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Verfasst am: Mo 18. Sep. 2006; 19:13 |
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| mike |
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@Alex
Klar, einiges an Geldern aus der Petrochemie stammt. Aber nur so zur Info. viele der Ölfelder werden nicht von Firmen aus TNT abgearbeitet, sondern von Firmen aus Malaysia, Canada, Venezuela und so weiter. Wieviel das Land nun daran Verdient, ist hier die Frage.
Und noch etwas anderes, wegen der Korruption. In Tobago sollte schon lange ein Krankenhaus gebaut werden. Nun die hälfte der Gelder sind nun mal einfach so versickert und verschwunden. |
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_________________ Bilder von diversen Reisen. Bilder und Infos von Tobago
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Verfasst am: Mo 18. Sep. 2006; 19:42 |
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| acqua112 |
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@Alex
Ich habe mich gefragt, von welchem Land du gerade redest:
| Zitat: | | Die Menschen erhalten die Petrodollars zwar nicht direkt auf die Hand, profitieren aber davon durch die Straßen auf denen sie fahren, die Medizin, die sie nehmen müssen, die Polizei, die nicht korrupt ist, weil sie angemessen bezahlt wird und anderem. |
Bist du in Trinidad schon mal Auto gefahren?
Straßen werden oft nur kurz vor Wahlen notdürftig geteert und oft kurz danach von WASA wieder aufgerissen. Oft passiert es auch, dass ein WASA-Wasserrohr platzt und dies wochen-oder monatelang nicht repariert wird, bis die halbe Straße schon den Hügel runtergerutscht ist. Die Gegend um La Brea (da wo der Pitch Lake ist) sieht am schlimmsten aus.
Wie Mike schon sagt, sind es meist ausländische Firmen, die in Trinidad die Raffinerien betreiben (Arbeitskraft billig, Umweltauflagen so gut wie nicht vorhanden). Die Regierung bekommt ein bisschen was ab, aber das meiste geht ausser Landes. Zwar bringt es einigen Leuten Arbeit (besonders im Süden), aber besonders verlässlich/sicher ist diese auch nicht. Die Arbeiter werden oft nur für eine bestristete Zeit angestellt, ohne Zusicherung ob und wann es weiter geht und die gesundheitlichen Risiken sind extrem hoch.
Der Tourismus bringt in der Hinsicht den Leuten 'direkt' was, weil sie den Dollar in ihrer Tasche spüren.
Die Reisewarnungen (USA und GB) der letzten Zeit haben aber schon zu ernormen Buchungsrückgängen geführt. Ich habe vor kurzem dazu einen Artikel im Newsday gelesen, kann mich aber nicht an die genauen Zahlen erinnern. War aber schon sehr bedenklich.  |
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Verfasst am: Mo 18. Sep. 2006; 20:32 |
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| Alex |
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| Zitat: | | traßen werden oft nur kurz vor Wahlen notdürftig geteert und oft kurz danach von WASA wieder aufgerissen. Oft passiert es auch, dass ein WASA-Wasserrohr platzt und dies wochen-oder monatelang nicht repariert wird, bis die halbe Straße schon den Hügel runtergerutscht ist. Die Gegend um La Brea (da wo der Pitch Lake ist) sieht am schlimmsten aus. |
Ich habe nicht behauptet, dass die Straßen sehr gut sind, sondern, dass sie ohne die Petrodollars noch viel schlechter wären.
| Zitat: |
In Tobago sollte schon lange ein Krankenhaus gebaut werden. Nun die hälfte der Gelder sind nun mal einfach so versickert und verschwunden. |
Tobago hat bereits zwei öffentliche und ein privates Krankenhaus. Wo soll den noch eines gebaut werden?
| Zitat: | | Wie Mike schon sagt, sind es meist ausländische Firmen, die in Trinidad die Raffinerien betreiben (Arbeitskraft billig, Umweltauflagen so gut wie nicht vorhanden). Die Regierung bekommt ein bisschen was ab, aber das meiste geht ausser Landes. Zwar bringt es einigen Leuten Arbeit (besonders im Süden), aber besonders verlässlich/sicher ist diese auch nicht. Die Arbeiter werden oft nur für eine bestristete Zeit angestellt, ohne Zusicherung ob und wann es weiter geht und die gesundheitlichen Risiken sind extrem hoch. |
Es spielt überhaupt keine Rolle, wer die Raffinerien betreibt. Das heißt, es spielt nur in dem Sinne eine Rolle, als dass private Unternehmen (iich glaube, die Methanol Holdings (Trinidad) Limited (MHTL) ist bereits (teil-)privatisiert) viel effizienter arbeiten. Dass das "Geld ins Ausland abfließt" ist ein weit verbreiteter Irrtum. Solange angemessene Steuern auferlegt werden, bleibt ein Teil der Mittel im Land. Nur in Afrika "fließt das Geld" ins Ausland, ohne, dass die Bevölkerung profitiert.
Die Staatseinnahmen liegen derzeit bei knapp 29 Mrd. TT$. Davon waren 11 Mrd. TT$ Einnahmen aus der Erdölindustrie. Die staatlichen Einnahmen aus den (völlig ineffizienten) Staatskonzernen Petrotin (Öl) betragen dabei 3,7 Mrd TT$, von NGC (Gas) 1,5 Mrd. TT$ und von Tringen (irgendwas mit Raffinierung) 577 Millionen TT$.
Eine Raffinerie ist kein Kohlebergwerk. Für den Betrieb braucht man hoch qualifizierte Fachkräfte (genauso wie für die Bohrinseln). Und die bekommt man nicht auf der Straße. Gesundheitsgefährdent mag es sein. Aber schlecht bezahlt wird es nicht.
Trinidad ist übrigens der größte Methanolproduzent der Welt (oder zumindest einer der größten). Die Methanol Holdings (Trinidad) Limited (MHTL) hat 2005 das weltweit größte Anlage zur Methanolherstellung fertiggesetellt. In den 80er Jahren war Trinidad zudem nach der Sowjetunion der weltweit größte Produzent von Kunstdünger. |
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Verfasst am: Mo 18. Sep. 2006; 21:25 |
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| mike |
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| Anmeldungsdatum: 18.09.2004 |
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| alex hat folgendes geschrieben: |
Tobago hat bereits zwei öffentliche und ein privates Krankenhaus. Wo soll den noch eines gebaut werden? |
Warst du schon mal im Öffentlichen Spital auf Tobago? Nur mal so eine kleine Frage dazu. Also das neue Spital wird am Signal Hill in Scarborough gebaut und das Projekt ist sicher schon 5 Jahre alt. Vor etwa 3 Jahren haben sie angefangen zu bauen. Nun ausser die Grundmauer steht nichts, denn Geld und Material sind weg. Jetzt hat der Staat wieder Geld locker gemacht, damit endlich weitergebaut wird.
| alex hat folgendes geschrieben: | Es spielt überhaupt keine Rolle, wer die Raffinerien betreibt. Das heißt, es spielt nur in dem Sinne eine Rolle, als dass private Unternehmen (iich glaube, die Methanol Holdings (Trinidad) Limited (MHTL) ist bereits (teil-)privatisiert) viel effizienter arbeiten. Dass das "Geld ins Ausland abfließt" ist ein weit verbreiteter Irrtum. Solange angemessene Steuern auferlegt werden, bleibt ein Teil der Mittel im Land. Nur in Afrika "fließt das Geld" ins Ausland, ohne, dass die Bevölkerung profitiert.
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Es spielt sehr wohl eine Rolle, wer das schwarze Gold abbaut. Denn TNT sieht nicht viel von diesen Geldern. Warum haben Bolivien, Venezuela und andere Länder angefangen die Ölfelder zu verstaatlichen. Damit das Geld im Lande bleibt.
Zu den Zahlen kann ich nicht viel sagen, die kenne ich nicht.
| alex hat folgendes geschrieben: | Eine Raffinerie ist kein Kohlebergwerk. Für den Betrieb braucht man hoch qualifizierte Fachkräfte (genauso wie für die Bohrinseln). Und die bekommt man nicht auf der Straße. Gesundheitsgefährdent mag es sein. Aber schlecht bezahlt wird es nicht.
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Da machst du dir aber ganz grosse Vorstellungen. Ich arbeite selber in einer Chemie Firma (welche aus Raffinierten Erdölprodukten Spezialitätenchemie macht) und ich kann dir Sagen, dass für die Produktion gerade mal etwa auf 10 nichtqualifizierten eine Qualifizierte Person kommt. Die unqualifizierten haben ein Beruf als Bäcker oder Käser oder sonst was gelernt, obwohl wärend der Umarbeitung eine sehr hohe Explosionsgefahr besteht. Und in TNT sind die Qualifizierten Leute meist nicht aus den eigenen Reihen sondern, irgendwelche Leute aus dem Ausland. Die Bezahlung ist leider mehr als schlecht. Du musst nur ab und zu in den Trinidad Express schauen, dann siehst du wie mit den Leuten von Raffinerien und Bohrinseln umgegangen wird. Darum gibt es immer wieder Streiks auf Trinidad.
Sicher hat Trinidad auch noch andere Resourcen. Nur der Individualtourist spühlt direkt Geld in die Kassen der Locals. Und bei allen anderen Sahnen zuerst die anderen Massiv ab. |
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Verfasst am: Mo 18. Sep. 2006; 21:39 |
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| acqua112 |
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| Anmeldungsdatum: 17.09.2006 |
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Hui, jetzt geht es aber heiß her hier. Wir sollten wohl das Topic umbenennen.
| Zitat: | | Ich habe nicht behauptet, dass die Straßen sehr gut sind |
Ich habe dich schon richtig verstanden. Aber wären sie noch schlechter, dann müssten die Trinis wirklich wieder die Ochsenkarren herausholen. Die Straßen sind einfach eine Katastrophe. Die Stoßdämpfer an meinem Auto waren ständig kaputt.
| Zitat: | | Tobago hat bereits zwei öffentliche und ein privates Krankenhaus. |
Ich kenne nur ein öffentliches und das ist oben beim Fort. Das neue bei Patients Hill sollte das alte vom Fort 'ablösen', da die dort oben aus allen Nähten platzen und auch die Gebäude völlig veraltet sind. Grundsätzlich ging es auch darum überhaupt das Niveau etwas anzuheben, auch für die Touristen die nach Tobago kommen.
Das Private können sich viele nicht leisten und gehört für mich nicht zu einer Grundleistung des vom Staat geförderten Gesundheitswesen.
| Zitat: | | Es spielt überhaupt keine Rolle, wer die Raffinerien betreibt. |
In einem Dritte-Welt Land leider schon. Trinidad verfügt überhaupt nicht über die Forschungseinrichtungen solche Anlagen selber zu konstruieren und zu bauen. Methanol Holdings (Trinidad) Limited (MHTL) hätte ohne MAN Ferrostaal und die Kreditanstalt für Wiederaufbau diese weltgrößte Anlage nie aufbauen können.
Mein Bruder hat für Lurgi in Trinidad gearbeitet. Die haben zur selben Zeit für Atlas eine Methanolanlage gebaut.
| Zitat: | | Solange angemessene Steuern auferlegt werden, bleibt ein Teil der Mittel im Land. |
Da ist eben der Haken. Es gibt offizielle Zahlen, die auch die Regierung schlecht kaschieren kann. Viel bleibt nicht in Trinidad.
| Zitat: | | Die Staatseinnahmen liegen derzeit bei knapp 29 Mrd. TT$. |
Was einfach nur ein Witz ist. Das sind TT$ und nicht US $.
| Zitat: | | Für den Betrieb braucht man hoch qualifizierte Fachkräfte |
Aus dem Ausland. Vergleichbar ausgebildete Trinis bekommen nur ein Bruchteil und garantiert auch nicht das Apartment in den Bayside Towers und den Firmenwagen (auch für die Ehefrau) bezahlt.
| Code: | | Gesundheitsgefährdent mag es sein. |
Zurzeit geht die Diskussion um eine Aluminiumschmelze in der Gegend von La Brea. Die ganze Gegend dort streubt sich mit Händen und Füßen, da eh schon alle krank sind. Das Zeug wird dann letztenendes in die Staaten gehen, denen die Rohstoffe fehlen um es selber herzustellen, es aber als Grundstoff für wieder was anders brauchen (habe vergessen was). Früher kriegten sie es von Jamaica. Denen haben sie aber eine Handelssanktion für Aluminium auferlegt, weil Jamaica zuviele Terroristen untertauchen lässt.
Und so geht es weiter und weiter und weiter.
Der ganze Süden Trinidads ist eine einzige, riesige tickende Zeitbombe. |
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Verfasst am: Mo 18. Sep. 2006; 21:50 |
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| mike |
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| Anmeldungsdatum: 18.09.2004 |
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Habe gleich mal das Thema aufgeteilt. Denn mit Sicherheit hat diese Diskusion nichts zu tun.. Obwohl sie Interessant ist.
@acqua112
Strassenzustannd kenne ich nur vom Hafen bis zum Schweizer Konsulat. Nun ja, dieser Zustand ist nicht wirklich berauschend.
Stimmt das Spital wird am Patients Hill gebaut. Sorry, habe es verwechselt
Sonst kann ich dir nur zustimmen. So habe ich es bis jetzt auch gesehen und du siehst noch viel weiter rein.... |
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Verfasst am: Di 19. Sep. 2006; 10:24 |
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| Alex |
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| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
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| Zitat: | | Zurzeit geht die Diskussion um eine Aluminiumschmelze in der Gegend von La Brea. Die ganze Gegend dort streubt sich mit Händen und Füßen, da eh schon alle krank sind. | Die Gegend um LaBrea auch in meiner Erinnerung als übel haften geblieben. Für eine Nacht war ich in einem Hotel aus den 60er Jahren (geschätzt), das eher als eine Touristenattraktion herhalten könnte. Vielleicht kennt es noch jemand. die Steigung der Auffahrt ist schon fast legendär. Das Wasser des Swimmingpools müsste eigentlich als Chemieabfall entsorgt werden. Und die Teppiche in den Zimmer sind mindestens zehn Zentimeter dick (echt widerlich!). Aber anscheinend dient das Hotel schon seit Jahrzehnten als Unterkunft für Ingenieure der nahegelegenen Anlagen.
| Zitat: | | Es spielt sehr wohl eine Rolle, wer das schwarze Gold abbaut. Denn TNT sieht nicht viel von diesen Geldern. Warum haben Bolivien, Venezuela und andere Länder angefangen die Ölfelder zu verstaatlichen. Damit das Geld im Lande bleibt. |
Ich versichere Dir, dass Bolivien und Venezuela die Ölfelder nur verstaatlicht haben, weil ein paar wirtschaftswissenschaftlich völlig inkompetente und kurzsichtige Sozialisten an die Macht gekommen sind. Bolivien wird von einem ungebildeten, Koka kauenden Indio regiert und Venezuela von einem besessenen Ex-Militär. Diese Länder sollten wohl kaum als Vorbild oder Vergleich dienen. Außerdem war es größtenteils eine Enteignung.
Der Grund, warum die Erdölförderung zum größten Teil in der Hand von ausländischen Ölunternehmen liegt, ist der, dass nur diese in der Lage waren, die Mittel und das technische Wissen für die Errrichtung von Fördereinrichtung etc. aufzubringen. Wenn die Regierung willens und in der Lage ist, die Anlagen zu kaufen und zu betreiben, dann soll sie das tun. Aber was derzeit in den pseudosozialistischen Staaten Südamerikas betrieben wird, die Enteignungen, ist Unrecht.
Ich bin aber sowieso sehr froh, dass die Förderung nicht von staatlichen Konzernen aus T&T betrieben wird. Denn auf Ölteppiche und verschmutzte Strände kann ich gerne verzichten.
| Zitat: | | Ich kenne nur ein öffentliches und das ist oben beim Fort. | Mhh... ja. Stimmt.
| Zitat: | | Das Private können sich viele nicht leisten und gehört für mich nicht zu einer Grundleistung des vom Staat geförderten Gesundheitswesen. | Für die Touristen ist das doch aber ausreichend. |
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Verfasst am: Di 19. Sep. 2006; 10:48 |
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| Alex |
| Forenveteran |
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| Anmeldungsdatum: 19.02.2005 |
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| Zitat: | | Was einfach nur ein Witz ist. Das sind TT$ und nicht US $. |
Eigentlich ging es mir darum, zu sagen, dass der Haushalt zu etwas 38% durch die Erdöleinnahmen finanziert wird.
Warum findest Du dass das ein Witz sei? T&T hat nur eine Bevölkerung von knapp über einer Millionen (1,066 Mio) und ein BIP von 18 Mrd. US$ (Kaufkraftparität) . Deutschland hat zum Vergleich ein BIP von 2,5 Billionen oder 2504 Mrd. US$. Was wäre denn "angemessen"???
| Zitat: | Zitat:
Es spielt überhaupt keine Rolle, wer die Raffinerien betreibt.
In einem Dritte-Welt Land leider schon. Trinidad verfügt überhaupt nicht über die Forschungseinrichtungen solche Anlagen selber zu konstruieren und zu bauen. | Das meinte ich auch gar nicht. War etwas überspitzt formuliert. Vergiss den Satz.
Man sollte außerdem froh sein, dass die Förderanlagen nicht von staatlichen Einrichtungen kontolliert werden. Das würde doch wiet schwerere Formen von Korruption schon fast zwangsläufig nach sich ziehen.
Ich will die Diskussion hier nicht eskalieren lassen... Aber Verstaatlichungen sind nun mal nur in besonderen Fällen und bestimmten Voraussetzungen sinnvoll. In T&T aber sind schon allein die erforderlichen demokratischen Kontrollstrukturen nicht vorhanden und meiner Ansicht nach auch kaum vorstellbar. Einige der hohen Beamten in PortofSpain werden sicher Wirtschaftswissenschaften studiert haben. Aber die Geschichte hat gezeigt, dass in Staatsunternehmen im Gegensatz zu Privatunternehmen mehr Günstlinge als Experten sitzen. Aber ich würde bei einer Verstaatlichung (die ich, wie gesagt, ohne angemessene Entschädigung der Privatunternehmen für eine Ungerechtigkeit halte, und die sich zudem mittel- bis langfristig rächen könnte) befürchten, dass erstens durch lasche Kontrolle und Durchführung (eben typisch T&T) Umweltschäden ergeben könnten und zweitens die Korruption sich in ungeahnte Höhen erhebt. Letzteres könnte zudem noch zu einer (weiteren?) Aushöhlung der demokratischen Strukturen führen (a la, wenn Du dem Präsidenten weitere Vollmachten gibst, dann bekommst Du , Parlamentarier, einen schönen Job bei dem staatliche Ölkonzern). |
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