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Internet in Kuba
BeitragVerfasst am: Mi 15. Sep. 2004; 12:08 Antworten mit Zitat
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Forenveteran
Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 236




Pantitlan
Beitrag vom Dienstag, Mai 4, 2004 @ 19:53

Was mich noch interessieren würde: wie ists denn mit dem Internet in Kuba? Ich war nie dort, aber mir wurde erzählt, dass es sowas wie ein Cubaweites Intranet gebe, mit dem Du zwar innerhalb des Landes surfen kannst, aber nicht aus dem Land rauskommst. Internationales Surfen ginge nur aus einer speziellen Stelle in Havanna. Stimmt das? Hat da jemand Erfahrung damit? zB Detlev?

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ds2403
Beitrag vom Mittwoch, Mai 5, 2004 @ 11:05

Internet auf Cuba es gibt öffentliche Internetcafes, z.B. in Postoffices oder Hotels. Leider nur in grösseren Städten und da auch nicht überall.
Die Kosten für eine Stunde betragen so zwischen 4-6US Dollar. Abrechnungstzeiträume 10min/Viertel-oder halbstündig/manchmal direkt bezahlen/manchmal eine Karte, wo man eine Nummer freirubbelt und als Passwort eingibt (diese karten aber nur für jeweils 1h).
Das schlimme ist, dass die Verbindung very slowly ist, die einzige Ausnahme war Baracoa, dort war die Verbindung ok.

Mal ein Beispiel:
um das hotmail-Email-konto zu öffnen, in den Posteingang zu kommen, 1-2 mails zu lesen Dauer ca. 15min,
1-2 mails schreiben 15min, da muss man sich aber schon beeilen

Also bloß um zu schauen, wie das Wetter in D ist, sollte man Internet auf Cuba nicht unbedingt benutzen.
Cubaner dürfen dieses cafes auch benutzen, aber die hohen kosten schaffen eine automatische selektion.
Privat gab es auf Cuba auch die möglichkeit ins Internet zu kommen, habe aber gehört, das dies gestoppt wurde, da nationale telefonkosten für cubaner sehr billig und clevere Leute gegen dollar touris an ihre pcs daheim gelassen haben.

Gruß Detlef

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Pantitlan
Beitrag vom Mittwoch, Mai 5, 2004 @ 11:55

Habe Deinen Namen falsch geschrieben, Sorry!

Das erstaunt mich dann doch wieder ein bisschen. So schlimm ist es ja nicht, wenn man den Touris ein bisschen Geld aus der Tasche zieht. Und vor allem nicht, dass man das privates Internet ganz verbietet. Das klingt eher ein bisschen nach Vorwand. Oder wie schätzt Du die Lage ein?

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ds2403
Beitrag vom Donnerstag, Mai 6, 2004 @ 00:27

Deine Frage habe ich von der Wortlogik nicht ganz verstanden, der erste Teil ist klar, ich finde es auch ganz ok. wenn man versucht den Touris ein paar Dollar abzunehmen um damit dringend benötigte Medikamente und anderes auf dem Weltmarkt einzukaufen, man vergesse bitte nicht das Handelsembargo der USA, was dazu führt, dass sich Importe verteuern, da nur über Schleichwege und Drittländer möglich. Das man das private Internet verbietet, finde ich dagegen nicht ok., auch wenn ich die damit verbundenen Gefahren sehe, die durch Datenmüll, Viren, mögliche Destabilisierung (Cuba befindet sich mit den USA immer noch im kalten Krieg) vorhanden sind. Aber ich glaube, dass dies alles trotzdem eine Entmündigung der cubanischen Menschen nicht rechtfertigt.

Detlef

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Pantitlan
Beitrag vom Donnerstag, Mai 6, 2004 @ 22:29

Naja, so fürs erste reicht das Bild ja. Du bist doch erst Member und noch nciht "Elitemember" oder so was...

Also, ich verstehe auch nicht mehr, was ich geschrieben habe. Das kommt hat davon, wenn man seine Sachen nicht mehr durchliest... Ich glaube, es ging mir darum, dass ich nicht verstehe, weshalb man das Internet für Einheimische nur deshalb verbieten sollte, um mit Touris kein Geschäft zu machen. Das klingt nach Vorwand. Denn immerhin sind Einheimische politisch gefährdeter, die ja die Infos zu Hause eh bekommen....
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BeitragVerfasst am: Mi 02. Apr. 2008; 03:30 Antworten mit Zitat
sandsturm
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 17.10.2004
Beiträge: 479
Wohnort: Bern




Nun ist laut einem Artikel auf der Webseite vom ZDF Bewegung in dieses alte Thema gekommen:

Zitat:
Seit ein paar Monaten dürfen die Kubaner staatlichen Internetcafés besuchen, leisten können sich das aber nur wenige und langsam ist es auch.

Dass das Internet nicht ans Breitband-Netz der Karibik angeschlossen ist, dafür macht Kuba die USA mit dem seit 1960 geltenden Handelsembargo verantwortlich. Es verbietet US-Firmen Geschäftsbeziehungen mit Kuba einzugehen. So blieb dem sozialistischen Insel-Staat der Zugang zum "Americas Region Caribbean Optical Ring System (Arcos)" bislang verwehrt.

Einen Ausweg aus dem langsamen Internet-Zeitalter verspricht Venezuelas Präsident und Kuba-Freund Hugo Chávez. Er will Kuba unabhängig machen von den USA und Venezuela und Kuba mit einem Untersee-Breitband-Kabel verbinden. Die für 2009 geplante 160-GB-Leitung würde die kubanischen Internet Kapazitäten um mehr als das Tausendfache steigern.

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Bitte keine PN. Ich beantworte gerne jede Frage. Aber nur solche, die im Forum gepostet sind, sonsts bringt das ja nicht allesn etwas.
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