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 | Neue Malariamedikamente |  |
Verfasst am: So 21. Jan. 2007; 17:21 |
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| Nicole |
| Holidayresort-Guru |
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| Anmeldungsdatum: 27.12.2006 |
| Beiträge: 14 |
| Wohnort: Schweiz |
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Ich habe bei OSIR.ch gesehen, dass es neue Malariamittel gibt. Ich habe jedoch noch Lariam zu Hause und dies ist vor allem in asiatischen Ländern durchgestrichen.
Meine Frage ist jetzt: wieso und wie sinnvoll ist es, meine Tabletten trotzdem noch mitzuführen?
Vielen Dank für Eure Hilfe  |
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Verfasst am: So 21. Jan. 2007; 19:25 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
| Beiträge: 1545 |
| Wohnort: Deutschland |
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| Zitat: | | Ich habe bei OSIR.ch gesehen, dass es neue Malariamittel gibt. |
Neue Malariamittel?
| Zitat: | | Ich habe jedoch noch Lariam zu Hause und dies ist vor allem in asiatischen Ländern durchgestrichen. |
Der Wirkstoff von Lariam ist Mefloquin.
Laut WHO:
Mefloquine
Mefloquine resistance was first observed on the Thai-Cambodian and Thai-Burmese borders in the late 1980 s (43, 44) and the monotherapy is no longer effective there. Migrant gem miners returning from Cambodia may have beenthe means of spread of mefloquine resistance to India and Bangladesh (45). Isolated cases of mefloquine resistance have also been reported from the Amazon basin, and in vitro studies in Africa have identified some P. falciparum strains with low mefloquine sensitivity. Overall, clinical mefloquine resistance outside South-East Asia is rare (Figure A6.6).
(http://www.who.int/malaria/docs/TreatmentGuidelines2006.pdf; Seite 169)
Schöne Karten mit der Verbreitung von Resistenzen findet man in dem Dokument auf den Seiten 167-170)
| Zitat: | | Meine Frage ist jetzt: wieso und wie sinnvoll ist es, meine Tabletten trotzdem noch mitzuführen? |
Kommt drauf an... Wohin?
Gruß,
Alex |
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Verfasst am: So 21. Jan. 2007; 19:53 |
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| Pantitlan |
| Site Admin |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
| Beiträge: 3756 |
| Wohnort: Beijing (Basel) |
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Ich war vor etwa fünf Jahren mit dem gleichen Thema konfrontiert, ebenfalls in Südostasien (ich glaube, das ist auch dort, wo du hingehen willst). Mir hat das Tropeninstitut damals Riamet empfohlen. Ich hatte aber noch Lariam übrig und gefragt, ob ich dies noch benützen könne. Die Antwort war: Es bestünde zwar eine gewisse Gefahr, dass mein Medikament nicht wirke, die sei (bzw. war) aber gering und ich könnte auch Lariam als Notfallmedikament nehmen. Einfach auf eigene Verantwortung.
Ich glaube mich auch erinnern zu können, dass sie mir erklärte, dass es problematischer sei Lariam als Prophylaxe zu nehmen, weil dies dann die Restienz in diesen Gebieten fördern würde. Aber da bin ich nicht mehr so ganz sicher.
Wie auch immer. Die Infos sind mehrere Jahre alt und vermutlich schon damals ein bisschen dubios. Falls du wirklich diese 50 Franken fürs neue Medikament sparen willst, solltest du Dich wenigstens bei einer Fachperson informieren, wie gefährlich das ist. |
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Verfasst am: Mo 26. März. 2007; 20:55 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
| Beiträge: 1545 |
| Wohnort: Deutschland |
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Die Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. listet derzeit folgende Wirkstoffe bzw. Wirkstoffkombinationen zur Malariaprophylaxe (Malaria tropica) auf:
- Mefloquin
(z.B. Lariam(R); Resistenzen in Thailand und Anrainerstaaten)
- Atovaquon/Proguanil
(z.B. Malarone(R); weniger Nebenwirkungen als Lariam, die europäische Zulassung ist jedoch auf einen Aufenthalt von 28 Tagen begrenzt; für tropischen Kurzurlaub geeignet)
- Doxycyclin
(derzeit in D noch nicht zugelassen, obwohl es bereits von der WHO -neben den anderen wirksamen Mitteln - empfohlen wird; kann aber "off-label" angewandt werden)
(es handelt sich um ein Breitbandantibiotikum, das als häufige Nebenwirkung Photosensibilisierung aufführt und für tropischen "Strandurlaub" daher wahrscheinlich nicht so geeignet ist)
- Chloroquin + Proguanil
(wird generell nicht mehr empfohlen aufgrund weltweiter Resistenzen gegen Chloroquin und unverhältnismäßige Nebenwirkungen der Kombination)
- Chloroquin
(z.B. Resochin (R); mittlerweile weltweite Resistenzen)
Quellen:
http://www.dtg.org/3.html
http://www.dtg.org/uploads/media/Malariamedikamente_01.pdf
http://www.rki.de/nn_196658/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber__Mbl__Malaria.html |
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