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 | Die Koreanische Sprache |  |
Verfasst am: Mi 15. Sep. 2004; 21:54 |
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| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 15.09.2004 |
| Beiträge: 236 |
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Pantitlan
Beitrag vom Dienstag, Juli 13, 2004 @ 18:13
Mir hat mal ein Sprachlehrer in Seoul erzählt, dass Koreanisch die einfachste ostasiatische Sprache sei. Ich weiss nicht, ob das stimmt und auf welcher Grundlage er zu dieser Meinung gekommen ist. Ich finde das aber ganz spannend.
Wie ist denn Koreanisch liguistisch einzuordnen? Stammt es aus dem Chinesischen? Bei gewissen Ubahnstationen in Seoul (eine hiess Ost-Tor-Bahnhof oder so was und glich phonetisch sehr dem chinesischen "Dongmen") hatte ich diesen Eindruck. Es kann sich dabei aber auch nur um chinesische Fremdwörter handeln, wie es sie ebenfalls im Japanischen häufig gibt.
Janny
Beitrag vom Mittwoch, Juli 14, 2004 @ 15:37
Ja, es gibt sehr viele Lehnwörter aus dem Chinesischen..Die Sprache ist formal aber kein bisschen damit verwandt. Allgemein gibt man als verwandte Sprachen: Finnisch, Türkisch, Mongolisch, Japanisch an...
Z.B. "Großer Berg" auf kor. Daesan und chin. Daishan
"Fluß" Gang Kiang
"Meer" Hae Hai
Koreanisch ist...naja....also die Sprache an sich ist einfach zu erlernen (vor allem das Alphabet), aber die Sprahce zu beherrschen, das ist für mich seit vielen Jahren eine Schwierigkeit...Ich bin sprachlich recht versiert, habe Deutsch LK, spreche gutes Englisch, ein wenig Dänisch, Italienisch, Griechisch, Französisch und habe durch Latein romanische Sprachen "durchschaut", aber Koreanisch ist da nun mal ne ganz andere Kategorie...
Ich kann also ohne Probleme so reden, dass mich die meisten Koreaner verstehen würden, aber wirklich wie ein Koreaner zu reden, das ist m.E. so gut wie unmöglich, bzw. nur bei längerem Studium im Land zu erreichen (was ich vorhabe ^^)...
Die Aussprache ist nicht allzu kompliziert, aber braucht um wirklich richtig zu klingen schon einige Übung. Es kann aber im Koreanischen wenig zu Missverständnissen aufgrund leicht falscher Aussprache kommen.
Hier liegt auch der Hauptunterschied zu den homophonen Sprachen Südasiens, wo bekannlich ein gleichgeschriebenes Wort bis zu 7 unterschiedliche Bedeutungen haben kann...
In Korea wird übrigens immer noch viel mit chinesischen Schriftzeichen (Hanja) gearbeitet...In Gesetzestexten, Zeitungen findet man sie noch heute. Allerdings nicht so stark wie in Japan. Trotzdem muss jedes Schulkind etwa 1000 davon lernen.
kita
Beitrag vom Dienstag, August 17, 2004 @ 16:21
Klingt gut. Ich hatte vor einer Weile auch den Geistesblitz mich vielleicht an der koreanischen Sprache zu versuchen. Janny, meinst du, es liegt an der Sprache selbst, dass eine richtige Kommunikation schwierig würde? Ich meine, das ist doch bei praktisch jeder Sprache so, wenn man sich nicht ganz intensiv mit ihr auseinandersetzt. Oder ist Koreanisch da schwieriger?
honey
Beitrag vom Dienstag, August 24, 2004 @ 19:07
Aber wie kommen denn die chin. Zeichen ins Koreanische? Ich dachte, die Koreanische Schrift sei rein phonetisch. Wie ist das denn nun: sind da dann beide Alphabete gemischt, wie im Japanischer oder wird dann einfach ganz jp. geschriben? |
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Verfasst am: So 17. Okt. 2004; 14:49 |
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So, hier bin ich wieder
kita: Also Koreanisch ist nicht unbedingt schwerer als andere Sprachen....Sicherlich einfacher als Chinesisch etc.
Wie gesagt...sich zu verständigen ist einfach, aber das koreanishce Sprachgefühl zu haben, sich so auszudrücken, wie sie.....das is die hohe Kunst...Braucht man sicher nicht, um die Sprache zu erlernen, aber um wirklich koreanisch zu sprechen ist es wichtig....
Gestern habe ich wieder so einen Satz gelesen...Wörtlich übersetzt hieße der:
Weil ein, ich Bildmalen versuchendes Mal gab es nicht, deshalb ich aus der Mitte der zwei, ich wissen könnenden Bildern eines dem Kind gab.
Heisst im Klartext: Weil ich es nie versucht hatte ein Bild zu malen, malte ich dem Kind ein Bild von den beiden, die ich (sicher) malen konnte. |
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Verfasst am: So 17. Okt. 2004; 14:55 |
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Ach ja...noch mal zu honey:
Bis zur Erfindung des koreanischen Alphabets Vierzehnhundertschlagmichtotundfünfzig durch König Sejong den Großen gab es nur chinesische Schriftzeichen in Korea.
Man kann also sagen, dass die heutigen chinesischen Schriftzeichen in manchen Gebieten die Überbleibsel nach 500 Jahren Koreanisierung der koreanischen Schrift sind
Das koreanische Alphabet wurde zunächst nämlich von der Oberschicht verlacht und als "Frauenalphabet" beschimpft, weil man sich durch die einfache Erlernbarkeit damit konfrontiert sah, dass nun auch einfache Bauern lesen konnten und damit das Bildungsmonopol der Oberschicht zwangsläufig beendet würde.
So extrem wie im Japanischen ist es wirklich nicht. Man kann problemlos 98% der Texte lesen ohne einen einzigen chinesischen Pinselstrich zu kennen. Oft werden aber allgemeine Zeichen genommen, um etwas abzukürzen...
So erscheint dann das Zeichen "Mi" (Miguk = USA), wenn es um die USA geht....Oder "Buk" (Bukhan= Nordkorea), wenn die wieder mal was angestellt haben...
Aber mal ehrlich: Im Deutschen ist es ja genauso..wir schreiben ja auch nicht immer: Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika traf sich gestern mit dem Vorsitzenden des Verteidigungsrates der Demokratischen Volksrepublik Korea (mal abgesehen davon, dass dieser Satz irrealistisch ist ) |
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