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 | China kopiert Smart |  |
Verfasst am: Mo 13. Nov. 2006; 19:29 |
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| Pantitlan |
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http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,442191,00.html
In China wird derzeit ein kleiner Elektrosmart hergestellt, der auch auf den Europäischen Markt kommen soll. Preis: rund 4000 Euro. Einziges Problem ist, dass der Wagen eine Kopie des Smarts ist und vermutlich wegen Patentverletzung nie in Europa wird ankommen können. Schade, dass sie das so gemacht hatten. Sonst wäre das ja vielleicht was gewesen. |
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Verfasst am: Mo 13. Nov. 2006; 20:12 |
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| Alex |
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| Zitat: | | Einziges Problem ist, dass der Wagen eine Kopie des Smarts ist und vermutlich wegen Patentverletzung nie in Europa wird ankommen können. Schade, dass sie das so gemacht hatten. Sonst wäre das ja vielleicht was gewesen. |
Das ist doch mal wieder typisch chinesisch bescheuert. Das Design haben sie doch bewusst kopiert, um den Leuten auf den ersten Blick vorzutäuschen, es handele sich um einen echten Smart.
Selbstverständlich wird dieses Gerät niemals in Europa verkauft werden dürfen. Das ist wie immer in China klarer Diebstahl geistigen Eigentums. Und echt verachtenswert.
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Verfasst am: Mo 13. Nov. 2006; 20:24 |
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| Pantitlan |
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| Zitat: | | Und echt verachtenswert. |
Ich finde es in erster Linie dumm. Erst recht dann, wenn das Auto für den Export gedacht ist.
Grundsätzlich denke ich schon, dass ein Markt für solche Autos in Europa besteht. Gerade Leute die manchmal einen Zweitwagen zum Einkaufen brauchen, könnte so was durchaus genügen, sofern der Wagen natürlich legal eingelöst werden kann. |
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Verfasst am: Mo 13. Nov. 2006; 21:19 |
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| Aremonus |
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lol, wer kopiert schon smart
Ich bin einmal in sonem Gefährt gesessen, brauch ich nie wieder, bin mit 1.84 einfach zu gross dafür... die sollen 'mal BMW oder Mercedes oder so kopieren, damit sich das lohnt...
das mit dem Diebstahl geistigen Eigentums ist so eine Sache... für uns Europäer ists verachtenswert, weils uns schadet, für die Chinesen jedoch durchaus lukrativ, weil europäische Produkte in China zu teuer sind.
Aber Europa war einmal genau so... beginnt schon mit der Verfassung; Frankreich kopiert sie von den USA und Napoleon verteilt sie in ganz Europa, Schweiz und Deutschland eingeschlossen...
Das Problem bei den chinesischen Kopien ist nicht die Tatsache, dass es sich um kopien handelt, sonder vielmehr die Tatsache, dass die Kopien nicht den gleichen Qualitätsstandarts wie die Originale entsprechen.
Bleibt nur zu hoffen, dass hier nicht eine ähnliche Entwicklung wie in Japan geschieht:
Japanische Unternehmen kopieren von Deutschen Technikriesen wie Grundig und Simens, nun sind Firmen wie Sony und Canon führend in der Herstellung technischer Produkte.
In der Schweiz wurde die Uhrenindustrie durch den Israeliten Nicolas Hayek gerettet, der später auch Smart gründete und ein Experte der Kopierproblematik ist. Deutschland jedoch sah sich einer extrem Produktiven Konkurrenz gegenüber.
Kopiert wurde weltweit schon immer, wir können uns nur durch Fortschritt schützen; siehe Nokia und Simens heute.
Wer schon einmal in einer schweizer Werkstatt war und auch eine chinesische gesehen hat, weiss genau, dass man in China nicht die Konkurrenz, sondern die Ergänzung suchen sollte. Bis jetzt ist es im Reich der Mitte nicht möglich, an die Präzission hiesiger Polymechaniker auch nur ansatzweise heran zu kommen.
Also: Borat gucken, bildungsfeindliche Parteien aus dem Parlament und nicht immerzu schwarzmalen
Der gute, alte Nico wird das schon richten, ansonsten fahren eben ein paar Smarts mehr auf Chinas Strassen herum; jedoch nur solange, bis sich genügend Wohlstand entwickelt hat, dass die Anforderungen an die dortigen Hersteller steigen... und dann schlägt Hayek wieder gnadenlos zu  |
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Verfasst am: Mo 13. Nov. 2006; 22:24 |
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| Alex |
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| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
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| Zitat: | | Aber Europa war einmal genau so... beginnt schon mit der Verfassung; Frankreich kopiert sie von den USA und Napoleon verteilt sie in ganz Europa, Schweiz und Deutschland eingeschlossen... | Das ist doch gar nicht vergleichbar!!! Bei der Verfassung handelte es sich um eine IDEE und nicht um ein Gut!
EDIT: Oder, wenn Du willst, um ein öffentliches Gut.
| Zitat: | | Das Problem bei den chinesischen Kopien ist nicht die Tatsache, dass es sich um kopien handelt, sonder vielmehr die Tatsache, dass die Kopien nicht den gleichen Qualitätsstandarts wie die Originale entsprechen. | Das Problem mangelnder Qualität würde ich dagegen als zweitrangig, weil kurzfristig einstufen.
| Zitat: | | Kopiert wurde weltweit schon immer, wir können uns nur durch Fortschritt schützen; siehe Nokia und Simens heute. |
Der Schutz geistigen Eigentums ist ein, vielleicht das Kernkonzept einer funktionierenden Marktwirtschaft. Wenn jede Firma erwarten muss, dass nach Erscheinen einer Neuerung diese gleich von Nachahmern kopiert wird, dann würde keine Firma mehr kostspielige Neuentwicklungen wagen. Das ist nicht einfach schade, das ist eine Katastrophe.
Mangelnder Schutz geistigen Eigentums führt dazu, dass Firmen dazu übergehen, möglichst nur noch Bestehendes billiger und schneller herzustellen und Neuerungen nur in Trippelschritten einzuführen. Und noch schlimmer: auch bei Kleinunternehmer und anderen Innovatoren mit geringem Kapital (die einen großen Teil der Patente anmelden) käme es nicht mehr dazu, dass sich Investitionen amortisieren, weil nach Neuerscheinung ein größerer Fisch (ich meine ein größeres Unternehmen) die Idee einfach mal schnell klaut. Möglicherweise würde sich zeitweilig eine ganze Branche herausbilden, die sich nur mit dem Ausspähen von und Handeln mit fremdem geistigem Eigentum befasst.
Irgendwann verliert geistiges Eigentum seine Schutzwürdigkeit und darf legal kopiert werden. Aber vorher muss gewährleistet sein, dass das Innovator-Unternehmen daraus Gewinn ziehen kann. Ansonsten aber ginge eine negative Signalwirkung an andere Unternehmen aus, die dann zum Teil von Neuentwicklungen absehen würden, weil ein sofort kopiertes Produkt eben für sie möglicherweise keinen ausreichenden Gewinn erwirtschaftet.
Ein Abbau des Schutzes geistigen Eigentums würde dazu führen, dass Innovationen sich kaum noch oder gar nicht mehr lohnen und damit zwangsläufig stark zurückgehen. Langfristig basiert aber der Wohlstand von Volkswirtschaften auf dem technischen Fortschritt...
| Zitat: | Bleibt nur zu hoffen, dass hier nicht eine ähnliche Entwicklung wie in Japan geschieht:
Japanische Unternehmen kopieren von Deutschen Technikriesen wie Grundig und Simens, nun sind Firmen wie Sony und Canon führend in der Herstellung technischer Produkte. |
Natürlich hat es immer schon die ganz natürlich Tendenz gegeben, aus weiter entwicklelten Produkten zu "lernen". Auch Industriespionage gab es schon immer. Aber selbst die Japaner, bei denen die Lexus-Autos doch oftmals verdächtige Ähnlichkeit mit dem Mercedes-Design aufweisen, hätten niemals so unverhohlten und respektlos kopiert. Die haben sich ein Grundig-Gerät gekauft, es auseinandergenommen und überlegt, warum Grundig-Geräten besser sind und wie sie das auch hinbekommen könnten. Sowas kann man auch unmöglich verhindern, solange (in diesem Beispiel) der Japaner die Komponenten des Grundig-Fernsehers nur als Vorlage für eigene Produkte nimmt und nicht 1zu1 kopiert. Die Japaner haben aber keine Mercedes C-Klasse gekauft, einen Tonabdruck gemacht, mit der Form eine neue Karosserie gegossen und dann ein Lexus-Logo draufgepappt. Sie haben auch keinen Mercedes-Motor baugleich kopiert. Das haben sie eben nicht gemacht, weil es verboten war.
In China dagegen ist es zwar verboten, aber keiner schert sich um die Gesetze. Deswegen explodieren in China auch ständig neue Grubenschächte mit ihren mittelalterlichen Belüftungsanlagen. Deswegen vergiften die Chinesen auch ihre eigene Natur und sich gleich mit. Deswegen ertränken sie ein paar Jahrtausende Geschichte für ein paar Megawatt Strom und verhindern nicht, dass die Entschädigungszahlungen zum großen Teil in dunklen Kanälen versickern. |
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Verfasst am: Mo 13. Nov. 2006; 22:55 |
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| Aremonus |
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wir werden sehen, wie gut die Kopie sein wird...
Mein Vater ist selber inhaber eines Unternehmens und denkt schon lange darüber nach, die Produktion teilweise in billiglohn länder wie China zu verlagern, doch es geht nicht, weil die nicht einmal auf den zehntelmilimeter genau arbeiten können, geschweige denn auf den tausendstel...
In Japan wurde genauso schamlos kopiert, erst mit der entwicklung des Wohlstandes wurde es verboten und in China wird es auch zunehmend schwieriger werden, Produkte baugleich herzustellen, ohne Probleme mit der Justiz zu bekommen; aber wir werden ja sehen, wie weit es vorher kommt.
Beispiel: LCD-Technologie. Roche meldete das Patent dafür anno 1970 an
(Schweizer Patent No. 532 261), Japan übernahm es Baugetreu und baute billige LCD Uhren, ohne dass Roche je einen Rappen gesehen hätte.
Beispiel: Walkman. Der Deutsch Andreas Pavel baute ihn, Sony kopierte ihn und erreichte, da diese Firma viel mehr Kapital besitzt und Andreas Pavel wegen mangelnder finanzieller Mittel aufgeben musste, das alleinige Recht auf dieses Gerät, welches ein Kassenschalger wurde.
Der Deutsche Transrapid wird derzeit ja auch von China nachgebaut (wird von chinesischer Seite zwar dementiert, aber man kennt ja die KP...). Da aber schon viele Jahre Forschung darin stecken, kann man ihn nicht einfach so nachbauen, da es blöderweise doch etwas komplizierter als erwartet ist und die chinesische Version bei extrem schlechter effizienz nur 160 Km/h fährt.
Die Frage nach geistigem Eigentum ist schon lange problematisch... für uns Europäer ist kopieren böse, da es in unserer Kultur als "schlecht" verstanden wird. Bei konfuzianisch geprägten Ländern wie China oder Japan ist es jedoch eine von drei Arten, wissen zu gewinnen.
Ich persönlich bin der Meinung, dass die Asiatischen Raubkopierer unsere Wirtschaft von "Ramsch" freihalten, da nur hochwertige Spezialprodukte noch in Europa produziert werden und einfache Dinge nach Indien, China oder Malaysien verlegt oder von dort kopiert werden.
Wie gesagt: innerhalb der Industrienationen gibt es ein gutfunktionierendes Patentrecht das unseren Wohlstand gegen innen absichert, von der dritten welt werden produkte zwar kopiert, jedoch entweder in schlechter Qualität oder nur diejenigen, die hier ohnehin nicht rentabel produziert werden können. Aber wie gesagt, das ist meine Meinung.
@ Alex: Wenn du angst um unseren Wohlstand hast, kannst du dich noch immer damit trösten, dass so Entwicklungshilfe geleistet wird und sich vielleicht ein paar Leute mehr in China das überleben sichern können, auch wenn ein paar Leute hier nur einen 5er und nicht einen 7er BMW fahren. |
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Verfasst am: Mo 13. Nov. 2006; 23:37 |
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| Alex |
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| Zitat: | | In Japan wurde genauso schamlos kopiert, erst mit der entwicklung des Wohlstandes wurde es verboten und in China wird es auch zunehmend schwieriger werden, Produkte baugleich herzustellen, ohne Probleme mit der Justiz zu bekommen; aber wir werden ja sehen, wie weit es vorher kommt. |
Also ich denke nicht, dass die Kopierereien der Japaner mit denen des heutigen China vergleichbar sind. Es liegt wohl nicht an einem besseren Charakter der Japaner, sondern eher daran, dass heutzutage die Möglichkeiten im internationalen Warenhandel viel größer bzw. die Transportkosten viel geringer sind, als sie es noch zu Zeiten der aufstrebenden Japaner waren. Damals war das vielleicht für die Weltwirtschaft noch kein ernstzunehmendes Problem. Heutzutage sieht das aber meiner Ansicht nach völlig anders aus.
| Zitat: | | Ich persönlich bin der Meinung, dass die Asiatischen Raubkopierer unsere Wirtschaft von "Ramsch" freihalten, da nur hochwertige Spezialprodukte noch in Europa produziert werden und einfache Dinge nach Indien, China oder Malaysien verlegt oder von dort kopiert werden. |
Du scheinst dabei aber davon auszugehen, dass neue Erkenntnisse und Produkte per se komplizierter werden. Aber manchmal ist es eben so, dass nur das Erlangen der spezifischen Erkenntnis die große Hürde ist. Die Produktion kann u.U. einfach sein.
Man denke an die Pharmabranche. Die eigentliche Produktion von Krebsmedikamenten u.ä. ist relativ simpel. Das Aufwendige ist die Forschung und Entwicklung.
| Zitat: | | Der Deutsche Transrapid wird derzeit ja auch von China nachgebaut (wird von chinesischer Seite zwar dementiert, aber man kennt ja die KP...). Da aber schon viele Jahre Forschung darin stecken, kann man ihn nicht einfach so nachbauen, da es blöderweise doch etwas komplizierter als erwartet ist und die chinesische Version bei extrem schlechter effizienz nur 160 Km/h fährt. |
Leider muss man ja in China bei einem Großprojekt wie dem Transrapid mit einem chinesischen "Partner" zusammenarbeiten. Die haben also wahrscheinlich einen großen Teil der Baupläne. Von schlichtem Nachbau kann da keine Rede mehr sein.
Im Nachhinein muss man sich auch fragen, ob die Chinesen nur deshalb Siemens und Co. die Teststrecke des Transrapid in China haben bauen lassen, um über die "Kooperation" an die Baupläne zu kommen. Ehrlich... ich gehe davon aus.
| Zitat: | | Bei konfuzianisch geprägten Ländern wie China oder Japan ist es jedoch eine von drei Arten, wissen zu gewinnen. |
Da möchte ich aber mal den Wortlaut der konfuzianischen Regel wissen. Denn von "geistigem Eigentum" war da sicher nicht die Rede.
Ich denke, dass Konfuzius da eher an allgemeines Wissen gedacht hat und nicht an produktspezifische Einzelkenntnisse. Zwar kenne ich mich in chinesischer Philosophie wahrlich nicht aus, aber ich denke doch, dass Konfuzius letzteres auch zum Eigentum gezählt hätte. Und das Aneignen fremden Eigentums hat er sich nicht gutgeheißen.
| Zitat: | | @ Alex: Wenn du angst um unseren Wohlstand hast, kannst du dich noch immer damit trösten, dass so Entwicklungshilfe geleistet wird und sich vielleicht ein paar Leute mehr in China das überleben sichern können, auch wenn ein paar Leute hier nur einen 5er und nicht einen 7er BMW fahren. |
Ein solcher Effekt tritt nicht von heute auf morgen auf. Und von einem BMW kann da mal sowieso für einen bankrotten Selbstständigen keine Rede mehr sein.
Leider beruhigt mich das gar nicht. Erstens halte ich Geschenke nicht per se für "gut". Zweitens bringt es mich immer aus der Fassung, dass Deutschland an China noch immer Entwicklungshilfe zahlt, welche von China dann an afrikanische Despoten ohne besondere Auflagen weiterleitet wird? |
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Verfasst am: Di 14. Nov. 2006; 13:23 |
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| Aremonus |
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| Zitat: |
Du scheinst dabei aber davon auszugehen, dass neue Erkenntnisse und Produkte per se komplizierter werden. Aber manchmal ist es eben so, dass nur das Erlangen der spezifischen Erkenntnis die große Hürde ist. Die Produktion kann u.U. einfach sein.
Man denke an die Pharmabranche. Die eigentliche Produktion von Krebsmedikamenten u.ä. ist relativ simpel. Das Aufwendige ist die Forschung und Entwicklung. |
In der Pharmabranche ist mir bis anhin hier in Europa noch kein chinesisches Medikament in die Hände gekommen; die Produktion muss hier einen gewissen grad an Reinheit erfüllen, damit das Medikament hier verkauft werden darf. Und Vakuumdestillation usw. sind nicht umbedingt einfache Verfahren...
Das selbe auch beim Smart: Die Fertigung des Motorblocks und auch der Karosserie sind nich ganz so einfach, wie man zu denken versucht ist; daher auch das Problem mit der Luftverschmutzung: mit dem heutigen Knowhow kann man hier Autos bauen, die das beste stöchimetrische Verhältnis mischen und eine verhältnismässig hohe effizienz erreichen können; in China wird der Automarkt von lokalen billigstherstellern dominiert, die teuersten Autos die ich dort gesehn hab', waren Japaner; deutsche Autos sind auf Chinas strassen eine kaum vertretene Minderheit.
Der interesse, den ersten Transrapid in Shanghai zu bauen, war beidseitig; die TRANSRAPID INTERNATIONAL GmbH & Co. KG brauchte drigend ein Referenzprojekt und die Regierung in Deutschland stellte anno 2000 das Projekt Hamburg - Berlin ein, darum wählte man China. Die Baupläne wurden nicht übergeben, das ist ja das Problem der Chinesen. Es gab vor einem halben Jahr eine Debatte zwischen Deutschland und China über den Bau einer zweiten Transrapidstrecke; das Projekt kam jedoch nicht zu stande.
| Zitat: | | Da möchte ich aber mal den Wortlaut der konfuzianischen Regel wissen. |
Den kenn' ich auch nicht... altchinesisch liegt mir nicht so; aber auf Deutsch übersetzt ist es etwas wie "Die einfachste Art, Erkenntnis zu erlangen, ist das Experimentieren. Die Edelste, etwas bis ins letzte Detail zu ersinnen und nachzubauen. Die Schnellste Art das Kopieren."
Die Quelle kann ich Dir leider nicht mehr angeben, da sie mir entfallen ist; wenn ich sie 'mal wieder seh', post' ich sie hier.
| Zitat: |
Ein solcher Effekt tritt nicht von heute auf morgen auf. Und von einem BMW kann da mal sowieso für einen bankrotten Selbstständigen keine Rede mehr sein.
Leider beruhigt mich das gar nicht. Erstens halte ich Geschenke nicht per se für "gut". Zweitens bringt es mich immer aus der Fassung, dass Deutschland an China noch immer Entwicklungshilfe zahlt, welche von China dann an afrikanische Despoten ohne besondere Auflagen weiterleitet wird? |
Bankrott geht man nur, wenn man sein Produkt vollständig in China herstellen lässt und erwartet, dass man für immer der einzige ist, der es herstellt. Welche Unternehmen in Europa sind dann Konkurs gegangen, da ihr Produkt kopiert wurde? |
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Verfasst am: Di 14. Nov. 2006; 14:32 |
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| Alex |
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| Zitat: | | Der interesse, den ersten Transrapid in Shanghai zu bauen, war beidseitig; die TRANSRAPID INTERNATIONAL GmbH & Co. KG brauchte drigend ein Referenzprojekt und die Regierung in Deutschland stellte anno 2000 das Projekt Hamburg - Berlin ein, darum wählte man China. Die Baupläne wurden nicht übergeben, das ist ja das Problem der Chinesen. Es gab vor einem halben Jahr eine Debatte zwischen Deutschland und China über den Bau einer zweiten Transrapidstrecke; das Projekt kam jedoch nicht zu stande. |
Zum Glück... sollen sie lieber ihre Strecke in Katar bauen. Die Araber haben ein kompatibleres Verständnis von Eigentum.
| Zitat: | | In der Pharmabranche ist mir bis anhin hier in Europa noch kein chinesisches Medikament in die Hände gekommen; die Produktion muss hier einen gewissen grad an Reinheit erfüllen, damit das Medikament hier verkauft werden darf. Und Vakuumdestillation usw. sind nicht umbedingt einfache Verfahren... |
Die Pharmabranche hatte ich als Beispiel genannt. In Europa kann Dir ein solches Produkt auch nicht in die Hände fallen, weil es eben illegal ist und Du keine Apotheke finden wirst, die soetwas verkauft. Wie Du auf die Vakuumdestillation kommst ist mir hier zwar nicht ganz klar, aber es ist ein weltweit bekanntes Verfahren und würde heutzutage kaum noch zu Hochtechnologie gezählt..
Ich sage ja nicht, dass der katastophale Zustand heute bereits erreicht ist. Ich redete von einem Zustand völliger Nicht-Existenz des Schutzes geistigen Eigentums und damit einem theoretischen Zustand, in dem die negativen Effekte mangelnden Schutzes dieser geistigen Eigentumsrechte klarer hervortreten.
| Zitat: | | Ich persönlich bin der Meinung, dass die Asiatischen Raubkopierer unsere Wirtschaft von "Ramsch" freihalten, da nur hochwertige Spezialprodukte noch in Europa produziert werden und einfache Dinge nach Indien, China oder Malaysien verlegt oder von dort kopiert werden. |
Aber um noch einmal zu dem Ursprungspunkt zurückzukehren. Gehst Du davon aus, dass alle neuen Produkte per se schwieriger herzustellen sind als die bestehenden? Denn nur dann würden sich die Deiner Ansicht nach reinigenden Effekte der internationalen Arbeitsteilung durch "Austausch" geistigen Eigentums einstellen.
Außerdem wäre dieser Effekt, würde er eintreten, nur kurzzeitig vorteilhaft (siehe unten).
| Zitat: | | Bankrott geht man nur, wenn man sein Produkt vollständig in China herstellen lässt und erwartet, dass man für immer der einzige ist, der es herstellt. Welche Unternehmen in Europa sind dann Konkurs gegangen, da ihr Produkt kopiert wurde? |
Du verstehst nicht, was ich sagen will. Dieser beispielhafte Selbstständige ginge bankrott, weil sich seine Investitionen in die Entwicklung eines Produktes nicht mehr amortisieren. Dies geschieht wiederum, weil ein chinesischer Raubkopierer das erste Exemplar des Produktes auf dem Markt aufgekauft, und effizienter, also billiger produzieren kann. Das mag kurzfristig erst einmal sogar effizient erscheinen. Nachfristig aber untergräbt es die Stützen des technischen Fortschritts. Würde diese Entwicklung nämlich von, sagen wir mal, 100.000 Selbstständigen durchgemacht, dann würde niemand von diesen und den übrigen Selbstständigen es mehr wagen, eine Investition in eine Neuerung zu wagen, wenn er davon ausgehen muss, dass diese sofort wieder kopiert wird. |
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Verfasst am: So 19. Nov. 2006; 23:39 |
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| sandsturm |
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| Anmeldungsdatum: 17.10.2004 |
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| Schöne akademische Diskussion. Aber ich glaube, einen wichtigen Fakt habt ihr vergessen: Es handelt sich um Autos. Die müssen in jeden europäischen Auto zugelassen werden und wenn ein Experte den Wagen anschaut, sieht er sofort, dass es kein richtiger Smart ist. Folglich lässt er das Auto einfach einlösbar sein. Und schon ist das Problem gelöst. Auch wenn am Ende alle Chinesen in einem gefälschten Smart rumfahren - der europäische Markt lässt sich leicht abschotten. Wir sehen das ja auch an den DVDs. Bei uns gibt es kaum einmal Leute, welche gefälschte DVDs verkaufen. Produktefälschung mag zwar nicht so nett sein, aber den Untergang der abendländischen Industrie deswegen heraufzuschwören, das finde ich ein bisschen übertrieben. |
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Verfasst am: Di 22. Jan. 2008; 04:38 |
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| Pantitlan |
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| Anmeldungsdatum: 13.09.2004 |
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Verfasst am: Di 22. Jan. 2008; 13:46 |
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| Aremonus |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 07.10.2005 |
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haha, der Autor hat auch alles andere als neutral berichtet
Hätten die ein leichteres Auto mit ähnlicher Ausstattung gebaut, würde ich mir jedoch überlegen, eins zu kaufen (so fern es durch die Tests kommt^^) |
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