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| Fördert Globalisierung die Armut? |
| Ja, tut sie. |
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66% |
[ 6 ] |
| Nein, sie verringert sie. |
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33% |
[ 3 ] |
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| Stimmen insgesamt : 9 |
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 | Globalisierung |  |
Verfasst am: Mi 31. Jan. 2007; 23:18 |
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| Aremonus |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 07.10.2005 |
| Beiträge: 559 |
| Wohnort: Basel |
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Ich wollte nur mal die alte Frage aufwerfen, ob Globalisierung die Armut fördert oder verringert?
Schaut man nach Afrika, könnte man meinen, es würde Ärmer. Und das protektionistische China hat ein Wirtschaftswachstum von 10 %... Andererseits sind die Sonderwirtschaftszonen Hongkong und Macao längst wohlhabend und Nordkorea als autarke Nation eines der ärmsten Länder der Welt. |
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Verfasst am: Do 01. Feb. 2007; 03:23 |
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| Orangenhaut |
| Hardcoretraveller |
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| Anmeldungsdatum: 25.10.2004 |
| Beiträge: 86 |
| Wohnort: Zürich |
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Ich finde, die Frage ist falsch gestellt. Es gibt ja offensichtlich Länder wie China, die von der Globalisierung profitieren, und solche wie die in Afrika, denen es immer schlechter zu gehen scheint. Man müsste da also sich eher fragen, a. wem nützt sie, b. wem schadet sie, c. wieso gerade diesen und nicht zu letzt d. was hat die Globalisierung für einen Einfluss auf unser Leben in der Schweiz.
Die ersten beiden Fragen kann man statistisch wohl leicht beantworten. Die dritte ist schon schwieriger. Es sieht so aus, als ob es Länder gibt, denen der Wegfall von Schutzzöllen schadet, anderen nicht. Ich vermute mal, dass es hier vor allem drauf ankommt, in welchem Sektor die Wirtschaft eines Lands stark ist. Afrika exportiert Bodenschätze, die werden immer weniger wert. Gleichzeitig ist die Arbeit dort aber zu teuer verglichen mit Ostasien, das ja auch noch rationalisierter ist und vorwiegend eine Veredelnde Industrie hat, die eigentlich immer mehr Wertschöpft. In denke, dass hier die Veredelnde Industrie einfach viel bessere Karten hat. Aber man müsste dies mal für verschiedene Staaten durchrechnen.
Und wie siehts für die Schweiz und Europa aus? Unsere Grossbetriebe können immer mehr Gewinn machen, weil sie leichter in fremde Märkte kommen und im Ausland auch billiger produzieren. Das schafft uns eine partielle Arbeitslosigkeit. Das wäre ja noch nicht so schlimm, wenn die Leute anders eingesetzt werden können. Ob das so bleiben wir? Fraglich fraglich...! Ebenfalls gefährlich ist ein internationaler Steuerwettbewerb. Solange die Grossfirmen einen Teil ihrer riesigen Einnahmen versteuern, können wir uns ja Arbeitslose usw. leisten. Aber das können ja immer mehr werden, so dass auch die Firmen irgendwann nicht meh gewillt sind, das zu zahlen und den Sitz nach Dubai oder was weiss ich verlegen. Ich weiss, ich male schwarz. Hoffen wir, dass die Zukunft farbiger wird... |
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 | Globalisierung |  |
Verfasst am: Fr 09. Feb. 2007; 20:04 |
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| zipolite66 |
| Rastloser |
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| Anmeldungsdatum: 02.02.2007 |
| Beiträge: 63 |
| Wohnort: Regensburg |
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Mal blöd gesagt, steh auch wahrscheinlich alleine mit meiner Meinung da, aber würde die Globalisierung funktionieren, würde es die Armut verringern, würde das auch bedeuten, dass mehr investiert wird in Industrie, noch mehr Autos usw. usw. Ich glaub, das würde gar nicht funktionieren. Wären wir alle reich und hätten alle unser Auto vor der Tür stehen, würde uns auf lange Sicht die Umwelt gar nicht mehr mitspielen.
Grüße Christiane |
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Verfasst am: Fr 09. Feb. 2007; 20:54 |
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| Lionel |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 16.09.2004 |
| Beiträge: 601 |
| Wohnort: Zürich |
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| Eine Frage zu einem so komplexen Thema kann man nicht mit Ja oder Nein beantworten! |
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Verfasst am: Fr 09. Feb. 2007; 21:25 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
| Beiträge: 1732 |
| Wohnort: Deutschland |
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Auch wenn das vielleicht etwas unfreundlich klingt. Die Art der Fragestellung in seiner allgemeinen Form ("Globalisierung") und die Diskussion hier hat höchstens Stammtischniveau.
Wenn hier mit "Globalisierung" internationaler Freihandel gemeint ist, dann ist Globalisierung eindeutig von insgesamt Vorteil (und zwar für alle Staaten).
Die einzige offene Frage bleibt, welche Verteilungswirkungen die Globalisierung in Zukunft haben wird.
Nach dem Außenhandelsmodell der letzten Jahrzehnte, dem Faktorproportionentheorem, das sich mit gewissen Einschränkungen sehr bewährt hat, exportieren Länder diejenigen Güter, in deren Produktion Produktionsfaktoren eingehen, über die das Land relativ reichlich verfügt. Da Deutschland (und die übrigen Industriestaaten) relativ reichlich mit Kapital (im Verhältnis zu Arbeit) oder auch mit qualifizierter Arbeit (im Verhältnis zu unqualifizierter Arbeit) ausgestattet ist, sollte es dazu kommen, dass die Entlohnung des Kapitals in den Industriestaaten (d.h. die Unternehmensgewinne) bzw. in dem anderen Fall die Einkommen aus hoch qualifizierter Arbeit überproportional stark ansteigen. Dies kommt daher, dass die Nachfrage nach Kapital / hochqual. Arbeit durch die Exporte der kapitalintensiven/qualifikationsintensiven Güter zunimmt, und dies sich in höheren Preisen für diese Faktoren widerspiegelt.
Genau das lässt sich auch im vergangenen Jahrzehnt beobachten. Die Entlohnung für gering qualifizierte Arbeit bleibt konstant bzw. wird geringer und die Entlohnung für höherqualifizierte Arbeit ist stark gestiegen. Ebenso hat der Anteil der Unternehmensgewinne am Bruttoinlandsprodukt überproportional zugenommen.
Mal ganz davon abgesehen, dass sie sowieso nicht aufzuhalten ist, und ein Versuch, die Globalisierung aufzuhalten, sowieso mit sicheren und enorm hohen allgemeinen Wohlfahrtsverlusten verbunden wäre. Aber für die Welt insgesamt ist die Globalisierung OHNE ZWEIFEL von Vorteil.
Entwicklungsländer profitieren schon mal mit SICHERHEIT von Globalisierung (wie es auch zu beobachten ist). Das afrikanische Problem ist nicht die Globalisierung, sondern die mangelnde Sicherheit (natürlich durch die hohen Rohstoffkonzentrationen, deren Erträge von kleptokratischen und geisteskranken Warlords vereinnahmt werden). Zweifelhaft könnten, wie gesagt, höchstens die (Verteilungs-)Wirkungen auf die Industriestaaten sein.
Aber wenn man sich schon als barmherziger Samariter aufspielen will und die Entwicklungsländer mit Hilfsleistungen zumüllt, dann kann man unmöglich gegen Globalisierung sein.
Meiner Ansicht ist das afrikanische Problem übrigens (so sehen es auch die meisten afrikanischen Wirtschaftswissenschaftler) durch die Einstellung eines Großteils der Entwicklungshilfe lösbar, da diese Afrika zu Untätigkeit und mangelnder Eigenvorsorge anstiftet.
Gruß,
Alex |
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Verfasst am: Sa 10. Feb. 2007; 08:12 |
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| zipolite66 |
| Rastloser |
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| Anmeldungsdatum: 02.02.2007 |
| Beiträge: 63 |
| Wohnort: Regensburg |
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Hallo Alex,
das Wort "Stammtischniveau" hört sich wirklich ein wenig unfreundlich an.
Hat ja nicht jeder grad schnell mal einen wissenschaftlichen Bericht zur Globalisierung zur Hand
Wie schon öfter erwähnt, ist das Thema wirklich zu komplex, als dass man`s in ein paar Sätzen abhandeln könnte.
Grüße Christiane  |
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Verfasst am: Sa 10. Feb. 2007; 10:42 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
| Beiträge: 1732 |
| Wohnort: Deutschland |
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Hallo Christiane,
Tut mir auch schon wieder leid...
Aber wenn man im Sinne der Entwicklungsländer handeln will, dann sollte man sicher nicht gegen sondern für internationalen Freihandel sein. Und die Milchmädchenrechnung, dass wir in den Industriestaaten bald alle arbeitslos sind, weil die Chinesen ja alle für weniger Geld arbeiten, ist nicht wirklich durchdacht. Allerdings kann es für uns zu echten Verteilungsproblemen kommen, wenn die Entwicklung steigender Unternehmensgewinne bei konstantem (druchschnittlichem) Lohnniveau (allerdings steigen die Löhne für hoch qualifizierte Arbeit auch kräftig) weitergeht. Denn zwar müssten Volkswirtschaften in den Industriestaaten jeweils als Ganzes gewinnen, und eine Umverteilung der Wohlfahrtsgewinne müsste grundsätzlich möglich sein, so dass alle bessergestellt würden. Eine z.B. höhere Besteuerung von Kapitaleinkünften würde (bei internationaler Kapitalmobilität) nur leider die Anreize senken, überhaupt Kapital bei uns zu versteuern und man würde trotz höherer Steuersätze wahrscheinlich mit weniger Steueraufkommen dastehen.
Das werden wohl unsere volkswirtschaftlichen Probleme der nächsten Jahrzehnte sein...
Gruß,
Alex |
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Verfasst am: So 06. Mai. 2007; 11:14 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
| Beiträge: 1732 |
| Wohnort: Deutschland |
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Unter den Videos in der ZDF-Mediathek ist auch eine dreiteilige Dokumentation zum Thema Globalisierung. Der Titel ist "Wettlauf um die Welt". Zwar habe ich die Doku selbst noch nicht gesehen, vertraue aber erstmal auf die Qualität des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland. Auch hat der Teil des ersten Videos, den ich schon gesehen habe, bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen.
Übersichtsseite der Sendung (ausgestrahlt 28.03.2007):
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,5255544,00.html
>Direktlinks zu den Videos:
Teil 1 (ca. 44min):
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/0/0,4070,5257408-0,00.html
Teil 2 (ca 42min):
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/2/0,4070,5257410-0,00.html
Teil 3 (ca 43min):
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/4/0,4070,5257412-0,00.html
Gruß,
Alex
P.S.: Wer DSL hat, ist klar im Vorteil...  |
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Verfasst am: So 06. Mai. 2007; 22:12 |
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| Aremonus |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 07.10.2005 |
| Beiträge: 559 |
| Wohnort: Basel |
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Die Videos sind durchaus interessant, werde die einen oder anderen infos daraus nachverfolgen und in meine Maturarbeit über Luftschiffe einfliessen lassen. Wenn man schon Schiffe übers Wasser fahren lässt, warum dann nicht auch durch die Luft
Noch ein Tipp an alle, die es auch leid sind, die Videos auf der Website anstatt mit 'nem anständigen Player anzuschauen:
Den Seitenquelltext anzeigen (rechte Maustaste auf Website) und nach .asx suchen - dann hat man die Adresse des Streams und kann vor und zurück spulen und den Cache nach eigenem ermessen wählen. Dann klappt's auch mit 'ner lahmen Verbindung, wenn man genug Geduld hat.
(Für das erste Vid ist die Streamaddi beispielsweise http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/070326_wettlauf_um_die_welt_1.asx) |
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