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 | Transit durch Afghanistan |  |
Verfasst am: Mi 31. Jan. 2007; 16:02 |
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| zurken |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 28.03.2005 |
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Wir würden gern im Mai ein Stück durch Afghanistan fahren mit 3 Wohnmobilen: ab der iranischen Grenze bei Taybad auf die A76 bis zur usbekischen Grenze bei Termez.
Frage: Sind die Grenzen offen, und wie sicher ist die Strecke?
Das afghanische Konsulat ist telefonisch nicht zu erreichen, auf meine mail werde ich vermutlich auch keine Antwort bekommen.
Ich kenne die Warnung des Auswärtigen Amtes, aber ich habe letzten Sommer in Tashkent 2 Deutsche getroffen, die mit ihrem LKW durch ganz Afghanistan gefahren sind und keine Probleme hatten.
Gruß
Jürgen |
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Verfasst am: Di 06. Feb. 2007; 05:42 |
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| robin |
| Hardcoretraveller |
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| Anmeldungsdatum: 01.12.2006 |
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Hast du da inzwischen eine Antwort bekommen? Würde mich schon interessieren, was die dazu zu sagen? Aber sag mal: Ist das nicht ziemlich heikel? Ich meine, nur weil da zwei Deutsche heil durchgekommen sind, heisst das ja nicht, dass da alle problemlos durchfahren können. Aber naja... musst du wissen, ich würde mich da nicht getrauen.
| Zitat: | | Sind die Grenzen offen, und wie sicher ist die Strecke? |
Sicher sind die Strecken bestimmt nicht. Du reist ja eigentlich durch eine Kriegsgegend. Und ob die Grenzen offen sind, weiss ich auch nicht so genau. Aber vor etwa zwei Jahren habe ich in der NZZ gelesen, dass sie zu sind, weil Usbekistan sich vor eine Infiltration von afghanischen Fundamentalisten fürchtet. Damals hiess es, sie seien schon seit langer Zeit zu. Aber wenn du vor einem Jahr Deutsche getroffen hast, die genau diese Route gefahren sind, wird es wohl schon einen Weg geben. |
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Verfasst am: Di 06. Feb. 2007; 17:12 |
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| Lionel |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 16.09.2004 |
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| Wohnort: Zürich |
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| ...und dann muss wiedereinmal der Steuerzahler dafür aufkommen, verschleppte Touristen aus den Händen der Entführer zu befreien. |
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Verfasst am: Di 06. Feb. 2007; 18:00 |
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| Pantitlan |
| Site Admin |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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| Lionel hat folgendes geschrieben: | | ...und dann muss wiedereinmal der Steuerzahler dafür aufkommen, verschleppte Touristen aus den Händen der Entführer zu befreien. |
So ein Blödsinn! Zurken ist Deutscher, und Deutschland zahlt ja angeblich sowieso nichts für Rettungsaktionen in Ländern, in denen das Auswärtige Amt Reisewarnung gegeben hat.
Aber selbst wenn ich mit meinen Steurn solche Rettungsaktionen bezahlen müsste, wäre mir das noch viel lieber als viele andere Sachen, für die Geld verbraten wird. Immerhin hat ein Staat die Pflicht sich für seine Bürger einzusetzen. Nur weil es an manchen Orte ein bisschen gefährlich ist, einfach den Geldhahn zuzudrehen, finde ich sehr bedenklich. Das ist in meinen Augen nicht so sehr anders als wenn die Polizei sagt: Es ist uns zu gefährlich gegen das organisierte Verbrechen vorzugehen, sollen doch unsere Bürger einfach nicht in den Westteil der Stadt gehen. Erstens haben Leute, welche nach Afghanistan gehen oft gute Gründe dafür (zum Beispiel Wissenschaftliche Untersuchungen in Bamyan, Entwicklungshilfe in Nichtregierungsorganisationen), die der dortigen Friedensförderung dienen und damit nicht zu letzt auch uns dienen. Zumindest mehr als irgendwelche Militärinventionen. Und zweitens ist ein zusammenbrechender Tourismus einer der Gründe, der die wirtschaftliche Not einer Region noch weiter verschärfen kann und so die Gewalt gegen Ausländer noch verschärft. Ich finde es kurzsichtig an dieser Stelle sparen zu wollen. |
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Verfasst am: Di 06. Feb. 2007; 18:18 |
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| Lionel |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 16.09.2004 |
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Wie war das mit den entführten Deutschen in Algerien/Mali? Kann mich gut an die Maschine der deutschen Luftwaffe erinnern, die die Touristen nach Hause geflogen hat. Die werden den Flug wohl kaum aus eigener Tasche bezahlt haben.
Ich verstehe deine Argumente, habe aber trotzdem kein Verständnis für Touristen, die sich ohne nennenswerten Grund in Kriegsgebiete vorwagen. |
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Verfasst am: Di 06. Feb. 2007; 18:44 |
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| Pantitlan |
| Site Admin |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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| Lionel hat folgendes geschrieben: | | Wie war das mit den entführten Deutschen in Algerien/Mali? Kann mich gut an die Maschine der deutschen Luftwaffe erinnern, die die Touristen nach Hause geflogen hat. Die werden den Flug wohl kaum aus eigener Tasche bezahlt haben.. |
Wenn ich mich richtig erinnere, war eben genau dies der Anlass, der dazu geführt hat, dass diese Regelung eingeführt wurde.
Was ich eigentlich auch noch kurz anfügen wollte: Die totale Zahl der entführten Touristen ist ja glücklicherweise nicht so hoch, da die meisten Touristen ja selber nicht unbedingt darauf scharf sind entführt zu werden. Im Falle von Algerien war es ja auch so, dass der Süden (im Gegensetz zum Norden) als relativ sicher galt und auch heute noch gilt. Die grosse Entführung dieser Gruppe von Touristen in Ostmalaysia durch die Abu Sayyaf Gruppe geschah auch von einer als sicher geltenden Insel. Was ich damit sagen will: Die potentiellen Einsparungen für den Staat sind extrem gering, vor allem wenn man berücksichtigt, dass diese hohen Kosten dann bei solchen Travellern doch nie abbezahlt werden können, aber man zerstört das Leben eines Opfers gleich noch einmal. Meiner Meinung nach am falschen Ort gespart. |
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Verfasst am: Di 06. Feb. 2007; 19:14 |
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| Lionel |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 16.09.2004 |
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| Ich bin ja dafür, dass sich ein Staat (fast) bedingungslos für seine Bürger einsetzen soll. Jedoch ärgert es mich, wenn sich Touristen wissentlich in hohe Gefahr bringen. |
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Verfasst am: Di 06. Feb. 2007; 19:19 |
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| Pantitlan |
| Site Admin |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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| Lionel hat folgendes geschrieben: | | ... ärgert es mich, wenn sich Touristen wissentlich in hohe Gefahr bringen. |
okay, diesen Teil könnte ich auch unterschreiben. Wir sind also doch nicht so weit auseinander...  |
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Verfasst am: Mi 14. Feb. 2007; 13:44 |
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| abacus |
| Traveller |
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| Anmeldungsdatum: 21.11.2006 |
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Verfasst am: Mi 14. Feb. 2007; 20:24 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
| Beiträge: 1789 |
| Wohnort: Deutschland |
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Wahrscheinlich muss man aber selbst bei Ländern, für die eine Reisewarnung herausgegeben wurde, nicht wirklich immer und alles bezahlen, wenn man gerettet wird. Es ist ja schwer zu definieren, wer wirklich einen Grund hatte, sich in diesem Gebiet aufzuhalten. Und gerettete Mitarbeiter von Hilfsorganisationen werden mit Sicherheit nicht zur Kasse gebeten.
Soweit ich weiß, gibt es auch keine Vorschrift, die definiert, wer wieso wieviel zu zahlen hat.
Ansonsten... soweit es nur um eine Beteiligung an den Kosten der Rettung aus einem Land geht, für das eine Reisewarnung ausgesprochen wurde, dann halte ich das für angemessen, sofern es sich im vierstelligen Bereich bewegt. Meist werden diese Kosten wohl aber auch nicht eingefordert.
Gruß,
Alex |
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Verfasst am: Fr 16. Feb. 2007; 00:35 |
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| ninoshka79 |
| Pauschaltourist |
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| Anmeldungsdatum: 16.02.2007 |
| Beiträge: 3 |
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Hm, im Grunde genommen hat keiner von Euch die eigentliche Frage beantwortet...
Ich reise Mitte März nach Afghanistan und habe das afghanische Konsulat telefonisch erreichen können. Es gibt soweit ich weiß zwei. Ich habe das in Bonn angerufen. Zuerst kommt die Maschinenansage in afghanisch, dann auf deutsch. Einfach dranbleiben. Hoffe das hilft weiter.
Hier noch die Website bzw. die Anzeige der Telefonnummer:
http://www.afghanconsulate-bonn.de/deutsch/contact/address.php
Viel Erfolg! |
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Verfasst am: Fr 16. Feb. 2007; 20:49 |
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| zurken |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 28.03.2005 |
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| Wohnort: wuppertal |
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hallo ninoshka, was machst du denn dort? Inzwischen haben wir das Konsulat erreicht, sie sagen: Wir können fahren, Grenzen sind offen, aber auf eigene Gefahr.
zu den anderen:
ich bin ganz eurer Meinung: Wenn ich davon höre, dass Touris in Krisengebieten Probleme haben, sage ich: selber schuld, müssen ja nich dahin fahren. Andererseits würde ich dafür stimmen, wenn es um die Frage geht, Lösegeld zu zahlen oder nicht. Auch wenn es um so einen alten Sack wie mich geht, dessen Rente sich der Staat dann sparen könnte.
Ich schätze, diese Lösegelder sind Summen, die so Normaltouris wie wir sowieso nie im Leben abbezahlen können.
Inzwischen geht es nicht mehr um das Stück um Turkmenistan herum, sondern wir wollen zuerst nach Pakistan und dann quer durch Afghanistan bis Termiz. Wir kriegen evtl. einen einheimischen Führer. Die Leute, die ich 2006 in Tashkent traf, sind bei Kunduz nach Tajikistan eingereist, weil der Übergang nach Termiz geschlossen war. Jetzt habe ich die Information aus Usbekistan, dass die Grenze offen ist, wir müssen nur mir längeren Kontrollen rechnen. |
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