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EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens - Fass ohne Boden?
BeitragVerfasst am: So 24. Okt. 2004; 01:37 Antworten mit Zitat
Pantitlan
Site Admin
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 4280
Wohnort: Beijing (Basel)




Bulgarien und Rumänien gehören beide zu den Ländern, die in der nächsten Erweiterungsrunde in die EU aufgenommen werden sollten. Noch ist aber die Armut und Kriminalität allgegenwärtig. Wird das zum Fass ohne Boden, oder hat der EU-Beitritt auch seine Vorteile?

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BeitragVerfasst am: So 24. Okt. 2004; 02:43 Antworten mit Zitat
Kimchi
Hardcoretraveller
Anmeldungsdatum: 17.10.2004
Beiträge: 85
Wohnort: Berlin




grins...danke papi Razz

Das war meine Frage *beleidigt guck*

Nene, danke fürs Aufmachen ^^

Meine persönliche Meinung ist ja, dass die Union schon jetzt total überlastet ist und deshalb jetzt erst einmal Schluss sein soll (auch Türkei...)

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BeitragVerfasst am: So 24. Okt. 2004; 02:53 Antworten mit Zitat
Pantitlan
Site Admin
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 4280
Wohnort: Beijing (Basel)




Tut mir leid, Sohnemann... Wink Nein, natürlich ist das Deine Frage. Tut mir leid, dass ich das nicht ausdrücklich erwähnt habe.

Ich finde es sehr schwierig, die Tragfähigkeit der Europäischen Union abzuschätzen. Vor allem stellt sich für mich bei diesem Thema auch die Frage, wann man von "überlasten" sprechen kann? Ist das, wenn ein paar deutsche Nettozahler schimpfen, wenn sich die Mehrheit der Deutschen für einen Austritt aus der EU ausspräche oder wann denn? Ich denke, bis die EU wirklich auseinander fällt, müsste schon noch einige Länder mehr aufgenommen werden. Ausserdem ist es auch eine Frage der Fairness gegenüber den Ländern, die man vertröstet. Dass man sich Zeit lässt, ist natürlich in Ordnung. Aber zum Beispiel finde ich es gerade im Fall der Türkei sehr problematisch, das Land immer zu vertrösten und neue Forderungen zu stellen - vor allem dann, wenn man das Land gar nicht wirklich dabei haben will. Weil irgendwann wird die Türkei einen Grossteil der Forderungen erfüllt haben und dann kann man nicht mehr "nein danke" sagen. Ich persönlich halte die Türkei auch nicht unbedingt für ein EU-Land. Aber wenn man die Aufnahme an bestimmten Kriterien aufhängt, muss man diese auch einhalten.

Aber zurück zu der zweiten Aufnahmerunde. Diese Länder, um die es geht, sind ja alles kleinere Volkswirtschaften, die von der gesamtheit wohl relativ leicht geschluckt werden könnte.

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BeitragVerfasst am: Di 10. Mai. 2005; 12:37 Antworten mit Zitat
mihai
Gast




Hallo allerseits, ich finde es gut, dass der Beitritt der beiden vorangetrieben wird, mit der Türkei sehe ich es anders, zu viele Mängel im Menschenrechtsbereich...aber ob Rumänien und Bulgarien den Ausdruck "Schlucken" wohl so mögen würden? Hmmm Confused Herzliche Grüsse, Mihai

BeitragVerfasst am: Mi 12. Okt. 2005; 00:27 Antworten mit Zitat
Aremonus
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 07.10.2005
Beiträge: 627
Wohnort: Basel




Meiner Meinung nach bringt die Ost-Erweiterung hauptsächlich Vorteile für alle Beteiligten - wir müssen zwar Geld investieren, doch das Wirtschaftswachstum, das in den Ländern dort erzielt werden kann, ist immens. Deutschland ging es nach dem 2. Weltkrieg um einiges schlechter als Rumänien, doch die USA haben Deutschland Produktionsgüter im Wert von etwa 100 Mio. Dollar (also heute etwa 9 Mil. Franken) überlassen und das zerbombte Deutschland hat sich zu dem entwickelt, was es heute ist.
Die schweizerische Wirtschaft kann eigentlich nur noch im tertiären, dem Dienstleistungssektor wachsen, weswegen wir einiges an Industrie Outsourcen müssen / können / sollten. Die 10 neuen EU-Ländern sind dafür äusserst gut geeignet, denn wir haben Freien Güter- und Personenfluss, demnach kann eine Firma problemlos Produktionsstätten in Polen errichten. Die Leute dort können dann einfach die Produktion überwachen, während die CAD Modelle und eventuell auch die CNC Programme hier in der Schweiz, einem Hochlohnland welches hochqualifizierte Arbeitskräfte anzieht, entstehen.
Ich persönlich befürworte deswegen die Osterweiterung.
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BeitragVerfasst am: Mo 17. Okt. 2005; 11:52 Antworten mit Zitat
Olle
Rastloser
Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 34




Aremonus hat folgendes geschrieben:
...Deutschland ging es nach dem 2. Weltkrieg um einiges schlechter als Rumänien, doch die USA haben Deutschland Produktionsgüter im Wert von etwa 100 Mio. Dollar (also heute etwa 9 Mil. Franken) überlassen und das zerbombte Deutschland hat sich zu dem entwickelt, was es heute ist...


Du meinst wohl eher West-Deutschland ?!

Zitat:

Ich persönlich befürworte deswegen die Osterweiterung.


Ich auch. Zum Thema Türkei muss ich noch was anmerken. Stellt euch mal vor, die Türkei wäre jetzt schon in der EU. Jetzt hat die EU den Atomstreit mit Iran.

Wäre es nicht der historische Kracher wenn ein türkischer EU-Außenminister (also ein Moslem) in den Iran fährt und dort mit anderen Moslems verhandelt ???

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BeitragVerfasst am: Mo 17. Okt. 2005; 12:10 Antworten mit Zitat
Pantitlan
Site Admin
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 4280
Wohnort: Beijing (Basel)




Olle hat folgendes geschrieben:

Wäre es nicht der historische Kracher wenn ein türkischer EU-Außenminister (also ein Moslem) in den Iran fährt und dort mit anderen Moslems verhandelt ???


Vielleicht. Aber Muslime sind nicht einfach Muslime. Und Iran und die Türkei haben nicht so einen hohen Verwandschaftsgrad, wie wir vielleicht zu glauben neigen: sie haben eine andere religiöse Ausrichtung (Sunniten vs. Shiiten) und sehr andere Sprachen und Schriften. Ich glaube nicht, dass der gemeinsame Bezug auf den Koran soviel bedeuten würde, dass er für solche Verhandlungen massgebend ist. Aber es wäre zumindest ein positives Zeichen an die islamische Welt, wenn die EU zeigt, dass sie vor den Moslems keine Angst hat.

(Nur das Problem ist: tatsächlich haben die Leute ja gerade davor Angst)

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