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Weltreiseforum Foren-Übersicht » Reisephilosophie, Smalltalk und Gott und die Welt » Deutschland bleibt Reiseweltmeister
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Deutschland bleibt Reiseweltmeister
BeitragVerfasst am: Mi 17. Jan. 2007; 10:53 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1732
Wohnort: Deutschland




Gestern hat die DresdnerBank auf der Stuttgarter Tourismusmesse CMT die Ergebnisse ihrer Reisestudie vorgestellt.

"Deutschland blieb vermutlich auch 2006 Reiseweltmeister
und verwies die USA auf den zweiten Platz.
Rund 11% der globalen Reiseausgaben werden von
Deutschen getätigt. Insgesamt nahmen die Ausgaben
für Auslandsreisen (Privat- und Geschäftsreisen) im Jahr
2006 um voraussichtlich etwa 3,5% auf einen neuen
Rekordwert von rund 60,5 Mrd. EUR zu."


Zusammenfassung:
http://www.dresdnerbank.de/dresdner_bank/02_presse/01_aktuell/20070116.html

Gesamtstudie:
http://www.dresdner-bank.de/dresdner_bank/02_presse/01_aktuell/img/Reisestudie_2007.pdf
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BeitragVerfasst am: Mi 17. Jan. 2007; 11:17 Antworten mit Zitat
robin
Hardcoretraveller
Anmeldungsdatum: 01.12.2006
Beiträge: 84
Wohnort: Basel




So eine Studie kann wohl nur von einer Bank kommen! Die verwenden Datenmengen, die vollkommen nichts über die Realität aussagen. Wieso sollte diejenige Nation "Reiseweltmeister" sein, die am meisten Geld ausgibt? Das sagt ja noch nicht einmal aus, ob es tatsächlich auch die meisten Leute sind. Das könnten ja auch einfach nur ein paar wenige Reiche sein.

Das andere ist dann auch die totale Zahl. So was lässt sich doch nicht vergleichen. Natürlich gibt es viel mehr Amerikaner die Urlaub im Ausland machen als zum Beispiel Lichtensteiner, aber dies nicht weil sie besser oder lieber reisen, sondern einfach, weil es mehr gibt. Und für bleibt immer noch die Frage: Wo sind all die Amerikaner, die so gerne reisen und dabei viel Geld ausgeben? Ich sehe die nämlich nie.
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BeitragVerfasst am: Mi 17. Jan. 2007; 11:34 Antworten mit Zitat
Lionel
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 16.09.2004
Beiträge: 601
Wohnort: Zürich




Mich würde es vorallem interessieren, wieviel Prozent der Gesamtausgaben auf die Balearen und Kanaren fliessen!

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BeitragVerfasst am: Mi 17. Jan. 2007; 23:35 Antworten mit Zitat
Penguin
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 1168
Wohnort: Hamburg




Da kann ich nur sagen: Trau keiner Statistik, die Du nicht selbst gefaked hast !

Penguin
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BeitragVerfasst am: Do 18. Jan. 2007; 09:51 Antworten mit Zitat
makemyday
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 02.11.2005
Beiträge: 191
Wohnort: Gießen




Penguin hat folgendes geschrieben:
Da kann ich nur sagen: Trau keiner Statistik, die Du nicht selbst gefaked hast !


War das nicht Churchill?

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BeitragVerfasst am: Do 18. Jan. 2007; 14:38 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1732
Wohnort: Deutschland




Zitat:
Die verwenden Datenmengen, die vollkommen nichts über die Realität aussagen. Wieso sollte diejenige Nation "Reiseweltmeister" sein, die am meisten Geld ausgibt? Das sagt ja noch nicht einmal aus, ob es tatsächlich auch die meisten Leute sind. Das könnten ja auch einfach nur ein paar wenige Reiche sein.

Was soll denn das bitte für eine Aussage sein? Hältst Du es für sehr wahrscheinlich, dass aus Deutschland ein paar wenige Reiche die Bilanz verfälschen? Hältst Du es für wahrscheinlich, dass Amerikaner sehr viel mehr/weniger Geld im Urlaub ausgeben? Es gibt keine perfekten Indikatoren. Der perfekteste Indikator ist die Realität, die nur leider etwa schwer in Worte und Zahlen zu fassen ist.
"Reiseweltmeister" ist doch bloß ein Schlagwort, dass das Ergebnis zusammenfassen soll und sich begrifflich an der WM2006 anlehnt. Die Kernaussage, auf den sich der Begriff stützt, ist, dass deutsche Staatsbürger 11% der weltweiten Tourismusausgaben tätigen. Das hängt natürlich mit der Wirtschaftskraft Deutschlands in Verbindung mit der Bevölkerungszahl und der zentralen Lage Deutschlands in Europa zusammen.

Zitat:
Das andere ist dann auch die totale Zahl. So was lässt sich doch nicht vergleichen. Natürlich gibt es viel mehr Amerikaner die Urlaub im Ausland machen als zum Beispiel Lichtensteiner, aber dies nicht weil sie besser oder lieber reisen, sondern einfach, weil es mehr gibt.

Was Du nicht sagst. Und welche Aussage willst Du machen?

Zitat:
Und für bleibt immer noch die Frage: Wo sind all die Amerikaner, die so gerne reisen und dabei viel Geld ausgeben? Ich sehe die nämlich nie.

Das kann eigentlich gar nicht sein. Mach' die Augen auf. Ich sehe sie ständig und überall. Bin gerade mit einem Zug gefahren und im Nachbarabteil war ein amerikanisches Pärchen und ein älterer englischsprachiger Geschäftsmann (?), die sich wohl durch Zufall im selben Abteil getroffen hatten.
Genauso trifft man auch Deutsche auf der ganzen Welt in den entlegensten Ecken.

Zitat:
Mich würde es vorallem interessieren, wieviel Prozent der Gesamtausgaben auf die Balearen und Kanaren fliessen!

-6,7 Milliarden € entfallen jeweils auf Österreich und Spanien (und damit jeweils etwas mehr als 10% der gesamten 60 Mrd.€)
- Italien: 6,2 Milliarden €
- Frankreich: 4,0 Milliarden €
- Niederlande: 3,5 Milliarden €
- Türkei: 3,0 Milliarden €
- USA: 2,5 Milliarden €
- Schweiz: 2,4 Milliarden €
- Polen: 2,15 Milliarden €
- Tschechien: 2,10 Milliarden €
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BeitragVerfasst am: Do 18. Jan. 2007; 15:06 Antworten mit Zitat
Pantitlan
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Ich glaube auch eher, dass man die totalen Zahl vergleichen müsste, um wirklich was auszusagen. Solche Statistiken gibt es. Allerdings ist es nicht überraschend, dass eine Bank halt eben finanzielle Zahlen als Datenmenge benutzt. Das liegt einfach näher und die anderen Zahlen gibt es, wie gesagt, schon.

Um diesen Einwand von Robin zu verfolgen, müsste man die bei beiden Statistiken so vergleichen, um zu sehen was die Bewohner einzelner Länder ausgeben. So könnte man zum Beispiel sehen, ob die Ausgaben in allen Ländern etwas gleich sind. Aus dem Gefühl würde ich das nämlich verneinen. Es leuchtet mir ein, dass zum Beispiel osteuropäische Touristen weniger Geld zur Verfügung haben als Beispielsweise Deutsche und auch Schweizer und daher auch entsprechend weniger ausgeben.

Wichtiger finde ich den anderen Einwand. "Reiseweltmeister" ist ein bisschen ein plakativer Eindruck, der den Eindruck von einer Statistischen Reisefreudigkeit erweckt. Nun würde ich mal behaupten, dass zum Beispiel Israelis pro 100000 Einwohner mehr Touristen ins Ausland gehen als in Deutschland. Ich (vielleicht weil ich in einem kleinen Land wohne) finde schon auch, dass man die Grösse des Landes mit berücksichtigen muss. Ob nun "Reiseweltmeister" ist, wer total oder relativ am meisten Touristen erzeugt, das ist dann eine Definitionsfrage. Aber ich finde, man müsste beide Zahlen anschauen.

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BeitragVerfasst am: Do 18. Jan. 2007; 15:52 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1732
Wohnort: Deutschland




Zitat:
Ich glaube auch eher, dass man die totalen Zahl vergleichen müsste, um wirklich was auszusagen. Solche Statistiken gibt es. Allerdings ist es nicht überraschend, dass eine Bank halt eben finanzielle Zahlen als Datenmenge benutzt. Das liegt einfach näher und die anderen Zahlen gibt es, wie gesagt, schon.

Ich denke aber nicht, dass die Ergebnisse auf Basis von Touristenzahlen merklich anders ausfallen würden.

Zitat:
Nun würde ich mal behaupten, dass zum Beispiel Israelis pro 100000 Einwohner mehr Touristen ins Ausland gehen als in Deutschland.

Das denke ich sicher nicht. Du hast wohl nach einem mit der Schweiz vergleichbaren Land gesucht, oder?

Zitat:
Ich (vielleicht weil ich in einem kleinen Land wohne) finde schon auch, dass man die Grösse des Landes mit berücksichtigen muss. Ob nun "Reiseweltmeister" ist, wer total oder relativ am meisten Touristen erzeugt, das ist dann eine Definitionsfrage. Aber ich finde, man müsste beide Zahlen anschauen.

Es handelte sich hier um eine volkswirtschaftliche Studie. Welche Grundlage wäre denn naheliegender als die Nationalität der Reisenden? Somit können auch Effekte untersucht werden, die z.B. das Außenhandelsgleichgewicht betreffen. Denn die Ausgaben deutscher Touristen im Ausland stellen einen Import von Dienstleistungen dar. Hauptsächlich durch die Reisefreude der Deutschen ist die Dienstleistungsbilanz Deutschlands nämlich negativ, was auch ausdrückt, dass relativ zur Wirtschaftskraft viel (ins Ausland) gereist wird.
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BeitragVerfasst am: Do 18. Jan. 2007; 17:06 Antworten mit Zitat
Pantitlan
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Alex hat folgendes geschrieben:

Ich denke aber nicht, dass die Ergebnisse auf Basis von Touristenzahlen merklich anders ausfallen würden.


Gut, nun sind wir einfach beide am Spekulieren. Lass uns mal schauen, ob wir die Zahlen irgendwie finden können, um sie tatsächlich vergleichen zu können.

Alex hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Nun würde ich mal behaupten, dass zum Beispiel Israelis pro 100000 Einwohner mehr Touristen ins Ausland gehen als in Deutschland.

Das denke ich sicher nicht. Du hast wohl nach einem mit der Schweiz vergleichbaren Land gesucht, oder?


Nein, eigentlich nicht. Aber ich bin von meinen Erfahrungen ausgegangen, dass praktisch jeder Israeli das Geld, dass er während des Wehrdiensts gespart hat, für eine Reise ausgibt. Deswegen trifft man ja so viele Israelis. (Vielleicht auch weil es sich ein bisschen konzentriert, da sie ja nicht in alle Länder einreisen dürfen).

Aber wir können ja auch andere Beispiele nehmen: Spanien und Österreich. Ich habe auf all meinen Reisen gerade einmal zwei spanische Backpacker getroffen. Österreicher aber viel mehr, Schweizer noch mehr. Dies schliesst übrigens auch meine Südamerikareisen mit ein. Trotzdem dürfte das eher stubenhockerische Spanien nähen am "Weltmeistertitel" sein als zum Österreich.

Alex hat folgendes geschrieben:
Somit können auch Effekte untersucht werden, die z.B. das Außenhandelsgleichgewicht betreffen. Denn die Ausgaben deutscher Touristen im Ausland stellen einen Import von Dienstleistungen dar. Hauptsächlich durch die Reisefreude der Deutschen ist die Dienstleistungsbilanz Deutschlands nämlich negativ.


Das ist zweifellos für Wirtschaftswissenschaftler interessant. Für mich, der ich eher einen kulturwissenschaftlichen Ansatz habe, interessiere mich halt eher für die Frage, wo es am meisten Touristen gibt und welche Faktoren (ausser Geld) die Reiselust fördern oder bremsen und eben, ob es bei den Reisearten, bzw. -kosten signifikante Unterschiede gibt. Und dass es diese gibt, davon bin ich überzeugt.

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BeitragVerfasst am: Do 18. Jan. 2007; 21:17 Antworten mit Zitat
mike
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Ich möchte hier noch ein etwas anderes einbringen, was die These von Pantitlan unterstützt. Schweizer, Deutsche, Östereicher etc buchen in meinen Augen eher mal eine teurere Luxusreise und geniessen auch im Ausland gerne mal noch ein bisschen das Leben.
Anders gibt es aber Länder, wo sich die Leute besinnen auf möglichst Einfache und günstige Ferien.

In meinen Augen müsste man wirklich eine Statistik zur hand haben mit der wirklichen Anzahl der Reisenden. Hier denke ich, dass die Zahl schon ein bisschen anders ausschaut.

Und wenn man noch einen schritt weitergeht und es in Prozent zu der Einwohnerzahl Rechnet, denke ich kämen wir nochmals auf ein anderes Resultat.

Dies sind aber reine Vermutungen. Wäre aber sicher mal Interessant dies Nachzuvollziehen.

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BeitragVerfasst am: Fr 19. Jan. 2007; 18:46 Antworten mit Zitat
Aremonus
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naja, "Reiseweltmeister" ist wohl kaum ein Begriff, den man seriös deffinieren kann - zumal die meiner Meinung nach auch nicht viel Sinn ergäbe.
Die US-Amerikaner müssen das Flugzeug nehmen, wenn die in ein anderes Land wollen; wir Schweizer haben es da viel leichter. Ich wohn' in der Nähe von Basel und kann von da aus innerhalb von 30 min. in Deutschland oder Frankreich sein...

Die Studie wurde meiner Meinung nach ausschliesslich aus Publicity-gründen durchgeführt - aussagen tut sie nämlich so gut wie nichts.

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BeitragVerfasst am: Fr 19. Jan. 2007; 20:12 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
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Zitat:
Die Studie wurde meiner Meinung nach ausschliesslich aus Publicity-gründen durchgeführt - aussagen tut sie nämlich so gut wie nichts.

Wie bereits erwähnt, wurde die Studie auf einer Tourismusmesse vorgestellt. Dort macht sie allerdings Sinn. Denn sie verdeutlicht die Ausgaben deutscher Touristen und damit die unternehmerischen Möglichkeiten von z.B. Reiseveranstaltern auf dem deutschen Markt (d.h. mit deutschen Reisenden). Den Reiseveranstaltern und allen, die in der Brache tätig sind, geht es kaum um die Anzahl der Touristen, sondern um die von diesen als Gesamtheit insgesamt getätigten Ausgaben (nach Reiseland untergliedert). Wenn eine geringe Zahl von Touristen sehr viel Geld ausgibt, dann ist das der Tourismusbranche auch recht.
Ich begreife auch nicht, warum ihr euch alle so an dem Begriff des "Reiseweltmeisters" festhaltet. Das war doch bloß ein nettes Schlagwort, aber nicht das eigentliche Ergebnis der Studie.
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