ausreichend über das Projekt informiert worden, 72 Organisationen engagieren sich mittlerweile in der „Initiative zur Rettung von Hasankeyf“. Die angeblichen Nachbesserungen im Projekt und die angekündigten Rettungsaktionen für Teile des bedrohten Kulturerbes betrachten die Gegner nur als Augenwischerei. In ihrer grundsätzlichen Kritik werden die Stadtbewohner auch von Experten unterstützt, einige meinen, dass auch energiepolitisch der Staudamm nicht notwendig sei.
Wasserexperten sehen internationale Standards, die für Anrainer an grenzüberschreitenden Flüssen gelten, bei diesem Staudammprojekt verletzt. Türkische Medien und deutsche Ministerien meldeten nach der Zusage für die Exportgarantien, „Irak und Syrien wurden von der Türkei umfassend über den Damm unterrichtet“. Dem widerspricht der Wasserminister des kurdischen Nordirak, weder er noch der Minister für Wasserressourcen in Bagdad seien konsultiert worden. Beide Politiker lehnen den Ilisu-Staudamm ab.
Gruß,
Alex |
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